CH181671A - Verfahren zur Herstellung feuchtigkeits- und luftdichter Schichten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung feuchtigkeits- und luftdichter Schichten.

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CH181671A
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Hinrichs Wilhelm J H
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Hinrichs Wilhelm J H
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D81/00Containers, packaging elements, or packages, for contents presenting particular transport or storage problems, or adapted to be used for non-packaging purposes after removal of contents
    • B65D81/24Adaptations for preventing deterioration or decay of contents; Applications to the container or packaging material of food preservatives, fungicides, pesticides or animal repellants

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung     feuchtigkeits-    und luftdichter Schichten.    Die Verwendung von     Kautsebuklatex    zur  Herstellung     feuchtigkeits-    und luftdichter  Schichten ist bereits in Vorschlag gebracht  worden. Da auf diese Weise jedoch keine  zufriedenstellenden Ergebnisse erzielt werden  konnten, hat man den Kautschuklatex mit  verschiedenen Zusätzen versehen, mit deren  Hilfe es jedoch ebenfalls nicht gelang; die  Aufgabe zu lösen.  



  Es ist nun gefunden worden, dass man voll  kommen     feuchtigkeits-    und luftdichte Schich  ten aus Kautschuklatex herstellen kann, wenn  man zu diesem Zweck einen Kautschuklatex an  wendet, welcher einerseits durch Auswaschen  mit ammoniakhaltigem Wasser von seinen  hygroskopischen und     zersetzlichen    Bestand  teilen, insbesondere     Eiweissstoffen,    befreit und  anderseits durch     Ausschleudern    auf etwa       60        %        Trockengehalt        konzentriert        worden        ist.     Einen solchen Kautschuklatex kann man zum  Beispiel dadurch erhalten,

   dass man ihn  wiederholt unter Benutzung schnell umlau  fender Zentrifugen     ausschleudert    und wäh-         rend    des     Zentrifugierens    mehrere Male sorg  fältig mit ammoniakhaltigem Wasser aus  wäscht, um seine hygroskopischen und     zer-          setzlichen    Bestandteile zu entfernen.  



  Zur Erzielung der     feuchtigkeits-    und  luftdichten Schicht kann die hiermit zu     ver-          sehende    Unterlage in einen solchen konzen  trierten, keine hygroskopischen und     zersetz-          liehen    Bestandteile enthaltenden Latex ge  taucht oder in anderer geeigneter Weise  damit überzogen werden, worauf man die  Schicht trocknen lässt.  



  Es lassen sich zum Beispiel in Kästen  oder in Papier verpackte Waren mit einem       luft-    und feuchtigkeitsdichten Überzug ver  sehen. Ebenso kann man aber auch Eier,  Würste und sonstige Räucherwaren, getrock  nete Fische, sowie sonstige     Nahrungs-    und  Genussmittel mit     luft-und    feuchtigkeitsdichten  Überzügen versehen, um sie auf diese Weise  zu konservieren, was besonders für den Ver  sand in und aus warmen Gegenden von  grosser Bedeutung ist, weil man auf diese      Weise die Anwendung von Kühlschiffen er  sparen kann.

   Bei     Stoffen,    beispielsweise  Würsten und Räucherwaren, auf deren Ober  fläche schädliche Keime sitzen können, wer  den diese zweckmässig vor     Anbringung    des       Latexüberzuges    durch Eintauchen in sieden  des Wasser, dem ein Konservierungsmittel,  wie     Benzoesäure,    zugesetzt werden kann,  entfernt. Leicht zerbrechliche Gegenstände,  wie zum Beispiel Eier, werden zweckmässig  in Rahmen eingelegt und dann samt ihrer  Verpackung in eine     Latexlösung    zwecks Her  stellung des Überzuges eingetaucht.

   Einzeln  zu überziehende Gegenstände können mit  Hilfe von Sieben in die Lösung gebracht  werden, worauf man den Überschuss abtropfen  lässt, oder in gegebenenfalls übereinander  angeordnete Behälter, durch welche die La  texlösung     fliesst.     



  Zur Erzielung von zuverlässigen Überzügen  können nach dem Trocknen der ersten Schicht  noch eine zweite oder mehrere weitere Schich  ten in gleicher Weise angebracht werden.  Ebenso kann der für die Herstellung der  Schicht benutzte Latex mit Zusätzen desin  fizierender Mittel, zum Beispiel     Benzoesäure,     färbender Stoffe; zum Beispiel     Anilinfarbe,     sowie Füllmitteln, zum Beispiel     China-Clay,     versehen werden.  



  Da mehrere getrocknete     Latexschichten,     wenn sie -fest aneinander gepresst werden,  zusammenkleben und sich gegebenenfalls ver  einigen, ist es zweckmässig, bei Überzügen,  die solche klebenden Eigenschäften nicht  besitzen dürfen, auf die getrocknete     Latex-          schiebt    einen Schutzüberzug aus einem     Zellu-          loseesterlack,    zum Beispiel eine Lösung von       Acetylzelluloseester    in Aceton, folgen zu  lassen.

   Eine derartige nachträgliche Behand  lungsweise empfiehlt sich besonders     für    in  fertigen Packungen befindliche Waren, ferner  für getrocknete Fische, Fleisch- und Wurst  waren, sowie für als Tapeten, Etiketten, Pla  kate, Holzfurniere, usw. bestimmte Stoffe.  



  Handelt es sich darum, eine     feuchtigkeits-          und    luftdichte Schicht zwischen zwei Lagen  aus Papier, Pappe und Gewebe, Holz, Fur  nieren oder dergleichen anzubringen     bezw.       zwischen mehreren Lagen dieser     Stoffe    je  weils eine     feuchtigkeite--    und luftdichte Zwi  schenschicht einzuschalten, so hat es sich  gezeigt, dass man zu keinen     zufriedenatellen-          den    Ergebnissen gelangen kann, wenn die  beiden Lagen des zu verbindenden     Stoffes     in noch feuchtem Zustand der ans konzen  triertem und gereinigtem Kautschuklatex be  stehenden Schicht durch Zusammenpressen  miteinander vereinigt werden.

   Die feinen       Fäserchen    des     Papieres,    der Pappe, des Ge  webes, des Holzes, usw. ragen dann nämlich  durch den feuchten Aufstrich hindurch. Die  grosse Kapillarität der Fäserchen genügt, um  der Feuchtigkeit .und der Luft nach dem  Trocknen der Schicht die Möglichkeit zu  geben     hindurchzudringen        und.zu    der in dem  Stoff verpackten Ware zu gelangen oder  hieraus zu verdunsten, wodurch- eine uner  wünschte Erhöhung oder Verminderung der  Feuchtigkeit herbeigeführt wird. Es ist des  halb auf diese Weise nicht möglich, einen  auch nur annähernd     feuchtigkeits-    und luft  dichten Überzug zu erzielen.  



  Die angestellten Versuche haben ergeben,  dass sich diese Schwierigkeiten überwinden       lassen,        wenn        man        den        auf        etwa        60        %        kon-          zentrierten,    gereinigten Kautschuklatex auf  jede der zu vereinigenden Flächen aufträgt,  zum Beispiel aufstreicht oder aufspritzt und  die so gewonnenen Schichten zunächst trock  nen lässt, was nach etwa<B>15</B> Minuten der  Fall ist: Mit Hilfe einer     Heizungs-    oder  Lüftungsvorrichtung lässt sich das Trocknen  überdies beschleunigen.

   Sobald sich     dietrocke-          nen    Schichten gebildet haben, werden die bei  den Stücke des Stoffes, die Kautschukschich  ten gegeneinander,     zusammengepresst,wodurch     ihre vollkommene Vereinigung eintritt. Da  es     praktisch    ausgeschlossen ist, dass die sich  in beiden     zusammengepressten    Kautschuk  schichten befindlichen Fäserchen überall ge  nau gegenüberstehen, wird der Durchgang  von Feuchtigkeit und Luft von der einen zur  andern Seite des     Stoffes    vollkommen ausge  schlossen.  



  Auf diese Weise lassen sich nicht nur       feuchtigkeits-    und luftdichte Schichten zwi-           sehen    zwei oder mehreren Lagen aus Papier,  Pappe, Gewebe und Holz herstellen, sondern  auch zwischen Papier und Pappe, zwischen       Pappe    und Gewebe, zwischen Pappe und  Furnier usw.  



  Zur Ausführung des Verfahrens können  die Schichten durch Aufstreichen, Aufspritzen,  Übertragen mit Walzen oder dergleichen mehr  auf die     Stoffbahnen    hergestellt werden. Soll  der Stoff aus mehr als zwei Schichten be  stehen, zwischen welchen Kautschukschichten  angebracht sind, so kann man die mittlere  Stoffschicht durch ein     Kautsehukmilchbad     ziehen und nach dem Trocknen mit zwei  äussern Stoffschichten vereinigen, die eben  falls mit getrockneten     Kautschuküberzügen     versehen sind.  



  Je nach dem Anwendungszweck kann die  benutzte Kautschukmilch mit geeigneten Zu  sätzen von     desinfizierenden    Stoffen, zum Bei  spiel     Benzoesäure,    färbenden Stoffen, zum  Beispiel     Anilinfarbe    und Füllmitteln, zum  Beispiel     China-Clay,    versehen werden.  



  Für das Verfahren wird der Schutz nur  soweit beansprucht, als es sich nicht um  eine für die Textilindustrie in Betracht kom  mende Behandlung - von Textilfasern zum  Zwecke deren Veredlung handelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung feuchtigkeits- und luftdichter Schichten, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Unterlage mit einer Schicht aus solchem Kautschuklatex versehen wird, der durch Ausachleudern auf etwa 60 b Trockengehalt konzentriert und durch Aus waschen mit ammoniakhaltigem Wasser von seinen hygroskopischen und zersetzlichen Be standteilen befreit worden ist. UNTERANSPRMHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlage mehr- mals mit dem konzentrierten und gereinig ten Kautschuklatex überzogen wird. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kautschuklatex- schiebt zwischen zwei Lagen aus Pappe angebracht wird, indem man zunächst auf jede der zu vereinigenden Flächen eine Latexschicht aufträgt und die vorbereite ten Flächen nach dem Trocknen der Kaüt- schuklatexschichten durch Zusammenpres sen vereinigt. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kautschuk- latexschicht zwischen zwei Lagen aus Pa pier anbringt. 4.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kautschuk latexschicht zwischen zwei Lagen aus Holz anbringt. _ 5. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kautschuk latexschicht zwischen zwei Lagen aus Ge webe anbringt. 6. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kautschuklatex mit einem Zusatz von desinfizierenden Stoffen versehen wird. 7. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kautschuklatex mit einem Zusatz von färbenden Stoffen versehen wird. B. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kautschuklatex mit einem Zusatz von Füllmitteln verse hen wird. 9.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein auf der Oberfläche eines Gegenstandes angebrachter Überzug aus dem Kautschuklatex mit einer Schutz schicht aus Zelluloseesterlack versehen wird.
CH181671D 1935-02-13 1935-02-13 Verfahren zur Herstellung feuchtigkeits- und luftdichter Schichten. CH181671A (de)

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