CH178807A - Verfahren zum Messen von laufenden Stoffbahnen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zum Messen von laufenden Stoffbahnen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

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CH178807A
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Menschner Johannes
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Menschner Textil Johannes
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Description


      Verfahren        zutn        IIIessen    von laufenden     Stoffbahnen    und     Vorrichtung     zur Durchführung des Verfahrens.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zum Messen von laufenden Stoff  bahnen und eine Vorrichtung zur Durchfüh  rung des     V        V-r-fahrens.     



  Das Neue des erfindungsgemässen Verfah  rens besteht darin, dass die Stoffbahn einer       Vorvpannung    unterworfen und hierauf im       gleichen    Arbeitsgang durch Anwendung einer  die Abzugsgeschwindigkeit übersteigenden       Zuführgeschwindigkeit    wieder entspannt  wird, wobei durch Regelung des     Verhält-          u:

          Sres    zwischen der     Zuführgesühwindigkeit     und der Abzugsgeschwindigkeit die ent  spannte Stoffbahn auf den handelsüblichen       Spannungszustand    gebracht, unter     dieser          Spannung    gehalten und in dieser Spannung  durch endlose     Messmittel        unter    flächenhafter  Führung gemessen wird.  



       Zweckmässig    erfolgt die Messung unter  flächenhafter Führung auf der Ober- und       Unterseite    oder von derselben     Seite    vermit  telst zweier     hintereinander        geschalteter    Mess-    walzen von verschiedenem     Durchmesser,    wo  bei die beiden     Messergebnisse    auf die     neutrale     Zone der Bahn     reduziert    werden.

   Hierdurch  wird der Vorteil     .erzielt,        .dass    durch die Fest  stellung der beiden     Messlängen    unter flächen  hafter Führung der Stoffbahn und durch die       Reduzierung    der     ermittelten        Messergebnisse     auf die neutrale Zone der Bahn jeder     Mess-          fehler,    insbesondere unter     Ausschaltung    des  Dickenfehlers der Stoffbahn, vermieden und  das endgültige     Messergebnis    für die neutrale  Zone der Bahn festgestellt wird.  



  Eine     Messvorrichtung    zur     Durchführung     des erfindungsgemässen Verfahrens zeichnet  sich dadurch aus, dass zwischen einer Vor  spannvorrichtung und einer zu einem     Mess-          werk    gehörenden Abzugswalze eine Zufüh  rungsvorrichtung angeordnet ist, wobei durch  eine zwischen der Zuführungsvorrichtung  und der Abzugswalze angeordnete Regelvor  richtung     Zuführgesehwindigkeit    und Ab  zugsgeschwindigkeit der Stoffbahn derart ge-      regelt werden,     .dass    die vorgespannte Stoff  bahn wieder auf den handelsüblichen Span  nungszustand entspannt wird,

   worauf sie in  diesem     Spannungszustand    durch das     Messwerk     unter flächenhafter Führung im     Messwerk    ge  messen wird.  



  Auf der Zeichnung ist die     Messvorrichtung     zur Ausführung des Verfahrens in beispiels  weisen     Ausführungsformen    dargestellt.  



  Wie aus     Fig.    1     ersichtlich,    wird die zu  messende     .Stoffbahn    1 über eine     Messwalze    3       geführt.        Gegen    die über die     Messwalze    3 ge  führte Stoffbahn 1 legt ich von der andern  Seite ein über Rollen     geführtes,    endloses     Mess-          band    2 an, so dass     .durch    die     Messwalze    3 die  Länge der gestauchten Oberfläche 11 und  durch das     endlos,

  -.        Messband    2 die Länge der  gedehnten Oberfläche 12 der Stoffbahn 1 auf  zwei Zählwerke übertragen und gemessen  wird. Wird angenommen, :dass die neutrale  Faserschicht in der Mitte     der    .Stoffbahn liegt,  so wird aus den ermittelten     Messlängen    der  gestauchten und der     ,gedehnten        Oberfläche        1:L,     12 .das     arithmetische    Mittel festgestellt, und  würde dasselbe die     richtige    Länge - ge  messen in der Mittellinie     1o    der Stoffbahn   ergeben.

   Die ablaufende     Messlänge    des end  losen     Messban.des    2 wird hierbei durch die  als     Messwalze        ausgebildete    Walze 6 festge  stellt und auf ein Zählwerk übertragen, genau  in     dereelben    Weise, wie     .dieses    von der     Mess-          walze    3 auf das zugehörige Zählwerk     be-          schieht.     



       Fig.    2 zeigt im vergrösserten Massstab-.,  in welcher Weise Längendifferenzen zwischen  der gestauchten Oberfläche 11 und der ge  dehnten Oberfläche 12 der Stoffbahn 1 :gegen  über der Länge in der     Mittellinie        1"    sich er  geben.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    1  kann die     Messwalze    3 angetrieben und das       Messband    2 durch die Stoffbahn 1 mitgenom  men werden oder umgekehrt.  



  Aus den festgestellten Längen, gemessen  an der gestauchten und an .der gedehnten  Oberfläche, kann das arithmetische Mittel  entweder zahlenmässig     .ermittelt    oder durch    eine selbsttätige     Vorrichtung    selbst festge  stellt werden.  



  In den     Fig.    3 und 4 ist eine beispiels  weise Ausführungsform für die das arith  metische Mittel     feststellende    Vorrichtung  schematisch dargestellt.  



  Wie aus .den     Fig.    3 und 4 ersichtlich, ist  zwischen der     Messwalze    3 und der die Länge  ,des ablaufenden endlosen Bandes messenden  Walze 6 ein mit einem Zählwerk gekuppeltes  Differentialwerk zwischengeschaltet, so dass  im Differentialwerk das     arithmetische    Mittel  der von der     Messwalze    gemessenen Länge und  der von dem     endlosen    Band gemessenen Länge  festgestellt und auf das Zählwerk übertragen  wird.  



  Hierbei wird die von der     Messwalze    3  festgestellte Länge durch die Kette 5 auf .das  auf der Welle 12 frei drehbare Kettenrad     5a     und die von .der     Messwalze    6 festgestellte  Länge .durch das Stirnrad 8 auf das auf der  Welle 12 frei drehbare Stirnrad 8a über  tragen. Das     Kettenrad    5a und das Stirnrad  8a stehen durch die     ,Kegelräder    7     bezw.    9 mit  den Umlaufrädern 10 in Verbindung, deren  Achsen 11 mit einem auf der Welle 12 be  festigten Mittelstück verbunden sind,     wobei     die Welle 12 mit dem Zählwerk 13 gekuppelt  ist.  



  Die     Erfahrung    hat gezeigt, dass beim  beiderseitigen Messender gekrümmt über ein       Messwerk    geführten Stoffbahn die neutrale  Faserschicht des     Messgutes    nicht immer mit  der Mittellinie übereinstimmt, das heisst dass  die neutrale     Faserschicht    entweder näher  nach     der'gekrümmten    innern Stoffoberfläche  oder näher nach der äussern, gedehnten Stoff  oberfläche liegt.

   Eine solche Verlagerung der  neutralen Faserschicht der im     gekrümmten     Zustande geführten Stoffbahn zeigt sich zum  Beispiel bei Stoffbahnen mit nicht einheit  lichem Gebilde, das. heisst bei Stoffbahnen,  bei denen die beiden Stoffoberflächen, zum  Beispiel bei     Velour,        aufgerauhten    oder  plüschartigen     Stoffen,    ungleich sind oder bei  Stoffbahnen, die ein nicht einheitliches Ge  bilde, zum Beispiel durch Verschiedenartig  keit der Bindung oder .dergleichen, zeigen.      Eine derartige Verlagerung der neutralen  Faserschicht hat sich nicht nur bei der Stoff  bahn, sondern auch bei dem zum Messen der  Stoffbahn verwendeten     Messband    herausge  stellt.  



  Die definitive     Messlänge    der Stoffbahn       kann    unter     Berücksichtigung    der verlagerten  neutralen Faserschicht dadurch     festgestellt     werden, dass für die von den beiden Seiten  der Stoffbahn ermittelten     Messlängen    nicht  das arithmetische Mittel genommen wird,  sondern dass die festgestellten     Messlängen    auf       cler    Länge der aus der Mitte verlagerten neu  tralen Faserschicht, und zwar auf den Ab  stand der neutralen Faserschicht im Verhält  nis zu der innern, gestauchten Stoffober  fläche und zu der äussern, gedehnten Stoff  oberfläche, umgerechnet werden.  



  Um hierbei die das     Messresultat    durch das       Messband    fälschenden Fehler auszuscheiden,  wird das     Messband    so angeordnet, dass das  selbe sowohl das     Messgut,    als auch die     Mess-          rolle    mit ein und derselben Oberfläche be  rührt, so dass die in dem     Messband    sich er  gebende neutrale Faserschicht immer Bleich  weit sowohl vom     Messgut,    als auch von der       Messrolle    liegt.  



       Fig.    5 zeigt einen Schnitt durch einen       \teil    der     Messwalze    3, über welche das     Mess-          gut    1 im gekrümmten Zustande geführt wird.  1" ist die die neutrale Faserschicht, welche  erfahrungsgemäss in einem Abstand     cc    von der  innern gestauchten Stoffoberfläche 1, und in  einem Abstand b von der äussern gedehnten  Stoffoberfläche     1"    liegt.

   Durch bisher vor  genommene Versuche ist festgestellt, dass       diese    neutrale Faserschicht im Verhältnis von  meistens 2 : 1 von der     innern,    gestauchten  Stoffoberfläche 11     bezw.    von der äussern, ge  dehnten Stoffoberfläche     L    liegt.  



       Fig.    6 zeigt schematisch eine     Messvorrich-          tung,    um die das     Messresultat    fälschenden  Fehler des     Messbandes    auszuscheiden.

   Zu die  sem Zweck ist das     Messband    2 zwischen zwei  Walzen 15, 16 derart geführt, dass das zwi  schen den beiden Walzen durchgedrückte       Messband    mit der über     @    die     Messwa.lze    3 ge  führten Stoffbahn 1 und mit der     Messrolle    6    in Berührung kommt, das heisst dass das       Messband    2 mit derselben Oberfläche sowohl  mit der über die     Messwalze    3     geführten    Stoff  bahn 1,

   als auch mit seiner     Messrolle    6 in  Berührung kommt und die verlagerte Faser  schicht im     Messband    in demselben Abstand  von der Oberfläche der Stoffbahn     bezw.    der  Oberfläche seiner     Messwalze    liegt. Es wird  hierdurch der Fehler, der durch die ver  lagerte Faserschicht eintreten könnte, ausge  schaltet.  



  Die     Messwalze    3 kann     angetrieben    werden  und das     Messband    2 frei laufend angeord  net sein oder auch umgekehrt, das heisst  das     Messband    2     kann        angetrieben    werden  und die     Messwalze    3 frei drehbar     angeordnet     sein, oder es können auch     Messband    2 und       Messwalze    3 von der     Stoffbahn        mitgenommen     werden.  



  Wie aus     Fig.    6 ersichtlich, ist     ein    Zähl  werk 13 vorgesehen, welches mit der     Mess-          walze    3 durch den Kettenantrieb 5 und mit  der     Messrolle    6 durch den Kettenantrieb 17  in Verbindung steht.  



  In     Fig.    8 sind die von den Ketten 5 und  17 betriebenen     Kettenräder    17a und 5a dar  gestellt, welches jedes für sich mit den Zen  tralrädern 18 und 19 in Verbindung stehen  und sich lose um die Welle 12, das ist die  Antriebswelle des Zählwerkes 13, drehen. Die  Räder 18 und 19 greifen in die Umlaufräder  20 und 21 ein, deren Achsen 22 und 23  in dem Planetenträger 24 gelagert sind.

   Auf  den Achsen 22 und 23 sitzen die dem Dif  ferentialwerk angehörenden Verhältnisräder  25 und 26, die miteinander in Eingriff ste  hen, siehe     Fig.    7 und 9, in welchen die  Zähnezahl so gewählt ist, dass die     ermittelten          Messlängen    auf das Verhältnis des Abstandes  der neutralen Faserschicht zu der innern und  der äussern Stoffoberfläche umgerechnet wer  den.  



  Wie     Fig.    10 zeigt, kann an Stelle der       Messwalze    3, ohne aus dem Rahmen der Er  findung herauszufallen, auch ein endloses       Messband        2a    verwendet werden, welches über  entsprechend gelagerte Rollen geführt ist und      durch eine     Messwalze    3a auf das Zählwerk  13     einwirkt.     



  Nach den vorstehend beschriebenen     Mess-          vorrichtungen    wird die Stoffbahn flächen  artig     vön        beiden    Seiten gemessen. Die rich  tige Längenfeststellung, und zwar für die  verlagerte neutrale Faserschicht, kann auch  durch Messen der einen Stofffläche dadurch  erfolgen,     da.ss    mehrere     Messwalzen    von ver  schiedenen Walzenumfängen     bezw.    von ver  schiedenen Walzendurchmessern hinterein  ander angeordnet sind, über welche die Stoff  bahn gekrümmt laufend geführt wird.

   Aus  dem Verhältnis der     Messwalzenumfänge        bezw.          Messwalzendurchmesser    zueinander und aus  der Differenz der     Messergebnisse    kann das  richtige Gesamtergebnis gebildet werden.  



  Eine     Messvorrichtung    dieser Art ist in       Fig.    11 dargestellt. Wie aus der     Fig.    11 er  sichtlich, ist 27 die grössere     Messwalze    und  \_'8 die kleinere     Messwalze,    über welche die  Stoffbahn 1 mit verschiedenen     Krümmungs-          radien    geführt wird.

   29, 30 und 31 sind die       Leitwalzen.    Die     Messwalzen    2 7 und 28 wir  ken vermittelst des Kettenrades 32     bezw.     Kettengetriebes 33 und durch das     Kettenrad     34     bezw.        Kettengetriebe    35 auf ein Differen  tialwerk ein, welches mit einem Zählwerk  13 in Verbindung steht.  



  Wie aus     Fig.    12 ersichtlich, besitzt das  Zählwerk 13 eine Welle 12, auf welcher das  Differentialwerk 36 und die Kettenräder 37  und 38 gelagert sind. Das Kettenrad 37 ist  mit der Büchse 39 fest     verbunden,    auf wel  cher wieder festgekeilt das Zentralrad 40  sitzt. Das Kettenrad 38 steht in Verbindung  mit dem Zentralrad 41     und    im Umlaufrad  träger 42, welcher den Bolzen 43 trägt, rotiert  das Umlaufrad 44. Der     Umlaufradträger    42  rotiert in bekannter Weise um die Achse 12.  Fest verbunden mit dem Umlaufrad 44 ist  das Verhältnisrad 45, das wiederum in ein       drittes    Zentralrad 46 eingreift, das mit der  Achse 12 fest verbunden ist.

   Das Verhältnis  des Verhältnisrades 45 zum Zentralrad 46  ist ein halb so grosses als das Verhältnis des  Umlaufrades 44 zum Zentralrad 40.         Bei    einem bekannten Verhältnis der Wal  zenumfänge     bezw.    der Walzendurchmesser  zueinander lässt sich hierbei der von der  Stoffdicke herrührende,     unbekannte    Fehler  wie folgt bestimmen und berichtigen:  Sind die beiden     Messwalzenumfänge        bezw.          Messwalzendurchmesser    im Verhältnis 1 :3,  so muss die ermittelte Längendifferenz zwi  schen den beiden durch die grössere und klei  nere     Messwalze    festgestellten     Messlängen    hal  biert werden.

   Diese     ermittelte,    halbierte  Längendifferenz wird dann der von der grö  sseren Walze festgestellten     Messlänge    zu  addiert, so dass dieses Endergebnis die tat  sächliche Länge, gleichsam gemessen in der  neutralen Zone, darstellt.  



  Selbstverständlich kann die ermittelte,  halbierte Längendifferenz beim Verhältnis  der     Messwalzen    1 : 3 verdreifacht, der von  der kleineren     Messwalze    ermittelten     Mess-          länge        zuaddiert    werden.  



  Ist das Verhältnis der beiden     Messwalzen     beispielsweise zueinander 1 :4, so muss die  ermittelte Längendifferenz zuerst     gedrittelt     werden und dieses Drittel der von der grö  sseren     Messwalze    festgestellten     Messlänge    zu  addiert oder vervierfacht der von der klei  neren     Messwalze    ermittelten     Messlänge    zu  addiert werden.  



  Der Divisor für die Teilung der ermit  telten Längendifferenz ergibt sich stets durch       Subtraktion    des Zählers vom Nenner des  Bruches, welcher das Verhältnis der     Mess-          walzenumfänge        bezw.    der     Messwalzendurch-          messer    zueinander bildet.  



  An Stelle der     unmittelbar    an .die Stoff  bahn anliegenden     Messwalzen    können auch       Messbänder    verwendet werden, von welchen  die Messung     mittelst        Messrädern        abgenommen     wird.  



  Die     Messwalzen    können von der Stoffbahn  mitgenommen werden oder es kann auch die  eine     Messwalze    angetrieben und die Stoffbahn  von dieser     angetriebenen        Messwalze    mitge  nommen werden.  



  Die vorstehend beschriebenen     Messvorrich-          tungen    können, um jeden     Messfehler,    bedingt  durch die Zuführung der Stoffbahn im nicht      handelsüblichen     Gebrauchszustande,    das heisst  im nicht praktisch spannungslosen Zustande,  auszuschalten, für ein Verfahren verwendet  werden, bei welchem die Stoffbahn in einem  Arbeitsgang einer     Vorspannung    unterworfen  und die so gespannte Stoffbahn durch Wahl  einer die Abzugsgeschwindigkeit übersteigen  den Zuführungsgeschwindigkeit entspannt  und dabei durch Regelung der Zuführungs  geschwindigkeit die entspannte Stoffbahn auf  den handelsüblichen     Gebrauchszustand,    das  heisst auf den praktisch spannungslosen Zu  stand,

   gebracht. unter dieser Spannung ge  halten und in dieser Spannung unter flächen  hafter Führung gemessen wird.  



  In     Fig.    13 ist eine     Messvorrichtung    zur  Ausführung dieses Verfahrens schematisch  dargestellt. 1 ist die Stoffbahn, 47 eine aus  Führungsstangen bestehende     Vorspannvor-          richtung,    3b die     Züführungswalze,    48 die  Belastungswalze, welche in ihrem Gewicht  derart bemessen ist, dass die entspannte Stoff  bahn in den handelsüblichen Gebrauchszu  stand, worunter der praktisch     spannuna    lose  Zustand des verkaufsfähigen Stoffes nach  Fertigstellung verstanden wird, übergeführt  wird.

   Gleichzeitig wird durch diese Be  lastungswalze jede Unruhe in der Bewegung  der Stoffbahn beim Zulaufen zu dem     Mess-          werk    verhindert und ein gleichmässiges Zu  laufender Stoffbahn ohne jede Bildung von  Staufalten gewährleistet. Diese Belastungs  walze ist hierbei entweder mit der     Zufüh-          rungs-    oder Abzugswalze zwecks Regelung  der Umdrehungszahl in Verbindung. 4 ist  die Abzugswalze, welche gleichzeitig als       Messwalze    ausgebildet ist. 49 ist eine ober  halb der Walze 4 liegende     Messwalze.    Zwi  schen diesen beiden     Messwalzen    läuft ein end  loses Band 50 hindurch.

   Durch diese Vor  richtung wird die Stoffbahn vorgespannt,  entspannt, unter Spannung in dem handels  üblichen Gebrauchszustand, das heisst im  praktisch spannungslosen Zustande, gehalten,  und in diesem Zustande unter     flächenhafter     Führung gemessen.  



  In     Fig.    14 ist eine weitere Ausbildung  einer     Messvo.rrichtung    zur Ausführung .des    Verfahrens schematisch dargestellt. 1 ist die  Stoffbahn, 47 die     Vorspannvorrichtung,    3b  die     Zufühiungswalze,    48 die Belastungs  walze, 51 und 4 die zwei hintereinander ge  schalteten     Messwalzen    von verschiedenem  Durchmesser. Hieraus ergibt sich, dass die  Stoffbahn .erst gespannt, dann durch die Zu  führungswalze 3b entspannt, durch die Be  lastungswalze 48 in den handelsüblichen Ge  brauchszustand, das heisst in den praktisch  spannungslosen Zustand, wieder gespannt ge  halten und durch die     Messwalzen    51, 4 in  dieser Spannung unter flächenhafter Füh  rung gemessen wird.  



  Um die Messung der Stoffbahn 1 auch  bis zum letzten Stoffende auf das     Genaueste     durchführen zu können, liegt nach     Fig.    14  auf die beiden Walzen 51, 4 ein endloses  Band 52 auf. Die grössere     Messwalze    4     wird     angetrieben     und    nimmt durch das endlose  Druckband 5? die kleinere     Messwalze    51     mit.     Durch das Aufliegen des endlosen Bandes  52 auf die kleinere     Messwalze    51 wird der       Vorteil    erzielt,

   dass auch das Gewebe bis  zum letzten Ende auf der kleinen     Messwalze     51 fest aufliegt und ein     Messfehler    für diese  Walze nicht entsteht. Weiterhin wird der  Vorteil erreicht, dass auch nach Ablaufen  des Gewebes von der kleineren     Messwalze    51  die letztere mit derselben Umfangsgeschwin  digkeit weitergedreht wird von der grösseren       Messwalze    4 bis der     Messvorgang    beendet ist.  



       Fig.    15 und 16 zeigen eine Ausführungs  form, bei welcher das flächenhafte Messen  der Stoffbahn im ebenen, das heisst nicht  gekrümmten Zustande erfolgt, indem die  Stoffbahn zwischen zwei endlosen Bändern  hindurchgeführt     wird,    von welchen aus die  Messung erfolgt.  



  Bei der Ausführungsform nach     Fig.    15  ist nur das endlose Band 53     Messband    und  das andere endlose Band 53a     Führungs-    oder  Transportband. Hierbei kann die Laufge  schwindigkeit des     Messbandes    53 gleich der  üblichen Umfangsgeschwindigkeit der Ab  zugswalze genommen werden,     das    heisst die  Laufgeschwindigkeit .des     Messbandes    muss zu      der Zuführungswalze in einem bestimmten  Verhältnis stehen.

   Die beiden endlosen Bän  der 53,     53a    können auch     Messbänder    sein,  wenn es die Stoffbahn und die Verhältnisse  erfordern,     das    heisst wenn .die Stoffbahn in  folge der Unebenheit der     Stofflächen    von bei  den Seiten gemessen wird.  



  Bei der Ausführungsform -nach     Fig.    16  sind die endlosen Bänder 53 nur     Messbänder     und vor und hinter den endlosen Bändern  sind noch zwei Walzen von gleichem Durch  messer angeordnet, von welchen die hintere  Walze 54 die Abzugswale ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRTICHE I. Verfahren zum Messen von laufenden Stoffbahnen, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffbahn einer Vorspannung unterworfen und hierauf im gleichen Arbeitsgang durch Anwendung einer die Abzugsgeschwindigkeit übersteigenden Zuführgeschwindigkeit wieder entspannt wird, wobei durch Regelung des Verhält nisses zwischen der Zuführgeschwindig- keit und der Abzugsgeschwindigkeit die entspannte Stoffbahn auf den handels üblichen Spannungszustand gebracht, unter dieser Spannung gehalten und in dieser Spannung durch endlose Messmittel unter flächenhafter Führung gemessen wird.
    Il. Messvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zwischen einer Vorspannvorrichtung und einer zu einem Messwerk gehörenden Abzugswalze eine Zuführungsvorrichtung angeordnet ist, wobei durch eine zwischen der Zufüh rungsvorrichtung und der Abzugswalze angeordnete Regelvorrichtung Zuführ- geschwindigkeit und Abzugsgeschwin digkeit der Stoffbahn -derart geregelt werden, dass die vorgespannte Stoffbahn wieder auf den handelsüblichen Span nungszustand entspannt wird,
    worauf sie in diesem Spannungszustand durch das Messwerk unter flächenhafter Führung im Messwerk gemessen wird. UN TERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass .die Messung unter flächenhafter Führung auf der Ober- und Unterseite der Stoffbahn ver mittelst einer Messwalze und eines end losen, die Messwalze flächenhaft berüh renden Messbandes erfolgt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da- durch'gekennzeichnet, dass die Stoffbahn über mehrere hintereinanderliegende, ver schieden grosse, auf dieselbe Seite der Stoffbahn anliegende Messwalzen geführt wird, die in einem vorher bestimmten Durchmesserverhältnis zueinander stehen und dass nach Feststellen der Differenz der beiden Messergebnisse diese Differenz entsprechend dem Verhältnis der beiden Messwalzendurchmesser zum Messergebnis der grössten Messwalze hinzugefügt wird.
    3. Messvorrichtung nach Patentanspruch<U>Il.</U> bestehend aus einer Messwalze (3) und einem endlosen, die Messwalze (3) flä chenhaft berührenden Messband (2). 4. Messvorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch -gekennzeichnet, dass ein endloses Band (2) zu zwei Messwalzen (3, 6) der artig angeordnet ist, dass es mit der einen Messwalze (6), in unmittelbarer flächen hafter Berührung steht und mit der glei chen Bandseite an der über die zweite Messwalze (3) geführten Stoffbahn flä chenhaft anliegt.
    5. Messvorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ein endloses Band (2) zwischen der die Stoffbahn führenden Messwalze (3) und einer darüberliegenden zweiten Messwalze (6) angeordnet ist und diese Walzen flächen haft berührt. 6. Messvorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einem endlosen Band (2) und einer Walze (3) ein weiteres endloses Band (2a) zwi schengeschaltet ist und dass die Stoff bahn zwischen den beiden endlosen Bän dern hindurchgeführt wird.
    7. Messvorrichtung nach Patentanspruch II, bei welcher zwei ermittelte Messlängen über ein Differentialwerk auf ein Zähl werk übertragen werden, dadurch ge kennzeichnet, dass die von den Messwalzen angetriebenen Kettenräder (5a, 17a) des Differentialwerkes mit den sich lose um die Welle (12) drehenden Zentralrädern (18, 19) in Verbindung stehen und die letzteren in die auf den Achsen (22, 23) des Planetenträgers (24) gelagerten Um laufräder (20, 21) eingreifen und dass auf den Achsen (22, 23) die dem Dif ferentialwerk angehörenden, miteinander in Eingriff stehenden Verhältnisräder (25, 26) angeordnet sind, deren Zähne zahl so gewählt ist,
    dass die ermittelten Messlängen auf die neutrale Zone der Stoffbahn reduziert werden. B. Messvorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass auf Walzen (51, 4) von verschiedenem Durchmesser ein endloses Band (52) aufliegt, welches von der einen Walze (4) mitgenommen wird.
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