CH180995A - Sendeanordnung zur Erzielung von Kurslinien mittels zweier verschieden gerichteter, abwechselnd ausgesandter Hochfrequenzstrahlungen. - Google Patents
Sendeanordnung zur Erzielung von Kurslinien mittels zweier verschieden gerichteter, abwechselnd ausgesandter Hochfrequenzstrahlungen.Info
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Description
Sendeanordnung zur Erzielung von Kurslinien mittels zweier verschieden gerichteter, abwechselnd ausgesandter Hochfrequenzstrahlungen. Zur Richtungsbestimmung, insbesondere im Flugzeugverkehr, werden Richtantennen- Systeme verwendet, die unter einem be stimmten Winkel zueinander strahlen und abwechselnd nach der sogenannten a-n-Me- thode getastet werden. Ausserdem ist vor geschlagen worden, das Landen von Flug zeugen mit Hilfe von Gleitwegkurven zu leiten. Hierfür wird ein Bündel ultrakurzer Wellen schräg aufwärts gestrahlt.
Das Flugzeug geht dann gemäss der Kurve glei cher Feldstärke nieder. Es ist auch vor geschlagen worden, diese Anordnung mit der ersten in gewissem Sinne zu vereinigen. Laut diesem Vorschlage werden zwei Strah lenbündel unter einem gewissen Winkel zu einander, jedoch unter dem gleichen Winkel zur Erdoberfläche ausgestrahlt.
Es ist vorgeschlagen worden, zur Erzie lung von Kurslinien mittels verschieden ge richteter, abwechselnd ausgesandter Strahlun gen (z. B. nach der a-n-Methode)t eine Erreger- antenne gleichmässig durch einen Hochfre- quenzerzeuger zu speisen und Reflektoren anzuordnen, die getastet werden. Im ein fachsten Falle sind einfache Dipole vorhan den. Die Tastung erfolgt meist nicht mit dem Kennzeichen a-ia, sondern mit Punkten und Strichen.
Versuche haben ergeben, dass der Dauer strich nur dann sauber und konstant ist, wenn dafür gesorgt ist, dass beim Übergang von einem zum andern Zeichen keine Ener gieschwankung auftritt. Man hat zur Lö sung dieser Aufgabe komplizierte Relaisan ordnungen vorgeschlagen, -die -dafür sorgen sollen, dass .das Wirksamwerden des einen Reflektors zeitlich genau mit dem Unwirk- samwerden des andern Reflektors zusammen fällt.
Die sich hierbei ergebenden Tastan- ordnungen sind ausserordentlich kompliziert, und vor allen Dingen müssen sie peinlich genau gewartet werden, damit sich nicht bei längerem Betrieb der Fehler, der beseitigt werden soll, wieder einstellt. Es ist noch zu berücksichtigen, dass ein zu frühes Wirksam werden eines Reflektors ebenfalls dem Dauer strich schadet. Es ist leicht einzusehen, dass die hier bestehende Aufgabe keineswegs so einfach auf diese Weise erfüllt werden kann.
Die im folgenden beschriebene Erfin dung schlägt vor, die zwei gerichteten, durch das Tasten des Reflektorgebildes entstehen den Strahlungsdiagramme so zu wählen, d-ass ihr Schnittpunkt auf der Charakteristik der Erregerantenne liegt, die entsteht, wenn die Reflektoren unwirksam sind.
Die Erfindung ist in der Zeichnung bei spielsweise dargestellt. Fig. 1 ist ein sche matischer Aufriss eines Beispiels einer Sende- anordnung gemäss der Erfindung; Fig. 2 ist ein Diagramm, das sich auf die Arbeits weise dieser Anordnung bezieht, wenn die Charakteristiken in vorbekannter, nicht er findungsgemässer Weise gewählt werden; Fig. 3 ist ein Diagramm, :durch welches die erfindungsgemässe Wahl der Charakteristi ken erläutert ist.
Ein Dipol E wird dauernd vom Sender S erregt. Beiderseits des Dipols E und in glei cher Ebene mit ihm sind zwei Dipole B1, R2 angeordnet, die als Reflektoren dienen. Diese Reflektoren sind in der Mitte unterbrochen und können durch Relais Mi, M2 geschlossen werden. Statt die Reflektoren zu unter brechen, kann man dafür sorgen, dass sie zum Beispiel verstimmt werden. Die Relais Mi, <I>M2</I> werden durch einen Kollektor K, den ein Motor A antreibt, abwechselnd ein- und ausgeschaltet.
In Fig. 1 -ist angenommen, dass der Dipol Bi geöffnet, also unwirksam, der Dipol R2 geschlossen, also wirksam ist.
Statt des Kollektors kann eine Relais einrichtung vorhanden sein, die so ausgebil det ist, dass beide Relais parallel getastet und dabei die Kontakte des einen geschlos sen, die des andern .geöffnet werden. Das Tasten kann auch mittels eines Motors ge schehen, welcher die Kontaktsteuerung durch Nocken bewirkt.
In Fig. 2 sind die vorbekannten Strah- lungsverhältnisse- einer Sendeanordnung vom Typus der Fig. 1 dargestellt. Wenn beide Reflektoren R1, R2 geöffnet sind, ist die wagrechte Charakteristik des Erregerdipols E ein Kreis a. Wird nur der Reflektor Ri geschlossen, so ergibt sich die Charakteristik b. Wenn nur der Reflektor R2 geschlossen wird, ergibt sich die Charakteristik e.
Diese Einrichtung, die vorzugsweise mit ultra kurzen Wellen arbeitet, liefert einen schar fen Schnittpunkt P1 der Charakteristiken b und c. Die dargestellte Wahl der Charakte ristiken weist jedoch einen Nachteil auf, der bei der erfindungsgemässen Wahl behoben ist. Dieser' Nachteil und seine Behebung werden anhand der Fig. 3, welche die Cha rakteristiken einer erfindungsgemässen Ein richtung zeigt, besprochen. Bei der erfin dungsgemässen Einrichtung liegen die Cha rakteristiken<I>a, b</I> und c so, dass sie sich in einem gemeinsamen Punkt P schneiden.
Würde nämlich .der Schnittpunkt von b und c nicht auf dem Kreise a., sondern (ent sprechend Fig. 2) bei P1 liegen, dann würde sich folgendes ergeben: Geht im Punkt Pi b in c über ohne Zeit differenz zwischen den einzelnen Zeichen, so ist der Dauerstrich sauber. Dies ist,der Fall, der, wie bereits erwähnt, durch komplizierte Relaisanordnungen erreicht werden kann.
Wenn aber ein Reflektor später wirksam wird, als das Unwirksamwerden des andern Reflektors erfolgt, dann erfolgt während der Zeitdifferenz am Empfangsort ein Anwach sen der Lautstärke von P1 nach P, da wäh rend der Zeit, wo beide Reflektoren unwirk sam sind, der Erregerdipol E allein strahlt, die Feldstärke also .der Strahlungscharakte- ristik a entspricht, das heisst dem Dauer strich überlagert sich eine leichte Modula tion gemäss diesem Energieanwachsen. Wer den einen Augenblick lang beide Reflektoren wirksam, dann erfolgt ein Anwachsen von Pi nach P2 hin.
Wenn der Erfindung gemäss die Strah- lungscharakteristiken so eingerichtet werden, dass der Punkt P von b und c auf a liegt, kann der geschilderte Mangel nicht auftre- ten. Erfolgt das Tasten mit Zeitverzögerung, so wird während der Zeichenpausen entspre chend .der Kreis-Charakteristik a gestrahlt, die Amplitude nimmt aber nicht zu, wie sich ohne weiteres aus Fig. 3 ersehen lässt.
Man braucht also nur dafür zu sorgen, da.ss mit Zeitverzögerung getastet wird, das heisst dass keinen Augenblick beide Reflektoren ein beschaltet sind, eine Forderung, die sich ohne weiteres erfüllen lässt durch die An wendung eines einfachen Kollektors, denn die Relais sorgen von sich aus dafür, dass eine gewisse beringe Zeitverzögerung ent steht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Sendeanordnung zur Erzielung von Kurs linien mittels zweier verschieden .gerichteter, abwechselnd ausgesandter Hoehfrequenz- strahlungen, bei welcher eine Erregerantenne gleichmässig vom Hochfrequenzerzeuger ge speist und ein Reflektorgebilde getastet wird, gekennzeichnet durch eine solche Wahl der zwei gerichteten, durch das Tasten des Reflektorgebildes entstehenden Strahlungs- charakteristiken, dass ihr Schnittpunkt auf der Charakteristik der Erregerantenne liegt, welche entsteht,wenn das Reflektorgebilde unwirl,:sam ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL85653D DE616026C (de) | 1932-04-20 | 1934-04-07 | Sendeanordnung zur Erzielung von Kurslinien gemaess |
| DEL90023D DE659836C (de) | 1934-04-07 | 1936-03-22 | Sendeanordnung zur Erzielung von Kurslinien |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH180995A true CH180995A (de) | 1935-11-30 |
Family
ID=34066209
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH180995D CH180995A (de) | 1934-04-07 | 1935-03-21 | Sendeanordnung zur Erzielung von Kurslinien mittels zweier verschieden gerichteter, abwechselnd ausgesandter Hochfrequenzstrahlungen. |
Country Status (5)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE659836C (de) |
| FR (1) | FR819336A (de) |
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1932
- 1932-07-22 AT AT136158D patent/AT136158B/de active
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1935
- 1935-03-21 CH CH180995D patent/CH180995A/de unknown
- 1935-03-23 AT AT144536D patent/AT144536B/de active
- 1935-04-03 GB GB10352/35A patent/GB431929A/en not_active Expired
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1936
- 1936-03-22 DE DEL90023D patent/DE659836C/de not_active Expired
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- 1937-03-19 GB GB8199/37A patent/GB487446A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE659836C (de) | 1938-05-11 |
| GB487446A (en) | 1938-06-21 |
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| FR819336A (fr) | 1937-10-14 |
| GB431929A (en) | 1935-07-17 |
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