CH209444A - Schaltung für mehrere an das gleiche Wechselstromnetz angeschlossene Stromrichter zur Speisung gleichartiger Einzelverbraucher. - Google Patents
Schaltung für mehrere an das gleiche Wechselstromnetz angeschlossene Stromrichter zur Speisung gleichartiger Einzelverbraucher.Info
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Description
Schaltung für mehrere an das gleiche Wechselstromnetz angeschlossene Stromrichter zur Speisung gleichartiger Einzelverbraucher. In der Stromrichtertechnik treten zu weilen Fälle auf, in denen gleichartige Gleichstromverbraucher durch je einen Stromrichter, beispielsweise einen Queck- silberdampfgleichriehter mit durch Gitter steuerbarer Lichtbogenzündung, gespeist wer den und die Bedingung zu erfüllen ist, dass die abgegebenen Gleichspannungen zueinan der in einem bestimmten Verhältnis stehen müssen. Das ist besonders der Fall bei so genannten Gleichlaufanordnungen, wo ein zelne Gleichstrommotoren an verschiedenen Punkten angreifen, z. B.
Hebezeugen, bei denen der zu hebende Teil keine Winkelver schiebungen erleiden darf. Ähnliche Bedin gungen liegen auch bei Rollgängen, Papier maschinen und insbesondere bei Walzen strassen vor, wo verschiedene Walzen un abhängig voneinander angetrieben werden, jedoch durch das Walzgut in ihren Dreh zahlen festgelegt sind, weil weder eine Zer rung noch eine Stauehung des unter meh- reren Walzen gleichzeitig hindurchgehenden Walzgutes eintreten darf.
Man hat bereits vorgeschlagen, die gitter gesteuerten Gleichrichter, welche die Motoren speisen, zu kompoundieren, das heisst strom abhängig zu steuern, um dadurch die Dreh zahl lastungsunabhängig zu machen. Man hat auch vorgeschlagen, diese Kompoundie- rung in Abhängigkeit von der Belastung der benachbarten Walze vorzunehmen. Diese Massnahmen haben sich jedoch noch nicht als ausreichend erwiesen, um die geforderte Gleichförmigkeit der Motordrehzahlen zu ge währleisten, weil zusätzliche Spannungs abfälle durch Netzrückwirkungen aller Stromrichter auftraten.
Erfindungsgemäss werden die Kompoun- dierungen nicht nur von den eigenen Be lastungsströmen, sondern von der Summe der Belastungsströme mehrerer Stromrichter ge meinsam abhängig gemacht. In besonderen Fällen wird es zweckmässiL, sein. die Sum- menbildung von sämtlichen zugehörigen Stromrichtern vorzunehmen, in andern Fällen wird es angebracht sein, die Summenbildung bei allen denen zu vollziehen, deren Gleich richtertransformatoren untereinander überein stimmende Schaltungen aufweisen.
Die Sum menbildung kann auf sehr verschiedene Weise vollzogen werden, wofür in den Ab bildungen Ausführungsbeispiele angegeben sind.
In Fig. 1 bedeutet 1 ein speisendes Wech selstromnetz beliebiger Phasenzahl, mit 2 sind angeschlossene Gleichrichtertransforma- toren und mit 3 Gleichrichtergefässe bezeich net. Der Gleichstromkreis jedes einzelnen Gleichrichters wird geschlossen durch den Anker eines Motors 4. Die Gitter der Gleich richter 3 werden mit Steuerspannungen über je einen Steuerapparat 5 beaufschlagt, für dessen Schaltung in den weiteren Abbildun gen noch nähere Erläuterungen gegeben sind. In der gemeinsamen Zuleitung zu den Trans formatoren 2 sind Stromwandler 6 eingefiigt, während vor jeden einzelnen Transforma tor Stromwandler 7 vorgeschaltet sind.
Die Sekundärströme der Wandler werden mit Hilfe von Zwischenwandlern 8 summiert den Steuerapparaten 5 zugeführt. Die Zahl der an einer Stelle verwendeten Stromwandler richtet sich nach der Netzphasenzahl. Im all gemeinen wird man mit je einem Wandler in Einphasennetzen, mit je zwei Wandlern in Mehrphasennetzen auskommen. In der glei- eben Abbildung ist auch eine weitere Me thode der Summierung angedeutet, die darin besteht, dass an den Stellen 9 der Gleich stromkreise eine Parallelschaltung von Ne benschlusswiderständen vorgenommen wird.
Die an den Nebenschlusswiderständen ent stehenden Abfälle können ebenfalls den Steuerapparaten 5 zugeführt werden, wie ge strichelt eingezeichnet ist. Es ist infolge dessen möglich, die Kompoundierung zum Teil von der \Vechselstromseite, zum Teil von der Gleichstromseite kombiniert anzuwenden.
In Fig. 2 sind ebenfalls mehrere getrennte Gleichrichterkreise an ein gemeinsames Netz angeschlossen, von denen nur die Transfor- matoren 2 gezeichnet sind. Es ist hier an genommen, dass die Transformatoren zur Hälfte primär im Dreieck, zur andern Hälfte im Stern geschaltet sind. In diesem Falle ist es zweckmässig, die Summenbildung der Ströme von den Gleichrichtern mit gleich artiger Schaltung für sich vorzunehmen. Hierfür sind zwei Beispiele angeführt.
Die Stromwandler 7, die zum Beispiel in<B>V-</B> Schalt,ung angeordnet sein können, falls es sich um ein Mehrphasenwechselstromnetz handelt, sind mit Stromtransformatoren 10 verbunden, deren Sekundärwicklungen über Trockengleichrichter 11 auf die Wicklungen von Eisendrosseln 12 arbeiten. Im Gleich stromkreis der Stromwandlerschaltungen, die zu den Transformatoren 2 mit primärer Drei eckschaltung gehören, ist eine Reihenschal tung vorgenommen, indem die Gleichströme zweier Wandlerschaltungen über die gemein samen Sammelschienen 13 und 14 geleitet werden.
An 13 und 14 sind die Wicklungen 15 der Drosseln angeschlossen, ausserdem noch ein Regelwiderstand 21, mit dessen Hilfe der Strom in den Wicklungen 15 auf einen bestimmten Teilwert eingestellt werden kann. Nach dem Durehfliessen der Wicklun gen 15 durchlaufen die Ströme nunmehr ein zeln noch die Wicklungen 16, zu denen pa rallel weitere Einstellwiderstände 17 ge schaltet sind. Durch diese Anordnung wird erreicht, dass die Wicklungen 16 proportional mit den Einzelbelastungsströmen der Wand- ler 7, die Wicklung 15 dagegen proportional mit den Summenströmen der Wandler 7 be- aufschla("t werden.
Durch die Gleichstrom beaufschlagung der Drosseln 12 kann die In duktivität der Wicklung 18 in gewünschtem ).1a,sse geändert und dadurch eine Regelung in den Steuergitterkreisen vorgenommen wer den. Durch Verkopplung der Leitungen 13 und 1.4 mit entsprechenden Leitungen anderer Gleichrichtergruppen über den Widerstand 19 kann eine bedingte Beeinflussung meh rerer Gruppen aufeinander bewerkstelligt werden.
Ausser der Summenbildung auf der Gleichstromseite der Wandlerschaltung kann auch auf der Wechselstromseite der Wand lerschaltung mit Hilfe zusätzlicher Wandler 20 eine Summenbildung vorgenommen wer den, wie als weitere Variante bei den pri mär sterngeschalteten Transformatoren 2 an gegeben ist. Hierdurch gewonnene Gleich ströme können in entsprechender Weise den Wicklungen 15 und 16 der Drosseln zuge führt und ebenso durch Parallelwiderstände 22 bezw. 23 eingestellt werden.
Ein Beispiel für die Summenbildung mit nur geringen zusätzlichen Mitteln zeigt die Fig. 3. Hier gelten die entsprechenden Be zeichnungen wie bei der Fig. 2. Die Eisen drosseln besitzen nur je eine Gleichstrom wicklung 25, die über einen Widerstand 26 mit dem Gleichstrom der Wandlerschaltung beaufschlagt wird. Die Summenbildung kann durch Verkopplung der Kreise untereinander über die Widerstände 27 bewerkstelligt wer den. Zur Verhinderung von Stromsubtrak tionen sind die Ventile 28 den Widerständen 27 vorgeschaltet.
In Fig. 4 ist endlich gezeigt, in welcher Weise die Drosseln 12 benutzt werden kön nen, um eine Phasenverschiebung der Gitter steuerspannungen vorzunehmen. Die Wick lungen 18 der Drosseln sind in je einem Primärzweig des dreiphasigen Anschlusses eines Gittertransformators 30 in Reihe ge schaltet. Durch Veränderung der Belastungs ströme wird eine Veränderung der Vormag- netisierung der Drosseln 12 und damit eine Veränderung der Induktivität der Wicklun gen 18 erzielt. Parallel zur Primärwicklung des Steuergittertransformators 30 sind Kon densatoren 31 angeschlossen.
Durch Ände rung der Induktivität der Drosseln 12 in. Verbindung mit den Kapazitäten 31 entste hen Phasenverschiebungen der Gitterspan nungen, wodurch eine beliebige Abnahme oder sogar eine Erhöhung der vom Gleich richter abgegebenen Spannung mit zunehmen der Last erreicht wird. Ausser der genannten Kompoundierungsmethode durch gesättigte Drosseln können natürlich auch mannigfal tige andere Methoden der Beeinflussung der Gitterphase Verwendung finden, z.
B. über Regelorgane, die auf weiteren elektromag netischen, elektrostatischen, mechanischen oder andern Wegen eine kontinuierliche Ein wirkung auf den Steuerapparaten vollziehen, z. B. Verstärkerröhren, Kohledruckregler und andere Mittel.
Die Massnahme der kombinierten Einzel- und Summenkompoundierung erbringt den Vorteil, dass die Drehzahl der Motoren von den im eigenen wie auch in den fremden Kreisen auftretenden Belastungen unabhän gig gemacht und die gewünschten Werte au sserordentlich genau eingehalten werden- kön nen.
Man gewinnt durch einfache Wider standseinstellungen ein gutes konstantes Ar beiten sämtlicher Einzelteile, insbesondere wird vermieden, dass bei plötzlich auftreten den Belastungen einzelner Gleichstromver braucher die'andern in Mitleidenschaft ge zogen werden, vor allem in den Fällen, wo eine erhebliche Netzinduktivität allen Strom richtern gemeinsam vorgeschaltet ist. Die Einrichtungen gemäss der Erfindung können auch in bereits bestehenden Anlagen mit Einzelkompoundierung ohne wesentliche Hilfsmittel geschaffen werden.
Für laufende Fertigungen, wo mehrere Arbeitsvorgänge sich am gleichen Werkstück gleichzeitig ab spielen, wie z. B. Walzenstrassen, ergibt sich der besondere Vorteil, dass Anfang, Mitte und Ende des Werkstückes mit ganz gleich förmiger Geschwindigkeit bearbeitet und in folgedessen eine gleichmässige Güte des Ma terials, das heisst grösster Nutzeffekt, erzielt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schaltung für mehrere an das gleiche Wechselstromnetz angeschlossene Stromrich ter mit auf die Gitterkreise einwirkenden Kompoundierungseinrichtungen zur Speisung gleichartiger Einzelverbraucher, insbesondere Gleichstrommotoren mit Gleichlaufeigen- schaften, dadurch gekennzeichnet,dass der Zündwinkel der Gitter jedes einzelnen Stromrichters ' ausser durch den eigenen Be lastungsstrom auch noch durch die Summe der Belastungsströme mehrerer Stromrichter beeinflusst wird. UNTERANSPRüCHE 1. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zündwinkel durch die Summe der Belastungsströme sämt licher zugehörigen Stromrichter mit be einflusst wird. 2.Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zündwinkel eines Stromrichters mit beeinflusst werden von der Summe der Belastungsströme aller derjenigen Stromrichter, die mit ihm eine gleiche Transformatorschaltung aufwei sen. 3. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Summenbildung durch Zufammenfassung mindestens je eines Teils der Gleichstromkreise bewirkt wird. 4. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Summenbildung über Stromwandler im Wechselstromteil der' Stromrichter gebildet wird. 5.Schaltung nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Überlagerung der Einzel- und Summenkompoundierungen in den Strom wandlerkreisen vorgenommen wird. 6. Schaltung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 4 und 5, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Überlagerung der Ein zel- und Summenkompoundierung der Stromwandlerstrom gleichgerichtet wird. 7. Schaltung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 4 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, dass der an einem Widerstand er haltene Spannungsabfall des gleichgerich teten summierten Stromwandlerstromes mit Spannungsabfällen an Nebenschlüssen im Gleichstromkreis überlagert wird. B.Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Summe der Belastungsströme abhängige elektri sche Grösse (Spannung, Strom) auf die gleichen Regelorgane in den Steuergitter kreisen einwirken wie die Einzelkompoun- dierungseinrichtungen. 9. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Regelorgane kon tinuierlich arbeitende Geräte verwendet werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE209444X | 1938-04-01 |
Publications (1)
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Family
ID=5794789
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH209444D CH209444A (de) | 1938-04-01 | 1939-03-17 | Schaltung für mehrere an das gleiche Wechselstromnetz angeschlossene Stromrichter zur Speisung gleichartiger Einzelverbraucher. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH209444A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1199861B (de) * | 1960-05-27 | 1965-09-02 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Regelungsanordnung fuer parallel arbeitende, auf einen konstanten Ausgangswert geregelte elektrische Geraete |
-
1939
- 1939-03-17 CH CH209444D patent/CH209444A/de unknown
Cited By (1)
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| DE1199861B (de) * | 1960-05-27 | 1965-09-02 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Regelungsanordnung fuer parallel arbeitende, auf einen konstanten Ausgangswert geregelte elektrische Geraete |
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