CH178029A - Anordnung zur Spannungsregelung von Synchronmaschinen. - Google Patents

Anordnung zur Spannungsregelung von Synchronmaschinen.

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CH178029A
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Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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  Anordnung zur Spannungsregelung von Synchronmaschinen.    Bekanntlich wirkt der Belastungsstrom  einer Synchronmaschine auf das Feld zurück  (Ankerrückwirkung). Diese Ankerrückwir  kung muss durch Änderung der Erregung  wieder ausgeglichen werden, um das Feld  in der Maschine und damit die Spannung an  den     Klemmen    konstant zu halten. Man kann  dies auch so     ausdrücken,        da.ss    der wirksame       Erregerstrombelag,    nämlich die geometrische  Summe zwischen Läufer- und     Ständerstrom-          helag,    praktisch konstant gehalten     werden     muss. Normalerweise wird dies durch Schnell  regler besorgt.

   Diese werden     umsomehr    be  ansprucht. je kleiner der wirksame     Erreber-          strombelag    gegenüber dem Ständer     bezw.          Läuferstrombelag    ist, das heisst je kleiner der  Luftspalt ist. Trotz der Verwendung von  Schnellreglern erfolgt die Aufhebung der  Ankerrückwirkung vielfach nicht mit der ge  wünschten Schnelligkeit, weil die Beeinflus  sung der     Läuferamperewindungen    über ein  mechanisches Zwischenglied erfolgt, das zu-    dem erst über die Erregerkreise einer oder  mehrerer Erregermaschinen wirkt.

   Es treten  dadurch unvermeidliche     Verzögerungen.    ein,  die zu einer vorübergehenden     Spännungsab-          senküng    führen. Namentlich wenn nie Ma  schinen- auf lange     Übertragungsleitungen     speisen, kann die Übertragung zusammen  brechen, weil die Maschinen, die gleichzeitig  als     Spannungsstützpunkte    dienen, auseinan  derfallen.  



  Man hat nun frühzeitig vorgeschlagen,  die so nachteilige Ankerrückwirkung selbst  tätig mit Hilfe eines     Einankerumformers     aufzuheben, dessen Schleifringe von einem  mit dem Ständer der Synchronmaschine in  Reihe geschalteten Stromtransformator ge  speist werden, während er     kommutatorseitig     die Erregerwicklung mit Gleichstrom speist       (vergleiche    Arnold,     "Wechselstromtechnik"     Band IV, 2. Auflage, Seite 162 ff).

   Die Wir  kungsweise eines derartigen mit der Syn  chronmaschine direkt     gekuppelten    Einanker-           umformers        (Rice-Danielson-Umformer)    hängt  von der Phasenlage des     Primärstromes    der  Synchronmaschine ab.

   Während bei einem       bestimmten    Leistungsfaktor, zum Beispiel bei       cos        p    = 1, der den Schleifringen des Ein  ankerumformers zugeführte Wechselstrom  lediglich in Gleichstrom kommutiert wird  und am     Kommutator    in voller Grösse wieder  herauskommt, wirkt er beim Leistungsfak  tor     cos        cp    = 0 nur auf das Erregerfeld des       Einankerumformers.    In diesem Fall bildet  sich der     Kommutatorstrom    nach der durch  Drehung in diesem Feld erzeugten Spannung  und dem Widerstand im Gleichstromkreis  aus, im ersten Fall entsteht dagegen der  Strom unabhängig vom Widerstand.

   Der       Einankerumformer    arbeitet hierbei     a15     Stromtransformator unter gleichzeitiger     Fre-          quenzumformung,    wobei sich die Spannung  selbsttätig dem Widerstand anpasst. Wenn  die Felderregung im Ständer hierzu nicht  ausreicht, wird ein Teil des     Sehleifring-          stromnes    zur Feldbildung verwendet.

   Im  zweiten Fall dagegen wirkt der gesamte       Schleifringstrom    lediglich auf das Feld ent  weder gleichsinnig oder gegensinnig mit der       Ständererregung    und der am     Kommutator     abgegebene Strom wird rein     generatorisch     durch Drehung des Ankers in diesem Feld  erzeugt.     Lässt    man den     Einankerumformer     frei laufen, so     wirkt    er stets     als    Strom  frequenzumformer, doch ist sein Verhalten  alsdann von der Spannung an seinen Schleif  ringen abhängig, die in weiten Grenzen  schwankt, so dass ein befriedigender Betrieb  auf diese Weise nicht möglich ist.

   Kuppelt  man ihn mit einer takthaltenden Synchron  maschine, so     bestehen    wieder die gleichen  Schwierigkeiten wie bei direkter Kupplung  mit der Hauptmaschine. Abgesehen von die  sen Nachteilen, ist es auch nicht möglich, der  Synchronmaschine eine von der Belastung  unabhängige Erregung zu geben, weil die  beiden Erregungen in den bisher bekannt ge  wordenen Anordnungen sich bei Stromände  rungen     gegenseitig    stören.  



  Anordnungen nach der vorliegenden Er  findung ermöglichen     nun,    die Erregung der    Synchronmaschine durch verschiedene Ein  flüsse ohne gegenseitige Störung zu steuern,  wobei diese Einflüsse sich auf rein elektri  schem Wege ohne Vermittlung mechanischer  Regelorgane unmittelbar auf die     Erregung-          auswirken.    Man kann auf diese Weise sowohl  den Belastungsstrom der Synchronmaschine,  die Netzspannung, den Netzstrom oder eine       bezw.    mehrere von diesen unabhängige Grö  ssen in beliebiger Kombination auf die Erre  gung wirken lassen.  



  Erfindungsgemäss geschieht dies durch  einen     Gleichrichter,    der gleichstromseitig die  Erregerwicklung der Synchronmaschine di  rekt oder indirekt speist, während der Trans  formator des Gleichrichters mit einem von  der Belastung der Synchronmaschine unab  hängigen Scheinwiderstand in Reihe geschal  tet ist, dessen Leistung ein Vielfaches der  über ihn an den     Gleichrichtertransformator     gelieferten Leistung ist.  



  Einige Ausführungsbeispiele sollen den       Erfindungsgedanken    näher erläutern.  



  In     Abb.    1 bezeichnet 1 einen Synchron  generator, der von einer Kraftmaschine 2 an  getrieben werden soll. Die Erregerleistung  wird den Schleifringen über den Gleichrich  ter 3 zugeführt. Die Primärwicklung des       Gleichrichtertransformators    4 wird in Strom  transformatorschaltung mit zwei Strömen ge  speist, einmal über den     Kompoundtra.nsfor-          mator    5 mit dem Strom der Synchronma  schine und ferner mit dem Strom der Blind  leistungsmaschine 6. Die Leistung der Syn  chronmaschine 6 ist ein Vielfaches der über  sie an den Transformator 4 abgegebenen Lei  stung,     ferner    ist von sich aus die Leistung  der Synchronmaschine 1 ein Vielfaches der  über den Transformator 5 an 4 abgegebenen  Leistung.

   Es können sich daher beide     Ströme     ungehindert in der Primärwicklung von  überlagern, wodurch in der     SekundKrwick-          lung    ein ihrer Summe entsprechender Sekun  därstrom entsteht. Spannungsänderungen, die  durch Änderungen des einen Stromes ent  stehen, haben auf die Grösse des andern  Stromes keinen Einfluss, weil die Spannung  am Transformator 4 klein gegenüber der      Spannung an den mit ihm in Reihe geschal  teten Scheinwiderständen 1     bezw.    6 ist. Ver  ursacht also der über 5 gelieferte Strom eine  Spannungsänderung im Transformator 4, so  hat dies auf die Grösse des Stromes in 6  praktisch keinen Einfluss, weil sich die an  liegende Spannung praktisch nicht ändert.

    Denn sie soll ja gross gegenüber der Span  nung an     .t    sein. Der von 5 gelieferte Strom  bewirkt nun selbsttätig eine Verstärkung der  Läufererregung von 1, sobald die Maschine  belastet wird und wirkt dadurch der Anker  rückwirkung entgegen. Die     Blindleistungs-          maschine    6 ist von sich aus bestrebt, solange  die Netzspannung konstant bleibt, einen kon  stanten     Erregerstromanteil    an die Läufer  wicklung von 1 zu liefern. Bei abnehmender  Spannung vergrössert sie dagegen selbsttätig  ihre     Stromabgabe    und wirkt dadurch     ver-          -4tärkend    auf die Erregung von 1 ein.

   Man  kann aber auch die Primärwicklung von -1  mit     Anzapfungen    versehen und die wirk  samen     Windungszahlen    für beide Ströme än  dern, wodurch der von beiden hervorgerufene  Effekt nach Belieben beeinflusst werden  kann. Statt Stufenregelung kann man dann  auch stetige Regelung mit     Doppeldrehtrans-          formatoren    usw. anwenden.

   Es ist jedoch dann  zweckmässig, deren eigenen     Blindleistungs-          verbrauch,    der von der jeweiligen Spannung  an den Stromtransformatoren abhängig ist,  durch parallel geschaltete Kondensatoren zu  kompensieren, weil sonst das     Stromüber-          setzungsverhältnis    gestört würde. Änderun  gen der Phasenlage des     Ständerstromes    der  Hauptmaschine haben hier nicht den Nach  teil, wie bei     .einem    direkt gekuppelten Ein  ankerumformer, da der Gleichrichter ohne  Rücksicht auf die Phasenlage gleichrichtet.

    Er verhält sich in dieser Hinsicht wie ein  freilaufender     Einankerumformer,    ohne dessen  Nachteil der Abhängigkeit von seiner Schleif  ringspannung zu haben.  



  Anstatt dem     Gleichrichtertransformator          -l.    den Strom der     Blindleistungsmaschine    6 zu  überlagern, könnte man auch mit Hilfe eines  entsprechend geschalteten     Kompoundtrans-          formators    den Netzstrom überlagern, um die    Erregung in Abhängigkeit von der Netz  belastung zu     verstärken.     



  Der von der     Blindleistungsmaschine    ge  lieferte Strom dient zur Aufrechterhaltung  des Feldes in 1 bei Leerlauf und auch bei Be  lastung, wenn man die Wirkung des Trans  formators 5 nur auf die Aufhebung der An  kerrückwirkung einstellt. Zweckmässig wird  man die Erregung von 6 durch Schnellregler  in     Abhängigkeit    von der Netzspannung be  einflussen und dadurch den Strom 6 so re  geln,     dass    die Spannung der Hauptmaschine  konstant bleibt. Der Schnellregler hat dabei  nur die Aufgabe, kleine     Korrekturen    in den       Läuferamperewindungen    von 1     auszuregeln,     da die Aufhebung der Ankerrückwirkung  schon von 5 besorgt wird.

   Der Schnellregler  ist dadurch weitgehend entlastet, zumal wenn  man berücksichtigt, dass die Anordnung  schon selbsttätig auf     Spannungsänderungen     durch Stromänderung der     Blindleistungsma-          schine    6 anspricht.   In     Abb.    2 ist eine ähnliche Anordnung  dargestellt, weshalb auch teilweise die glei  chen Bezeichnungen gewählt sind, doch ar  beitet     dei    Gleichrichter nicht unmittelbar auf  die Erregerwicklung von 1, sondern auf die  Erregerwicklung der     Gleichstromerregerma-          schine    7.

   Diese besitzt zweckmässig Kompen  sationswicklung, wodurch die     Induktivität     ihres Ankerstromkreises     praktisch    Null ist.  Der Einfluss der     Induktivität    ihrer Erreger  wicklung auf das sofortige Entstehen des ihr  aufgedrückten Stromes ist durch die ge  wählte     Stromtransformatorschaltung    weit  gehend ausgeschaltet, so dass der Strom in  der     Erregerwicklung    und damit auch ihr  Fluss sofort in voller Höhe da ist. Damit ist  aber auch die Ankerspannung der Maschine  7 in voller Höhe proportional dem zugeführ  ten Erregerstrom da. Der Strom in der  Läuferwicklung von 1 ist dann lediglich  durch die Zeitkonstante dieses Kreises be  stimmt.

   Da man aber den Erregerstrom und  die Ankerspannung von 7 auf ein Vielfaches  ihres normalen Wertes im stationären Zu  stand hinauftreiben kann (vorausgesetzt, dass  die Erreermaschine und ihre     Erregerstrom-          t'         kreise für die vorkommende höchste Span  nung bemessen sind). ist damit praktisch die  gleiche Gewähr gegeben, dass der Erreger  strom von 1 genau wie bei Schaltung 1 sich  in kürzester Zeit auf den neuen Endwert  einstellt.

   Um den     Erregerfluss    in 7 verzöge  rungsfrei und grössenproportional dem Er  regerstrom folgen zu lassen, ist es zweck  mässig, den magnetischen Kreis auch im     Stän-          .der    der     Haschine    völlig aus isolierten Ble  chen herzustellen und den Ankerstrom der  Maschine 7 durch eine Kompensationswick  lung im Ständer vollständig zu kompensieren,  wobei dann die Maschine 7 in der Art einer       ständererregten        Kommutatorhintermaschine     ausgeführt sein kann.  



  Die Maschine 7 wirkt hierbei lediglich  als Verstärkungsglied der über 3 und 4 zu  geführten Erregerenergie, wodurch es mög  lich ist, die     Stromtransformatoranordnung     wesentlich kleiner zu halten, als bei direkter  Speisung der Erregerwicklung von 1. Die  Schaltung ist hier insofern etwas abgeändert.  als die     Blindleistungsmaschine    6 nicht am  Netz liegt, sondern durch einen besonderen  Motor angetrieben wird und statt auf das  Netz auf die Drosselspule 9 geschaltet ist.  Man muss auch dafür sorgen, dass die an 9 ab  gegebene Leistung ein Mehrfaches der an 4  abgegebenen Leistung ist. Bei dieser Schal  tung ist der Strom von 6 unabhängig von der  Netzspannung, was von Vorteil sein kann,  wenn die Hauptmaschine auf das spannungs  lose Netz angefahren werden soll.  



  Die Anordnung nach     Abb.    3 entspricht  im wesentlichen der Anordnung nach     Abb.    2  mit dem Unterschied, dass Drosselspule 9 und       Blindleistungsmaschine    6 parallel am Netz  liegen, und der Drosselstrom sich ebenfalls  über den Transformator 4 schliesst. Da je  doch der Drosselstrom nacheilend, der Strom  von 6 vorwiegend voreilend gegenüber der       etzspannung    ist, wirken sich beide Ströme  im Transformator 4 in der Hauptsache ent  gegen und nur ein der Differenz entsprechen  der Anteil wird gleichgerichtet.

   Daraus geht  hervor, dass 6 und 9 hierbei entsprechend    grösser bemessen werden müssen als bei der  Schaltung nach     Abb.        \?.    Diese Schaltung hat  nun den besonderen Vorteil, dass mit abneh  mender Netzspannung der Drosselstrom zu  rückgeht und .daher     seina    Gegenwirkung im  Transformator 4     naehlässt,    während gleich  zeitig der Strom von 5 ansteigt. Wenn man  6 und 9 genügend gross gegenüber der an 3  und 9. abgegebenen Leistung macht, wird die  Netzspannung selbsttätig weitgehend kon  stant gehalten.

   Man kann in dieser Schal  tung den     Kompoundtransformator    5 auch  weglassen, dann muss durch die Differenz  wirkung von     Blindleistungsmaschine    und  Drosselspule auch die Ankerrückwirkung  aufgehoben werden. Man kann die vorstehend  beschriebenen Anordnungen auch zur     Schnell-          entregung    verwenden, wenn sich herausstellt,  .dass bei Spannungszusammenbrüchen die ver  mehrte ins Netz gelieferte Blindleistung  doch nicht ausreicht, die Spannung zu halten.

    Man lässt dann den von der     Stromtransforma-          torschaltung    gelieferten Strom auf Gegen  erregung der Synchronmaschine wirken, so  lange bis das     remanente        Feld    verschwunden  ist, worauf die ganze Erregung abgeschaltet       bezw.    kurzgeschlossen werden kann. Man  verwendet zu diesem Zweck einen zweiten  Gleichrichter in Kreuzschaltung mit dem er  sten, um mechanische Schaltvorgänge zu ver  meiden. Diesen zweiten Gleichrichter sperrt  man durch     entsprechende        Gitterbeaufschla-          gung,    solange der erste arbeitet.

   Soll der       Entregungsvorgang    eingeleitet werden, so  wird der zweite Gleichrichter freigegeben  und der erste gesperrt, so dass die Ampere  windungen im Läufer der Synchronmaschine  ihre Richtung umkehren. Bei einer gewissen  Grösse des Gegenstromes verschwindet das  Feld in der Synchronmaschine, und man lässt  dann durch diesen Strom auch den ersten  Gleichrichter freigeben, so dass jeder Gleich  richter über den andern kurzgeschlossen ist.  Dies ist ohne weiteres zulässig, weil die  Grösse des Stromes durch die     Stromtransfor-          matorschaltung    gegeben ist.     Abb.    4 zeigt  eine derartige Anordnung, die im wesent  lichen der Anordnung nach     Abb.    3 ent-      spricht.

   Es gelten daher auch die gleichen  Bezeichnungen wie dort, neu hinzugekom  men ist der Gleichrichter 10 und dessen  Transformator 11. Dieser Gleichrichter ist  mit dem vorhandenen in Kreuzschaltung ver  bunden. Die Primärwicklungen der beiden.       (ileichrichtertransformatoren    sind parallel  geschaltet. Solange die Gitter des Gleich  richters 10 gesperrt sind, kann sich der ge  samte Strom nur über den Transformator 4  und den Gleichrichter 3 schliessen. Der Trans  formator 11 führt lediglich den geringen       1Za.gnehsierungsstrom.    Gibt man nun den  Gleichrichter 10 frei und schliesst den  Gleichrichter 3, so kehrt der Strom sekundär  seine Richtung um. Der Transformator 4  bleibt nunmehr als leerlaufender Transforma  tor parallel zum Transformator 11.

   Hat der  Strom im Läufer den Wert erreicht, der zur       :Aufhebung    des     remanenten    Feldes erforder  lich ist, so kann man in Abhängigkeit von der  Grösse dieses umgekehrten Gleichstromes  auch den Gleichrichter 3 wieder öffnen, und  umgekehrt. Die Erregerwicklung von 7 wird  dadurch stromlos und damit auch der Läufer       der    Synchronmaschine.  



  Der besondere Vorteil der im vorstehen  den beschriebenen Anordnungen liegt darin,  dass die Erregung der Synchronmaschine  selbsttätig sich der Belastung anpasst und  auf konstante Netzspannung regelt, ohne     dass     Regler eingreifen müssen. Diese haben ledig  lich kleine     Korrekturen    vorzunehmen, arbei  ten also unter sehr günstigen Verhältnissen.

    Der nachteilige Einfluss der     Induktivität    der       Erregerkreise    auf das sofortige Entstehen des       Errel-erstromes    ist hier dadurch weitgehend  beseitigt,     dass    die Zeitkonstante nicht  durch Einschalten von     Ohmschem    Wider  stand auf der Gleichstromseite verkleinert  ist, was unnötige Erregerverluste und     un-          nötigy    grosses regelbares     Erregerzubehör    ver  ursachen würde, sondern durch Einschalten  grosser Scheinwiderstände im Netzfrequenz  kreis, die dort zum Teil an sich schon vor  banden sind (Hauptmaschine).

   Selbst wenn  diese reine Blindwiderstände sind (Drossel  spule) wirken sie infolge der konstanten Fre-         quenz    wie     Olimsche    Widerstände im Gleich  stromkreis, ohne deren Nachteile zu haben.  Die Blindwiderstände im     Netzfrequenzkreis     verkleinern also die Zeitkonstante im Gleich  stromkreis. Zugleich ergibt sieh der Vorteil  der bequemen Überlagerung verschiedener  Ströme und kleinen Regelzubehörs.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Spannungsregelung von Synchronmaschinen mit Hilfe eines Gleich richters, .der die Erregerwicklung der Syn chronmaschine direkt oder indirekt speist, dadurch gekennzeichnet, dass der Transfor mator des Gleichrichters mit einem von der Belastung der Synchronmaschine unabhän- ffi 1. gen Seheinwiderständ in Reihe geschaltet ist, dessen Leistung ein Vielfaches der über ihn an den Gleichrichtertransformator ge lieferten Leistung ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Be lastung der Synchronmaschine (Hauptma schine) unabhängige Scheinwiderstand eine auf das Netz der Hauptmaschine ge schaltete Blindleistungsmaschine ist, durch deren Erregung die Erregung der Haupt maschine gesteuert wird. 2. Anordnung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Blind leistungsmaschine bei Spannungsabsen- kung im Netz selbsttätig ihren Strom ver grössert und dadurch verstärkend auf die Erregung der Hauptmaschine einwirkt und umgekehrt bei Spannungserhöhung. 3.
    Anordnung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass dem Gleich richtertransformator ausser dem Strom der Blindleistungsmaschine noch der Strom eines auf das gleiche Netz geschalteten Blindwiderstandes überlagert wird, dessen Leistung ebenfalls ein Vielfaches der über ihn an den Gleichrichtertransformator ge lieferten Leistung ist und dessen Strom im Gleichrichtertransformator dem Strom der Blindleistungsmaschine entgegenwirkt, so dass nur die Differenz gleichgerichtet wird,
    die mit abnehmender Netzspannung infolge Abnahme des Blindwiderstands stromes und Zunahme .des Blindleistungs- maschinenstromes in besonderem Masse zu nimmt und mit steigender Netzspannung abnimmt. -l. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Be lastung der Synchronmaschine unab hängige Scheinwiderstand eine auf einen vom Netz unabhängigen Scheinwiderstand belastete und getrennt angetriebene Syn chron- oder Asynchronmaschine ist, durch deren Erregung die Erregung der Haupt maschine gesteuert wird. 5.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Gleichrichter- transformator über einen Kompoundtrans- formator noch der Strom der Synchron maschine überlagert wird, der eine selbst tätige Verstärkung der Erregung bei Be lastung zwecks Aufhebung der Anker r üc 'kwirl, um, . bewirkt. 6. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Gleichrichter transformator der Netzstrom überlagert wird, um die Erregung in Abhängigkeit von der Netzbelastung.zu verstärken. 7.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Gleich richter in Kreuzschaltung mit dem ersten vorgesehen ist, dessen Transformator- primärw-icklung parallel mit der des er sten geschaltet ist, der zur Schnellent- regung dient und normalerweise durch Gittersteuerung gesperrt ist,
    bei Ein setzen .der Schnellentregung jedoch unter gleichzeitiger Schliessung des ebenfalls mit Gittersteuerung versehenen ersten Gleichrichters geöffnet wird und durch Erregung der Synchronmaschine das re- manente Feld zum Verschwinden bringt. B. Anordnung nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass nach Erreichen des zur Auslöschung des remanenten Fel des nötigen Gegenstromes auch der erste Gleichrichter geöffnet wird, so dass der ganze Erregerstrom sich lediglich über die Gleichrichter schliesst. 9.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei indirekter Spei sung der Erregerwicklung über eine Er regermaschine diese mit gleichmässig ver teilter Ankerkompensationswicklung und mit aus isolierten Blechen bestehenden magnetischem Kreis ausgeführt ist.
CH178029D 1933-05-06 1934-04-25 Anordnung zur Spannungsregelung von Synchronmaschinen. CH178029A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748177C (de) * 1937-05-23 1944-10-31 Stromversorgungssystem mit einer groesseren Anzahl kleinerer, oertlich getrennt aufgestellter, durch Brennkraftmotoren angetriebener Drehstromerzeuger und mit zu Reservezwecken dienender gemeinsamer Sammelschiene
DE750983C (de) * 1935-10-29 1945-02-05 Einrichtung zur selbsttaetigen Spannungsregelung von Ein- oder Mehrphasenwechselstromerzeugern
CN118826349A (zh) * 2024-09-20 2024-10-22 成都理工大学 飞轮储能用基于叠加电流机制的耦合式励磁电机系统

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