Handwebstuhl. Die Erfindung bezieht sich auf einen Handwebstuhl, der einfacher Bauart ist und leicht auseinandergenommen und -wieder zu sammengefügt werden kann und grosse Web- breiten ermöglicht.
Gemäss der Erfindung -weist das Gestell des -Webstuhls zwei leichte, metallene Sei tenrahmen auf, welche von drei leicht von Hand lösbaren Verbindungsstücken, von wel chen wenigstens das eine vom Streich- oder Brustbaum gebildet wird, in gegenseitiger Entfernung gehalten werden. Die metalle nen Seitenrahmen bilden dabei vorzugsweise je ein komplettes Ganzes, derart, dass sie leicht von Hand aufgestellt werden können.
Die drei Verbindungsstücke werden vor zugsweise von einem Tragbalken für die Schäfte, dem Streichbaum und dem Brust baum gebildet und können aus Holz her gestellt sein.
Der Tragbalken kann mit aufstehenden Stiften zur Unterstützung oder Lagerung von Kettengarnspulen versehen sein. Anhand der teilweise schematischen Zeichnung wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines Hand webstuhls nach der Erfindung; Fig. 2 ist eine entsprechende Vorderan sicht; F'ig. 3 zeigt ein Detail einer Verbindung zwischen dem Streichbaum und einem der beiden Seitenrahmen.
In den Figuren sind die beiden leichten, eisernen .Seitenrahmen mit 1, 2 bezeichnet. Dieselben sind am abgeflachten Oberende je mit einem Bolzen 3 versehen, über den ein Holztragbalken 4 für die Schäfte 5 schlie ssend passt, so dass eine von Hand lösbare, aber dennoch kräftige Verbindung erhalten wird. An der Stelle, wo die aufstehenden, hintern Rahmenpfosten in den gekrümmten Teil übergehen, ist ein hölzerner Streich baum 6 angeordnet, der mit Eisenhaken 7 (Fig. 3) schliessend in am Rahmen festge schweisste Bügel 8 passt, ebenfalls zwecks Bildung einer kräftigen Verbindung.
Die Haken 7 können, entsprechend der Breite, in welcher man ein bestimmtes Gewebe zu weben wünscht, nach verschiedenen Stellen der Länge des Baumes 6 verlegt werden.
An dritter Stelle wird eine kräftige Ver bindung durch einen hölzernen Brustbaum 9 gebildet; dieser ist in der gleichen Weise wie der Baum 6 an den Enden von Hand leicht lösbar aber dennoch kräftig mit den Seitenrahmen verbunden, während die Ha ken 7 ebenfalls verstellbar sind. Mit Hilfe der drei obenerwähnten leicht lösbaren Holzbalken kann ein für den normalen Ge brauch genügend stabiles Ganzes erhalten werden. Unten ist noch eine mit Eckplatten 11 versehene Querverbindung 10 mit den Seitenrahmen lösbar verbunden. Je nach der vorzunehmenden Arbeit kann diese Verbin dung mehr oder weniger stark ausgebildet werden.
Auf der Vorderseite befindet sich ein Verbindungsstück 12: zwecks Bildung einer Unterstützung für die Gelenke der Tritte. Wenn man nun zu den Schäften her anzukommen wünscht, braucht man nur den Baum 9 aus den Bügeln herauszunehmen, was durch Heben mit den beiden Händen leicht erfolgen kann. Auch dadurch, dass der Baum 6 herausgenommen wird, kann man in den Webstuhl hineintreten.
Die Tritte sind mit den Schäften 5 ver bunden und letztere sind an Rollen 14 auf gehängt, die wieder an Rollen 15 aufgehängt sind. Die zurückkehrenden Teile der um die Rollen 14 geführten Schnüre sind mit Ge genmarschen 16 verbunden. Die Verbindung der Schäfte mit den zu den Tritten und zu den Rollen und Gegenmarschen führenden Schnüren ist mittels sogenannter Karabiner (Fr. mousquetons) hergestellt, so dass sie leicht und schnell eingehängt oder weg genommen werden können.
Hinten im Gestell ist zwischen den bei den Seitenrahmen ein Garnbaum 17 leicht herausnehmbar aufgehängt; er ist mit einer Abbremsvorrichtung versehen, welche aus einer in drei Windungen um den Baum ge wickelten Schnur und daran aufgehängten, verschieden schweren Gewichten besteht (siehe Fig. 1), von welchem Baum die Kette über den Streichbaum, durch die Schäfte hin durch, über den Brustbaum zu einem Tuch baum 18 geht, der vorne in den Seitenrah men drehbar und festsetzbar gelagert ist.
Das Garn kann von einer Reihe (nicht dar gestellter) Spulen, die auf winklig zum Trag balken 4 befestigten, aufstehenden Stiften 19 angeordnet sind, auf den Baum 17 auf gewickelt werden. In dieser Weise kann das Garn in einfacher Weise schnell aufgebäumt werden. Das Garn kann dabei mit der einen Hand in der gewünschten Richtung gehal ten werden, während mit der andern Hand der Baum gedreht wird.
Die Seitenrahmen 1, 2 sind je mit einem Haken 20 versehen, in welchem Haken ein Anschlagkamm ,21 zum leichten mit der Hand Anschlagen des Einschusses drehbar aufgehängt ist. Dadurch, dass bei diesem Kamm (gegebenenfalls Lade) keine Füsse nötig sind, erzielt man eine Raumersparung für die Beine der webenden Person, und kann der Webstuhl für eine bestimmte Web- breite verhältnismässig schmäler sein.
Für leichte Arbeit ist der hängende Kamm sehr geeignet; für schwere Arbeit kann der Kamm als stehender Kamm verwendet werden, und zwar dadurch, dass die Enden der Arme dann in Osen 24 der .Seitenrahmen gelenkig ange ordnet werden (siehe die strichpunktierte Linie in Fig. 1).
Der dargestellte Handwebstuhl ist sehr stabil und kann dennoch nach Gebrauch zwecks Aufbewahrung oder zum Versand leicht und schnell auseinander genommen werden. Der gekrümmte Teil 22 der Seiten rahmen 1, 2, der sich vom Streichband 6 bis zum Tragbalken erstreckt, ermöglicht es, den Handwebstuhl in Oberstockwerken un ter Schrägdächern aufzustellen. Das Ganze ist auf Holzbalken 2,3 aufgestellt.
ach Herausnahme des Garnbaumes, des Tuchbaumes und des weiteren Innenwerkes, sowie der gegebenenfalls vorhandenen Unter träger, braucht man nur den Tragbalken, den Streichbaum und den Brustbaum her- auszunehmen, damit die'Teile zusammen mit den beiden leichten losen Seitenrahmen in einem Raum beschränkten Inhalts aufbe wahrt werden können.
Die eisernen Seitenrahmen können ver chromt oder vernickelt oder ganz aus Alu minium hergestellt und gegebenenfalls rohr- förmig sein, zwecks Anpassung an moderne Interieure.
Hand loom. The invention relates to a hand loom which is of simple construction and can be easily taken apart and put back together and which enables large weaving widths.
According to the invention, the frame of the loom has two light, metal side frames, which are held at a mutual distance by three connecting pieces that can be easily detached by hand, at least one of which is formed by the string or breast tree. The metal side frames preferably each form a complete whole in such a way that they can easily be set up by hand.
The three connectors are preferably formed by a support beam for the shafts, the backrest and the chest tree and can be made of wood ago.
The support beam can be provided with upright pins to support or store warp yarn bobbins. The invention is explained in more detail using an exemplary embodiment on the basis of the partially schematic drawing.
Fig. 1 is a side view of a hand loom according to the invention; Fig. 2 is a corresponding Vorderan view; F'ig. 3 shows a detail of a connection between the backrest and one of the two side frames.
In the figures, the two light, iron .Seitenrahmen are denoted by 1, 2. The same are each provided with a bolt 3 at the flattened upper end, over which a wooden support beam 4 for the shafts 5 fits so that a manually detachable, but nevertheless strong connection is obtained. At the point where the upstanding, rear frame posts merge into the curved part, a wooden backing tree 6 is arranged, which with iron hook 7 (Fig. 3) fits into the frame Festge welded bracket 8, also to form a strong connection.
The hooks 7 can, according to the width in which one wishes to weave a certain fabric, be laid at different points along the length of the tree 6.
Third, a strong connection is formed by a wooden chest tree 9; this is in the same way as the tree 6 at the ends easily detachable by hand but still firmly connected to the side frame, while the Ha ken 7 are also adjustable. With the help of the three easily detachable wooden beams mentioned above, a sufficiently stable whole can be obtained for normal use. At the bottom, a cross connection 10 provided with corner plates 11 is releasably connected to the side frames. Depending on the work to be carried out, this connec tion can be developed to a greater or lesser extent.
On the front there is a connector 12: to provide support for the joints of the steps. If you now want to get to the shafts, you only need to take the tree 9 out of the bracket, which can easily be done by lifting it with both hands. Also by taking out the tree 6, one can step into the loom.
The steps are ver with the shafts 5 a related party and the latter are hung on rollers 14, which are hung on rollers 15 again. The returning parts of the cords guided around the pulleys 14 are connected with 16 counterparts. The connection of the shafts with the cords leading to the steps and to the rollers and counter-marches is made by means of so-called carabiners (Fr. mousquetons) so that they can be easily and quickly attached or removed.
At the back of the frame, a thread tree 17 is easily removable suspended between the side frames; it is provided with a braking device, which consists of a cord wound around the tree in three turns and suspended on it, different heavy weights (see Fig. 1), from which tree the chain over the backrest, through the shafts, over the chest tree goes to a cloth tree 18, which is rotatably and lockable in the front men in the Seitenrah.
The yarn can be wound onto the tree 17 from a number of (not presented) bobbins which are arranged on upright pins 19 fastened at an angle to the support beam 4. In this way, the yarn can be reared up quickly in a simple manner. The yarn can be held in the desired direction with one hand while the tree is rotated with the other hand.
The side frames 1, 2 are each provided with a hook 20, in which hook a stop comb, 21 is rotatably suspended for easy hand-striking of the bullet. The fact that no feet are required for this comb (possibly a drawer) saves space for the legs of the weaving person, and the loom can be relatively narrower for a certain weaving width.
The hanging comb is very suitable for light work; For heavy work, the comb can be used as a standing comb, in that the ends of the arms are then articulated in the eyelets 24 of the side frame (see the dashed line in Fig. 1).
The hand loom shown is very stable and can still be taken apart easily and quickly after use for storage or shipping. The curved part 22 of the side frame 1, 2, which extends from the string tape 6 to the supporting beam, makes it possible to set up the hand loom in upper floors un ter sloping roofs. The whole is set up on wooden beams 2,3.
After removing the twine tree, the cloth tree and the other interior work, as well as any sub-beams that may be present, you only need to remove the support beam, the backrest tree and the chest tree so that the parts together with the two light, loose side frames are in one room with limited content can be kept.
The iron side frames can be chrome-plated or nickel-plated or made entirely from aluminum and, if necessary, can be tubular to adapt to modern interiors.