CH178040A - Photo-elektrische Vorrichtung. - Google Patents

Photo-elektrische Vorrichtung.

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CH178040A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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      Photo-elektrische    Vorrichtung.    Es sind photoelektrische Vorrichtungen  bekannt, die eine Elektrode aus Kupfer ent  halten, das an der Oberfläche in     Kupfer-          oxydul    umgewandelt ist, und zwar derart,  dass sich gleichzeitig     zwischen    dem Kupfer  und dem     Kupferoxydul    eine     schlechtleitende     Sperrschicht bildet.

   Diese Sperrschicht steht  also zu der     Kupferoxydulelektrode,    sowie  zu     der    Kupferelektrode in genetischer Be  ziehung An .die Elektrode aus dem halb  leitenden     Xupferoxydul,    das bekanntlich eine  innere photoelektrische Empfindlichkeit be  sitzt, wird ein aus gutleitendem Stoff be  stehendes     Stromzuführungsorgan    angelegt.  Die verschiedenen Schichten werden dabei so  dünn gemacht, dass das Licht, mit dem die  Vorrichtungen bestrahlt werden, bis an die  Grenze zwischen dem     Kupferoxydul    und der  Sperrschicht durchdringen kann.

   Diese Strah  len     erzeugen    in einer solchen     Vorrichtung     eine elektromotorische Kraft, die in einem an  die Kupferelektrode und an das     Stromzufüh-          rungsorgan    der     Kupferoxydülelektrode    ange-         schlossenen    äussern Kreis einen Elektronen  strom hervorruft.  



  Bei dieser Art photoelektrischer Vorrich  tung fliessen die Elektronen von Elektrode zu  Elektrode. Bei fortgesetzter Bestrahlung wer  den Dauerströme erzeugt. Diese Vorrichtung  ist denn auch wohl zu unterscheiden von Ein  richtungen, bei denen ein photoelektrischer  Stoff als     Dielektrikum    zwischen zwei     Kon-          densatorplatten    angeordnet ist, und in denen  bei Bestrahlung nur Verschiebungsströme er  zeugt werden, weshalb die Einrichtungen       intermittierend    bestrahlt werden, wodurch  dann ihre Richtung ständig wechselnde Ver  schiebungsströme erhalten werden.  



  Ausser Elektroden aus Kupfer wurden  auch Elektroden aus andern Stoffen verwen  det. Es ist zum Beispiel bekannt, .die eine  Elektrode aus Eisen bestehen zu lassen, und  Selen, das eine innere     photoelektrische    'Wir  kung zeigt, als Halbleiter zu     benutzen,        und     diese Stoffe derart auf einander anzubringen,  dass sich eine dünne Sperrschicht aus Eisen-           selenid    bildet. Die     Selenschicht    wird dabei so  dünn gemacht, dass die wirksamen Strahlen  die Grenze zwischen dem Selen und dem       Eisenselenid    erreichen. Auch in diesem Fall  wird also die Sperrschicht aus dem Eisen und  aus dem Selen gebildet, so dass sie in gene  tischer Beziehung zu beiden Elektroden steht.  



  Es wurde auch bereits vorgeschlagen, eine       Kupferogydulscheibe    an der Oberfläche einer  derartigen Behandlung zu unterwerfen, dass  eine     schlechtleitende    Sperrschicht entsteht.       Auf    diese Sperrschicht wird dann ein durch  scheinendes Goldhäutchen aufgebracht. Auch  in diesem Fall     steht    also die Sperrschicht in  genetischer     Beziehung    zu der halbleitenden  Elektrode.  



  Der Widerstand der halbleitenden Schicht  dieser photoelektrischen Vorrichtungen ist  klein in bezug zu jenem der Sperrschicht,  während der Widerstand der Metallelektro  den praktisch gleich Null ist, so dass der  innere Widerstand der Vorrichtungen zur  Hauptsache durch die Sperrschicht bestimmt  wird.  



  Es wurde gefunden, dass der innere  Widerstand dieser bekannten Vorrichtungen  klein, und zwar so gering ist,     da.ss    eine Ver  stärkung der bei sich ändernder Beleuchtung  erzeugten     pulsierenden        Ströme    nicht gut  möglich ist.  



  Wird an die Elektroden, wie oft der Fall,  eine geringe Spannung angelegt, so tritt auch  ohne Beleuchtung der Vorrichtung ein erheb  licher Strom auf (sog. Dunkelstrom).  



  Den bekannten Vorrichtungen haftet fer  ner der     Nachteil    an, dass sich die Bildung der  Sperrschicht     zwischen    der Metallelektrode  und dem Halbleiter in vielen Fällen praktisch  jeder     Überwachung    entzieht, so     dass    unter den  gleichen Verhältnissen hergestellte Vorrich  tungen oft grosse Unterschiede zeigen.  



  Gemäss der Erfindung     wird    durch Ver  wendung einer Sperrschicht, .die nicht in  genetischer Beziehung zum photoelektrischen  Halbleiter steht, eine Verbesserung erreicht;  denn es wurde gefunden, dass,     wenn    die  Sperrschicht aus .diesem     Halbleiter    oder mit  dessen Hilfe hergestellt wird, somit     in    gene-         tischer    Beziehung zu diesem Halbleiter steht,  der innere Widerstand weit unterhalb jenes  Wertes bleibt, der eine gute Verstärkung der  Stromschwankungen ermöglicht. Die Herstel  lung     lässt    sich ausserdem schwer derart ein  richten, dass die Vorrichtungen untereinander  genau gleich sind.  



  Es wurde gefunden, dass, wenn die Sperr  schicht nicht aus dem Halbleiter gebildet  wird, so dass sie nicht in genetischer Bezie  hung zu der halbleitenden Elektrode steht,  ihr leicht eine solche Dicke gegeben werden  kann, dass der innere Widerstand mehrmals  grösser ist und eine gute Verstärkung der  Stromschwankungen ermöglicht, während bei  der     Herstellung    eine gute Überwachung der  Zusammensetzung und .der Dicke der Sperr  schicht möglich ist, so dass gleichmässigere  Erzeugnisse mit untereinander sehr kleinen  Unterschieden erhalten werden. Es wird  ausserdem der Vorteil erreicht, dass die Kapa  zität der Vorrichtung erheblich herabgesetzt  wird, was auch eine gute Verstärkung be  günstigt, und dass ausserdem der Dunkelstrom       viel    kleiner ist.  



  In     vielen    Fällen können die Eigenschaften  der Sperrschicht noch besser beeinflusst wer  den,     wenn    diese Schicht auch nicht in gene  tischer Beziehung zu der Metallelektrode  steht. Die Sperrschicht wird zweckmässig aus  einem sich auf dem Halbleiter gut ausbreiten  den Stoff hergestellt, wodurch ein guter  Kontakt zwischen dieser Schicht und der  halbleitenden Elektrode erhalten wird.  



  Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus  führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes  schematisch.  



  1 bezeichnet eine photoelektrische Vor  richtung gemäss der Erfindung, die wie folgt  aufgebaut ist: Eine     Messingplatte    2, zum  Beispiel 2 cm breit und lang und 1 mm dick,  trägt eine     Selenschicht    3, die dadurch erhalten  werden kann, dass auf die     Messingplatte    eine       Selenmenge    aufgebracht und .geschmolzen  wird. Das geschmolzene Selen breitet sich  nun als eine dünne Schicht über die     Messing-          platte    aus. Durch Dosierung der     Selenmenge     kann dieser Schicht die     gewünschte    Dicke ge-      gehen werden.

   Eine geeignete Dicke ist zum  Beispiel 100     Mikron.    Es ist vorteilhaft, die       3Tessingplatte    nebst der     Selenschicht    noch  einige Zeit (zum Beispiel eine halbe bis eine       g < ii1ze    Stunde) in einem Ofen auf etwa 900   C  zu erhitzen.  



  Dann wird auf der     Selenschicht    eine       Sperrschicht    4 aus     Kunstharz    gebildet. Es  kann zu diesem Zwecke auf die     Selenschicht     eine Lösung eines im Zustand "A" befind  lichen Phenol- oder     Kresolformaldehydharzes     in Alkohol auf die     Selenschicht    aufgebracht   -erden. Nach Verdampfung des Lösungs  mittels wird auf etwa. 200   C erhitzt, wo  durch eine weitere Erhärtung des Harzes be  wirkt und eine feste Harzschicht erhalten  wird. Die Dicke dieser Sperrschicht lässt sich  durch     geeignete    Wahl der Menge der aufge  brachten Lösung und der Stärke dieser Lö  sung genau regeln.

   Ein brauchbarer, hoher  innerer Widerstand der Vorrichtung wird  zum Beispiel erhalten, wenn der Harzschicht  eine Dicke von einigen     Mikronen,    zum Bei  spiel 5     Mikron,    gegeben     wird.     



  Nach der Herstellung der Harzschicht  wird auf letztere auf bekannte Weise  ein durchscheinendes Goldhäutchen 5 aufge  bracht. Dieses Goldhäutchen bildet eine der  Elektroden und die     Selenschicht        .3    die andere,  während die Messingplatte 2 in gutem Kon  takt mit dem Selen ist und das     Stromzufüh-          rungsorgan    der halbleitenden Elektrode 3  bildet.

      Bei der genannten Dicke der Sperrschicht       -1    können die Strahlen, welche die photo  elektrischen Erscheinungen hervorrufen müs  sen. durch. das Goldhäutchen und die     Harz-          sebieht    hindurch die Grenze zwischen der  letzteren Schicht und der     Selenelektrode    sehr  gut erreichen. Es sei bemerkt,     da.ss    die in der  Zeichnung angegebenen Dicken der verschic  denen Schichten stärk     übertrieben    sind und  den wirklichen Dicken nicht entsprechen.  



  An die Elektroden der photoelektrischen  Vorrichtung ist ein äusserer Stromkreis ange  schlossen, in dem sich eine Gleichstromquelle  6 und ein hoher Widerstand 7 befinden. Die    Spannungsquelle ist derart geschaltet, dass  die Goldelektrode 5 mit dem positiven Pol  und das     Stromzuführungsorgan    2 der Selen  elektrode 3 mit dem negativen Pol der Strom  quelle verbunden ist. Die Enden des Wider  standes 7 sind unter     Zwischenschaltung    eines  Akkumulators 8 auf bekannte Weise mit der  Kathode und dem     Gitter    einer Verstärker  röhre 9 verbunden.  



  Der Widerstand 7     mussein    hoher sein.  Um eine gute Verstärkung zu ermöglichen,  muss der innere Widerstand der photoelektri  schen Vorrichtung zweckmässig :dem Wider  stand 7 ungefähr gleich sein. Wird der Sperr  schicht eine genügende Dicke gegeben, so er  hält dieser innere Widerstand den erforder  lichen hohen Wert. Bei der beschriebenen       Vorrichtung        wurde    bei einer Dicke der       Kunstharzschicht    von 1 bis 10     Mikron    ein  innerer     Widerstand    von 10' bis     10s    Ohm ge  messen.

      Dieser Widerstand wurde wie folgt ge  messen: Es wurde an die Elektroden eine  Gleichspannung angelegt     (Selenschicht    nega  tiv, Goldelektrode positiv) und die Strom  stärke wurde bestimmt. Aus dem Verhältnis       zwischen    Strom und     Spannung    wurde nun  der Widerstand berechnet. Der oben ange  gebene Wert     wurde    an einer im Dunkeln an  geordneten photoelektrischen     Vorrichtung     bestimmt. Es ergab sich, dass der Widerstand,  bei Tageslicht gemessen,     mehrmals    kleiner als  der oben angegebene Wert war.  



  Dem Widerstand 7 wurde jetzt auch ein  Wert von 10' bis 10' Ohm     gegeben.    Bei Be  leuchtung der     Goldelektrode    mit 1 Lumen  und bei einer Spannung der     Batterie    6 von  50 Volt wurden zwischen den Enden des  Widerstandes 7 Spannungserhöhungen von 1  bis 10 Volt gemessen (abhängig von dem  Wert des Widerstandes 7, der 10' bis       106    Ohm     betrug).     



  Es wurde gefunden, -dass die bei sich  ändernder Intensität der Beleuchtung auf  tretenden Stromschwankungen mit Hilfe der  beschriebenen Schaltung sehr gut verstärkt  werden konnten.      Wird die Sperrschicht nicht aus Kunst  harz, sondern aus Polystyrol hergestellt, das  in     Tetrachlorkohlenstoff    gelöst werden kann,  so ist nach Verdampfung des     Lösungsmittels     keine Nacherhitzung nötig, wie dies bei       Kunstharzen    der Fall ist.  



       Polystyrol    und Kunstharz besitzen die an  genehme Eigenschaft,     dass    sie sich über das  Selen gut ausbreiten und sich bei der Ver  dampfung des Lösungsmittels als eine zu  sammenhängende gleichmässige Schicht ab  setzen.  



  Die     photö-elektrische    Vorrichtung kann  auch wie folgt aufgebaut werden; eine Alu  miniumplatte, zum Beispiel 2 cm breit und  lang und 1 mm dick, die mit einem     Stromzu-          führungsdraht    versehen ist, wird an der Ober  fläche in einem     4-prozentigen        Oxalsäurenbad     mit einer     Stromstärke    von 1     Amp.    pro dm'       anodisch    oxydiert. Die Dicke der gebildeten       Oxydschicht    hängt von der Zeitdauer der  Oxydation ab.

   Es kann auf diese Weise die  Dicke dieser Schicht sehr genau und     reprodu-          zierbar    eingestellt werden. In einem bestimm  ten Fall wurde der     Aluminiumoxydschieht,     welche die Sperrschicht der Vorrichtung bil  den muss, eine Dicke von 5     Mikron    gegeben.  Auf diese     Oxydschicht    wird durch Ver  dampfung eine dünne, durchsichtige Selen  schicht aufgebracht, die wieder durch Ver  dampfung mit einem durchsichtigen Gold  häutchen überzogen wird.  



  Bei dieser Vorrichtung bilden die Alumi  niumplatte und die     Selenschicht    die     beiden     Elektroden, die     Aluminiumoxydhaut    ist die  Sperrschicht und die Goldschicht ist das       Stromzuführungsorgan    der     Selenelektrode.     Die Goldschicht und die     Selenelektrode    sind  so dünn, dass die wirksamen     Strahlen    bis  zum Aluminiumoxyd     durchdringen    können.  



  Es wurde gefunden, dass der innere  Widerstand dieser Vorrichtung     10e    Ohm be  trug. Bei Beleuchtung der Goldschicht mit  1 Lumen und bei einer Spannung der Bat  terie von 15 Volt und einem äussern Wider  stand von<B>10'</B> Ohm ergab sich, dass der     greis     von einem     Strom    von 11,5 Mikroampere  durchflossen wurde, so dass zwischen den    Enden des äussern Widerstandes eine Span  nung von 11,5 Volt auftrat.  



  Es kann auch von einer     Kupferplatte    aus  gegangen werden, die an der Oberfläche     jo-          diert    wird, wodurch eine Schicht aus Kupfer  jodid gebildet wird, das ein photoelektri  scher halbleitender     Stoff    ist. Auf diese       Kupferjodidschicht    wird dann eine durch  scheinende Sperrschicht, zum Beispiel aus  Kunstharz, aufgebracht, die mit einer durch  sichtigen Goldschicht überzogen wird.  



  Auch lässt sich die Vorrichtung in nach  stehender Weise herstellen: Auf einem Mes  singplättchen wird eine     Selenschicht    ange  bracht, auf die man durch Verdampfen und  Kondensieren von     Calciumfluorid    eine dünne,  zum Beispiel 1     Mikron    dicke     Calciumfluorid-          schicht    bildet, die     wieder    mit einer durch  sichtigen Gold- oder     Kadmiumsehicht    über  zogen wird.  



  Als Halbleiter, die eine innere photoelek  trische Wirkung haben, können ausser Selen  und     Kupferjodid    auch andere Stoffe, zum  Beispiel     Kupferoxydul        (Cu-0),        Molybdän-          Sulfid        (MoS2)    benutzt werden. Für die Sperr  schicht kommen zum Beispiel auch Stoffe  wie Paraffin-     Stearin    oder Papier in Frage.  Bei Verwendung von Papier wird dies zweck  mässig unter Zwischenfügung eines sich auf  dem Halbleiter gut ausbreitenden Stoffes,  zum Beispiel eines Kunstharzes, auf die halb  leitende Elektrode aufgebracht.  



  Die Metallelektrode kann durch eine  Elektrode aus Kohle ersetzt werden, die  ebenfalls eine     metallische    Leitfähigkeit be  sitzt.

Claims (1)

  1. PATEIJTANSPRÜCH: Photoelektrische Vorrichtung mit einer Elektrode aus photoelektrischem, halbleiten dem Stoff, der durch eine Sperrschicht von einer metallisch leitenden Elektrode getrennt ist, wobei die Grenze zwischen der Sperr schicht und der Elektrode aus halbleitendem Stoff für die Lichtstrahlen erreichbar ist, in welcher Vorrichtung durch Bestrahlung Dauerströme erzeugt werden können, da durch gekennzeichnet, dass die schlechtlei- Lende Sperrschicht nicht in genetischer Be ziehung zu dem Halbleiter steht. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Photfl-elektrische Vorrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Sperrschicht auch nicht in genetischer Beziehung zu der metallisch leitenden Elektrode steht. 2.
    Photoelektrische Vorrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrschicht aus einem sich auf der halbleitenden Elektrode gut ausbreitenden Stoff besteht.
CH178040D 1933-09-25 1934-09-17 Photo-elektrische Vorrichtung. CH178040A (de)

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