CH181578A - Messanordnung mit Kompensationsschaltung, insbesondere für die Zwecke der Fernmessung. - Google Patents

Messanordnung mit Kompensationsschaltung, insbesondere für die Zwecke der Fernmessung.

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CH181578A
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  • Measurement Of Resistance Or Impedance (AREA)

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      5iessanordnung    mit     Kompensationssehaltung,    insbesondere für die Zwecke  der Fernmessung.    Zur Messung kleiner Ströme     ist    es be  kannt, Kompensationsschaltungen zu ver  wenden, mit deren Hilfe in einem besonderen  Hilfsstromkreis unter Benutzung eines Kom  pensationsgerätes ein Strom eingestellt wird,  der der zu messenden Grösse proportional ist.  Für die Zwecke der Fernmessung kann die  ser Kompensationsstrom über die Fern  leitung gesandt werden.

   Als Kompensa  tionsgerät können verschiedenartig gebaute  Einrichtungen verwendet werden, mit deren  Hilfe die zu messende Grösse (Strom oder  Spannung) mit dem im     Hilfsstromkreis     fliessenden Strom oder     einem    bestimmten       Bruchteil    dieses Stromes verglichen wird.  Dieser Vergleich kann auch auf elektrischem  Wege durchgeführt werden, indem man  beide Ströme durch ein und dieselbe Spule  eines     Mess-    oder Steuergerätes in entgegen  gesetzter Richtung fliessen lässt.

   Bei den be  kannten     Schaltungen    macht die Beeinflus-         sung    des Kompensationsstromes in Ab  hängigkeit von dem durch das Kompensa  tionsgerät     durchgeführten    Vergleich zwi  schen der zu messenden Grösse und dem  -Kompensationsstrom oder     einem    bestimmten  Bruchteil dieses Stromes Schwierigkeiten,  weil jede mechanische Rückwirkung der     Ver-          stelleinrichtung    für den Kompensations  strom auf das Kompensationsgerät zu pro  zentualen     Messfehlern    oder Skalenverschie  bung führt.

   Es ist auch vorgeschlagen wor  den, in     Kompensationsschaltungen    Ent  ladungsgefässe     (Verstärkerröhren)    zu ver  wenden. Die     bekannten        Anordnungen    arbei  ten aber     entweder    mit dauernden Änderun  gen des     Kompensationsstromes    derart, dass  nur der     Mittelwert    der     Messgrösse    entspricht,  oder die     Verstärkerröhren    werden nur an  gewandt, um durch die     Bereitstellung        einer     grösseren Energie die erwähnten Schwierig  keiten zu vermindern.

        Gegenstand der     Erfindung    ist eine     Mess-          anordnung,    bei der     eine    praktisch rückwir  kungslose Beeinflussung des Kompensations  stromes in Abhängigkeit vom Kompensa  tionsgerät ermöglicht ist. Gemäss der Erfin  dung wird     ein    Entladungsgefäss in Selbst  erregungsschaltung zur Beeinflussung des  Kompensationsstromes verwendet, und der       Rückkoppplungsgrad    wird     kontinuierlich    in       Abhängigkeit    vom Kompensationsgerät be  einflusst.  



  Ein erstes     Ausführungsbeispiel    der Er  findung     ist    in der     Abb.    1 dargestellt.  



  Mit 1     ist    das     Kompensationsmessgerät    be  zeichnet, dem     ein    der zu messenden Grösse  entsprechender Strom durch die     Zuleitungen     2 und 3 zugeführt     wird.    4     ist    die Spule des  beweglichen Systems, beispielsweise die       Spule    eines     Drehspulmessgerätes.    Die Strom  zuführungen zu diesen Spulen werden mög  lichst     richtkraftlos    ausgeführt. Man kann       entweder    sehr schwache Federn verwenden;  oder man kann Richtkräfte durch Queck  silberkontakte oder dergleichen gänzlich be  seitigen.

   Mit der Spule 4 ist eine aus Metall,       beispielsweise        Aluminiumblech,    bestehende  Fahne 5 fest verbunden, die zur Steuerung .des       Kompensationsstromes    dient. Für die Erfin  dung ist die     Ausbildung    des     Kompensations-          gerätes    belanglos; man könnte beispielsweise  auch Geräte     verwenden,    die nach Art einer       Kelvin-Waage    gebaut sind. Zur     Steuerung     des Kompensationsstromes dient das Ent  ladungsrohr 6.

   Man verwendet zweckmässig       ein.        Hochvakuumglühkathodenrohr.    Jedoch  lassen sich auch gas- oder dampfgefüllte  Rohre verwenden. Im Anodenkreis des  Rohres 6 liegt der aus der     Induktivität    7 und  der Kapazität 8 bestehende Schwingungs  kreis, der mit dem Kompensationswider  stand 9 und dem Anzeigegerät 10 und der       Anodenstromquelle    11     (Batterie    oder Netz  anschlussgerät) in Reihe geschaltet ist.

   An  Stelle des     Anzeigegerätes    10     kann    auch ein       Registriergerät    oder Regelgerät in den  Anodenkreis geschaltet werden.     Im.        Gitter-          kreis    der Röhre 6 liegen die Rückkopplungs  spule 12 und der     Kondensator    13. Das Gitter    der Röhre 6 ist ferner durch den hohen  Widerstand 14 mit der Kathode verbunden.  Die Kopplung zwischen den Spulen 7 und 1 2  wird so gewählt, dass kräftige     Schwingungen     einsetzen, so dass sich der Kondensator 13  und damit auch das Gitter der Röhre 6  stark negativ auflädt und der Anodenruhe  strom einen geringen Wert annimmt.

   Die  Fahne 5, ist beweglich zwischen den Spulen 7  und 12 angeordnet, so dass der Rückkopp  lungsgrad von der jeweiligen Lage der Fahne  abhängt. Der jeweilige     Arbeitspunkt    und  damit der     Anodenruhestrom    der Röhre auf  ihrer Charakteristik sind durch die Ruf  ladung des Gitters bestimmt.

   Diese Ruf  ladung     ist    ihrerseits abhängig von der Am  plitude der selbsterregten     Schwingung.    Die  Amplitude dieser     Schwingung        ist    aber vom  Rückkopplungsgrad und vom jeweiligen Ar  beitepunkt     abhängig.    Man erhält dadurch  eine     zwar    nicht     lineare,    aber doch ausser       einem        gewissen    Bereich stetige Abhängig  keit des     Anodenruhestromes    vom Rückkopp  lungsgrad und damit von der augenblick  lichen Lage der Fahne 5.  



  Ein     Teil    des     Anodenruhestromes    wird  durch die     Spule    4 des     Kompensationsgerätes     1 geleitet. Zu diesem Zweck     sind    die Lei  tungen 2 und 3 an die Enden des Kompen  sationswiderstandes 9 angeschlossen. Man  kann auch eine besondere Spule verwenden,  um den Kompensationsstrom auf das Kom  pensationsgerät einwirken zu lassen. Dies  ist beispielsweise erforderlich,     wenn    mehrere  Kompensationsgeräte mit     einer    gemeinsamen       Anodenstromquelle    betrieben werden sollen  und die     Messstromkreise    galvanisch mitein  ander     verbunden    sind.

   Durch das Wider  standsverhältnis zwischen dem Kompensa  tionswiderstand 9 und des von diesem Wi  derstand abgezweigten stromdurchflossenen       Spulenkreises    wird der Teil des Gesamt  kompensationsstromes     bestimmt,    der auf das  Kompensationsgerät 1     rückwirkt.    Man kann  deshalb durch     Verändern    des Widerstandes  9 oder des Widerstandes 15 das Verhältnis  zwischen dem ursprünglichen     Messstrom    und  dem     durch    das Gerät 10 fliessenden Stromes      (Verstärkungsgrad) einstellen. Der Konden  sator 16 hält die entstehenden Schwingungen  vom Widerstand 9 und dem Messgerät 10  fern.

   Um den über die Röhre 6 fliessenden  Mindeststrom unschädlich zu machen, wird  mit Hilfe des Widerstandes 17 und der       Stromquelle    18, die ein Teil der Anoden  stromquelle sein kann, über die Leitung 19  ein dem Anodenstrom     entgegengerichteter     Strom über das Gerät 10 geleitet. Dieser  Strom kann gleich oder grösser als der     Ano-          denmindeststrom    sein. Seine Konstanz spielt  keine Rolle, da er bei der Kompensation mit  berücksichtigt wird.  



  Die Anordnung wirkt in folgender Weise:  Es sei     angenommen,    dass die Fahne 5  ausserhalb des     Wirkungsbereiches    der Spulen  7 und 1.2 liegt. Der Röhrengenerator wird  daher stark schwingen, so dass sich das Git  ter der Röhre 6 stark negativ auflädt und  daher der Anodenstrom einen geringen Wert  annimmt. Durch die Spule 4 des Kompen  sationsgerätes fliesst ein Strom, der dem  durch das Gerät fliessenden Strom entspricht.  Der Anschluss     wird    so gewählt, dass dieser  Strom die Spule 4 so bewegt, dass sich die  Fahne 4 zwischen die Spulen 7 und 12  schiebt. Dadurch wird die Intensität der  einsetzenden     Schwingungen    verringert und  der Anodenstrom steigt.

   Er wird allmählich  so stark werden, wie der durch den Wider  stand 17 fliessende Strom, so dass über den  Kompensationswiderstand 9 und das Gerät  10 kein Strom mehr fliesst. Dann wirken  auch keine Kräfte mehr auf Fahne 5 ein  und sie behält die eingenommene Lage bei.  Aus dem vorstehenden ergibt sich, dass sich  selbsttätig das Gerät 10 auf den Wert Null  einstellt, wenn die     Messgrösse    ebenfalls Null  ist. Wird nun ein zu     messender    Strom über  die Spule 4 geleitet, dann sucht dieser Strom  die Fahne 5 zwischen die Spulen 7 und 1 2  zu schieben, so dass die Schwingungen  schwächer     -,verden    und der Anodenstrom  steigt.

   Dadurch steigt auch der über den  Widerstand 9 fliessende Strom, so dass der  von diesem Widerstand abgezweigte Strom,  der über die Spule 4 fliesst, dem     Messstrom       entgegenwirkt. Die Bewegung der Fahne 5  hört auf, sobald der zu messende Strom und  der ihm entgegengesetzte Teil des Kompen  sationsstromes gleich gross geworden sind.  



  Die beschriebene     Schaltung    gestattet die  Verwendung von Anzeigegeräten 10, deren  Nullpunkt in der Mitte liegt, da sich bei der       Stromrichtungsumkehr    in der Spule 4 auch  die Richtung der     Bewegung    der Fahne 5 und  die dadurch hervorgerufene     Änderung    des  Anodenstromes umkehrt.  



  Es empfiehlt sich, die elektrischen Ab  messungen der zur Anwendung kommenden  Schwingungskreise so zu wählen, dass die  entstehenden Schwingungen im     unhörbaren     Frequenzbereich liegen. Man wird zweck  mässig mit Frequenzen     in    der Grössenordnung  von 106 Herz arbeiten. Bei der     Verwen-          dung    so hoher Frequenzen lassen sich die  Abmessungen der Spulen in der Grössenord  nung von 0,5.1.1 cm halten.

   Man kann  deshalb auch sehr kleine Fahnen zur Beein  flussung des     Rückkopplungsgrades    verwen  den.     Damit    durch Stösse die Fahne 5 nicht  auf die andere Seite der Spulen 7 und 12  geschoben werden     kann,        empfiehlt    es sich;  Anschläge vorzusehen, welche eine solche  Bewegung der Fahne     verhindern.     



  Da der Rückkopplungsgrad auch durch  Verschieben der Spulen 7 und 12 gegenein  ander oder durch Verändern einer Kapazi  tät beeinflusst werden kann, welche Energie  vom Anodenkreis nach dem Gitterkreis führt,  so kann man die im     Ausführungsbeispiel     dargestellte Veränderungsmöglichkeit des  Rückkopplungsgrades auch durch eine an  dere ersetzen.  



  Es ist für die beschriebene     Anordnung     wesentlich, dass die     Fahne    5 bei Gleichheit  des     Messstromes    und Kompensationsstromes  eine beliebige Lage einnehmen kann. Man  wird deshalb, wie eingangs erwähnt,     Richt-          kräfte    nach Möglichkeit vermeiden. Lassen  sich solche Richtkräfte in     besonderen    Fällen  nicht ausschalten, dann muss man gewisse       Ungenauigkeiten    in Kauf     nehmen,    die sich  aus dem nicht ganz     linearen    und von den      jeweiligen Betriebsverhältnissen abhängigen  Zusammenhang zwischen der Lage der  Fahne 5 und dem Anodenstrom ergeben.  



  Der Gegenstand der     Erfindung    wird be  sonders vorteilhaft für die Zwecke der Fern  messung angewandt. Man kann beispiels  weise das Messgerät 10 an     einem    entfernten  Ort aufstellen. Die dabei auftretenden Ver  änderungen des     Leitungswiderstandes    wer  den, wie bei jedem Kompensationsverfahren.       unschädlich    gemacht.  



  Die Anwendung des Gegenstandes der       Erfindung    ist ferner als Empfangsgerät für  Fernmessungen, zum Beispiel für das Im  pulsfrequenzfernmessverfahren, besonders vor  teilhaft. Bei diesem Verfahren werden im  Rhythmus der eintretenden     Fernmessimpulse          (Energiespeioher)    zum Beispiel Kondensato  ren über ein Messgerät entladen, geladen oder  umgeladen.

   Die bei diesem Verfahren für  das Messgerät. zur     Verfügung    stehende Ener  gie ist wegen der Kontaktabnutzung nicht  über einen bestimmten Wert     erhöhbar.    Wenn  man die Lade- oder     Entladeströme    des     Kon-          densators    über das     Kompensationsgerät    der  vorliegenden     Erfindung    leitet, dann hat man  es     in    der Hand,

       eine    fast beliebige Verstär  kung     vorzunehmen.    Man kommt     deshab    mit  besonders     kleinen    Kondensatoren     aas    und  kann die Kontakte schonen. Man kann ferner  die Zeitkonstanten des Lade- und Entlade  stromkreises der     Messkondensatoren    klein  halten     und    aus diesem Grunde die Impuls  häufigkeit steigern. Da das Kompensations  gerät 1 an Stelle     eines    beliebigen     Messgerätes     treten kann, so kann man auch ohne weiteres       Summen    und Einzelwerte anzeigen.

   In die  sem Falle ist lediglich     eine    galvanische Tren  nung des     Messstromkreises    vom Kompensa  tionsstromkreis     vorzunehmen,    falls, wie ein  gangs     erwähnt,    eine     gemeinsame    Anoden  stromquelle verwendet wird. Man kann also  alle bekannten     Schaltungen    für die     Summie-          rung    mit gleichzeitiger Anzeige der positiven  und negativen Einzel- oder     Teilsummenwerte     benutzen.  



  Bei der beschriebenen     Anordnung    findet  die Kompensation     in    einer Drehspule statt.    Wie bereits erwähnt, kann man auch zwei       getrennte    Spulen verwenden, die miteinander  starr gekuppelt sind und von welchen die  eine vom     Messstrom,    die andere vom     Kom-          pensationGstrom    durchflossen wird. Wenn es  sich um die Anzeige von Wechselstrom  grössen handelt, so kann man die Kompen  sation in der Weise durchführen, dass man  ein von einem     Wechselstrommessgerät    er  zeugtes Drehmoment durch ein vom Kom  pensationsstrom     erzeugtes    Drehmoment auf  bebt.

   Man kann beispielsweise den Anker  eines     Ferraris-Triebsystems    mit der Kompen  sationsspule auf eine gemeinsame Achse       setzen,    durch welche die den Kompensations  strom steuernde Fahne bewegt wird. Der  artige Anordnungen kommen besonders für  die Fernübertragung von     Wechselstromgrössen          mittels    eines Gleichstromes in Betracht.  



  Entsprechende     Ausführungsbeispiele    der       Erfindung    sind in den     Abb.    2 und 3 dar  gestellt.  



  In     Abb.    2 ist mit<B>101</B> eine     Batterie    be  zeichnet. 102, 103 und 104 sind Empfänger  für das     Impulsfrequenzverfahren,    bei wel  chen Kondensatoren abwechselnd über Mess  geräte 105, 106 und 107 von der     Batterie     101 aufgeladen werden.<B>108</B> ist das Steuer  gerät. Die Summe der durch die Empfangs  geräte 102, 103, 104     erzeugten    Ströme fliesst  über die     eine        Hälfte    109 der Wicklung des  Steuergerätes 108. 110 ist eine Verstärker  röhre, in deren Anodenkreis der Zähler 111  liegt. An Stelle einer     besonderen    Anoden  batterie kann auch die Batterie 101 verwen  det werden.

   Man kann das Gerät auch über be  kannte     Netzanschlussgeräte    von einem Wech  selstromnetz speisen. Im Anodenkreis der  Röhre 110 liegt der aus der     Induktivität    112  und der Kapazität 113 bestehende Schwin  gungskreis. Die Spule 112 ist mit der Spule  14 gekoppelt, die zwischen Gitter und Ka  thode der Röhre<B>110</B> angeschlossen ist. In  der     Gitterleitung        liegt    der     Gitterkondensator     115 und der     Ableitwiderstand    116. Der be  wegliche Teil des Steuergerätes 108 ist     mit     der Fahne 117 versehen, welche zwischen  den     Spulen    112 und 114 beweglich ist.

        Der Zähler 111 ist mit einem Kontakt  geber beliebiger Bauart versehen und erzeugt       entsprechend    der     Umlaufsgeschwindigkeit     seines Ankers Impulse, welche auf eine nach  Art der Empfangsgeräte 102, 108, 104 ge  baute Einrichtung 118 einwirken. Durch  diese Einrichtung werden über die zweite  Wicklungshälfte 119 des Gerätes 108 Ströme  gesandt, welche dem durch die Wicklung 109  fliessenden Strom entgegenwirken. 120 ist ein  in Stromkreis des     Zählerkontaktes    liegendes  Relais, mit dessen Hilfe die vom Zähler 111  erzeugten Impulse nach einem entfernten  Ort gesandt, oder einem Zählwerk zugeführt  werden können.

      Die Anordnung wirkt in folgender Weise:  Die Summe der von den Empfangsgerä  ten 102, 103, 104 erzeugten Ströme sucht  die Fahne 117 zwischen die     Spulen    112 und  114 zu schieben. Da der Rückkopplungsgrad  um so     geringer    ist, je mehr die beiden Spu  len durch die Fahne gegeneinander abge  schirmt werden, um so mehr schwächt die  Bewegung der Fahne die     Schwingungen    der  Röhre 110. Die negative Ladung des Git  ters der Röhre 110 wird dadurch     vermindert,     so dass der Anodenstrom ansteigt.

   Entspre  chend der     Umlaufsgeschwindigkeit    des Zäh  lers 111, welche dem Anodenstrom der Röhre  110 entspricht, werden die im Gerät 118  enthaltenen Kondensatoren geladen und da  durch ein der Impulshäufigkeit entsprechen  der Strom durch die Wicklung 119 gesandt.  Diese sucht die     Fahne    117 aus dem Bereich  der Spulen     herauszubewegen.    Die Fahne  bleibt in Ruhe, sobald sich die Einflüsse der  Spulen 109 und 119 aufheben; dann ent  spricht die vom Zähler 111 erzeugte Impuls  häufigkeit der Summe der von den Geräten  102,<B>103,</B> 104 gelieferten     Ströme.     



  Das Steuergerät 108 arbeitet um so ge  nauer, je geringer die auf den beweglichen  Teil dieses Gerätes einwirkenden Richtkräfte  sind, weil dann die Fahne 117 bei Gleich  heit der Einflüsse der Spulen 109 und 119  in jeder beliebigen Lage stehen kann. Da die  Beeinflussung des     Anodenstromes    der Röhre    110 unabhängig davon     ist,    auf welchen Sei  ten der Spule sich     die    Fahne 117     befindet,     so empfiehlt es sich durch     einen        Anschlag     zu verhindern,

   dass diese     Fahne    nach beiden  Seiten ausschwingen     kann.    Die vorstehenden       Betrachtungen    gelten sinngemäss auch für die  in     Abb.    3 dargestellte     Einrichtung.     



  Bei der in     Abb.    3 dargestellten     Einrich-          tung    sind die mit     Abb.    2 übereinstimmenden  Teile mit den gleichen Bezugszahlen ver  sehen. Die     Schaltung    gemäss der     Abb.    3  zeigt, dass nicht nur     positive,        sondern    auch  positive und negative     Messwerte        summiert     werden können und dass , man Steuergeräte  mit nur     einer        Wicklung    benutzen kann.

    Diese Wicklung liegt im     Nulleiter    eines Drei  leitersystems, das durch Anzapfen der Bat  terie 101 gebildet ist. In dem einen Aussen  leiter 121 liegen die Geräte zum Empfang  der positiven     Summanden.    Im andern  Aussenleiter 122 liegt das Gerät 118 und  parallel dazu ein oder mehrere Empfangs  geräte für die negativen     Summanden.    Es     ist     nur eines dieser Geräte dargestellt und mit  123 bezeichnet. Die von den Geräten 102,  103, 104 gelieferten Ströme wirken im     ent-          gegengegesetzten    Sinne auf das Steuergerät  108 ein, als die von den Geräten 118 und 123  gelieferten Ströme.

   Im übrigen ist die     Wir-          kungsweise    die gleiche, wie bei der in     Abb.    2  dargestellten Anordnung.  



  Beim Auswechseln der Röhre 110 kann  es     vorkommen,    dass die     Schwingungen    der  Röhre in Abhängigkeit von der Stellung der  Fahne<B>117</B> plötzlich mit voller Kraft ein  setzen und sich der Anodenstrom nicht, oder  nur in sehr engen     Grenzen    stetig regeln lässt.

    Man hat aber     im    Kondensator 113     bezw.    in  einem zur     Spule    114 parallel geschalteten  Kondensator ein Mittel in der Hand, um  eine stetige Regelung des     Anodenstromes          herbeizuführen.    Es hat sich     gezeigt"dass    durch  Vergrösserung des Kondensators<B>113</B>     bezw.     Verkleinerung eines zur Spule 114 parallel       geschalteten        Kondensators    sich ohne weiteres  die gewünschten Verhältnisse     einstellen    las  sen.

   Die Steilheit des     Stromanstieges    in der      Röhre 110 in Abhängigkeit von der Stellung  der Fahne 112     ist        im    wesentlichen von den       Konstanten    der     Schwingungskreise    abhängig.  



  Eine stetige Regelung des Anodenstromes  110 erhält man auch, wenn man die Spule  112 von     einem    besonderen Generator, zum  Beispiel     Röhrengenerator,    speist. Durch die  Fahne 117 wird dann die in der Spule 114  erzeugte     EMK    gesteuert. Auch auf     kapazi-          tivem    Wege kann man die dem Gitter zu  geführte Spannung oder den Rückkopplungs  grad     verändern.     



  Durch die Wahl der Grösse der im Gerät  118     enthaltenen    Kondensatoren hat man es  in der Hand,     ein    beliebiges Verhältnis zwi  schen der Zahl der     ankommenden        Impulse     und der vom Zähler 111     gelieferten    Impulse  einzustellen.

   Man     wird        in    der Praxis die       Verhältnisse    so wählen, dass die vom Zähler  111 erzeugte     maximale        Impulshäufigkeit     nicht grösser ist als die     maximale        Impuls-          häufigkeit    der übrigen     Fernmessübertragun-          gen.    Die     beschriebene        Einrichtung    gestattet  es, über die Wicklung des Zählers 111     einen     Strom     einzustellen,

      der ein Vielfaches des  über das Regelgerät 108 fliessenden     Stromes     ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Messanordnnng mit Kompensationsschal- tung, insbesondere für die Zwecke der Fern messung, beider der durch die zu messende Grösse gesteuerte Kompensationsstromkreis von einer Entladungsröhre beeinflusst wird, dadurch gekennzeichnet, dass, diese Röhre als selbsterregter Schwingungserzeuger geschal tet ist und der Rückkopplungsgrad durch das Kompensationsgerät kontinuierlich beeinflusst wird.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Messanordnung nach Patentanspruch, .da durch gekennzeichnet, dass die Betriebs grössen der Röhre und die Grössen der .Schaltelemente so gewählt sind, dass der durch die Selbsterregung erzeugte Wech selstrom .im Arbeitsbereich stetig vom Rückkopplungsgrad abhängt. 2. Messanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass dem Gitter der Schwingröhre ein Kondensator vor geschaltet ist.
    3. Messanordnung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gitter mit der Kathode über einen Widerstand verbunden ist. 4. Messanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die im Gitter kreis und in dem Anodenkreis der Schwingröhre liegenden Spulen fest stehend angeordnet sind und der Rück kopplungsgrad mit Hilfe einer vom Kom- pensationsgerät bewegten Metallfahne verändert wird, die mehr oder weniger zwischen Gitter- und Anodenkreisspule geschoben wird.
    5. Messanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass auf das Kom- pensationsgerät :der zu messende -Strom und ein einstellbarer Teil des im Ano-- .denkreis der Schwingröhre fliessenden Gleichstromes einwirkt. 6.
    Messanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der im Ano denkreis fliessende Restgleichstrom kom pensiert oder überkompensiert wird durch einen entgegengesetzt gerichteten einstell- baren Gleichstrom (Zusatzgleichstrom). 7. Messanordnung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatz gleichstrom in der gleichen Weise das Kompensationsgerät beeinflusst wie der vom Schwingrohr gelieferte Gleichstrom.
    B. Messanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Kompen- sationsgerät praktisch richtkraftlos ist. 9. Messanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, .dass im Anoden kreis des Schwingungserzeugers ein Mess- gerät mit umlaufendem Anker liegt.
    10. Messanordnung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Mess- gerät mit umlaufendem Anker Impulse erzeugt, welche auf das Kompensations- gerät zurückwirken. 11. Messanordnung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wick lung des Steuergerätes im Nulleiter eines Dreileitersystems liegt.
    12. Messanordnung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Strom in dem einen Aussenleiter von den posi tiven Summanden, der Strom in dem an dern Aussenleiter von dem Messgerät mil; umlaufendem Anker beeinflusst wird. 18. Messanordnung nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Gerät mit umlaufendem Anker beein- flusste Aussenleiter auch von den nega tiven Summanden beeinflusst wird.
CH181578D 1934-05-12 1935-04-11 Messanordnung mit Kompensationsschaltung, insbesondere für die Zwecke der Fernmessung. CH181578A (de)

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