Dübel, Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Dübel zum Anbringen von Befestigungs mitteln, wie Schrauben, Haken, oder derglei chen, an Wänden, zum Beispiel Mauern.
Die meist bekannten, zu diesem Zwecke benutzten Dübel sind zylindrische Stäbchen, welche aus Hanf- oder Jutefasern bestehen, die. mit einem Bindemittel gepresst oder ge spritzt worden sind.
Diese Dübel besitzen aber eine Anzahl Nachteile: 1. Ist die Herstellung ziemlich kost spielig, weil die Fasern präpariert werden müssen, ein Bindemittel benutzt werden. muss und beim Pressen noch besondere Massnah men erforderlich sind, wie das schrauben förmige Verdrehen der Wandungsfasern oder Fasersträngen des Dübels. Diese letzteren Handlungen sind oft nötig um die Wandun gen des Dübels zäher zu machen, so dass eine in dem Dübel befestigte Schraube oder der gleichen Befestigungs- oder Aufhängemittel besser fest gehalten wird. z.
Bei Benutzung der bekannten Dübel wird der Nachteil empfunden, dass der Dü bel, wenn das in der Wand vorgebohrte Loch örtlich nur etwas zu eng ist oder wenn ein wenig Bohrmaterial sich noch in demsel ben befindet, nicht nur mittelst eines Ham mers durch kleine Kräfte an seiner Stelle in das Loch getrieben werden kann, sondern. grössere Kräfte dazu nötig sind und dadurch oft der Dübel verformt oder ganz zerstört wird.
3. Weil bei den bekannten Dübeln die Gefahr besteht, dass die Wandung des aus imprägniertem Fasermaterial bestehenden Dübels noch immer eine etwas plastische Wirkung zeigt, kann man die Wanddicke nicht willkürlich stark wählen. Diese Tat sache wird anhand der beiliegenden Zeich nung verdeutlicht werden.
Die Erfindung bezweckt durch eine be stimmte Materialwahl diese Nachteile zu be heben. , , .<B>1</B> Der Dübel gemäss der Erfindung besteht zu diesem Zwecke aus einem Stäbchen Ro- tang, das heisst eine Art indisches Rohr, das mit einer Bohrung versehen ist. Rotang be sitzt für den angestrebten Zweck sehr vor teilhafte Eigenschaften. Die Fasern sind sehr zähe, doch spaltet ein Dübel gemäss der Erfindung leicht bei Eindrehen einer Schraube oder dergleichen, so dass dieses Ein drehen nicht mehr Energie kostet als bei den bekannten Dübeln.
Trockner Rotang ist porös und leicht biegbar. Er verhält sich bei Eindrehen einer Schraube nicht plastisch sondern wird als steifer Keil fest zwischen Mauerwand oder dergleichen und Schraube gepresst. Ferner ist der Durchmesser von Rotangstengeln ziem lich konstant.
Der Dübel gemäss der Erfindung kann ohne zerstört zu werden mit einem Hammer in ein Loch, das etwas Widerstand leistet, eingeklopft werden.
Die Bohrung zum Zentrieren der Schraube bleibt trotzdem unverletzt.
Die Herstellung eines Dübels gemäss der Erfindung ist äusserst einfach. Der Rotang wird in Stäbchen der gewünschten Länge ge schnitten, die ganz oder nur teilweise axial durchbohrt sein können.
Es ist oft zweckmässig, die Stäbchen nur auf einem Teil ihrer Länge zu durchbohren, derart, dass sie am einen Ende abgeschlossen sind. Das hat den Vorteil, dass der Dübel, auch wenn sehr konische Schrauben einge schraubt werden, seine volle Klemmwirkung auf die Spitze der Schraube ausübt.
Bei Herstellung der bekannten Befesti gungsdübel war es nicht einfach, solche Dübel mit Boden herzustellen.
Beiliegende Zeichnung zeigt einige bei spielsweise Ausführungsformen des Erfin dungsgegenstandes.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform; Fig. 2 zeigt einen Nachteil der bekann ten Dübel; Fig. 3 stellt einen Dübel dar mit in dem selben angebrachter stark kegelförmiger Schraube; Fig. 4 und 5 zeigen eine ;,normale" Boh r ung in einer Mauer, Wand, oder derglei chen, und eine grössere Dohrung, in grösserem Hassstab.
Der aus Rotang bestehende Dübel 1 ge mäss Fig. 1 besitzt einen Boden 2. Dieser Boden braucht nicht immer da zu sein und ist zum Beispiel nicht erforderlich für zylin drische Schrauben; die Bohrung kann dann durchlaufen.
Die Ränder 3 des Dübels 2 sind vor zugsweise etwas abgerundet, um hinderliche Splitterbildung zu vermeiden. Dieses kann gleichzeitig mit dem Zerschneiden der Rohr stengel geschehen.
Wenn man einen solchen Dübel durch Klopfen in eine Bohrung einer Mauer treibt, besteht keine Gefahr, da.ss sich, wie in Fig. 2 angegeben, eine Deformierung oder ein Pin sel 4 bildet.
Fig. 3 zeigt, dass der Boden 2 von Vor teil ist für das Ende bezw. die Spitze von kegelförmigen Schrauben. Diese Spitze ist gänzlich von dem Material des Dübels klem mend umgeben.
Fig. 4 zeigt im grösseren Massstab eine Bohrung in einer Mauer mit einem Durch messer D, worin ein Dübel mit einer Boh rung d angebracht ist. Bei den bekannten Dübeln darf die Wanddicke
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einen be stimmten Wert nicht überschreiten, weil sonst die Schraube nicht fest sitzt, da die Wand dann zu elastisch wirkt.
Wenn es erwünscht ist dem Dübel eine grössere Klemmfläche mit Bezug zu der Mauer zu geben, also wie in Fig. 5 angege ben, ein Loch zu bohren mit einem Durch messer<I>D'</I> grösser als'<I>D,</I> dann muss bei den bekannten Dübeln, um die Wanddicke nicht zu stark nehmen zu müssen, die Bohrung des Dübels einen grösseren Durchmesser d' als normal erhalten und man ist dann also gezwungen eine dickere Schraube zu be nutzen. Bei dem Dübel gemäss der Erfindung ist dieses nicht nötig. Man kann immer den gleichen Durchmesser der innern Bohrung d, des Dübels beibehalten und also Schrauben des gleichen Masses gebrauchen und wenn nötig, die Wandung des Dübels dicker wäh len. Diese Möglichkeit erleichtert das be triebssichere Arbeiten mit Dübeln sehr.