CH181251A - Verfahren zur Herstellung eines blauen Pigmentfarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines blauen Pigmentfarbstoffes.

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CH181251A
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung eines blauen Pigmentfarbstoffes.    Unter den vielen bekannten     Buntpigmen-          ten    fehlt es an brauchbaren und beständigen  blauen Pigmentfarbstoffen. Die Anzahl der  heute in der Technik verwendeten blauen       .Mineralfarben    ist daher relativ gering. In  der Praxis bekannt sind bisher lediglich die  blauen Kupferfarben, die blauen Eisen  farben     (Cyan-Eisenfarben),    die blauen     Ko-          baltfarben        (Thenards-Blau)    und aus weit  aus wichtigstes Blau-Pigment das Ultra  marinblau.

   Aber sie alle sind nur in be  schränktem Umfang verwendbar; denn ent  weder sind sie für     Ölanstriche    unbrauchbar  (wie zum Beispiel die blauen     Cu-Farben)     oder sie sind wie die     Eisen-Cyanfarben    gegen  Kalk nicht beständig. Zwischen ihnen stehen  die durch ihren hohen Preis in ihrer Ver  wendbarkeit sehr beschränkten     Kobaltfarben     und das Ultramarin, das aber grosse Säure  empfindlichkeit aufweist. Auf     Mangan-Basis     waren bisher lediglich kieselsäurehaltige  Blau-Pigmente hergestellt worden, die jedoch    keine ausgedehntere Anwendung gefunden  haben.  



  Es wurde nun gefunden, dass man     einen     hochwertigen blauen Pigmentfarbstoff da  durch herstellen kann, dass man die zur Bil  dung eines basischen Doppelsalzes aus Ba  riumsulfat und     Bariummanganat    erforder  lichen Barium, die     SO.,    Gruppe, die     N03-          Gruppe    und die     Mn0,-Gruppe    enthaltenden  Komponenten bei Temperaturen bis höch  stens 550   glüht und dann das entstandene       Glühprodukt    einer Behandlung mit einer  Säure und einem Reduktionsmittel unter  wirft.

   Das als Endprodukt entstandene ba  sische Doppelsalz aus     Bariumsulfat    und Ba  riummanganat weist eine rein blaue Farbe  auf und zeichnet sich durch grosse Licht  echtheit und Widerstandsfähigkeit gegen  Kalk aus.  



  Als     Bariumverbindung    seien beispiels  weise genannt:     Bariumsulfat    (Schwerspat),       Bariumnitrat.    Als     Sulfate    kommen bei-           spielsweise    in Frage: Natriumsulfat, Kalium  sulfat. Als Verbindungen, die     die    Gruppe       MnO,    enthalten, seien beispielsweise genannt:       galiummanganat,    Kaliumpermanganat. Als  Nitrate kommen in Frage:     Bariumnitrat,          Mangannitrat.     



  Es kann     vorteilhaft    sein, die Reaktion in  Gegenwart von Sauerstoff durchzuführen.       Män    kann ferner     als    überschüssige Base eine  basische     Bariumverbindung,    z. B. Barium  karbonat,     Bariumhydrogyd    und     Bariumogyd     hinzufügen, wodurch die Bildung von       BaMn04    begünstigt wird.  



  <I>Beispiele:</I>  1. Die auf dem     Fällungswege    aus     Ka-          liummanganat,        Bariumnitrat    und Natrium  sulfat erzeugten Mischkristalle werden auf  Temperaturen von     etwa   <B>700'</B> erhitzt. Das  durch Abschrecken oder Mahlen zerkleinerte  Glühprodukt wird einer     Reinigung    mit Salz  säure und schwefliger Säure, - zum Beispiel       Bisulfitlösung,    unterworfen. Man erhält     ein     Produkt von     tiefblauer    Farbe, welche sich  durch besonders hohe Lichtechtheit     und    Wi  derstandsfähigkeit gegen Kalk auszeichnet.  



  2. Ein     inniges    Gemenge von 900 g Ba  riumsulfat (reinweiss, gefällt), 250 g Barium  nitrat, 50 g     Kaliumpermanganat    oder     Ka-          liummanganat    und 150 g     Bariumhydrogyd     wird schwach angefeuchtet und etwa 1 Stunde  bei rund 720   in Gegenwart von Sauerstoff  geglüht. Dann wird der     Sinterkuchen    zer  kleinert (zum Beispiel durch Abschrecken)  und das Pigment mit verdünnter Salzsäure  und     Bisulfitlösung    gereinigt. Man erhält     ein     Produkt von den gleichen Eigenschaften wie  in Beispiel 1 beschrieben.  



  3. Ein inniges Gemenge von 900 g  Schwerspat (reinweiss, fein gemahlen), 250 g       Bariumnitrat    und 62g     Bariumkarbonat    wird  mit einer heissen Auflösung von 30 g Barium  permanganat übergossen,     durchgemischt    und  hierauf     etwa    1 Stunde bei     etwa    720   in Ge  genwart von Sauerstoff geglüht. Weiter  behandlung     wie    in Beispiel 2 beschrieben.  Man erhält ein Produkt wie nach den An  gaben des Beispiels 1.    4. Ein     inniges    Gemenge von 710 g Na  triumsulfat, 1,3 kg     Bariumnitrat,    50g Ka  liumpermanganat und 150 g     Bariumhydrogyd     wird etwa 2 Stunden bei .500   C geschmol  zen.

   Die erhaltene Schmelze wird wie     in     Beispiel 2 beschrieben weiterbehandelt. Man  erhält ein Produkt     wie    nach den Angaben  des Beispiels 1.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines- blauen Pigmentfarbstoffes, dadurch gekennzeich net, dass man die zur Bildung eines basischen Doppelsalzes aus Bariumsulfat und Barium manganat erforderlichen Barium, die S04 Gruppe, die NO3-Gruppe und die Mn04- Gruppe enthaltenden Komponenten bei Tem peraturen bis höchstens<B>850'</B> glüht und das Glühprodukt einer Behandlung mit einer Säure und einem Reduktionsmittel unter wirft. Das entstandene Produkt weist eine rein blaue Farbe auf und zeichnet sich durch grosse Lichtechtheit und Widerstandsfähig keit gegen Kalk aus. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Bariumver- bindung, ein Sulfat, ein Nitrat und eine Verbindung, die die Gruppe 211n04 ent hält, verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Bariumsulfat als gleichzeitig Barium und S04 enthaltende Komponente verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Bariumsulfat und eine basische Bariumverbindung verwendet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass man als Verbindung, die Mn04 enthält, Kaliumpermanganat ver wendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass man als Verbindung, die eine Mn04-Gruppe enthält, BariumTnan- ganat verwendet. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1, .8 und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Nitrat Barium nitrat verwendet. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion in Gegenwart von Sauerstoff durchführt. B.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Glühprodukt mit Salzsäure und schwefliger Säure be handelt.
CH181251D 1951-12-18 1934-09-07 Verfahren zur Herstellung eines blauen Pigmentfarbstoffes. CH181251A (de)

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