CH180804A - Verfahren zur Herstellung von elektrischen Entladungsgefässen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von elektrischen Entladungsgefässen.

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CH180804A
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F Patent-Treuhand-Gesellschaft
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Patent Treuhand Ges Fuer Elektrische Gluehlampen Mbh
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  Verfahren zur Herstellung von elektrischen Entladungsgefässen.    Es ist bereits ein Verfahren zur Herstel  lung von elektrischen Entladungsgefässen,  deren     Innenwandfläche    mit einer Schicht       eines    lumineszierenden Stoffes überzogen ist,  bekannt, bei welchem auf die Innenwand  fläche des Entladungsgefässes vorerst eine  Schicht eines in der Wärme flüchtigen Bin  demittels und dann auf diese Bindemittel  schicht eine Schicht des lumineszierenden  Stoffes aufgetragen wird.

   Die vorzugsweise  aus Glyzerin oder aus einem Gemisch von  Glyzerin und Borsäure bestehende Bindemit  telschicht wird darauf durch Wärmeeinwir  kung beseitigt, und zwar durch Erhitzen  des Röhrengefässes auf eine zur Verdamp  fung des Bindemittels ausreichende Tempe  ratur von etwa 200 bis 250   C, so dass als  dann an der     Innenwandfläche    des Röhren  gefässes nur noch die Schicht des lumines  zierenden Stoffes haftet.  



  Erfindungsgemäss wird nach dem Auf  tragen des lumineszierenden Stoffes auf die    Bindemittelschicht im     Innern    des Entla  dungsgefässes ein Überdruck hergestellt und  ausserdem das Gefäss bis zum Erweichen des  Gefässmaterials erhitzt; dabei muss sich na  türlich die Höhe des Überdruckes nach dem       Erweichungsgrade    des Glases und der Wand  stärke des Gefässes richten und darf in jedem  Falle nicht so hoch gewählt werden. dass ein  Ausbeulen des Gefässes eintritt. In der Re  gel genügt ein Überdruck von 0,1 bis 0,5  Atmosphären.

   Das Erhitzen des Gefässes  kann gleichzeitig mit der Erzeugung des  Überdruckes     im    Gefässinnern erfolgen; es  kann aber auch zuerst im Gefäss ein Über  druck erzeugt und dann erst das Gefäss un  ter weiterer Aufrechterhaltung     des    Über  druckes im Gefäss erhitzt werden.

   Diese viel  höhere Erhitzung des Röhrengefässes hat  neben einer restlosen Verdampfung des Bin  demittels eine wesentlich bessere Haftung  des lumineszierenden Stoffes an der Gefäss  innenwandfläche zur Folge, da die Partikel-           chen    des lumineszierenden Stoffes ganz oder  mindestens zum Teil in die     innern    Ober  flächenteile des     erweichten    Gefässes einsin  ken und mit diesem, sowie auch     untereinan-          der    verschmelzen.

   Die     Lumineszenzstoff-          schicht    hat daher auch nach     Beendigung    des       Erhitzungsvorganges    eine glatte, glasige  Oberfläche, während bei einer nur bis zur  Verflüchtigung des Bindemittels gesteiger  ten Erhitzung die     Lumineszenzstoffschicht     eine rauhe, körnige Oberfläche besitzt. Der  im Gefässinnern erzeugte geringe Überdruck  verhindert, dass sich das Gefäss bei der sehr  starken Erhitzung einzieht oder     sonstwie          deformiert.     



  Die bei Durchführung des neuen Ver  fahrens erreichte wesentlich bessere Haftung  der     Lumineszenzstoffschicht    gibt sogar die  Möglichkeit, die Röhre nachträglich beliebig  zu biegen     und        Rohrteile    stückweise aneinan  der zu schmelzen, ohne dass die Gefahr eines  stellenweisen     Abspringens    der Lumineszenz  stoffschicht entsteht.

   Auch lassen sich nun  mehr dickere     Lumineszenzstoffschichten     sicherer an der     Gefässinnenwand    anbringen,  wodurch bei eingeschalteter, also im Betrieb  befindlicher Röhre eine gleichmässigere     Fluor-          eszenzwirkung    und bei ausgeschalteter Röhre  das Aussehen einer guten     Opalglasröhre    er  reicht wird.

   Um die Haftung der     Lumines-          zenzstoffschicht    an der Gefässwandung noch  mehr zu steigern, hat es sich als zweckmässig       erwiesen,    die     Innenwandfläche    des Röhren  gefässes vor dem Aufbringen der Bindemit  telschicht zu     mattieren.    Hierdurch wird  gleichzeitig auch schon vor dem Erhitzen ein  besseres Haften der Bindemittelschicht er  reicht und verhindert, dass diese von der     Ge-          fässinnenwandfläche    stellenweise abläuft, was       dann    zu einer ungleichmässigen Ausbildung  der     Lumineszenzstoffschicht    führt.  



  Der     Erhitzungsgrad    richtet sich nach  der Art des verwendeten Glases. Bei aus  üblichem Thüringer Glas hergestellten Ent  ladungsgefässen hat sich beispielsweise eine  Erhitzung auf 550 bis<B>600'</B> C als geeignet       erwiesen.    Die Grösse des Überdruckes richtet  sich nach den     Abmessungen    der Röhre und       insbesondere    der Wandstärke. In der Regel    genügt ein Überdruck von     etwa    0,1 bis 0,5  Atmosphären. Der Überdruck wird zweck  mässig mittels einer an den Entlüftungsstut  zen des Entladungsgefässes angesetzten       Druckluftleitung    hergestellt.

   Es kann aber  auch das mit unter atmosphärischem Druck  befindlicher Luft gefüllte Entladungsgefäss  vor dem Erhitzen hermetisch geschlossen  werden, worauf sich bei der Erhitzung durch  Steigerung des Druckes der eingeschlossenen  Luft im Entladungsgefäss von selbst ein  Überdruck von ausreichender Höhe     einstellt.     In jedem Fall     sind    die entstandenen Binde  mitteldämpfe mit Aufheben des     Überdruckes     durch Absaugen zu beseitigen.  



  Als einzubringender     Lumineszenzstoff     kann in bekannter Weise Zinksulfid, Zink  silikat,     galziumwolframat,        Magnesium-          molybdat    und anderes mehr verwendet wer  den.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von elektri schen Entladungsgefässen, deren Innenwand fläche mit einer Schicht eines lumineszieren den Stoffes überzogen ist, nach welchem die Innenwandfläche des Entladungsgefässes mit einer Bindemittelschicht überzogen, auf diese Bindemittelschicht eine Schicht des lumineszierenden Stoffes aufgetragen und dann die Bindemittelschicht durch Wärme einwirkung beseitigt wird, dadurch gekenn zeichnet,
    dass nach dem Auftragen des lu mineszierenden Stoffes auf die Bindemittel- schicht im Innern des Entladungsgefässes ein Überdruck hergestellt und das Gefäss bis zum Erweichen des Gefässwandmaterials erhitzt wird. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwandfläche des Entladungsgefässes vor dem Anbringen der Bindemittelschicht mattiert wird.
CH180804D 1934-01-03 1934-12-03 Verfahren zur Herstellung von elektrischen Entladungsgefässen. CH180804A (de)

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CH180804D CH180804A (de) 1934-01-03 1934-12-03 Verfahren zur Herstellung von elektrischen Entladungsgefässen.

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