Leuchtschaltbild. Zur Darstellung der Zustandsänderungen in elektrischen oder sonstwie gearteten Ver teilungsnetzen sind Leuchtschaltbilder be kanntgeworden, bei denen die Lampen hin ter dem Schlitzen versehenen Blechtafeln angeordnet und diese Schlitze mit Leisten aus durchscheinendem Material ausgefüllt werden. Hierbei zeigt sich, dass die Erwär mung der Lampen sich den Blechtafeln und den durchscheinenden Leisten in solche. Masse mitteilt, dass Verziehungen und Ver werfungen des Bleches eintreten, so dass die Abdichtung der Leuchtstreifen gegen das Blech undicht wird und seitliche Lichtab strahlungen eintreten, welche die gewünschte Bildwirkung beeinträchtigen.
Die Erwär mung des Bleches ist auch mit Rücksicht auf zufällige Berührung unzuträglich.
Man hat nun die in die Schalttafel ein gesetzten Leuchtstreifen hohl ausgebildet, so dass sie an der Rückseite offen sind und da durch die Verbindung mit der Aussenluft hin ter der Schalttafel hergestellt ist; aber auch hier ist die Entlüftung unvollkommen, denn die Lampen müssen trotzdem in besondere Lampenkasten eingesetzt werden, damit eine gleichzeitige seitliche Beleuchtung anderer Leuchtstreifen vermieden wird. plan verwen det ferner zusätzlich hinter der Schalttafel aufgestellte Ventilatoren, die aber auch nicht verhindern können, dass an exponierten Stellen der Lampenkasten (Knie- und Win kelstücke) schädliche Wärmestauungen auf treten.
Um eine übermässige Erwärmung zu verhindern, ist man in der Praxis dazu über gegangen, Leuchtschaltbilder nicht dauernd in Betrieb zu lassen. Damit ist aber der Zweck derselben verfehlt.
Die Erfindung betrifft ein Leuchtschalt- bild mit erleuchtbaren Symbolen. Um die erwähnten Nachteile zu vermeiden, ist ge mäss der Erfindung das Problem der Wärme abfuhr dadurch gelöst, dass die Lampen we nigstens einzelner Symbole in Kanäle ein geschlossen sind, durch die ein Luftstrom geführt wird.
In Fig. 1 und 2 ist ein Ausführungs beispiel eines solchen Leuchtkanals im Schnitt dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 einen. Schnitt quer zu seiner Längsachse, an der Stelle B der Fig. 2. Darin bezeichnet 1 die Grundplatte des Leuchtschaltbildes, die aus Blech oder auch aus Isoliermaterial bestehen kann. 2 sind die Seitenwände des Leuchtkanals, die aus lichtdurchlässigem, gegebenenfalls aber auch aus lichtundurch lässigem Material bestehen.
Der Boden des Leuchtkanals, der mit der Grundplatte in Berührung steht, muss nicht unbedingt, wie in der Figur dargestellt, mit den Seiten wänden aus einem Stück bestehen. Zweck mässig ist es vielmehr, diesen Boden aus einem Material- herzustellen, welches den Wärmeübergang erschwert. Gegen den Beschauer zu ist der Leuchtkanal durch eine gewölbte Abdeckung 3, aus durchschei nendem Material abgeschlossen. Ein derar tiger Leuchtkanal wird zweckmässig in Län gen hergestellt, die häufig benötigt werden, wobei ein derartiges Stück an den beiden Enden durch Querwände .1 abgeschlossen ist.
An der Vorderseite der Grundplatte werden derartige Kanäle beispielsweise mit- telst Schrauben 5 befestigt, von denen der Übersichtlichkeit halber nur die Mittellinie angedeutet ist. In den Leuchtkanälen befin den sich Lampen 7, die nach dem Ausfüh rungsbeispiel gemäss Fig. 1 und 2 mit Sok- kel und Fassung versehen sind, nach dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 3 dagegen ohne Sockel und Fassung, wodurch eine wei tere Verbesserung hinsichtlich der Gleich mässigkeit der Beleuchtung erzielt wird.
Ist ein derartiger Leuchtkanal nicht zu lang, Mann genügt es, wenn an beiden Enden je ein durch die Schalttafel hindurchgeführtes Rohr 8 vorgesehen wird, von denen eines zur Zufuhr von Frischluft, das andere zur Abfuhr der Warmluft dient. Ist der Leucht- kanal dagegen länger, so dass diese beiden Öffnungen nicht genügen würden, um die Luft zu- bezw. abzuführen, dann müssen mehrere, über die ganze Länge verteilte Rohre 8 vorgesehen werden.
Um in einem derartigen Fall zu verhindern, dass die zu geführte Frischluft bereits wieder bei der nächstgelegenen Warmluftöffnung ent weicht, können besondere Einrichtungen vorgesehen werden, die eine geeignete Abstu fung der Querschnitte der Warmluftrohre bewirken. Zu diesem Zweck kann eine Dros selschraube vorgesehen sein; mittelst welcher die Warmluftöffnung nach Bedarf verklei nert werden kann. Dabei ist zunächst daran gedacht, dass die Entlüftung in den Schalt raum erfolgt.
Bei einer andern Ausführung werden zweckmässig sowohl die Frischluft- als auch die Warmluftöffnungen je für sich an Sam- melleitungen angeschlossen, derart dass die Temperaturdifferenz zwischen Luftein- und Austritt zur.Erzielung einer Saugwirkung benutzt und dadurch eine Selbstentlüftung herbeigeführt wird. Diese Sammelleitungen können selbstverständlich ins Freie münden, wodurch der Vorteil erreicht wird, dass sich die Temperaturdifferenz und die Saugwir kung erhöht und ausserdem eine zusätzliche Erwärmung der Schaltwarte vermieden wird.
Bei einer dritten Ausführung können Frisch- und Warmluftöffnungen wegfallen und das Rohrnetz der Leuchtkanäle als Gan zes mit Druckluft beschickt werden. Vor teilhafterweise soll hierbei Frischluft von so niedrigem Druck verwendet werden, dass eine besondere Abdichtung der Kanäle entbehr lich ist und die Genauigkeit einer serienmä ssigen Herstellung genügt.
Die zur Beschik- kung der Kanäle erforderliche Druckluftan- lage braucht selbstverständlich nur dann zu arbeiten, wenn eine solche Anzahl von Lam pen brennt, die für sich genügen würde, um unzulässige Erwärmungen hervorzurufen. Es wird zu diesem Zweck vorgeschlagen, die Druckluftanlage in bekannter Weise abhän gig von der Stromaufnahme des Leucht- schaltbildes oder von Teilen desselben zu steuern.
Eine Entlüftung ins Freie ist besonders dann angebracht, wenn. das Leuchtschaltbild auf einem Schaltpult angebracht ist, bei wel- chem die Wärmestauung infolge der kasten artigen Form besonders unzuträglich werden kann.
Bezüglich der Stromzufuhr zu sämtlichen Lampen eines Leuchtkanals wurde bereits darauf hingewiesen, dass gemäss Fig. 1 und L' Lampen mit Fassung und Sockel in üblicher Weise für niedrige Spannung verwendet werden können. Ein weiteres Ausführungs beispiel für die Stromzuführung ist in Fig. 3 dargestellt.
In Fig. 3 bezeichnet 1 die Schalttafel, auf deren Vorderseite der Leuchtkanal mit den Seitenwänden 2 angeordnet ist. Die Ab deckung gegen den Beschauer bildet wie derum eine gewölbte Scheibe 3 aus durch scheinendem Material. Die beiden Enden eines solchen Kanals, welcher aus Gründen des leichteren Zusammenbaues zu einem Schaltbild in verhältnismässig kurzen Län gen hergestellt wird, sind durch Querwände aus isolierendem Material abgeschlossen.
In diesen Abschlusswänden sind zwei parallel zur Achse des Kanals verlaufende Stange 5 aus leitendem Material eingesetzt, die somit sowohl gegeneinander, als auch gegen Erde isoliert sind und zur Stromzuführung für die ganze Reihe der Lampen innerhalb eines Leuchtkanalabschnittes dienen.
Die Stromzufuhr zu den einzelnen Lam pen erfolgt derart, dass in bestimmten Ab ständen, die gleich oder nur wenig grösser sind als die grösste Längenausdehnung einer Lampe, in jeder Stange 5 Bolzen 6 einge setzt sind. Diese Bolzen sind an ihrem obern Ende geschlitzt und tragen ein Schrauben gewinde. In den Schlitz werden die Zulei tungsdrähte der Lampen eingelegt und durch eine Überwurfmutter festgeklemmt.
Für diesen Zweck werden mit Vorteil be sondere Lampen für niedrige Spannung ver wendet, deren Ausmasse sehr klein sind und die innerhalb des Kanals wie Glieder einer Kette unmittelbar aufeinanderfolgend ange ordnet sind. Ermöglicht wird dies dadurch, dass Lampen ohne Fassung verwendet wer den, bei denen also die Zuleitungsdrähte ohne besonderes Gewinde oder dergleichen frei aus der Einschmelzungsstelle im Glas körper hervorragen. Durch diese enge An- einanderreihung der Lampen wird erreicht, dass die durchscheinende Scheibe 3 gleich mässig beleuchtet erscheint.
Auch die Schat tenbildung auf dieser Scheibe ist vermieden, einesteils dadurch, dass die Lampen ohne Fassung, das heisst ohne schattenbildende Tragorgane ausgeführt sind, zweitens da durch, dass die Leuchtfäden der Lampen in einer Ebene parallel zur Schalttafelebene liegen.
Der Abstand der Stangen 5 voneinander ist so gewählt, dass sie gleichzeitig zum Tra gen der Lampen dienen, insofern als der Glaskörper der Lampe 7 auf diesen beiden Stangen aufliegt. Die Kanäle bezw. die ein zelnen Abschnitte werden genau wie oben beschrieben belüftet, und zwar ist mit Rück sicht auf deren geringe Länge jeweils nur ein Luftzuführungs- bezw. Abführungsrohr 8 am Anfang und Ende eines solchen Ab schnittes erforderlich.
Der wesentlichste Vorteil der beschriebe nen Ausführungsbeispiele liegt somit darin, dass mittelst der vor der Schalttafel röhren förmig angeordneten Leuchtkanäle eine dau ernde Überwachung der Betriebszustände der Werksanlage oder des Leitungsnetzes mög lich ist, und zwar dadurch, dass' die nicht zu vermeidende, beim Dauerbetrieb anfallende Wärmemenge beseitigt wird. Weiterhin wird der Vorteil erreicht, dass solche Leucht- kanäle in der Fabrik vollkommen fertigge stellt und geprüft werden können.
Am Auf stellungsort ist dann lediglich erforderlich, dass für jeden Leuchtkanalabschnitt zwei oder mehr Löcher für die Luftleitungen in die Schalttafel gebohrt werden. Die Hand habung am Aufstellungsort sowohl bei der Montage als auch bei späterer Auswechs lung ist somit denkbar einfach. Schliesslich ergibt sich als Vorteil, dass solche Leucht- kanalabschnitte in bestimmten häufig ver wendeten Längen serienweise hergestellt und auf Lager genommen werden können.
Im Bedarfsfalle ist dann der Zusammenbau eines Leuchtschaltbildes aus solchen Ab- schnitten in kürzester Zeit durchzuführen, wobei zu beachten ist, dass eine gegebenen falls erforderliche verschiedene Färbung der Leuchtstreifen einfach durch Auswechseln der durchscheinenden Scheibe ermöglicht wird.