Klemmschaltwerk für den Antrieb von Gasmesserzählern. Die Erfindung bezieht sich auf ein Klemm schaltwerk für den Antrieb von Gasmesser zählern, das bekanntlich die Aufgabe hat, die hin- und hergehende Bewegung des Mass organes in eine Drehbewegung der Zähler werkswelle umzusetzen.
Für diesen Zweck ist bereits vorgeschlagen worden, die Zähler werkswelle mit einer Schalttrommel zu ver sehen und Klemmbacken anzuordnen, die diese Trommel umfassen und durch Antriebs stangen mit dem Massorgan so verbunden sind, dass sie bei Bewegung der Antriebs stange in der einen Richtung auf die Trommel gepresst werden und diese drehen, bei Bewegung der Antriebsstange in entgegengesetzer Rich tung sich zurückdrehen, ohne hierbei die Trom mel mitzunehmen.
Um eine Drehbewegung der Schalttrommel und damit des Zählwerkes so wohl beim Hingang, als auch beim Rückgang des Massorganes zu erzielen, werden auch schon bisher zwei solcher Klemmbackenpaare auf einer gemeinsamen Trommel angeordnet, von denen das eine beim Hingang des Mess- organes, das andere beim Rückgang des Mass organes die Trommel antreibt.
Bei bekannten Einrichtungen dieser Art ist der die aus den beiden Klemmbacken gebildete Zange öffnende und schliessende Bügel mit jeder der beiden Klemmbacken durch ein Gelenk verbunden.
Gegenstand der Erfindung ist ein Klemm schaltwerk für den Antrieb von Gasmesser zählwerken mit mindestens einem Paar eine Schalttrommel der Zählwerkswelle zangen artig umfassender, gelenkig verbundener Klemmbacken, die mittels eines die aus den Klemmbacken gebildete Zange umgreifenden Bügels zusammengezogen werden, der einer seits an der Antriebsstange, anderseits an der einen Klemmbacke angelenkt ist, bei dem (an Stelle eines der beiden bisher ver wendeten oben genannten Gelenke) der Bügel mit einem winklig an ihm angebrachten Zahn in eine von aussen offene Zahnlücke der andern Klemmbacke eingreift.
Durch die erfindungsgemässe Einrichtung werden gegenüber der vorbekannten Einrich tung Vorteile erzielt, auf die nach Beschreibung des dargestellten Schaltwerkes eingegangen wird.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt.
Wie die Fig. 1 und 2 zeigen, wird die auf der Zählwerkswelle angeordnete Trommel 15 (oder 3, Fig. 3) von mindestens einem Paar Klemmbacken 9 und 10 umfasst, die im Punkt 13 gelenkig miteinander ver bunden sind. Am andern Ende der Klemm backe 10 ist im Punkt 8 ein bogenförmiger Bügel 6 angelenkt, der auf der andern Seite bei 12 mit der Antriebsstange 4 gdlenkig verbunden ist. An den Bügel 6 ist in der Nähe des Gelenkpunktes 8 ein Zahn 14 an gesetzt, der in eine entsprechende Zahnlücke 16 in der Klemmbacke 9 eingreift.
Der Bügel 6 ist so ausgebildet, dass er-, wenn die aus den Backen 9 und 10 gebildete Zange auf die Trommel 15 aufgeschoben ist, diese so weit umfasst, dass der Mittelpunkt DZ der Trommel 15 innerhalb der durch den Bügel 6 und die Verbindungslinie seiner Gelenk punkte 8, 12 begrenzten Fläche liegt. Die Teile des Klemmschaltwerkes werden unter der erforderlichen Spannung gehalten mittels einer Feder 7, die sich einerseits gegen die mit der Zahnlücke 16 versehene Klemmbacke 9 abstützt und sich anderseits gegen das mit der Antriebsstange 4 verbundene Ende des Bügels 6 legt.
Von einer vorbekannten Einrichtung, bei welcher die Klemmbacke 9 und der Bügel 6 durch ein Gelenk verbunden sind, unterscheidet sich die dargestellte, als Beispiel des erfindungs gemässen Schaltwerkes aufzufassende Ein richtung dadurch, dass die Übertragung der Bewegung des Spannbügels auf die Klemm backe 9 mittels der Verzahnung 14, 16 er folgt. Hierdurch wird einmal erreicht, dass die Backe 9 sich frei um ihren Gelenkpunkt 13 bewegen kann, also in einem Falle fest an der Trommel 15 anliegt, im andern Falle dieselbe sicher freigibt.
Bei der vorbekannten Einrichtung kann diese freie Beweglichkeit der Backe 9 nur erreicht werden, wenn die Gelenke des Klennmschaltwerkes mit ver hältnismässig grossem Spiel versehen werden, wodurch aber die Genauigkeit der Über tragung der Bewegung des Messorganes auf das Zählwerk und damit die Genauigkeit der Gasmesseranzeige in unzulässiger Weise beeinträchtigt wird.
Die erfindungsgemässe Kopplung des Bü gels 6 und der Backe 9 mittels der Verzahnung 14, 16 hat in 'Verbindung mit der in diesem Beispiel angewandten, an sich bekannten Ausbildung des Spannbügels derart, dass er die Trommel 15 soweit umfasst, dass der Mittelpunkt 112 der Trommel innerhalb der durch den Bügel 6 und die Verbindungslinie seiner Gelenkpunkte 8, 12 begrenzten Fläche liegt, den weiteren Vorteil, dass bei Abnutzung der Becken 9 und 10 oder der Trommel 15 bei konstantem Hub des Messorganes die Trommel einen grösseren Winkelweg zurück legt als vorher.
Das Zählwerk liefert also eine Mehranzeige, die zum Ausgleich der durch längeren Gebrauch der übrigen Messer teile, insbesondere der sich dehnenden Mem bran hervorgerufenen Minderanzeige dient Diese Vergrösserung des Drehwinkels der Trommel 15 kommt dadurch zustande, dass der Punkt 12, an dem die Zugstange 4 an greift, sich bei Abnutzung der Klemmbacken oder der Trommel auf dem .Kreisbogen R um den Punkt 8 dem Mittelpunkt M all- mählieb nähert, wodurch bei konstantem Hub.H die Trommel 15 um einen entsprechend grösseren Winkel<I>a'</I> gegenüber<I>a</I> vorwärts bewegt wird.
Die Anordnung der Feder 7 zwischen dem Bügel und der Klemmbacke 9 - derart, dass sie' auf das mit der Zugstange 4 ver bundene Ende des Bügels 6 einwirkt, hat zur Folge, dass die Kraft, die von der Feder üben den Bügel 6 und den Zahn 14 auf die aus den Klemmbacken 9 und 10 gebildete Zange ausgeübt wird und die Zange schliesst an einem Hebelarm angreift, der etwa gleich der Entfernung zwischen den Punkten 12 und 8 und damit bedeutend grösser ist als bei der bekannten Einrichtung, bei welcher die Feder zwischen denn Bügel 6 und der Backe 10 in unmittelbarer Nähe des Gelenk punktes 8 angeordnet ist. Die Feder kann also bei der dargestellten Anordnung be deutend schwächer gewählt werden, ohne dass dadurch ihre Wirksamkeit beeinträchtigt wird.
Ferner wird durch diese Federanordnung erreicht, dass das Klemmwerk beim Leerlaufen nicht hinterhergezogen, sondern durch die Feder vorgeschoben wird.
Die Klemmbacken umfassen zweckmässig eine auf der Zählwerkswelle angebrachte Trommel. Auf dieser wird (Fig. 3) ein Bund (Fig. 3b) aufgesetzt, der zur seitlichen Füh rung der beiden Klemmbackenpaare 9, 10 dient. Dieser Bund besteht aus genuteten Ringhälften 2, die durch den Sprengring 1 (Fig. 3a) auf der Trommel 3 festgehalten werden. Hierdurch wird es ermöglicht, an den Stellen, wo die Mantelflächen der Trommel und die Stirnflächen des Bundes -aneinander stossen, scharfe Ecken zu erzielen und beide durch den Bund getrennten Walzenhälften durchgehend zu bearbeiten.
Unter Umständen kann es vorteilhaftig sein, die Trommel 3 und den Ring 2 aus Spritzguss herzustellen, indem beide Teile in einem Stück zusammen gegossen werden. Ebenso kann es zweck mässig sein, die Klemmbacken aus Spritzguss herzustellen.