CH181570A - Einrichtung zum räumlichen Peilen. - Google Patents

Einrichtung zum räumlichen Peilen.

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  Einrichtung zum räumlichen Peilen.         Minimumpeiler    haben im allgemeinen vor       Maximumpeilern    den Vorzug grösserer Peil  schärfe. Zur Verwendung für räumliches  Peilen (zum Beispiel für     Anpeilung    von  Flugzeugen von einem festen     Punkt    oder von  andern Flugzeugen aus) wären aber die bis  ,jetzt bekannten     Minimumpeiler    nur beim  hehlen sämtlicher leitender Körper in der  Umgebung der Verbindungslinie     Senderemp-          fÜnger    geeignet.

   Stellt man sich aber vor,     da.ss     in einer Entfernung, die dieser Verbindungs  linie vergleichbar ist, eine grosse leitende  Fläche liegt, so treten bei der Peilung       Schwierigkeiten    auf, da der Sender sich an  dieser leitenden Fläche spiegelt, und der     Fei-          ler    von der gespiegelten Feldstärke Empfang  bekommt, der das Peilminimum des     Sender-          empfangs    abdeckt.

   Ein solcher Fall liegt  praktisch vor, wenn beispielsweise zwei  Flugzeuge, die voneinander 1 km entfernt       sind,    in einer Flughöhe in der     Grössenord-          nung    von 1 km sich gegenseitig peilen         urollen.    Um die durch das Spiegelbild ent  stehenden praktischen Schwierigkeiten zu be  seitigen, ist ein Empfangsgebilde, welches  aus allen     Richtungen,    mit Ausnahme einer  einzigen, empfängt, also ein     Minimumpeiler     mit einem in allen Richtungen, mit Aus  nahme der Nullrichtung, ausgedehnten  räumlichen Empfangsdiagramm ungeeignet.

    Benutzt man dagegen zum Peilen Strahlen  aufnehmer mit einem scharf gebündelten  Empfangsdiagramm, so kann man im freien  Raum die Richtung eines Senders dadurch  ermitteln, dass man das Empfangsgebilde auf  grösste Lautstärke einstellt. Da in diesem  Falle Energie nur aufgenommen wird aus  einem kleinen Raumwinkel um die wahre       Senderrichtung    herum, so wird das Auf  treten eines Spiegelbildes, solange nur der  Winkel zwischen den Richtungen zum Sen  der und seinem Spiegelbild nicht     allzuklein     wird, keinen Fehler in die Peilung bringen.  Mann kann allerdings getrennt vom Sender      auch dessen Spiegelbild anpeilen.

   Der Zwei  fel darüber, welche Richtung die des wahren  Senders und die des Spiegelbildes ist, lässt  sich in den meisten Fällen durch Lautstärke  vergleich     beheben,    da der Strahlenweg vom  Sender über die Reflexion an der leitenden  Fläche zum Empfänger stets länger ist als  der direkte Weg     Sender-Empfänger,    und  da überdies die Reflexion     in    den seltensten  Fällen total sein     wird.     



  Der     Maximumpeiler    ist aber im Prinzip  nicht so scharf wie der     Minimumpeiler,    da  in der Nähe des Maximums der Differential  koeffizient der Empfangsamplitude nach  dem Winkel beim     Maximumpeiler    im Prin  zip Null ist, während er beim     Minimumpei-          ler    erheblich von Null verschiedene Werte  hat.  



  Erfindungsgemäss kann man die oben an  gegebenen     Schwierigkeiten    vermeiden, wenn  man die     Strahlenaufnehmereinrichtung    mit  einem räumlich scharf gebündelten, das heisst       in    einem kleinen Raumwinkel enthaltenen  Empfangsdiagramm ausbildet, das derart be  schaffen ist, dass es nur aus     Richtungen,    die  mit einer     Nullempfangsrichtung    kleine Win  kel bilden, erhebliche Amplituden liefert,  während der Empfang aus Richtungen, die  von der     @TUllempfangsrichtung    stark abwei  chen, verschwindet.

   Ein derartiges Dia  gramm kann man zum Beispiel durch die fol  gende     Anordnung    erhalten: Zunächst ord  net man zwei sehr scharf gebündelte Strah  lenaufnehmer übereinander zum Beispiel so,  dass die Achsen ihrer Strahlungsdiagramme  parallel laufen oder schwach in     vertikaler     Ebene divergieren und schaltet sie elektrisch  gegeneinander. Für einen Sender, welcher  in der     Mittelebene    senkrecht zur Verbin  dungslinie der beiden Strahlenaufnehmer  liegt, ist jetzt der Empfang null.

   Ordnet man  ferner zwei andere scharf gebündelte Strah  lenaufnehmer nebeneinander in ähnlicher  Weise an, also     etwa    so, dass die Achsen ihrer       Richtdiagramme    in der Horizontalebene pa  rallel laufen oder etwas divergieren, so ist  ebenfalls der Empfang aus der ganzen senk  recht auf der Verbindungslinie der beiden         Strahlenempfänger    liegenden     Mittelebene     null.

   Addiert man die Wirkungen dieser  beiden Paare von Strahlenempfängern qua  dratisch, das heisst so, dass sie sich nicht ein  fach voneinander subtrahieren können, also  zum Beispiel durch getrennte Gleichrichtung  oder durch phasenverschobene Einwirkung  auf den gleichen Gleichrichter, so ist der  Empfang null für den Sender, der gleich  zeitig in beiden erwähnten Ebenen, also in  ihrer Schnittgeraden, liegt. In der näheren  Umgebung dieser Schnittgeraden findet  Empfang statt. Aus Richtungen, deren Win  kel gegen die Schnittgerade     verhältnismässig     gross sind, findet jedoch nur geringer Emp  fang statt, da aus diesen     Richtungen    die  einzelnen Strahlenwerfer nur wenig empfan  gen.

   Auf diese Weise ist ein     Minimumpeiler     geschaffen, welcher nicht aus allen Richtun  gen, sondern nur aus der engeren Umgebung  seiner Minimumrichtung heraus empfängt  und daher in der Lage ist, einen Sender und  sein Spiegelbild bei den Peilungen zu tren  nen, falls nur der Winkel zwischen der       Spiegelbildrichtung    und der     Senderrichtung     nicht     allzuklein    ist.  



  Zwei Ausführungsbeispiele des Erfin  dungsgegenstandes sind in der Zeichnung  dargestellt.  



  In den     Fig.    1 und 2 sind durch Kreise       l-4    mit eingezeichneten Kreuzen sym  bolisch Strahlungsaufnehmer dargestellt, von  denen jeder eine scharf gebündelte     Richtemp-          fangscharakteristik,    wie sie etwa in der       Fig.    3 dargestellt ist, andeutet. Jeder Strah  lungsempfänger kann in     bekannter    Weise  zum Beispiel durch einen verhältnismässig  schmalen und langen parabolischen Reflek  tor mit einem in seinem Brennpunkt befind  lichen kleinen Dipol gebildet werden.

   Er  kann auch in irgendeiner andern bekannten  Weise durch passende Kombination von       Strahlungsaufnahmeleitern    rein elektrisch       (zum    Beispiel durch sogenannte     Beam-          Systeme)    ohne     Reflektorparaboloide    herge  stellt werden. Die Ableitungsdrähte der  nebeneinander angeordneten Strahlungsauf-           nehmer    1 und ? sind so verbunden, dass  diese Aufnehmer elektrisch gegeneinander  geschaltet sind.

   Wenn also die .Spannung  zwischen den Klemmen<I>a,</I> und<I>e,</I> des einen  Strahlungsaufnehmers in der Phase mit der       Spannung    zwischen den Klemmen     az,        e.    des  andern Strahlungsaufnehmers zusammen  fällt, so hat man bei der gezeichneten Ver  bindung von e, und     e2    eine Differenz der  erwähnten Spannungen zwischen den Klem  men<I>a,</I> und     a-.    Von diesen Klemmen wird  der Eingangskreis eines Empfängers 5 er  regt. In ähnlicher Weise wird durch die re  sultierende Spannung der gegeneinander ge  schalteten, übereinander angeordneten Strah  lungsaufnehmer 4 und 3 der Eingangskreis  des Empfängers 5' erregt.

   An den Ausgangs  kreisen der beiden Empfänger werden die  gleichgerichteten     Spannungen    addiert und  einem     Messinstrument    6 zugeführt. Die       Richtempfangscharakteristik    des geschilder  ten     Systemes,    (das heisst die Abhängigkeit  des Ausschlages des     Messinstrumentes    6 von  der Richtung der ankommenden Peilstrah  lung gegenüber der     Achsenrichtung    der  Strahlungsaufnehmer) ist angenähert durch  die     Fig.    4 dargestellt, und zwar für ver  schiedene durch die Symmetrieachse der  Strahlungsaufnehmer durchgehende Ebenen.

    Diese Symmetrieachse hat jetzt die Rich  tung     0X    und die in der Richtung     X0     ankommende Strahlung ergibt einen Null  empfang. Man orientiert also beim Peilen  das System der Strahlungsaufnehmer so,  dass der .Zeiger des     Messinstrumentes    6  ein scharf ausgeprägtes Minimum des Emp  fanges beziehungsweise Nullempfang zeigt,  aber bei ganz kleinen Abweichunen des       Strahlungsaufnehmersystemes    von" dieser  Richtung nach allen Seiten immer ein  schnelles Anwachsen der Ausschläge auf  weist. Das zeigt, dass der gepeilte Sender bei  der erwähnten Einstellung auf den Mini  mumempfang in der Symmetrieachse     0X    des       Strahlungsaufnehmersystemes    liegt.  



  Die Anordnung nach der     Fig.        \?    unter  scheidet sich insofern von der nach der       Fig.    1, dass die beiden Paare der gegenein-         ander    geschalteten Strahlungsaufnehmer  nicht auf zwei Empfänger, sondern auf  den Eingangskreis eines gemeinschaftlichen  Empfängers 5 geschaltet sind. Die den Emp  fänger erregenden Spannungen der beiden       Strahlungsaufnehmerpaare    sind aber durch  passende, an sich bekannte       Phasendrehvor-          richtungen    7     bezw.    7' gegeneinander um  einen bestimmten Winkel, zum Beispiel um  <B>90',</B> verschoben.

   Auch dieses System hat  eine ähnliche     Richtempfangscharakteristik     wie das nach der     Fig.    1.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung zum räumlichen Peilen, da durch gekennzeichnet, dass die Peileinrich tung ein räumlich scharf gebündeltes Emp fangsdiagramm aufweist, das derart beschaf fen ist, dass es nur aus Richtungen, die mit einer Nullempfangsrichtung kleine Winkel bilden, erhebliche Amplituden liefert, wäh rend der Empfang aus Richtungen, die von der Nullempfangsrichtung stark abweichen, verschwindet. U N TERAN SPRüCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwei scharf ge bündelte Strahlenaufnehmer mit pa rallelen oder schwach divergierenden Richtbündelachsen elektrisch gegeneinan der geschaltet sind und zwei ähnliche, in gleicher Weise zusammengeschaltete Strahlenaufnehmer auf einer Verbin dungslinie, die zur Verbindungslinie des ersterwähnten Paares senkrecht steht, an geordnet sind, und dass die Wirkungen dieser beiden Paare von Strahlenaufneh mern getrennt gleichgerichtet und nach der Gleichrichtung gemeinsam zur An zeige gebracht werden. .
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwei scharf ge bündelte Strahlenaufnehmer mit pa rallelen oder schwach divergierenden Richtbündelachsen elektrisch gegeneinan der geschaltet sind und zwei ähnliche in gleicher Weise zusammengeschaltete Strahlenaufnehmer auf einer Verbin- dungslinie, die zur Verbindungslinie des ersterwähnten. Paares senkrecht steht, an geordnet sind, und dass die Wirkungen dieser beiden Paare von Strahlenaufneh mern gegeneinander phasenverschoben auf den gleichen Gleichrichter einwirken.
CH181570D 1934-01-27 1935-01-17 Einrichtung zum räumlichen Peilen. CH181570A (de)

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