CH180133A - Verfahren und Einrichtung zum Entziehen von Feuchtigkeit aus festen oder gasförmigen Körpern. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Entziehen von Feuchtigkeit aus festen oder gasförmigen Körpern.

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CH180133A
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Edmund Dr Altenkirch
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  Verfahren und Einrichtung zum Entziehen von Feuchtigkeit aus festen  oder gasförmigen Körpern.    Das Verfahren zum Entziehen von  Feuchtigkeit aus festen oder gasförmigen       Körpern.    gemäss der Erfindung ist dadurch  gekennzeichnet,     dass    Holz als Absorptions  mittel verwendet wird. Es ist bekannt, ein       wirksames        Absorptionsmittel    aus Holz her  zustellen, indem man es durch Ausglühen in  poröse Kohle     (Adsorptionskohle)    verwandelt;  man muss aber damit den Nachteil einer  schlechten Wärmeleitfähigkeit und einer ge  ringen Druckfestigkeit in Kauf nehmen.

   Die  grosse Brüchigkeit der Kohle führt zudem  zur Bildung feiner Staubteilchen, die in  Teile der Apparatur verschleppt werden  können, wo sie nachteilig wirken. Diese  Nachteile haften auch andern wirksamen       Adsorptionsmitteln    wie     Kieselsäuregel    an,  so dass die Lebensdauer dieser zum Teil recht  teuren     Adsorptionsmittel    beschränkt ist.  



  Demgegenüber hat die Verwendung von  Holz in seinem natürlichen Zellenverband als       Adsorptionsmittel,    insbesondere für die Ad-         sorption    von Wasserdampf, also als     Trock-          nungsmittel    in     Trocknungsanlagen,    den Vor  teil, dass es nicht nur sehr billig ist und  überall bequem und ohne Schwierigkeiten  beschafft werden kann, sondern in Anbe  tracht seiner ausreichenden Druckfestigkeit  auch hoch geschüttet werden kann, ohne zur  Staubbildung selbst beim Überschreiten der       Drueldestigkeit    an vielen Stellen Veranlas  sung zu geben.  



  Obwohl es bekannt ist, dass der Wasser  gehalt des Holzes von dem     Partialdruck    des  Wasserdampfes in der Luft stark abhängt  und bei feuchter Luft besonders gross ist, hat  man diese Eigenschaft zwecks     Absorption     von Wasserdampf, das heisst zur Trocknung,  bisher noch nicht nutzbar .gemacht.

   Aller  dings mag die Verwendung von Holz als       Trocknungsmittel    auf den ersten Blick als  abwegig erscheinen, weil die bekannten Ab  sorptionsmittel in den üblichen     Trocknungs-          anlagen    zwecks Regenerierung auf hohe      Temperaturen erhitzt werden müssen, wenn  hohe Trockenheitsgrade erzielt werden sol  len, und solche hohen Temperaturen würden  naturgemäss -zur Zerstörung des Zellenver  bandes des zur Verwendung gelangenden  Holzes führen.  



  Es ist daher empfehlenswert, die Rege  nerierung des als     Trocknungsmittel    dienen  den Holzes unter geringer Temperaturer  höhung durch bereits vorgetrocknete Luft zu  bewirken. Die für den     Trocknungsprozess     aufzuwendende Wärmemenge ist hierbei al  lerdings grösser, als bei einer Erhitzung auf  hohe Temperaturen, doch spielt dies Wirt  schaftlich keine Rolle, wenn billige Abfall  -wärme     bezw.    Sonneneinstrahlung zur Verfü  gung steht.

   Vielmehr ergibt sich der Vor  teil, dass diese Wärmequellen niedriger Tem  peratur zu praktisch beliebig     -#j,eitgehender     Trocknung ausgenutzt werden können, was  bei     Verwendung    der künstlich hergestellten       Adsorptionsmittel    schon wegen der Verteue  rung der Anlagekosten sehr erschwert wäre.  



  Zweckmässig gelangt das als     Trocknungs-          mittel    dienende Holz zur     Vergrösserung    der  Oberfläche in kleinen zylindrischen Stücken,  wie sie schon durch Zerkleinerung der, gege  benenfalls von der Rinde befreiten, Äste und  Zweige von Sträuchern und Bäumen gewon  nen werden können, zur Verwendung. Es ist  vorteilhaft, wenn diese Zylinder durch An  bohrung der Achse zwecks besseren Luftzu  trittes     Hohlzylindergestalt    erhalten, oder       wenn    zum Beispiel Zweige von Holunder  verwendet werden.

   Wird die Länge der Zy  linder gleich dem Aussendurchmesser ge  macht, so können diese Zylinder einfach ge  schüttet werden und bieten dann der am       Trocknungsvorgang        beteiligten.    Luft einen  geringen, gleichmässigen Strömungswider  stand dar, der zu ihrer guten Verteilung  führt.  



  Werden in geeigneten Fällen die Zylin  der noch mit einer Drahtspirale oder mit  einem Drahtgeflecht umkleidet, so kann man  unter Verringerung des Strömungswider  standes für die Luft     eine    bessere Heranfüh-         rung    oder     Fortführung    der Wärme auch bei  grösserer     Schüttbreite    erreichen.  



  Ein derartiges Drahtgeflecht macht auch  die Verwendung von dünnen Hobelspänen  oder Holzwolle möglich, da es die tiefer un  ten liegenden Hobelspäne oder dergleichen  gegen Zusammenpressung durch das Ge  wicht der darüber liegenden schützt. Die  Hobelspäne liegen daher überall so locker,  dass die Luft überall     vorbeistreichen    kann.  Die Oberflächenentwicklung kann infolgedes  sen verhältnismässig weit getrieben werden  und der Wechsel zwischen Trockenwirkung  und Regenerierung in kurzen Zeitabständen  erfolgen, falls dies erwünscht ist.  



  Noch feiner zerteilte Holzabfälle können  durch Bindemittel zusammengehalten und  zwecks     Erzielung    grosser Oberflächen in die  Form dünner Wände nach Art von Papier  oder Pappe gebracht werden und so zur Ver  wendung gelangen.  



  Die Verwendung des Holzes als     Trock-          nungsmittel    in     Trocknungsanlagen    ermög  licht es ferner, das     Trocknungsmittel    selbst  gleichzeitig auch als Baustoff zum Beispiel  für die Wände der Luftkanäle zu verwenden,  so dass in vielen Fällen eine weitere Verein  fachung und Verbilligung der Anlagekosten  eintritt.

   Diejenigen Bauteile, die an die am       Trocknungsvorgang    nicht beteiligte Aussen  luft     angrenzen,    sowie gegebenenfalls auch  die Auflageflächen, werden dann     zweckmä-          ssigerweise    durch wasserdichte Wandungen  oder Überzüge abgedichtet, die vorzugsweise  etwas elastisch sein sollen, um einem Arbei  ten des Holzes folgen zu können. Hierzu  eignen sich beispielsweise Stoffe wie Gummi,  Teer und Asphalt, für Aussenabdichtung  auch Wellblech.  



  Derartige     Trocknungsanlagen    werden       dann    so einfach und billig, dass sie beispiels  weise, durch Trocknung der atmosphärischen  Luft, zur     Beschaffung    von Wasser zur  Tränke für     Weidetiere    in regenarmen Step  pengebieten dienen können, wobei die Son  nenbestrahlung benutzt wird, um die Feuch  tigkeit aus dem Holz auszutreiben, die dann  zur stärkeren     Wasseranreicherung    im Schat-           ten    liegender Holzmengen dient, bis bei Wie  dererwärmung dieser Mengen die Feuchtig  keit der am Arbeitsvorgang beteiligten Luft  gross genug wird, um zur Ausscheidung vorn  Wasser im Schatten zu führen.  



  Die Erfindung möge an zwei in der       Zeichnung    dargestellten Ausführungsbeispie  len noch näher erläutert werden.  



       Abb.    1 zeigt den Grundriss,     Abb.    2 die  Seitenansicht, und     Abb.    3 die Vorderansicht  einer Anlage, die zur weitgehenden lang  samen Trocknung von Holz,     wie    sie bei  spielsweise zu Imprägnierzwecken erforder  lich ist, dient. Das Holz ist hierbei gleich  zeitig Trockengut und     Trocknungsmittel.     



       Abb.    4 stellt eine Anlage dar, die durch  das primitive Mittel der Verwendung von  Holz als     Trocknungsmittel    und als Baustoff  mit relativ geringem Kostenaufwand eine  Wasserquelle in wasserarmen sonnigen Ge  genden schafft, der das Wasser im Bedarfs  fall auch gleich gekühlt entnommen werden  kann. Die     Abb.    5 und 6 sind Nebenzeich  nungen hierzu.  



  In den     Abb.    1 bis 3 bedeutet 1 einen  Lagerraum für das Trockengut, zum Beispiel  Holz. An der Südseite des zugehörigen Ge  bäudes befinden sich Räume 2, die nach Art  der Gewächshäuser mit Glas abgedeckt sind,  und an der Nordseite entsprechende Räume  3. Diese Räume sind durch verschiebbare  Zwischenwände 4 so unterteilt, dass die durch  diese Räume strömende Luft zu einem län  geren     Zickzackwege    gezwungen wird, der  wie in der Abbildung zur Vereinfachung an  gedeutet, hin und her geht, zweckmässig aber  noch wirksamer aufwärts und abwärts führt.  In den dadurch entstehenden Abteilungen,  wie auch in dem Lagerraum 1 befindet sich  das zu trocknende Holz in Stapeln 5, die auf  einer in der Abbildung nicht wiedergegebe  nen     Vorschubvorrichtung    ruhen.

   An der  Ostseite des Gebäudes befindet sich der  Raum 6, der durch die Schiebetüren     i    mit  den. Räumen 2 und 3, sowie durch die Türen  8 und 9 mit dem Lagerraum 1     bezw.    mit  dem Hofraum verbunden werden kann. Die       Ostkammer    3 der Nordseite hat eine Öffnung    10, durch die Frischluft einströmen kann,  die Ostkammer 2 der Südseite     (Abb.    2) steht  mit einem Schacht 11 in Verbindung, der bei       Sonnenbestrahlung    eine Strömung der     Luft     von der Öffnung 10 im     Zickzackweg    durch  die Räume 3 und 2 hervorruft. Die Luft  kann dann durch die     Öffnung;    12 wieder ins  Freie entweichen.  



  Die Anlage arbeitet folgendermassen: Die  Stapel 5 bewegen sich auf der erwähnten       Vorschubvorrichtung    sehr langsam in mehr  tägigem oder     mehrwöchigrm    Umlauf von der  als Schleuse wirkenden Kammer 6 durch den  Südraum 2 und den Nordraum 3 zu der  Schleusenkammer 6 zurück usw. In entge  gengesetzter Richtung strömt Frischluft  durch die an der Ostseite befindliche Öff  nung 10 in den Raum 3 ein, tritt an der  Westseite in den Raum 2     hinüber    und geht  durch diesen bis zur Ostseite, wo sie durch  den von der .Sonnenstrahlung erwärmten  Schacht 11 und dessen Öffnung 12 ins Freie  abströmt. Die     Strömungsgeschwindigkeit     kann durch verstellbare Jalousien bei 10, und  12 leicht geregelt und dem Fortschritt der  Trocknung angepasst werden.

   Die Frischluft  wird in den kühleren Räumen 3 durch das  als     Trocknungsmittel    dienende Holz der  Stapel 5 getrocknet und tritt dann in den  durch die Sonne erwärmten Raum 2, wo sie  das hier aufgestapelte Holz bei der höheren  Temperatur trocknet und damit für die spä  tere     Absorptionstätigkeit    im Raum 3 regene  riert. Diese Trocknung des Holzes schreitet,  während, das Holz von der Ostseite zur West  seite allmählich vorrückt, immer weiter fort,  und das Holz wird dabei so trocken, dass es,  sobald es über die Westseite wieder nach der       Schattenseite    gebracht ist, bei der hier herr  schenden geringeren Temperatur Feuchtig  keit aus der Luft aufnimmt, obwohl diese  auf ihrem Wege längs der Schattenseite  durch die übrigen Holzstapel bereits vorge  trocknet ist.

    



  Die Luft wird beim Durchströmen der  Räume 2 von West nach Ost fortschreitend  feuchter, und wenn sie die Anlage durch die       öffnung    11 verlässt, hat sie einen grösseren      Feuchtigkeitsgehalt als die bei 10 eintre  tende Frischluft, denn derjenige Holzstapel,  welcher der eintretenden Frischluft längere  Zeit direkt ausgesetzt war, hat dabei unge  fähr den     Wasserdampfpartialdruck    ange  nommen, der in der Frischluft herrscht.

   So  bald dieser Stapel durch die Schiebetüren 7  auf die Südseite gelangt ist, steigt sein Was  serdampfpartialdruck entsprechend der höhe  ren Temperatur, und er     kann    die an     ihm:vor-          beistreichende    Luft     ungefähr    auf diesen  höheren     Wasserdampfpartialdruck    anrei  chern. Der     Feuchtigkeitsunterschied    zwi  schen Abluft und Frischluft ist dem Holz  entzogen, das nach der Westseite hin fort  schreitend immer trockner wird.

   An dieser  Westseite können daher diejenigen Teile der  Holzstapel, die zwecks Trocknung als     Trok-          kengut    eingebracht worden waren, in den  Lagerraum 1 übernommen und zur     'Verwen-          dung    bereit gelegt werden. Eine entspre  chende Menge neuen Trockengutes wird vom  Hofraum 9 in die Schleusenkammer 6 ge  bracht und nimmt von dort aus an dem Um  lauf der Holzstapel teil. Scheint die Sonne  nicht, so findet keine Zirkulation der Luft  durch die     Trocknungsanlage    statt, und der       Trocknungsvorgang    ruht.  



  Wenn das zu trocknende Holz eine grosse  Oberfläche bei geringer     Dicke    hat, kann das  gleiche Holz als Trockengut und als     Trock-          nungsmitteldienen.    Es ist dann     gleichgültig,     wie oft die einzelnen Holzteile umlaufen,       und    wann sie der Anlage     entnommen    wer  den.     Sind    grosse .Stücke mit verhältnismässig  kleiner Oberfläche zu trocknen, so wird man,  um die Anlage nicht unnötig gross werden  zu lassen, das als     Trocknungsmittel    dienende  Holz in einer geeigneten Dimensionierung,  beispielsweise in Stapeln von kreuzweise ge  legten;

       Rundstäbchen,    dem Luftstrom in den  Weg stellen und umlaufen lassen, das     Trok-          kengut    aber in langsameren Vorschub als  das     Trocknungsmittel    nur durch     den,    Süd  raum 2 von der Ostseite zur Westseite hin  durchführen,     um    es dann nach beendeter       Trocknung    im Lagerraum 1, der dauernd       unter    der     Einwirkung    des Trockenheitsgra-    des der Westseite steht, für den Abruf und  zur Nachtrocknung zu stapeln.

   Ein sofor  tiges     Einbringen    der zu trocknenden Nutz  hölzer in den trocknen Lagerraum empfiehlt  sich in der Regel dagegen nicht, da das  Trockengut sonst leicht rissig     wird    oder son  stige Deformationen erleidet, denn der     Trok-          kenheitsgrad    kann in dieser Anlage ein recht  hoher werden.  



  Das Trockengut kann auch irgend ein  anderer Stoff sein, und Trockengut, das eine  schnelle Trocknung erlaubt, -.wird dann mit  grösserer Geschwindigkeit durch den Süd  raum von der     Einbringungsseite    bis zur Ent  nahmestelle hindurchgeführt werden können  als das als     Trocknungsmitel    dienende Holz.

    Trockengut, das bereits     unter    der Einwir  kung der Sonnenbestrahlung an der Südseite  leiden würde, wie zum Beispiel gutes Heu,  kann auch an der Schattenseite in Raum 3  getrocknet werden, indem es in einer der       Vorschubvorrichtung    des als     Troeknungsmit-          tel    dienenden Holzes entgegengesetzten Rich  tung von der     Einbringungsstelle    bis zur Ent  nahmestelle langsam hindurchgeführt     wird,     also gleichlaufend mit der Strömungsrich  tung der Luft.  



  In jedem Falle kann in der Anlage ein  Trockenheitsgrad erzielt werden, der den in  der Sonne erreichbaren lufttrockenen Zu  stand erheblich übertrifft, so dass besonders  auch solche landwirtschaftliche und gärtne  rische Produkte, die gegen Temperaturer  höhung     geschmacksempfindlich    sind, in die  ser einfachen Weise der erforderlichen Trock  nung unterworfen     werden    können, ohne dass  es kostspieliger V     akuumtrocknungsvorrich-          tungen    oder mit künstlicher Heizung betrie  bener     Trocknungsanlagen    bedarf.  



  In der     Abb.    4 ist eine Anlage zur Was  serbeschaffung dargestellt,     in    der das als       Trocknungsmittel    dienende Holz zum     Teil     gleichzeitig als Baustoff der Anlage dient.

    Auf dem als Sockel     dienenden    Wasserbehäl  ter 21 stehen aus Holzwänden 22 und 23  gebildete Schächte 24 und 25, von denen die  letzteren mit Sägemehl gefüllt und verschlos-      sen sind, während der rechte Schacht 24 mit  den in der     Abb.    6 in stark vergrössertem       Massstabe    dargestellten Holzringen 60, die  mit Drahtspiralen 61 umwickelt sind, ange  füllt ist und über den Kanal 26 und den  Kondensator 27, sowie den Kanal 28 mit  dem in gleicher Weise gefüllten linken  Schacht 24 oben in Verbindung steht. Unten  sind diese beiden Schächte durch die Kanäle  29 und 30, die durch einen mit einer porö  sen Zwischenwand 32 versehenen Verdun  stungsbehälter 31 führen, verbunden.

   In  mittlerer Höhe besteht noch eine Querverbin  dung 33 zwischen den beiden Schächten 24.  welch letztere durch Sieböffnungen 34 mit  der Aussenluft in Verbindung stehen. Auch  der Kanal 33 ist durch Siebe 35 vor dem  Eindringen der Holzringe 60 geschützt. Vom  untern Teil des Kondensators 27 führt eine       Überlaufleitung    36 zu dem Wasserbehälter  21, und eine Leitung 37, die durch einen  gewichtsbelasteten Hahn 38     verschlossen:     ist, zu dem Verdunstungsgefäss 31, von dem  eine     Überlaufleitung    39 ins Freie führt. Der  Verdunstungsbehälter 31 ist durch     eine     Wärmeisolierung 40 aus Sägemehl geschützt.  Der untere Teil der Schächte 24 bleibt von  der     Schüttung    mit den Holzringen 60 frei.

    Die     Schüttung    ruht auf den mit Löchern 54       (Abb.    5) versehenen     Unterlagsbrettern    41.  Eine kleine Pumpe 42 gestattet die Ent  nahme von Wasser aus dem Vorratsbehäl  ter 21.  



  Die Schächte 24 bestehen aus den in       :ebb.    5 dargestellten     kastenförmigen,    hölzer  nen Elementen 50 und 51, die durch wech  selweise versetzte     Querverbindungen    52       bezw.    53 versteift und horizontal     übereinan-          dergeschichtet    sind. Sowohl die Wände  wie die Querverbindungen üben eine Absorp  tionswirkung aus. Das Holz dient hier also  gleichzeitig als Bau- und als Absorptions  material. Die Aussenflächen und die Fugen  der Schächte sind mit Teer oder Asphalt  gedichtet.    Die Anlage arbeitet folgendermassen.  Vormittags scheint die .Sonne gegen die Ost-    wand 22.

   Die in dem auf dieser Seite lie  genden Schacht 24 erwärmte Luft steigt em  por, wobei Frischluft durch die Öffnung 34       angesaugt    wird. Das im Schacht vorhandene  Holz hat sich in der vorangegangenen  Periode auf der Schattenseite     befunden.    und  hat dabei Feuchtigkeit aus der es     umspülen-          den    Luft aufgenommen. Diese Feuchtigkeit  wird jetzt unter Einwirkung der Sonnen  strahlen wieder ausgetrieben, und die im  Schacht aufsteigende Luft sättigt sich daher  mehr und mehr mit Feuchtigkeit.

   Ein durch  die Widerstände in den Leitungen bestimm  ter Teil der Luft geht durch das Rohr 33  zu der Westseite 2,3, der andere Teil geht  weiter aufwärts und gelangt dann durch das  Rohr 26 in den stets im Schatten liegenden  und von der Aussenluft gekühlten Konden  sator 27, wo ein Teil des von dem Luftstrom  aufgenommenen Wassers niedergeschlagen  wird. Die Abzweigung 33     bev#irkt,    dass der  durch den Kondensator gehende Zweigstrom  der Luft bis zu noch höheren Temperaturen  mit Feuchtigkeit gesättigt wird, erleichtert  also die Kondensation im Schatten, nament  lich wenn der Unterschied der Temperaturen  im     Schatten    und     in    der Sonne gering ist.  Gegebenenfalls kann das Verbindungsrohr  33 auch     fortgelassen    werden..  



  Die Luft gelangt vom Kondensator 27  weiter durch Rohr 28 in den an der West  seite im Schatten liegenden Schacht 24 und  gibt in diesem an das in der voraufgehenden  Periode getrocknete Holz weiter Wasser  dampf ab, das Holz für die folgende Aus  treibungsperiode vorbereitend. Da das     Holz-          in    der voraufgehenden Periode unter der  Einwirkung der Sonneneinstrahlung durch  die eintretende Frischluft stärker vorge  trocknet war, vermag es jetzt im     Schatten     aus der durch den Apparat strömenden Luft  mehr Wasser aufzunehmen, als dem Feuch  tigkeitsgrad der Frischluft entspricht. Die  Luft verlässt den Apparat trockner als sie  in ihn eintrat.

   Die durch den Apparat ge  hende Luft lässt also Wasser im Apparat zu  rück, und zwar in dem nach einigen Perio  den erreichten Beharrungszustand durch-           schnittlich    so viel, wie in dem Kondensator  niedergeschlagen wird.  



  Ein Teil der Luft verlässt den Apparat  noch nicht, sondern setzt ihren Weg durch  den Schacht abwärts fort, wird hier noch  weiter getrocknet     und    tritt durch das Rohr  29 in den Verdunstungsbehälter 31. Hier  kommt sie mit dem niedergeschlagenen Was  ser in Berührung und kühlt es durch leb  hafte Verdunstung ab. Die Luft gelangt  dann durch Rohr 30 in den warmen Schacht,  von wo aus sie den Weg durch Rohr 33 oder  den Kondensator 27 mitmacht, bis sie den  Apparat verlässt.  



  Die beiden Schächte 24 enthalten in ihren  untern Teilen kein Holz. Der im Schatten  liegende Schacht deshalb nicht, damit die  Luft beim Durchströmen dieses untern Teils  Zeit hat, ausreichend abzukühlen, ehe sie in  das Verdunstungsgefäss 31 eintritt, und der  sonnenbestrahlte Schacht deshalb nicht, da  mit die hier hindurchströmende Luft Zeit  hat, sich zu erwärmen, ehe sie in den Bereich  der erwärmten, Feuchtigkeit abgebenden  Holzmenge gelangt. Der Temperaturwechs  ler, den man zur Erhöhung der Kühlwirkung  der trockenen Luft zwischen den Leitungen  29 und 30 anordnen kann, ist zur Verein  fachung der     Abbildung    fortgelassen.  



  Derjenige Teil der Luft, der nicht durch  die     Öffnung    $4 des kälteren Schachtes aus  tritt, wird     durch    das Holz unterhalb dieser  Öffnung besonders weitgehend getrocknet,  damit dieser Teil der Luft zu einer guten  Kühlwirkung im Verdunstungskühler be  fähigt wird.  



  Am Nachmittag steht die Westseite 23  unter der Wirkung der Sonneneinstrahlung,  die Ostseite     2;2    liegt im     Schatten.    Mit dem  Wechsel der Heizung arbeitet dann der Ap  parat in umgekehrter Strömungsrichtung  der Luft, im übrigen in genau derselben  Weise.  



  Das niedergeschlagene Wasser gelangt  durch das     .Überlaufrohr    36, das unter den  Flüssigkeitsspiegel im Behälter 21 herab  geführt ist, oder einen andern     Flüssigkeits-          verschluss,    enthält, in diesen Vorratsbehälter    21, aus dem es im Bedarfsfall durch die  Pumpe 42 entnommen werden kann.

   Will  man dem Apparat das Wasser in gekühltem  Zustand, zum Beispiel zu     Trinkzwecken    ent  nehmen, so wird durch Anheben des Gewich  tes 38 der Hahn in der Leitung 37 vorüber  gehend geöffnet, das im untersten Teil des  Kondensators angesammelte Wasser strömt  durch die Leitung 37 in den     Verdunstungs-          behälter    31, rieselt dort über die aus einem  porösen Stoff bestehende Zwischenwand 32,  kühlt sich hierbei in der durch das Verdun  stungsgefäss 31 gehenden sehr trockenen  Luft entsprechend ab und kann schliesslich  durch das einen     Wasserverschluss    bildende       Überlaufrohr    39 entnommen werden.  



  Da in der Frischluft nicht viel Wasser  enthalten ist, müssen erhebliche Mengen Luft  durch den Apparat gehen, um grössere Was  sermengen zu gewinnen, und die Apparatur  muss für die Zuführung und Abführung der  notwendigen Wärmemengen eine entspre  chende Grösse haben. Es bedarf     ebenso    einer  erheblichen Menge an     Trocknungsmitteln,     und deshalb rückt die Möglichkeit, derartige  Anlagen auf wirtschaftlicher Basis zu er  reichen, wesentlich näher heran durch die  Verwendung des billigen Holzes als     Trock-          nungsmittel    und gegebenenfalls als Baustoff  an Stelle von Kieselgel und Metall.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Entziehen von Feuchtig keit aus festen oder gasförmigen Kör pern, dadurch gekennzeichnet, dass als Absorptionsmittel Holz verwendet wird. II. Einrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch Holz als Absorptions mittel. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mit Hilfe des als Absorptionsmittel wirkenden Holzes feuchte Luft getrocknet wird. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die getrock- nete Luft dazu benutzt wird, um den vom Holz absorbierten Wasserdampf bei einer Temperatur wieder auszutreiben, die etwas höher ist als diejenige, bei der der Wasserdampf vom Holz absorbiert worden ist, um dadurch das Holz wieder zu regenerieren. B. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass das als Ab sorptionsmittel dienende Holz auf einer Bahn verteilt wird und gegenläufig zu dem Luftstrom allmählich die ganze Bahn durchläuft, wobei ein Teil der Bahn in einem Gebiet höherer Tempe ratur, ein anderer Teil in einem Gebiet geringerer Temperatur liegt.
    Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die getrock nete Luft dazu benutzt wird, um bei mässig erhöhter Temperatur sowohl das Holz, das dann. als Absorptionsmittel dienen soll, als auch Trockengut zu trocknen, das nach Durchwandern des Gebietes höherer Temperatur entnommen wird. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Vorschub geschwindigkeit des Trockengutes von derjenigen des zu regenerierenden als Absorptionsmittel dienenden Holzes ver schieden ist.
    6i. Verfahren nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass Trockengut, welches gegen Temperaturerhöhungen empfindlich ist, im Gebiet der geringe ren Temperatur in Richtung des Luft stromes, also entgegen der Bewegungs richtung des Feuchtigkeit absorbieren den Holzes durch die Luft hindurchge führt wird, so dass es ebenso wie die Luft seinen Feuchtigkeitsgehalt infolge der Absorptionswirkung des Holze immer mehr einbüsst. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der vom Holz absorbierte Wasserdampf bei etwas höherer Temperatur in Gegenwart der Luft wieder ausgetrieben wird,
    von der darauf das Feuchtigkeit absorbierende Holz bei niedrigerer Temperatur Feuch tigkeit aufnimmt. B. Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass aus der mit Wasserdampf angereicherten Luft durch Übergang auf die niedrigere Tempera tur ein Teil des Wasserdampfes nieder geschlagen wird, zum Zwecke, aus der atmosphärischen Luft Wasser zu gewin nen. 9. Verfahren nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, da.ss das von Luft umspülte Holz Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt, die unter Einwirkung der Sonnenstrahlen wieder ausgetrieben und im Schatten unter Wärmeentziehung kondensiert wird. 10.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die getrock nete Luft, bevor sie Wasserdampf aus dem Holz aufnimmt, dazu benutzt wird, um durch Verdunstung von Wasser eine Kühlwirkung auszuüben. 1:1. Verfahren nach Unteranspruch 8 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Kühlwirkung das gewonnene Was ser gekühlt wird. 12.
    Verfahren nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass Luft, der zwecks Wassergewinnung ein Teil ihres Feuchtigkeitsgehaltes bereits entzogen ist, durch Feuchtigkeit absorbierendes Holz weiter getrocknet und mit dem gewon nenen ZVasser in Berührung gebracht wird, um durch Verdunstung eines Teils dieses Wässers den übrigen Teil des Wassers zu kühlen. 13. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zwei mit Holz beschickte Schächte, die im Luft strom hintereinander geschaltet sind, derart angeordnet sind, dass sie abwech selnd durch Sonnenbestrahlung erwärmt werden.
    7 1.. Einrichtung nach Unteranspruch 13, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Schächte in ihrem mittleren Teile je eine Eintritts- und eine Austrittsöffnung für die Luft besitzen, wobei die Zonen oberhalb der Eintritts- und Austritts öffnungen zur Wasseranreicherung der Luft zwecks Kondensation, die Zonen unterhalb zu weitgehender Trocknung der Luft zwecks Verdunstungskühlung dienen. 15. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das als Ab sorptionsmittel dienende Holz in zylin drischen Stücken in die von der Luft durchströmten Kanäle geschüttet ist.
    <B>16.</B> Einrichtung nach Unteranspruch 15, da durch gekennzeichnet, dass die zylindri schen Holzstücke zwecks guter Wärme leitung mit Draht umkleidet sind. 17. Einrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch Holzwolle als Ab sorptionsmittel die durch Drahtgeflecht vor Zusammenpressung geschützt ist. 18. Einrichtung nach Patentanspruch 1I. dadurch gekennzeichnet. dass das als Ab sorptionsmittel dienende Holz in feiner Verteilung durch Bindemittel zusammen gehalten die Form dünner Wände mit grosser Oberfläche besitzt. 19.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ausser dem Absorptionsmittel auch sonstige Teile der Einrichtung aus Holz bestehen, derart, dass diese Teile der Einrichtung ebenfalls Feuchtigkeit absorbierend wir ken. 20. Einrichtung nach Unteranspruch 19, da durch gekennzeichnet, dass das sowohl als Baustoff, als auch als Absorptions mittel dienende Holz dort, wo es mit der am Absorptionsvorgang nicht beteiligten Aussenluft in Berührung steht, gegen diese durch wasserdichte Überzüge ab gedichtet ist.
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