CH180680A - Verfahren zur Herstellung von stabilen wässrigen Bitumenemulsionen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von stabilen wässrigen Bitumenemulsionen.

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CH180680A
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bitumen
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A-G J R Geigy
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Geigy Ag J R
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  Verfahren zur Herstellung von stabilen     wässrigen        Bitumenemulsionen.       Es wurde gefunden,     dass    es gelingt, durch  Zusatz geeigneter Stoffe die Beständigkeit  einer     wässrigen        Bitumen.emulsion    willkürlich  zu beeinflussen und somit stabile,     wä,ssrige          Biiumenemulsionen    herzustellen, wie es bis       heute    nicht bekannt geworden ist.

   Hierbei  verwendet man als Stabilisierungsmittel eine       wässrige    Lösung eines     Formaldehyd-Konden-          sationsproduktes    von     Phenolen.    Nicht nur  kann man alkalische Baumaterialien, wie ge  brannten Kalk und hydraulische Silikate,  oder neutrale, wie Gips, ohne Schwierigkeit  untermischen: es gelingt sogar, sauer reagie  rende Mischungen, wie     Sorel-Zement,    der       Bitumenemulsion    einzuverleiben, ohne dass sie  koaguliert.

   Die Beständigkeit der stabilisier  ten     Bitumenemulsion    gegen Säure ist so gross,  dass mit unverdünnten Säuren, wie zum Bei  mit Salzsäure oder     konzentrierter     <B>s</B> spiel  Schwefelsäure, direkt unter Rühren an  gesäuert werden kann, ohne dass das kolloide  System durch Ausscheidung der     dispersen     Phase zerstört wird. Bis jetzt sind keine    Kaltasphalte bekannt geworden, die eine  Verarbeitung sogar in Gebieten unter     piz7    er  lauben.

   Diese Unempfindlichkeit der     Bitu-          menemulsion    gegen Zusatz von andern Mate  rialien und Veränderung der Wasserstoff  ionenkonzentration, selbst nach der sauren       Seite    hin, ist ein grosser Fortschritt und stellt  eine wesentliche Bereicherung der Technik  dar, da sich dadurch ganz neue Verwen  dungsgebiete erschliessen.  



  Die Kondensationsprodukte von     Phenolen     mit Formaldehyd müssen folgenden Anforde  rungen genügen: sie müssen in Wasser bei  neutraler bis schwach alkalischer Reaktion  löslich sein, sie sollen eine bei schwach  saurer Reaktion und beim Verdünnen bestän  dige Lösung ergeben.  



  Nachfolgend wird eine kurze Beschrei  bung eines Herstellungsverfahrens für einen  Stabilisator angegeben, ohne damit die Gren  zen der Erfindung irgendwie beschränken zu  wollen.      <I>Vorschrift für die</I>     Herstellung     <I>eines</I>     Stabilisators:

       100 Teile     Dioxydiphenylsulfon,    hergestellt  nach bekannten Methoden aus einem     Roh-          >>henolgemisch,    das so ausgewählt wurde, dass  im fertigen     Sulfon    etwa 2 Teile gebundene       Kresole    auf 3 Teile gebundenes Phenol ent  fallen, werden mit 25 Teilen Natronlauge  37 % und 50 Teilen Formaldehyd<B>30%</B> drei       Stunden    auf 100 bis<B>103'</B> erhitzt, nach Be  endigung der     Kondensation    abkühlen gelas  sen und mit 150 Teilen Wasser verdünnt.  



  Die     Kondensationsdauer    ist abhängig von  der Höhe des     Kresolgehaltes,    ebenso     von,der     Menge und Stärke des zugesetzten Alkalis.  



  Die nach obiger     Vorschrift    erhaltene,  alkalische Lösung des     Phenolkondensations-          produktes        kann    direkt .der zu     stabilisierenden          Bitumenemulsion    zugemischt werden oder  aber, wenn es die besonderen Verhältnisse  oder Anforderungen der Emulsion oder der  Zuschlagstoffe verlangen, vor der Zugabe mit       einem        alkalibindenden        Mittel    neutral gestellt  werden, ohne dass dadurch die Stabilisie  rungswirkung im geringsten beeinflusst wird.

      <I>Beispiel 1:</I>    Eine auf übliche Weise auf Grundlage  von     Tallöl    und Natronlauge als     Emulgator     hergestellte     Bitumenemulsion    mit gegen 50  Asphaltgehalt wird mit 5 % einer     Stabili-          satorlösung    vermischt,     wie    sie nach obiger  Vorschrift erhalten wird.

   Diese Emulsion       kann    mit Gips oder hydraulischen Silikaten  vermischt werden und zeigt eine sehr gute       Abbindefähigkeit.       <I>Beispiel 2:</I>  Eine auf übliche Weise, zum Beispiel auf  Grundlage von Rindertalg und Alkali her  gestellte     Bitumenemulsion    wird am Schluss  mit 3 bis 5 % der wie oben angegeben zu  sammengesetzten     Stabilisatorlösung    versetzt.  Je nach dem durch den Verwendungszweck  bedingten     Beständigkeitsgrad        bemisst    man die  zugesetzte     Stabilisatormenge.       <I>.

   Beispiel 3:</I>  200 Teile Bitumen werden in 100 Teilen  Wasser     mit    0,25 Teilen     Natriumhydroxyd     <B>100%</B> in bekannter Weise     emulgiert,    mit  20 Teilen     Stabilisatorlösung    nach obiger Vor  schrift versetzt und mit der nötigen Menge  Wasser auf 400 Teile aufgefüllt. Die Be  ständigkeit der Emulsion     ist    sehr gut.

      <I>Beispiel</I>     -'f:       200 Teile Bitumen werden mit 20 Teilen  der oben angegebenen     Stabilisatorlösung    in  der Wärme gleichmässig verrührt und in  üblicher Weise in 200 Teilen Wasser, .die  0,2 Teile Natronlauge     100%    enthalten,     emul-          giert.    Die Beständigkeit der     Bitumenemul-          sion    ist gleich gut wie diejenige der Emul  sionen nach Beispiel 1 bis 3.  



  Ein Teil des in .der stabilisierten     Bitu-          menemulsion    enthaltenen Wassers kann durch  andere, kolloidale     Systeme    ersetzt werden,  zum     Beispiel    durch     Latex,    ohne dass die Be  ständigkeit dadurch     ungünstig    beeinflusst       würde;

      die gleiche, hervorragend gute Be  ständigkeit zeigt sich auch darin, dass die  nach obigem Verfahren stabilisierten Emul  sionen mit andern,     wässrigen        Bitumenemul-          sionen,    die nach beliebigen, andern Verfahren  hergestellt sein können, ohne jegliche Schwie  rigkeiten     vermischbar    sind.  



  Mit diesen     stabilisierten        Bitumenemulsio-          nen    versetzte     Baumaterialien    können überall  da verwendet werden, wo eine vergrösserte  Wasserbeständigkeit verlangt wird, wie bei  spielsweise bei Beton- und     Strassenbauten;     ebenso können diese Emulsionen, eventuell  nach Zusatz von Stoffen, die die verklebende  Wirkung noch erhöhen, wie zum Beispiel       Latex        etc.,    als     Bindemittel    zur     Herstellung     von neuartigen Baustoffen verwendet wer  den.

   So erhält man zum Beispiel mit Säge  spänen, Korkmehl, pflanzlichen     Gerbstoff-          extraktionsrückständen    usw. ,durch Ver  mischen und Pressen Baustoffe,     die    sich  neben guten     Allgemeineigenschaften    durch  hervorragende     Schallisolationskraft    auszeich  nen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von stabilen, wässrigen Bitumenemulsionen, die gegen Zu mischung alkalischer, neutraler und saurer Stoffe beständig sind, dadurch gekennzeich net, dass man als Stabilisierungsmittel eine wässrige, beim Verdünnen und bei schwach ,gaurer Reaktion beständige Lösung eines Formaldehydkondensationsproduktes von Phe- nolen, das in Wasser bei neutraler bis schwach alkalischer Reaktion löslich ist, ver wendet. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Stabilisierungs mittel eine neutrale Lösung des Form- aldehydkondensationsproduktes von Phe- nolen zugesetzt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Stabilisierungs mittel eine alkalische Lösung des Form- aldehydkondensationsproduktes von Phe- nolen zugesetzt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Bitumen mit dem Stabilisierungsmittel versetzt und alsdann unter Zusatz eines Emulgierungs- mittels in Wasser emulgiert. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Bitumen mit einem Emulgierungsmittel emulgiert und alsdann mit dem Stabilisierungsmittel ver setzt.
CH180680D 1933-11-20 1934-09-11 Verfahren zur Herstellung von stabilen wässrigen Bitumenemulsionen. CH180680A (de)

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