CH180417A - Mahlvorrichtung für Papier- und ähnliche Stoffe. - Google Patents

Mahlvorrichtung für Papier- und ähnliche Stoffe.

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CH180417A
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Voith J M
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Voith Gmbh J M
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      11lahlvorrichtung    für Papier- und ähnliche Stoffe.    Die Erfindung bezieht sich auf eine  Mahlvorrichtung für Papier und ähnliche  Stoffe mit einer mit einem     Crrundwerk    zu  sammenarbeitenden Mahlwalze und bezweckt,  eine im Gegensatz zu den Holländern der  üblichen Bauart stetig arbeitende Vorrich  tung zu schaffen. Bei dieser Vorrichtung  soll der     ,Stoff    an einem Walzenende in Form       eines    Streifens fortlaufend eintreten.  



  Es sind bereits mit Mahlwalze versehene  Vorrichtungen bekannt, bei denen der Stoff  an einem Walzenende eintritt und im Laufe  der Bearbeitung durch die Vorrichtung hin  durch wandert. Dies sind einmal die     soge-          nannten        Kegelmühlen    und ferner Mahlvor  richtungen mit Walze und Grundwerk, bei  denen die Vorwärtsleitung des     'Stoffes    durch  die Torrichtung etwa in Form einer Schrau  benlinie     zwangläufig    erfolgt. Die Kegelstoff  mühlen sind nur für verhältnismässig ge  ringe Stoffdichten verwendbar. Bei grösseren  Stoffdichten macht der Vorschub des Stoffes  von einem Ende der Mahlwalze zum andern    Schwierigkeiten.

   Die weiter genannten Mahl  vorrichtungen mit     zwangläufiger    Vorwärts  leitung des Stoffes haben den Nachteil, dass  ihre in die achsparallele     Vorschubkammer     eingebauten Leitkammern oder verstellbaren       Leit-    oder Fördervorrichtungen einmal den  Aufbau der Vorrichtung verwickelt machen,  zweitens aber auch dem Umlauf des Stoffes  einen erheblichen Widerstand entgegen  setzen, der sich sowohl in der Wandreibung  an den einzelnen Kammerwänden, als auch  durch Ansetzen des Stoffes auf den Trenn  kanten dieser Kammerwände äussert.  



  Die Mahlvorrichtung nach der     Erfindung     kennzeichnet sich durch einen entlang der  Mahlwalze und einer neben derselben ver  laufenden Wand sich erstreckenden     Leit-          kanal    zum Auffangen und Weiterleiten des  Mahlgutes zum Grundwerk, der an seiner       einlaufseitigen    Stirnseite durch eine schräg  nach innen verlaufende Stirnwand be  grenzt ist, welche die     Zugabestelle    für den  erneuten Durchgang des Stoffes um     etwa    die      Breite des Eintrittsstreifens nach dem Aus  laufende, hin verlegt.  



  In den     Fig.    1 bis 3 ist ein Ausführungs  beispiel des Erfindungsgegenstandes für eine  offene Mahlvorrichtung dargestellt, während  die       Fig.    4 und 5 diesen für eine Überwurf  mahlvorrichtung darstellen.  



       Fig.    1 zeigt eine Ansicht der ersten Aus  führungsform von oben bei weggenommener  Haube,       Fig.    2 einen Schnitt senkrecht zur Achse  nach Linie     II-II    der     Fig.    1,       Fig.    3 einen Schnitt senkrecht zur Achse  nach Linie     III-111    der     Fig.    1,       Fig.    4 einen senkrechten Schnitt quer zur  Welle der zweiten Ausführungsform nach  Linie     IV-IV    der     Fig.    5 und       Fig.    5     eine    Draufsicht auf diese Mahl  vorrichtung.  



  Das in bekannter Weise aus Mahlwalze  <I>A</I> und Grundwerk<I>B</I> bestehende eigentliche  Mahlwerk entspricht ganz dem der üblichen  Holländer. Es können auch bei dieser Vor  richtung verschiedene Organe zum Verstel  len beider Teile     gegeneinander    vorhanden  sein, ferner     Nahldruckwaagen    und ähnliche  Teile.

   Die Walze A hat die durch den Pfeil  in     Fig.    2 und 3 angegebene Drehrichtung;  sie wirft den Stoff über eine Wand C, die  mit dem Kropf des gewöhnlichen Holländers  zu vergleichen ist, gegen     eine        Umlenkhaube     D, welche ihn in eine im Sockel E ausge  sparten Leitkanal EI überführt, in welchem  er in rückwärts-abwärts gerichtetem Strom  zur Eintrittsstelle zwischen Grundwerk und  Mahlwalze zurückkehrt.  



  Der Stoff tritt an dem einen Stirnende  der Mahlwalze A in der Form eines Stoff  streifens von geringerer Breite als die Wal  zenbreite ein und     wird    in der beschriebenen  Weise über die Wand C in den Kanal     E'     gefördert. Dieser Kanal hat nun an seiner       einlaufseitigen    Stirnseite eine schräg nach  innen verlaufende Stirnwand     e2,    welche die       Zugabestelle    für den erneuten Durchgang des  Stoffes um etwa die Breite des eintretenden    Stoffstreifens nach dem Auslaufende hin  verlegt.

   Am andern Ende der Mahlwalze hat  der Kanal     E'    eine Stirnwand     e3,    die der     ein-          laufseitigen    Wand     e'    ganz oder annähernd  parallel ist. Jenseits dieser     Stirnwand        e3,    die  eine an die Wand C anliegende Kante     e'     besitzt, befindet sich der Auslauf F für den  Stoff. Die Breite dieses Auslaufes kann etwa  die gleiche sein wie die des Einlaufes am  entgegengesetzten Walzenende.

   Um jedoch  die Durchgangszahl des Stoffes durch die  Mahlstelle ändern zu können, sind     Mittel      vorgesehen, um den auslaufenden Stoffstrei  fen in verschiedener Breite, gemessen in  Richtung der Walzenachse, abzuführen. So  kann beispielsweise der Auslauf als Fang  rinne ausgebildet sein, deren der     Einlaufseite     zugekehrte Wand     e3,    allein oder zusammen  mit der Rinne, in der Richtung parallel zur  Walzenachse verstellbar ist. Durch diese  Verstellung ist es möglich, den Stoff in Strei  fen verschiedener Breite aus der Mahlvor  richtung zu entnehmen und abzuführen.  



  Die     Wirkungsweise    der     beschriebenen     Vorrichtung ist derartig, dass der Stoff von  der     Einlaufstelle    bis zum Auslauf sich in       schraubenähnlichen    Windungen fortbewegt  und seitlich verschiebt.

   Durch die Neben  einanderlagerung des einmal umgelaufenen  Stoffstreifens und des neu eintretenden       Stoffstreifens    ist der Anlass dazu gegeben,  dass sieh der neu eintretende Stoff immer  wieder     stirnseitig    vor den vorhandenen  schiebt und den bereits in der Maschine be  findlichen Stoff auf diese Weise allmählich  dem Auslaufende     zudrängt.    Die Anzahl der       Mahlungen    kann durch die Bemessung der  Breite des austretenden Stoffstreifens in  weiten Grenzen geregelt werden. Je schmaler  man den Stoffstreifen am     Austritt    wählt,  desto grösser wird die Zahl der Stoffum  läufe zwischen Ein- und Austritt.  



  Da sich auf dem ganzen Wege des Stof  fes vom Eintritt bis zum     Austritt    keinerlei  störende Regelklappen oder Fördervorrich  tungen befinden, so geht der Stoffvorschub  unter den geringsten Widerständen und ohne  jegliche Verstopfungsgefahr vor sich.      Auch bei der in den     Fig.        .f    und 5 dar  gestellten Vorrichtung zum fortlaufenden  Mahlen von Papier-, Zellstoff und derglei  chen, bei der der Stoff über die Walze ge  worfen wird, läuft der Stoff in einer Schrau  benlinie vom Einlauf zum Auslauf. Dem in  bestimmter Breite eingeführten Stoff wird  nach einmaligem Durchgang durch das  Grundwerk, von dem aus er über die Walze  geworfen wird, eine Ablenkung durch eine  schräg nach innen führende Fläche gegeben.

    Hierdurch wandert der Stoffstreifen in die  ser Neigung zur Horizontalen selbsttätig über  die Walze zum Auslaufende. Nach viel  fachem Durchgang durch das Grundwerk  trifft der Stoff wieder auf eine Führungs  fläche an der auslaufseitigen Stirnwand der  Walze, durch die er von dem unter dem  Auslauf liegenden Raum getrennt und zum  Auslauf geleitet wird. Die beiden Führungs  wände liegen annähernd parallel und zwi  schen ihnen ist ein freier Raum, in dem der  umlaufende Stoff keinen Widerstand findet.  



  Nach dem zweiten Ausführungsbeispiel  besteht das Mahlgeschirr aus Mahlwalze A       lind    Grundwerk B, die in bekannter Art an  geordnet sind und mit Mahlwaage und der  gleichen Einrichtungen versehen sein kön  nen. Der Stoff wird über die Walze A hin  weg unter der Haube G nach dem     Leitkanal     H befördert, der parallel zur Walzenachse  verlaufend den abgeworfenen Stoff sammelt  und zum Grundwerk B führt, das auf der  andern Seite der Walze liegt. Zwischen       -g"alze    A und Leitkanal H befindet sich eine  Wand K. Der Stoffeintritt zum Grundwerk  B erfolgt an der einen Stirnseite der Walze  A durch den Einlauf J, der oben oder unten  an dem Kanal H angebracht sein kann.

   Der  zugeführte Stoff trifft in schmalem Strei  fen in radialer Richtung auf Walze und  Grundwerk und wird der Haube G entlang  bis zum Beginn des Kanals H geworfen,  wo ihn eine schräg nach innen bis nahezu  zum Grundwerk verlaufende     Stirnwand        e2    an  dem Einlauf J vorbei um etwa die Breite des  eintretenden Stoffstreifens nach der Aus  laufseite zu verschiebt. Von hier ab geht der    Stoff mit dieser Neigung in Schraubenlinien  form um die Walze A und die Wand     K     herum bis zur Auslaufseite der Walze.

   Hier  leitet ihn eine zweite Führungswand     e3    unter  dem Auslauf F hindurch bis zum     auslauf-          seitigen    Ende des Grundwerkes B und der  Stirnwand der Walze A, von wo er über die  Walze hinweg in den Auslauf F geworfen  wird.  



  Die Breite des aus dem Auslauf treten  den Stoffstreifens braucht nicht immer  gleich der des eintretenden Stoffes zu sein.  Zwecks Änderung der Anzahl der Durch  gänge des Stoffstreifens durch das Grund  werk kann der austretende Stoffstreifen in  seiner Breite geändert werden. Der obere Teil  der auslaufseitigen Führungswand     e3    kann  zum Beispiel beweglich sein. Je schmäler der  Stoffstreifen gewählt wird, desto grösser  wird die Zahl der Stoffumläufe vom Ein  lauf- zum Auslaufende. Die Wand K kann  bis kurz vor das Grundwerk reichen; sie ist  entsprechend der Abnutzung der Walzen  garnitur dieser gegenüber einstellbar.

   Der  Oberteil     e5    der Wand K kann für die Rege  lung der Stoffzuführung zum Grundwerk B  vom Einlauf J zum Auslauf F geneigt sein,  so dass der auf sie fallende Stoff eine zu  sätzliche     achsiale    Ablenkung erfährt.  



  Mit Hilfe dieser Mahlvorrichtung kann  ein fortlaufender Betrieb aufrechterhalten  werden, der dem ununterbrochenen Vorgang  der Papier-, Karton- und Zellstoffherstellung  in Blattform vorteilhaft vorgeschaltet wer  den kann. Durch die Anwendung von Stein  garnituren auf Walze und Grundwerk kann  in dieser Mahlmaschine eine fortlaufende  Reib- und Knetwirkung, zum Beispiel auf       stippenhaltigen    Stoff, ausgeübt werden, die  zum vollen Aufschluss der Knötchen oder       Stippen    führt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Mahlvorrichtung für Papier- und ähn liche .Stoffe mit einer mit einem Grundwerk zusammenarbeitenden Mahlwalze, bei der der Stoff an einem Walzenende in Form eines Stoffstreifens von geringerer Breite als die Walzenbreite eintritt, dadurch gekennzeich- net, dass ein entlang der Mahlwalze (A) und einer neben derselben verlaufenden Wand (C) sich erstreckender Leitkanal (El) zum Auffangen und Weiterleiten des Mahlgutes zum Grundwerk (E) an seiner einlaufseiii- gen Stirnseite durch eine schräg nach innen verlaufenden Stirnwand (e2)
    begrenzt ist, welche die Zugabestelle für den erneuten Durchgang des Stoffes um etwa die Breite des Eintrittsstreifens nach dem Auslauf ende hin verlegt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Mahlvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die auslauf seitige Wand (e3) des Kanals (El) wenig stens annähernd parallel der einlaufseiti- gen ist und sich an ihre der Wand (C) an liegende Kante-(e') der Auslauf (F) an schliesst. Mahlvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um den auslaufenden Stoffstreifen in ver schiedener Breite, gemessen in Richtung der Walzenachse, abzuführen. 3.
    Mahlvorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslauf (F) als Fangrinne ausgebildet ist, deren der Ein laufseite zugekehrte Wand parallel zur Walzenachse verstellbar ist. 4. Mahlvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (H) zum Auffangen und Weiterleiten des Mahlgutes zur Mahlstelle auf der dem Grundwerk (B) gegenüberliegenden -Seite der Mahlwalze (A) liegt. 5.
    Mahlvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, dass der Kanal (H) gegen die Walze<I>(A)</I> durch die Wand (K) abge schlossen ist und zwei schräg zur Wal zenachse geneigte Stirnwände (e=, e3) hat, zum Zweck, den Stoff bei jedem Umlauf um eine Streifenbreite verschiebend dem Auslauf (F) zuzuführen. 6. Mahlvorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen .4- und 5, dadurch gekennzeichnet, da.ss der Oberteil (e5) der zwischen Walze (A) und Kanal (H) be findlichen Wand (K) vom Einlauf<I>(J)</I> zum Auslauf (F) zu geneigt ist. 7.
    Mahlvorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 4, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung der Wand (e') regelbar ist. B. Mahlvorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wand (K) zwi schen 'Walze (A) und Kanal (H) der Ab nutzung der Bemesserung entsprechend nachstellbar ist.
CH180417D 1934-01-19 1935-01-07 Mahlvorrichtung für Papier- und ähnliche Stoffe. CH180417A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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CN108393137A (zh) * 2018-03-01 2018-08-14 西南大学 一种单辊式超微破碎辊碾器

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN108393137A (zh) * 2018-03-01 2018-08-14 西南大学 一种单辊式超微破碎辊碾器
CN108393137B (zh) * 2018-03-01 2024-05-07 西南大学 一种单辊式超微破碎辊碾器

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