CH181454A - Verfahren zur Gewinnung von Leichtmetallen durch Elektrolyse schmelzflüssiger Metallsalze. - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Leichtmetallen durch Elektrolyse schmelzflüssiger Metallsalze.Info
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Description
Verfahren zur Gewinnung von Leichtmetallen durch Elektrolyse schmelzflüssiger Netallsalze. Das Hauptpatent hat ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Gewinnung von Leicht metallen durch Elektrolyse schmelzflüssiger Metallsalze unterAnwendung eines Gemisches von mindestens zwei verschiedenen Salzen in einer Zelle, bei welcher eine zentral an geordnete Elektrode von der zweiten Elek trode ringförmig umgeben und zwischen den Elektroden ein ringförmiges Diaphragma an geordnet ist und bei der oberhalb der Elek troden in die Schmelze eintauchende Sammel- hauben vorgesehen sind, zum Gegenstand,
bei welchem man für einen solchen Ersatz des sieh in dem Elektrolysierraum verbrau chenden Elektrolyten Sorge trägt, dass störende Änderungen in der Zusammensetzung des Elektrolyten innerhalb der Elektrolysierzone vermieden werden. Gemäss einem Unteran- spruch des Hauptpatentes kann dies dadurch erzielt werden, dass sich der Elektrolyt in folge künstlich erzeugter Zirkulation durch die Elektrolysierzone bewegt.
Die vorliegende Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, dass man auf die Erzeugung einer solchen künstlichen Zirkulation bezw. auf die Anbringung zusätzlicher Einrichtun gen zur Erzeugung beschleunigten Umlaufes verzichten kann, wenn man den Elektrolyten dem Elektrolysierraum in verschiedenen Höhenlagen zuführt, vorzugsweise derart, dass man den schmelzflüssigen Elektrolyten durch eine Mehrzahl von in die Elektrodenkammer führenden Öffnungen einströmen lässt.
Es hat sich nämlich gezeigt, dass in einer Zelle, deren Elektrodenkammer in verschie denen Höhenlagen von frischem Elektrolyt gespeist wird, die Zusammensetzung des Elektrolyten in den verschiedenen Höhen schichten der Elektrodenkammer weitgehend konstant erhalten werden kann, in welchem Falle besondere Massnahmen zur künstlichen Zirkulation des Elektrolyten in Fortfall kom men können.
Die Erfindung sei anhand beiliegender Zeichnung beispielsweise erläutert, deren Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine beson dere Zelle mit zentraler Anordnung der einen Elektrode veranschaulicht, welche von der andern Elektrode ringförmig umgeben wird, während Fig. 2 die äussere (ringförmige) Elektrode in perspektivischer Darstellung erkennen lässt.
Wie nach dem Hauptpatent, besteht die Zelle aus einem zylindrischen Stahlmantel 1, der ein Futter aus Schamottesteinen besitzt. Eine zentral angeordnete, zylindrische Gra- phitanode 2 ist durch den Boden der Zellen wand eingeführt. Die Kathode 3 besteht aus einem Stahlzylinder, welcher mit zwei ein ander gegenüberliegenden Armen 4, die aus der Zellwandung hinausragen und als Ver bindungsstellen dienen, ausgerüstet ist. Ein durchlöchertes Stahldiaphragma 6 ist unge fähr in der Mitte des ringförmigen Raumes zwischen Anode 2 und Kathode 3 eingehängt.
Der Ringraum 7 dient zur Sammlung des von der Kaihode 3 aufsteigenden schmelz flüssigen Metalles und zur Aufhängung des Di.Rphragmas 6. Das im Ringraum 7 gesam melte Metall wird durch Ableitungsrobr 8 abgeführt, der Dom 9 dient als Sammelraum für die gasförmigen Anodenprodukte.
Die Kathode 3 ist mit einer grösseren Anzahl von Durchbrechungen 5 versehen, die zweckmässig gleichmässig über die Na thodenfläche verteilt sind. Die Durchbrechun- gen 5 sind insbesondere bei Verwendung von dickeren Kathoden zweckmässig so aus gebildet, dass sie eine Steigung nach oben gegen den Elektrolysierraum hin zeigen, ob wohl dies nicht unbedingt erforderlich ist. Bei der dargestellten Ausführungsform bil det die Steigung etwa einen Winkel von 45 .
Fig. 2 zeigt, wie bereits erwähnt, eine perspektivische Darstellung einer derart aus gebildeten Kathode.
Beim Arbeiten mit durchbrochenen Ka thoden findet ständig ein gleichmässiges Ein strömen von frischen Elektrolyten durch die Öffnungen 5 in alle Teile der Elektrolysier- zone statt, wodurch, wie gefunden wurde, unerwünschte Veränderungen der Zusammen- Setzung des Elektrolyten in der Elektroly- sierzone verhindert werden können.
Die Zahl und Grösse der Öffnungen in der Kathode hängen ab von den Arbeitsbedingungen und der Apparatur, zum Beispiel von der Zusam mensetzung des Elektrolyten, dem Abstand der Elektroden, der wirksamen Oberfläche der Kathode, der Strömungsgeschwindigkeit des Elektrolyten und dergleichen. Überraschen derweise hat sich herausgestellt, dass trotz Ver kleinerung der Kathodenoberfläche durch \die Öffnungen eine Verminderung der Wirksam keit der Zelle nicht stattfindet. Das Arbeiten mit durchbrochenen Kathoden bietet noch den besonderen Vorteil, dass die Einrichtung im Betrieb einer besonderen Wartung nicht bedarf, sondern selbsttätig arbeitet.
An Stelle einer mit Durchbrechungen versehenen Kathode kann man auch eine durchbrochene Anode zur Zufuhr von frischem Elektrolyt in die Elektrolysierzone verwenden. Ebenso kann man auch beide Elektroden mit Durchbrechungen versehen.
An Stelle gelochter Elektroden kann man auch solche verwenden, welche aus einer Mehrzahl übereinanderliegender und unter sich Zwischenräume lassender Ringe bestehen. Auch können die Elektroden schraubenförmig mit der Massgabe ausgebildet sein, dass zwi schen den einzelnen Schraubengängen Ab stände vorhanden sind.
Schliesslich können auch noch aus Draht geflechten bestehende oder aus Gittern oder dergleichen gebildete Elektroden verwendet werden. Das Einströmen des Elektrolyten in die Elektrolysierzone durch Durchbrechun- gen oder sonstige Öffnungen in den Elek troden bezw. die Zirkulation des Elektrolyten kann auch durch die im Hauptpatent erwähn ten besonderen Hilfsmassnahmen, wie Pum pen oder dergleichen, unterstützt werden. Es hat sich aber herausgestellt, dass bei passender Ausbildung der Elektroden auf derartige Hilfsmittel verzichtet werden kann.
Auch bei dieser Ausbildung der Zelle haben sich die im Hauptpatent erwähnten Vorteile gezeigt. Insbesondere kann auch hier der Elektrodenabstand mit dem Ergeb- nis wesentlich verringert werden, dass die zum Betrieb der Zelle erforderliche elektri sche Leistung bei gleicher Ausbeute wesent lich verringert werden kann. Vergleichende Versuche haben gezeigt, dass beispielsweise die Ausbeute an Natrium bei Anwendung einer durchbrochenen Kathode bis zu 25 /o und mehr erhöht wurde.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Gewinnung von Leicht- inetallen durch Elektrolyse schmelzflüssiger Metallsalze nach dem Patentanspruch I des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt dem Elektrolysierraum in ver schiedenen Höhenlagen zugeführt wird. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man den schmelz flüssigen Elektrolyten durch eine Mehrzahl von in die Elektrodenkammer führenden Öffnungen einströmen lässt. 2.Verfahren nach Patentanspruch I und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt durch eine Mehrzahl von in der äusseren, ringförmigen Elek trode vorgesehenen Öffnungen in den Elek- trolysierraum eingeführt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt durch eine Mehrzahl von in beiden Elektroden vorgesehenen Öffnungen in den Elektrolysierraum ein geführt wird.PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung nach Patentanspruch II des Hauptpatentes zur Ausführung des Verfah rens gemäss Patentanspruch I, gekennzeich net durch in verschiedenen Höhenlagen lie gende Öffnungen der Elektrodenkammer, wel che das Zuströmen des Elektrolyten in den Elektroly sierraum gestatten. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Öffnungen gegen den Elektrolysierraum hin ansteigen. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere ringförmige Elektrode mit Durchbrechungen versehen ist, welche das Zuströmen des Elektrolyten in den Elek- trolysierraum in verschiedenen Höhenlagen gestatten. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Öffnungen über die von den Elektroden gebildeten Wandungen der Elektrodenkammer gleich mässig verteilt sind. 7.Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 4 und 5, dadurch gekenn zeichnet, dass die äussere ringförmige Elek trode als Kathode wirkt.
Applications Claiming Priority (2)
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Country Status (1)
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| CH (1) | CH181454A (de) |
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1934
- 1934-02-16 CH CH181454D patent/CH181454A/de unknown
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