-
Wollwaschmaschinensatz, bei dem jede einzelne Waschmaschine mit Einzelantrieb
versehen ist Die tierische Rohwolle wird in Wollwâschereien einer griindlichen Reinigung
in langen Waschmaschinensâtzen unterzogen. Diese Maschinensâtze bestehen meist ans
einer grôfleren Anzahl von Maschinen, durch die das Arbeitsgut sel-bsttâtig fortbewegt
wird. Im Aufleger und Wolf wird die Wolle gelockert, im Entschwei&bottich ausgelaugt
und in den einzelnen Waschkufen mehrfach durchgewaschen. Danach wird die Wolle in
einer Trockenmaschine getrocknet und im Ülwolf gedlt. N- ach dem Entschiveifibottich
und den einzelnen Waschkufen wird die Lauge aus der Wolle durch besondere PreB-walzen
ausgedrückt.
-
Der gante Maschinensatz, der :Io und mehr Meter lang sein kann, wurde
bisher mit Riemen von errer durchgehenden Welle aus angetrieben. Bei Inbetriebnahme
und St5rungen ist das Ein- und Ausschalten der Maschinen jedoch sehr umstândlich
und zeitraubend. Durch die Verwendung v on elektrischen Einzelantrieben lâflt sich
der gante Betrieb wesentlich vereinfachen, und es lassen sich unter Umstânden über
die allgemeinen Vorteile hinaus, die der elektrische Einzelantrieb mit sich bringt,
Verbesserungen erreichen, die weit über das gewohnte MàB hinausgehen und dem ganzen
Betrieb zugute kommen.
-
Die Erfindung betrifft eine besondere Ans-Z5 eines Waschmaschinensatzes
mit elektrischem Einzelantrieb, bei dem jede einzelne Maschine für sich ein- und
ausschaltbar ist. Die Erfindung besteht darin, daB auBer der Einzelschaltvorrichtung
an jeder Waschmaschine des Satzes an gemeinsamer Stelle noch eine weitere Steuervorrichtung
derart vorgesehen ist, daB von dieser gemeinsamen Stelle aus j ede Waschmaschine
für sich, aber auch sâmtliche Einzelwaschmaschinen zusammen ein- und ausschaltbar
sind. Dabei kann die Einrichtung so getroffen sein, daB jeder Einzelschalter .an
der Maschine durch ein Zeitrelais mit der Steuervorrichtung an gemeinsamer Stelle
so verbunden ist, daB beim Ausschalten eines Einzelmotors nach einer bestimmten
Zeit die iibrigen Motoren des Waschmaschinensatzes durch -die gemeinsame Steuervorrichtung
stillgesetzt werden.
-
Durch die Erfindung wird nicht nur die Bedienung wesentlich vereinfacht,
die jetzt durch einen einzigen Mann er folgen hann, sondern es wird auch dafür gesorgt,
daB das Metz durch das nacheinander erfolgende Anlassen der einzelnen Motoren nicht
unzulâssig hoch belastet wird. Weitere Ausbaum5glichkeiten für die Erfindung sind
in dem nachfolgenden Ausführungsbeispiel beschrieben.
-
Die Abbildung legt einen Waschmaschinensatz mit sectes .einzelnen
Maschinen zugrunde, und zwar besteht -der Satz aus dem Aufleger mit dem Wolf, die
durch den Motor r angetrieben
werden, ans dem Entschweiflbottich,
der seinen Antrieb vorn Motor -> erhâlt, ans zwei Waschkufen, zu deren Antrieb die
Motoren 3 und 4 dienen, ans der Trockenmaschine, die durch den Motor 5, und dem
Olwolf, der durch den Motor 6 angetrieben wird. Zum Antrieb k6nn@.en beliebige Motoren
verwendet werden. Das Beispiel nimmt DrehStrom-KurZ.schlüBlâufermotoren .an, die
ans dem Nebz 7, 8, 9. gespeist werden.
-
Zum Ein- und Ausschalten der Motoren dienen die Schütze i i bis 16.
Zur Wahrung der tlbersichtlichkeit ist .der AnschluB der Kraftleitungen nur bei
zwei Motoren und auch nur einpolig gezeichnet. Zum Einschalten jedes Motors, unabhângig
von .den übrigen Motoren, di.enen die Druckkndpfe 21 bis 26, die an .den einz.elnen
Maschinen angeordnet sind. Ein Einschalten ist auch von Biner gemeinsamen Stelle,
z. B. Biner nicht gezeichneten Schaltafel, ans mdglich, an der die Druckkndpfe 31
bis 36 angeordnet sind, die zu den Druckkndpfen 21 bis 26 parallel liegen. Wird
Biner der Druckkndpfe 21 bis 26 oder 31 bis 36 betâtigt, so spricht das zugeh5rigeSchütz
an und schaltet den betreffenden Motor ein. Nach dem Loslassen des Druckknopfes
fâllt das Schütz nicht ab, sondern hâlt sich selbst über die Selbsthaltekontakte
41 bis 46. Der Selbsthaltestromkreis ist über die in Reihe liegernden Druckknôpfe
51 bis 56 an der Schalttafel und über die Druckkndpfe 61 bis 66 an den einz.elnen
Maschinen geführt, so dafl jede Maschine für sich durch den zugeh6rigen Druckknopf
an der Maschine selbst oder an der Schalttafel auch wieder stillgesetzt werden kann.
Um nun in Notfâllen aber auch d en ganzen Maschinensatz gleichzeitig stillsetzen
zu kdnnen, sind weitere Druckknbpfe 71 bis 76 bei jeder Maschine angeordnet, über
die der Strom für die einzelnen Selbsthaltestromkreise in Reihe flieBt. Auch an
der Schalttafel kann für da-s gleichzeitige Stillsetzen ein solcher Druckknopf 77
angeordnet sein.
-
Mit der bisher beschriiebenen Einrichtung ist es môglich, jeden Motor
für sich sowohl v on seiner Maschine ans als auch von Biner gemeinsamen Stelle ans
ein-und auszuschalten und ferner alle Motoren gleichzeitig von jeder beIiebigen
Stelle ans zum Stillstand zu bringen.
-
Für den Fall, daB Auch ein gemeinsames, foIgerichtigesAnlassen des
ganzenMaschinensatzes ge@vünscht wird, ist Bine Schaltwalze 8o vorgesehen, die einzelne
Nocken 88 trâgt, die im Beispiel versetzt angeordnet sind, un:d die die Kontakte
81 bis 86 steuern, die zu den Kontakten 31 bis 36 . parall.el l.iegen. Die Walze
8o kann beispielsweise von Hand gedreht werden, wobei zweckmâi3ig, z. B. durch ein
Hemmwerk, dafür gesorgt wird, daB ,Bine gewisse Geschwindigkeit nicht überschritten
werden kann. Die Walze kann aber auch durch einen Motor in Bewegung gesetzt werden,
der entweder von der Schalttafel oder aber auch von jeder beliebigen Stelle der
Maschine ans in Gang gesetzt werden kann. Nach d em Anlassen schaltet sich dann
der Antriebsmotor der Walze in bekannter Weise selbsttâtig ab.
-
Wie das Ausführungsbeispiel zeigt, ist im Stromkreis des Motors a
ein Vberstromschalter 92 eingebaut, der bei Ü,berlastung des Motors anspricht und
den SelbsthaItestromkreis des Schützes la unterbricht. Diese Einrichtung bat den
Zweck, Stôrungen des Gesamtbetriebes zu vermeiden, wenn sich beisp.ielsweise die
Wolle üm die PreBwalze wickelt, die die Lange ausquetschen soli, urnd diese Walze
daher wie .der zurückgetdreht werden muB. An die Stelle des Oberstromschalters kdnnen
beliebige andere bekannte Einrichtungen treten, z. B. auch thermischeSchalter oder
kombinierte thermische und Uberstromschalter. Diese Einrichtungen_ werden nach der
Erfindung zweckmâBig mindestens bei den Antrieben der Einzelmaschinen vorgesehen,
die mit PreBwalzen ausgerüstet sind, ira Beispiel also insbesondere bei den Motoren
2, 3 und 4.
-
Der Betrieb lâBt sich dadurch noch sicherer gestalten, daB besondere
Signalvorrichtun gen vorgesehen werden, die -den Betriebszustand der einzelnen Maschinen
anzeigen und darauf aufm.erksam machen, daB ein Motor ausgefallen ist, z. B. infolge
Selbstabschaltung durch Cberlastung. Der bedieniende Arbeiter weiB dann sofort,
an welcher Maschine Bine. Stdrung eingetreten ist, die er zu beheben bat. Im Ausführungsbeispiel
sind an den einzelnen Maschinen Signallampen loi bis lob ange#bracht, -die ansprechen,
wenn das zugehdrige Schütz ahgefallen ist. Die Signale k6nnen auch an der Schalttafel
angeordnet sein.
-
Falls bei Biner Maschin.e Bine gr6Bere St6-rung auftritt, die sich
nicht sofort beheben lâBt, so liegt -die Gefahr vor, daB durch den Weiterlauf der
übrigen Maschinen Stauungen im FluB des behandelten Gutes eintreten. Es wird daher
das Stillsetzen des ganzen Maschinensatzes notwendig. Hierzu kann der Arheiter einen
der Kndpfe 71 bis 77 drükken. Nach der Erfindung ist es aber auch mdgl.ich,@ die
Abschaltung selbsttâtig vornehmen zu lassen, und zwar durch ein Zeitrelais, das
den gan.zen Antrieb abschaltet, wenn nach dem Ausfallen Bines Motors dieser nscht
nach Biner bestimmten Zeit wieder in Betrieb genommen wird. Das Zeitrelais lâf3t
sich bei.spielsweise an Stelle Biner der Signalvorrichtungen
oder
parallel dazu anordnen. Es spricht an, sobald der betreffende Motor abgeschaltet
ist. Nach Ablauf einer bestimmten Zeit dffnet dann das Relais den Selbsthaltestromkreis,
in idem sich auch die Druckl:ndpfe 71 bis 76 befinden.
-
Durch die Einrichtung nach der Erfindung enthâlt der Betrieb eine
auBerordentliche Sicherheit und gestaltet sich vor allem derartig einfach, .dan
zum Betrieb des ganzen Maschinensatze-s nur noch ein einziger Arbeiter notwendig
ist.
-
Die Erfindung ist nicht an das Ausfiihrungsbeispiel gebunden, insbesondere
brauchen nicht sâmtliche der beschriebenen Einrichtungen gleichzeitig angeordnet
zu werden, sondern nach Bedarf l:dnnen auch nur einzelne der beschriebenen MaBnahmen
bereits einen hinreichend sicheren und einfachen Betrieb gewührleisten. An Stelle
der dargestellten Schütze k6nnen auch Schalter Verwendung finden, insbesondere lassen
sich zum Ein- und Ausschalten auch verschiedene Schalter verwenden. Das Stillsetzen
der ganzen Anlage kann auch dadurch erreicht werden, daB das gante Netz 7, 8, 9
durch einen Schalter abgetrennt werden kann. der durch einen besonderen Stromkreis
bedient wird, in dem die Kontakte 71 bis 77 liegen.