CH178912A - Einrichtung zur Trennung von ultrakurzwelligen Trägerschwingungen und langwelligeren Störschwingungen bei Empfangseinrichtungen für Ultrakurzwellenempfang. - Google Patents
Einrichtung zur Trennung von ultrakurzwelligen Trägerschwingungen und langwelligeren Störschwingungen bei Empfangseinrichtungen für Ultrakurzwellenempfang.Info
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Description
Einrichtung zur Trennung von ultr akurzwelligen Trägerschwingungen und langwelligeren Störschwingungen bei Empfangseinrichtungen für Ultrakurzwellenempfang. Die Anfälligkeit ultrakurzer Wellen ge gen atmosphärische Störungen ist bekannt lich ausserordentlich gering. Dafür machen sich unter Umständen aber andere Störungen beim Empfang bemerkbar, die beispielsweise von technischen Anlagen, hauptsächlich von den Zündanlagen von Explosionsmotoren stam men.
Eine weitere Störerscheinung ist der aperiodische Sammelempfang starker modu lierter Sender; bekanntlich beruht auch die Demodulationswirkung einer Bremsfeldröhre, wie sie als Gleichrichter für extrem kurze Wellen allgemein Verwendung findet, auf ihren gekrümmten Charakteristiken. Die Demodulationswirkung ist infolgedessen bei allen Frequenzen in gleicher Weise vorhan den, so dass sämtliche von der Empfangs einrichtung aufgenommenen Senderschwin- gungen, und zwar auch lange Wellen, gleich zeitig demoduliert werden.
Besonders stör empfindlich sind die Empfänger dann, wenn die Signalübertragung im Empfänger unter Verwendung einer längeren Zwischenwelle (Hilfsträger) erfolgt, wie dies beispielsweise beim Gegensprechen zwecks Verhinderung einer gegenseitigen Beeinflussung zweier pa ralleler Kanäle bekannt geworden ist. Hier bei findet im Empfänger eine zweimalige Demodulation statt, wobei nach der ersten Demodulation die mit den Signalen modu lierte Zwischenfrequenz entsteht, für deren Verstärkung und Zuführung zum zweiten Detektor der Empfänger auf den längeren Zwischenfrequenzbereich abgestimmte Kreise enthält.
Es besteht dann die Möglichkeit, dass die Luftstörungen oder auch die Schwin gungen von Sendern, deren Betriebswelle der Zwischenwellenfrequenz benachbart ist, über den ultrahochfrequenten Eingangskreis bezw. über parasitäre Kopplungen hinweg auf den Zwischenfrequenzkreis unmittelbar einwirken und sich störend bemerkbar machen.
Um diesen Übelstand zu beseitigen, wird gemäss vorliegender Erfindung voll der Er scheinung Gebrauch gemacht, dass ein im einfachsten Fall aus parallellaufenden Lei terelementen bestehendes Gitter nur solche elektrische Wellen ungehindert passieren lässt, deren Polarisationsebene, das heisst Schwin gungsebene des elektrischen Vektors, senk recht zu den Leiterelementen liegt und deren Wellenlänge nicht gross ist gegen die Ab stände der Leiterelemente voneinander; für alle andern Wellen, bei denen eine dieser beiden Bedingungen nicht erfüllt ist, bildet das Gitter eine Reflexionswand.
Schirmt man infolgedessen für den Ultrakurzwellen empfang die Antenne oder besser noch den ganzen Empfänger durch ein geeignetes Git ter ab, so können nur die richtig polarisier tem Ultrakurzwellen den Empfänger unge schwächt erreichen, während alle anders po larisierten Ultrakurzwellen geschwächt und alle langen Wellen ganz ferngehalten werden.
Praktisch lässt sich der Erfindungsgedanke auf verschiedene Weise realisieren. So zeigt die Fig. 1 eine beispielsweise Ausführungs form der erfindungsgemässen Einrichtung, bei der sich die Dipolantenne <I>D, D'</I> des Empfän gers im Innern eines Parabolspiegels P be findet und dadurch nach rückwärts bereits gegen alle Wellen abgeschirmt ist. Dieser Parabolspiegel kann aus Vollblech oder Draht gewebe bestehen. Um nun auch die von vorne einfallenden Störwellen aufzuhalten, ist die Offnung des Spiegels durch ein Gitter system G verschlossen, welches natürlich in der Polarisationsebene der Empfangsantenne orientiert sein muss, so dass die Gitterstäbe die Dipolantenne senkrecht kreuzen.
Eine andere Ausführungsform zeigt die Fig. 2, bei welcher der Empfangsdipol D, D' auf seiner ganzen Länge von Drahtringen R; R' . . . umgeben ist, die ebenso nur die in der Polarisationsebene des Dipols orien tierten kurzen Wellen hindurchlassen und alle andern Störwellen abschirmen. Durch Querverbindungen Q, Q' . . . lässt sich die Abschirmwirkung- noch verbessern. Die ein-. zelnen Drahtringe können auch durch ein den Empfangsdipol umgebendes Solenoid er setzt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Trennung von ultrakurz welligen Trägerschwingungen und langwelli- geren Störschwingungen bei Empfangseinrich tungen für Ultrakurzwellenempfang, dadurch gekennzeichnet, dass die die Schwingungen aufnehmenden Empfangsorgane zumindest in einer bevorzugten Richtung durch ein Polari sationsgitter abgeschirmt sind, welches nur dem Polarisationszustand der Empfangsor gane entsprechend polarisierte Ultrakurzwel len hindurchlässt. UNTERANSPRüCHE:1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die die SchwiDgun- gen aufnehmenden Empfangsorgane all seitig durch ein Polarisationsgitter abge schirmt sind. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Polarisationsgit ter aus parallelen Metallringen besteht. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Polarisationsgit ter aus einer solenoidförmigen Wicklung besteht. = 4. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschirmung teil weise aus einem Polarisationsgitter und zum andern Teil aus einem völlig wellen undurchlässigen Schirm besteht."-5. Einrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der wellenundurchlässige Schirm aus Vollblech besteht. 6. Einrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet; dass der wellenundurchlässige Schirm aus Drahtgewebe besteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE178912X | 1933-08-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH178912A true CH178912A (de) | 1935-08-15 |
Family
ID=5706800
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH178912D CH178912A (de) | 1933-08-29 | 1934-07-27 | Einrichtung zur Trennung von ultrakurzwelligen Trägerschwingungen und langwelligeren Störschwingungen bei Empfangseinrichtungen für Ultrakurzwellenempfang. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH178912A (de) |
-
1934
- 1934-07-27 CH CH178912D patent/CH178912A/de unknown
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