Klammerstreifen für Klammerheftmasebinen. Die vorliegende Erfindung bezieht sieh auf Klammerstreifen für Klammerheftma schinen und ein Verfahren zu deren Herstel lung.
An sich ist es bekannt, Klammerstreifen aus aneinanderliegenden Klammern herzu stellen, jedoch sind die bekannten Verfahren mit erheblichen Nachteilen verbunden. So sind Klammerstreifen durch Verbinden der einzelnen Klammern mittelst eines Lötme- talles, eines Klebstoffes oder eines Klebstrei fens hergestellt worden. Das Verfahren ist jedoch umständlich und dadurch kostspielig, ausserdem brechen die Reihen leicht bei der Handhabung oder bei dem Transport vor der Verwendung in den Heftmaschinen.
Anderseits ist es bekannt, aus zusammen hängenden Klammern bestehende Reihen aus einer Platte oder einem Streifen dadurch herzustellen, dass das Material seiner Stärke nach völlig durchschnitten wird, bis auf kurze Längsstücke. Dieses Verfahren ist umständlich, weil der Trennvorgang nicht vollständig durchgeführt werden kann, son dern an den kurzen verbleibenden Verbin dungsstücken ausgesetzt werden muss, auch müssen alle Einschnitte nacheinander er zeugt werden.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass der zu zerschneidende Streifen aus weichem Material bestehen muss; die weichen Klammern weichen, insbesondere bei stärkeren zu verheftenden Stapeln dem Heftdruck aus, so dass eine unerwünschte Deformation der Klammern in der Heftma schine die Folge ist. Da die Klammern des Streifens nur an kurzen Stellen zusammen hängen, tritt leicht bei der Handhabung des Streifens vor dem Einbringen und beim Ein führen in die Heftmaschine ein Verwinden und Ausknicken auf, was Störungen zur Folge hat.
Beim Abtrennen der Klammern muss die volle Querschnittshöhe an den V er bindungsstellen der Klammern im Streifen durchschnitten werden. Da die Verbindungs stellen nur kurz sind, wird der Abtrenn- schieber nur auf sehr kurze Länge bean- sprucht, die Beanspruchung dieser Stelle ist also eine sehr hohe; die beansprnöhte Stelle des Abtrennschiebers ist daher einem schnel len Verschleiss ausgesetzt. Bei der Herstel lung der Einschnitte, wie auch beim Ab trennen der Klammern entsteht ein Grat an der Rückenkante der Klammer, der nach dem Verheften vorsteht und leicht zu Ver letzungen führen kann.
Diese Nachteile werden beim Klammer streifen gemäss der Erfindung, sowie dem Verfahren zu seiner Herstellung vermieden.
Gemäss der Erfindung ist ein flacher Blechstreifen von einer der Klammerlänge oder einem ganzen Vielfachen derselben ent sprechenden Breite, im Abstande der Klam merstärke, mit aneinanderliegenden Nuten versehen, die den Blechstreifen über die ganze Länge der später abzutrennenden Klammern gleichmässig schwächen, so dass die einzelnen Klammern in der Heftmaschine leicht abgetrennt werden können.
Das Verfahren gemäss der Erfindung be steht darin, dass in einen flachen Blechstrei fen im Abstande der Klammerstärken an einanderliegende Nuten eingepresst werden, derart, dass, das Material zwischen den zu bildenden. Klammern über die Gesamtlänge der Klammern geschwächt ist.
Dieses Verfahren ermöglicht es, die Klammerstreifen sehr billig und zuverlässig in Massenfabrikation herzustellen.
Die Klammerstreifen können in der Heft maschine bei geringem Kraftaufwand leicht in Einzelklammern zerlegt werden, während bei deren Herstellung die Steifheit der Klammern und dadurch beim Heften die Güte der Heftung erhöht wird.
Bei der Herstellung der Abtrennuten kann dem Klammerquerschnitt eine solche Form gegeben werden, dass nach der Ab trennung einer Klammer vom Streifen die Bildung eines vorstehenden Abtrenngrates mit Sicherheit vermieden wird, der zu einer Verletzung der Gegenstände oder des Bedie nenden führen könnte.
Zweckmässig werden solche Klammer streifen in völlig gestreckter ebener Form in die Heftmaschine eingeführt. Sie können auch mit einer oder mehreren Führungsrip pen versehen oder vor der Verwendung in der Heftmaschine, zum Beispiel bei der Herstellung, in die übliche U-Form gebogen werden, so dass dann die Klammern mit ihren Schenkeln durch die zu heftenden Blätter oder das sonstige flache Material gepresst werden, worauf nach dem Durchtritt die Schenkel, je nachdem es sich um Dauerhef- tung handelt, nach innen, oder wenn es sich um vorübergehende Heftung handelt, nach aussen gebogen werden können.
In der Zeichnung sind einige Ausfüh rungsbeispiele der Erfindung veranschau licht, sowie einige Vorrichtungen zu ihrer Herstellung schematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt in stark vergrössertem Mass- stabe einen Querschnitt durch einen unbear beiteten Blechstreifen; Fig. 2 zeigt ebenfalls einen Querschnitt durch einen Streifen, durch den aneinander liegend im Abstande der Klammerstärke Nu ten von einer Seite eingearbeitet sind, wäh rend Fig. 3, einen Querschnitt eines Blechstrei- fens ebenfalls in vergrössertem Masse veran schaulicht, in den die Nuten von beiden Sei ten her , einander gegenüberstehend,
eingear beitet sind; . F'ig. 4 zeigt die Aufsicht auf einen Blechstreifen von der Breite einer Klammer länge, bei dem die Nuten über die Breite laufen; Fig. 5 und 6 zeigen in Aufsicht und in Seitenansicht ein Blechstück, das in seiner Längsrichtung mit Nuten zur Vorbereitung der abzutrennenden Klammern versehen ist und bei dem der Breite nach eine Mehr zahl von Klammerabschnitten hintereinander liegt; Fig. 7 zeigt in Vorderansicht einen Wal zensatz zur Herstellung eines Streifens nacb Fig. 2 und 4; Fig. 8 zeigt- die Oberwalze in .Seitenan sicht;
Fig. 9 zeigt in Vorderansicht einen Wal zensatz zur Herstellung von Nuten in der Längsrichtung eines Blechstückes nach Fig. 5 und 6; Fig. <B>1.0</B> zeigt in Vorderansicht schema tisch eine Presse zur Herstellung der Nuten.
während Fig. 11 ebenfalls schematisch in Vorder- ansieht ein Schlagwerkzeug zum Einarbeiter der Nuten veranschaulicht; Fig. 12 und 13 zeigen in Aufsicht und Seitenansicht einen mit einer Führungsrippe versehenen Klammerstreifen, während Fig. 14 schaubildlich einen in @U-Form gebogenen Klammerstreifen darstellt.
In Fig. 1 ist der unbearbeitete Blechstrei. fen mit 10 bezeichnet, in den Fig. 2 und 3 sind 11 die durch Einarbeitung der Nuten vorbereiteten Klammern; die Furchen 12, die von der Oberseite her eingearbeitet sind. weisen vom Nutengrunde ausgehend einen keilförmigen Querschnitt auf. Das Material des Bleches ist somit im Nutengrunde über die ganze Länge der abzutrennenden Klam mern gleichmässig geschwächt, so dass letze tere in einem gleichmässigen Fabrikations. gange erzeugt werden können und beim Ge.
brauch in der Heftmaschine leicht abtrenn. bar sind.
Die zwischen den Nuten verbleibenden Rippen haben gerundete Aussenkanten 13. die von der Unterseite her eingearbeiteten Nuten 14 sind in entsprechender Weise pro filiert wie die Nuten 12, die Kanten 15 der zwischen ihnen verbleibenden Rippen sind ebenfalls gerundet.
Erfolgt in der Heftmaschine die Abtren. nung der einzelnen Klammern, wie durch die strichpunktierte Linie a-a angedeutet ist, so ist ersichtlich, dass wenn die gerundete Begrenzungsfläche der Klammer nach der Heftung ihren freiliegenden Rücken bildet, der bei der Abtrennung entstehende Stanz- grat unmittelbar auf der Papierfläche auf liegt und somit nicht abragen und zu Stö. rungen Anlass geben kann.
Vorzugsweise werden die Furchen durch einen spanlosen Formungsvorgang, vorzugs@ weise durch Pressen oder Prägen eingear beitet; die Bearbeitung kann so erfolgen, dass die sämtlichen Nuten gleichzeitig gepresst werden, oder auch eine nach der andern.
Die Fig. 7 und 8, bezw. 9 zeigen Bei spiele, bei denen die Nuten mit Walzen ge presst werden. Die Unterwalzen 20 bezw. 21 sind glatt ausgeführt, während die Oberwal zen 28 bezw. 23 profiliert sind. Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 7 und 8 ver laufen die den zu bildenden Nuten ent sprechenden Vorsprünge 24 in achsialer Richtung, so dass dementsprechend die Vor schubrichtung des Werkstückes quer zu der Nuten verläuft. Bei dem Ausführungsbei spiel nach Fig. 9 sind die Vorsprünge 25 der Walzenoberfläche den zu bildenden Nu.
ten entsprechend quer zur Achse angeordnet, so dass der Vorschub des Werkstückes in der Längsriehtung der Nuten erfolgt. In diesem Falle wird das Blechstück der Länge nach hintereinanderliegend eine Mehrzahl von Ab schnitten aufweisen, die einzeln den Klam merlängen:
L entsprechen. Entsprechender- weise_ lassen sich bei geeigneter Wahl der Breite der Walzen 22 (Fig. 7 und 8) eben falls mehrere Klammerabschnitte zugleich bearbeiten. Werden Nuten gleichzeitig von beiden Seiten her in das Blech eingearbeitet, so kann dies in getrennten Arbeitsgängen oder auch in einem gemeinsamen Arbeitsgang er folgen, die Unterwalzen sind dann ebenfalls profiliert, durch geeignete Montage und Kupplung der beiden Walzen kann dafür gesorgt sein, dass die Nuten einander gegen überliegend eingearbeitet werden.
Sind im Blechstück nebeneinanderliegend mehrere Klammerabschnitte eingearbeitet, wie beispielsweise in den Fig. 5 und 6 dar gestellt, so werden die Abschnitte dann mit- telst geeigneter Schneidwerkzeuge längs der Kante 17 getrennt, wobei die Einrichtung vorteilhaft so beschaffen ist, dass die den Schnittkanten 17 benachbarten Enden 18 zu geschärft werden, wie dies die Fig. 5 und 6 veranschaulichen. Die Bearbeitung der Nuten kann auch mittelst eines mit geeigneten Vorsprüngen 31 versehenen Stempels 30 (Fig. 10) erfol gen.
Auch können die Nuten 12 mittelst eines Schlagwerkzeuges 33, 34 hergestellt werden, wie dies Fig. 11 veranschaulicht.
Die fertigen Streifen können in ebener Form in die Heftmaschine eingeführt wer den, anderseits ist es auch möglich, die Strei fen 40 vor der Einführung in die Heftma schine in U-Form zu biegen., wie dies Fig. 14 zeigt.
Die Führung der flachen Streifen in der Heftmaschine kann auch dadurch gesteigert oder gesichert werden, dass die Klammer streifen 41 mit Führungsnuten bezw. Rip pen 42 versehen werden, die in entsprechen den Rippen bezw. Nuten der Klammerheft maschine eingreifen. Diese Führungsnuten. oder -rippen werden durch Prägung herge stellt. Sie dienen zugleich zur Versteifung des Klammerstreifens.
Die Klammerstreifen können ferner mit Schutzanstrichen oder geeigneten Überzügen zum Schutze gegen atmosphärische oder son stige Beeinflussung überzogen sein. Als Metall des Streifens kann jedes beliebige zu Klammern verwendbare Material dienen, das gegebenenfalls auch eine veredelte Ober fläche aufweisen kann. Die Veredelung der Oberfläche kann in jedem Stadium der Klammerherstellung erfolgen.
Bei der Herstellung der Nuten durch Prägen oder Pressen ergibt sich der weitere Vorteil, dass im Nutengrund das Material verdichtet wird und dementsprechend auch die so hergestellte Klammer widerstands fähiger gegen die Beanspruchung beim Ein bringen der Klammer in den zu heftenden Stapel wird. Dementsprechend kann auch zur Heftung eines Stapels gegebener Dicke dünneres Heftmaterial als sonst üblich ver wendet werden.
Der flache, mit Nuten zur Abtrennung der Klammern versehene Streifen kann auch zur Aufbewahrung oder auch zum Gebrauch in der Heftmaschine zu einer Rolle aufge wickelt werden.