CH178538A - Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes.

Info

Publication number
CH178538A
CH178538A CH178538DA CH178538A CH 178538 A CH178538 A CH 178538A CH 178538D A CH178538D A CH 178538DA CH 178538 A CH178538 A CH 178538A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
production
mixture
condensation product
products
product
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellsc Farbenindustrie
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Publication of CH178538A publication Critical patent/CH178538A/de

Links

Landscapes

  • Emulsifying, Dispersing, Foam-Producing Or Wetting Agents (AREA)
  • Peptides Or Proteins (AREA)

Description


  Verfahren zur     Iferstellun        b    eines     Kondensationsproduktes.       Es wurde gefunden,     dass    man     wertvolle,     als Hilfsmittel für die Textil-,     Papier-          und    Lederindustrie geeignete wasserlösliche       bezw.    in Wasser     verteilbare    Kondensations  produkte erhalten kann, wenn man Chlor  kohlensäureester mindestens 5 Kohlenstoff  atome im Molekül enthaltender     aliphatischer,          cycloaliphatischer,

          aliphatisch-cycloaliphati-          schcr    oder     aliphatisch-aromatischer    Alkohole       bezw.    deren     Substitutionsprodukte    mit Ei  weissabbauprodukten oder     synthetisch    herge  stellten     Polypeptiden    umsetzt.

   Als Aus  gangsstoffe eignen sich hierfür     beispielsweise          Chlorkohlensäureester    von     Hexyl-,        Oktyl-,          Dodecyl-,        Myristyl-,        Cetyl-,        Oktodecyl-,          Oleylalkohol,        Oktodekandiol,        Montanol,        Cy-          clohexanol,        Methylcyclohexanol,        Benzylalko-          hol,    Zimtalkohol,     Phenylcetylalkohol    und  dergleichen,

   ferner solche aus Gemischen von  Alkoholen, wie sie beispielsweise durch       katalytische    Hydrierung von Ölen, Fetten,       Wachsen    und dergleichen, oder durch    Oxydation von     Paraffinkohlenwasserstoffen.     Wachsen     ete,    erhältlich sind. Man kann  auch     Chlorkohlensäureaster        aue    substituier  ten Alkoholen, z. B. solche, die Halogen oder       Ester-,    Äther-, Nitrogruppen     etc.    enthalten,  verwenden. Die Herstellung der Chlor  kohlen.säureester geschieht in beliebiger  Weise, z. B. durch Einwirkung von     Phosgen     auf die Alkohole.  



  Für die Herstellung der     Eiweiflabbau-          produkte    kommen die verschiedenartigsten  Ausgangsstoffe, z. B. Gelatine, Leder-, Kno  chen- und Hautleim, ferner Eiweiss enthal  tende Abfallprodukte, z. B. Hornabfälle,  Fleischabfälle und dergleichen, ferner He  ringsperma, Sojabohnenmehl     bezw.    -sehrot,  Wolle,     Sericin,    Kasein,     Oxäthy        lierungspro-          dukte    von Kasein     etc.    in Frage. Der Abbau  der Eiweisskörper kann je nach dem zur Ver  fügung stehenden Material auf verschieden  artige Weise erfolgen, z.

   B,     durch    Erhitzen  dieser in alkalischer oder saurer Lösung,      oder durch Behandlung mit geeigneten  eiweissspaltenden Enzymen. Man     hat    es  hierbei in der Hand, den Grad des Abbaues  in der gewünschten Weise zu regeln. Wird  der     Abbau    der     Eiweisskörper        unter    sehr mil  den Bedingungen vorgenommen, so ist es mit  unter zweckmässig, das Umsetzungsprodukt  zur Erhöhung     seiner    Löslichkeit mit geeig  neten Mengen     Äthylenoxyd    zu kondensieren.

    In gleicher Weise     wie    die     Eiweissabbaupro-          dukte    kann man auch synthetisch hergestellte       Polypeptide,    z. B. solche, die durch Konden  sation von     Glykokoll,        Alanin,        Sarkosin    und  andern     Aminosäuren    hergestellt sind, als  Ausgangsstoffe verwenden. Das     Mengenver-          hältniG    der zur Umsetzung gelangenden  Komponenten kann hierbei variiert werden.  



  Die Umsetzung der     Chlorkohlensäureester     mit den     Eiweissabbauprodukten        bezss=.        Poly-          peptiden    kann bei gewöhnlicher oder auch  mässig erhöhter Temperatur erfolgen, im all  gemeinen arbeitet man zweckmässig bei     etwa.     20 bis 5<B>0</B>; bei Verwendung träge reagieren  der     Chlorkohlensäureester    ist es oftmals  zweckmässig, Temperaturen von etwa 70 bis  <B>80'</B> anzuwenden. Man führt die Umsetzung  im allgemeinen in wässeriger Lösung und in  Gegenwart von alkalisch reagierenden Mit  teln, z. B. Natron- oder Kalilauge, Ammo  niak, Soda,     Pyridin    und dergleichen aus.

   In  manchen Fällen können auch organische  Lösungsmittel wie Essigester, Äther, Tetra  chlorkohlenstoff, Chloroform,     Cyclohexan     und andere hierbei Verwendung finden.  



  Die nach der vorstehend beschriebenen  Arbeitsweise hergestellten Kondensationspro  dukte sind in Wasser leicht     lösliöh;    sie geben  in wässeriger Lösung bei Anwesenheit von  Magnesium-, Barium- oder Kalksalzen keine  Niederschläge. Sie sind ferner in     Behand-          lungsbäd.ern,    die Säuren enthalten, bei ge  wöhnlicher Temperatur anwendbar. Die Pro  dukte zeigen sehr gute schutzkolloide Eigen  schaften und besitzen ein hohes     Dispergier-          vermögen,    ferner Netz- und Waschwirkung.

    Sie können daher mit Vorteil vor allem     als,     Hilfsmittel in der Textil-, Leder-,     Papier-          industrie,    sowie in der Nahrungsmittelindu-         strie    und pharmazeutischen     Industrie    Ver  wendung finden. Sie eignen sich vorzüglich  als     Färbereihilfsmittel    und zwar insbesondere  als Egalisier- und     Durchfärbemittel    beim  Färben oder Drucken von     vegetabilischen     oder tierischen Fasern oder Geweben mit       Küpenfarbstoffen.    Infolge ihrer guten  schutzkolloiden Eigenschaften verhindern  sie das Ausfallen von wasserunlöslichen  Produkten, z.

   B. das Ausfallen von Kalk  seifen bei Anwendung von Seife in     hartem     Wasser, oder von     Azofarbstoffen    beim Kup  peln ihrer Komponenten. Sie eignen sieh  weiterhin für die Herstellung von Emulsio  nen zum Appretieren und Wasserdicht  machen .von Geweben usw.  



  Man kann die Kondensationsprodukte  auch in Mischung mit andern Stoffen, bei  spielsweise mit Egalisier-,     Dispergier-,    Netz-,       Reinigungs-,        Emulgiermitteln    oder andern       Textilhilfsmitteln,    Farbstoffen usw. verwen  den. Es kommen als solche andere     Stoffe     z.

   B. in Betracht:     Sulfitablauge,    Seifen,       Türkischrotöle,        alkylierte        Naphthalinsulfon-          säuren,    Kondensationsprodukte von höher  molekularen     Carbonsäuren        etc.    mit     Amino-          oder        Oxyalkylsulfosäuren,    Schwefelsäure  ester von     höhermolekularen        aliphatischen     Alkoholen,

   ferner Einwirkungsprodukte von       Äthylenoxyd    auf organische     Verbindungen     mit reaktionsfähigen     Wasserstoffatomen,     insbesondere solche, die     Oxy-,        Carboxyl-          oder    Amin     ggruppen    aufweisen. Auch Leim,       Dextrin,    Stärke,     Pflanzenschleime,    organische       Lösungsmittel,    z.

   B,     Trichloräthylen,    Tetra  chlorkohlenstoff,     Benzylalkohol,        Cyclohexa-          nol,        sowie        Oxydationsmittel,        wie        Perborat     oder     Wasserstoffsuperoxyd,    Salze, z. B.  Kochsalz, Glaubersalz, Phosphate, Silikate       und    dergleichen, sind hierfür .geeignet.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist nun  ein Verfahren zur Herstellung eines Konden  sationsproduktes, dadurch gekennzeichnet,  ,dass man ein durch Abbau von Eiweisssub  stanzen erhaltenes     Peptidgemisch    mit dem  Gemisch der     Chlorkohlensäureester    des Al  koholgemisches, das durch     Reduktion    von       Palmkernfettsäure    erhältlich ist, umsetzt.      Das so erhältliche neue Produkt soll als  Netz-, Wasch- und     Dispergiermittel,    sowie  insbesondere auch als     Egalisiermittel    in der  Färberei Verwendung finden.  



  <I>Beispiel</I>     z:     Man schliesst 125 Teile Leim unter Zu  satz von 20 cm' 20%iger Schwefelsäure  unter     6stündigem    Erhitzen auf 115 bis  120   C auf, neutralisiert mit Natronlauge  und .stellt die Brühe auf einen Gehalt von  etwa 40% Abbauprodukt ein. Man konden  siert dann bei gewöhnlicher Temperatur mit  29 g     Chlorkohlensäureester    des Alkohol  gemisches, das man bei der technischen Re  duktion von     Palmkern(kökos)fettsäure    er  hält, wobei man die Reaktion des Gemisches  durch Zugabe von 33%iger Natronlauge  dauernd schwach     triazenalkalisch    hält.  



  Man rührt noch zwei Stunden     bei    80 bis  90   C nach, dampft zur Trockne und extra  hiert das Produkt mit Aceton. Der     aceton-          unlösliche    Rückstand     stellt    eine gelblich ge  färbte krümelige Masse dar, die sich in       uTasser    leicht zu klaren, gut schäumenden  Lösungen auflöst.  



  <I>Beispiel 2:</I>  100 g Hautsubstanz mit einem Trocken  gehalt von 70 % werden mit 2,2 g Kalk    12 Stunden bei 125 bis 130   C aufgeschlos  sen. Darauf wird der Kalk mit Soda gefällt  und die Brühe auf einen Gehalt von etwa  30 % an Abbauprodukt eingestellt. Man  kondensiert dann mit     55    g     Chlorkohlen-          säureester    des     Alkoholgemisches,    das man  bei der     technischen        Reduktion    von Palm  kernfettsäure erhält. Die weitere Aufarbei  tung erfolgt analog     wie    in Beispiel 1. Das       erhaltene    Produkt ist etwas dunkler als das  in Beispiel 1 beschriebene, zeigt jedoch die  selben Eigenschaften wie dieses.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Konden sationsproduktes, dadurch gekennzeichnet, dass man ein durch Abbau von Eiweisssub stanzen erhaltenes Peptidgemisch mit dem Gemisch der Chlorkohlensäureester des Al koholgemisches, das durch Reduktion von Palmkernfettsäure erhältlich ist, umsetzt. Das neue Produkt .stellt eine gelbliche bis bräunliche krümelige Masse dar, die sich in Wasser leicht zu klaren, gut schäumenden Lösungen auflöst.
CH178538D 1933-09-02 1934-08-16 Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes. CH178538A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE178538X 1933-09-02

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH178538A true CH178538A (de) 1935-07-31

Family

ID=5706122

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH178538D CH178538A (de) 1933-09-02 1934-08-16 Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH178538A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1695498C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Gemischen aus N-Acylaminocarbonsäuren
DE2250864A1 (de) Volleiweiss-haarwaschmittel
US2015912A (en)
DE2626429A1 (de) Verfahren zum gerben von haeuten
CH178538A (de) Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes.
DE686311C (de) Wasch-, Netz- und Weichmachungsmittel
DE680879C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten
DE670096C (de) Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen von Eiweissstoffen und/oder Eiweissabbauprodukten
AT159950B (de) Verfahren zur Herstellung von Hilfsmitteln zur Bearbeitung und Veredlung von Werkstoffen aller Art, insbesondere von Textilien.
US2023769A (en) Fatty mixture capable of being emulsified
DE723902C (de) Netz-, Wasch-, Dispergier- und Egalisiermittel
AT138252B (de) Verfahren zur Darstellung esterartig konstituierter Netz-, Schaum- und Dispergierungsmittel.
DE670097C (de) Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen von Eiweissstoffen und/oder Eiweissabbauprodukten
DE927929C (de) Verfahren zur Herstellung von peptidartigen Eiweissabbauprodukten
DE109612C (de) Vefahren zur Herstellung von Albumosen aus Eiweiaatoffen mittels schwefliger Säure oder Bisulfite
AT146333B (de) Verfahren zur Herstellung von Wasch-, Netz- und Dispergiermitteln.
DE595173C (de) Verfahren zur Herstellung von Behandlungsflotten fuer die Textil-, Leder-, Papier- und Fettindustrie
GB425370A (en) Improvements in the manufacture and production of condensation products
DE914855C (de) Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Kondensationsprodukten
DE575831C (de) Verfahren zur Herstellung von Reinigungs-, Emulgierungs- und Benetzungsmitteln
DE721002C (de) Verfahren zur Herstellung von in Wasser loeslichen oder dispergierbaren Phosphatidderivaten
DE1418650A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeureeinwirkungsprodukten hoehermolekularer ungesaettigter Verbindungen mit hohem Sulfonierungsgrad
CH102540A (de) Verfahren zur Darstellung eines Indigoderivates.
DE736714C (de) Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Genuss-, Nahrungs- und Futtermitteln
DE2907065A1 (de) Verfahren zum fetten von leder und pelzfellen