CH181948A - Elektrische Sicherungsanlage für Eisenbahnübergänge. - Google Patents
Elektrische Sicherungsanlage für Eisenbahnübergänge.Info
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Description
Elektrische Sicherungsanlage für Eisenbahnübergänge. Die Erfindung bezieht sich auf eine elek trische Sicherungsanlage für Eisenbahnüber gänge, bei der die Warnsignale mit Hilfe von Schaltstellen, z. B. mittels Schienen kontakten, betätigt werden. Die Anlage ist insbesondere für eine eingleisige Strecke, die in beiden Richtungen befahren wird, be stimmt. Die bekannten Anordnungen haben den Nachteil, dass die Einschaltung und auch die Abschaltung der einzelnen Signale be reits durch die erste Achse des Zuges erfolgt, da die verwendeten Schienenkontakte jeweils zwischen zwei Achsen wieder in ihre Ruhe lage zurückgehen. Es wird daher die rote Warnungslampe bereits ausgeschaltet, wenn die erste Zugachse den Schienenkontakt am Wegübergang überfährt.
Das Gleiche gilt auch beim Ausfahren aus dem die Signal einrichtung am Wegübergang steuernden Streckenabschnitt.
Es ist bereits versucht worden, diesen Nachteil dadurch zu beseitigen, dass man an Stelle der Schienenkontakte isolierte Schie- nenstücke in die Strecke eingebaut hat. Durch solche Anordnungen wird aber der nachträgliche Einbau von Sicherungsanlagen an bisher ungeschützten Wegübergängen sehr erschwert.
Der Erfindung gemäss werden durch die Schaltstellen (z. B. Schienenkontakte) Ver zögerungsrelais betätigt, welche die Signal gabe steuern. Es ist dadurch möglich, auch bei Verwendung der üblichen Schienenkon takte die Signalsteuerung von -der letzten Zugachse abhängig zu machen. Als Verzöge rungsrelais haben sich Quecksilberverzöge- rungsrelais als besonders wirksam erwiesen.
In der Abbildung ist ein Ausführungs beispiel einer Sicherungsanlage dieser Art dargestellt.
Der die Signaleinrichtungen am Weg übergang steuernden Streckenabschnitt ist an seinen beiden Enden mit je einem Schie nenkontakt Ki, Ida ausgerüstet. Die Kon takte Ki, g3 sind Ruhekontakte. An dem zu schützenden Wegübergang Ü ist = ein Schienenarbeitskontakt M vorgesehen.
Die Anlage arbeitet mit Ruhestrom, der von Erde über Batterie, Widerstand R2, Wider stand Bi, Relais R, Schienenkontakt Ki, Schienenkontakt K3, Relaiskontakt r2, Stel lung I, nach Erde fliesst. Das Relais R ist daher im Ruhezustand erregt. Die Kontakte ri bis r6 sind in der diesem Zustande ent sprechenden Stellung gezeichnet.
Durch diese Ruhestromschaltung ist eine erhöhte Sicher heit der Anlage gegeben, da jeder Kabel bruch sofort die rote Warnungslampe in gleicher Weise einschaltet, wie in den Fäl len, in denen der eine oder der andere der Schienenkontakte Ki und Ka durch das Überfahren eines Zuges unterbrochen wird.
Es sei angenommen, dass ein Zug von links in den die Signaleinrichtung am Weg übergang steuernden Streckenabschnitt ein fährt. Sobald die erste Achse den Schienen kontakt Ki überfährt, wird der Ruhestrom kreis für das Relais R unterbrochen, welches abfällt und seine Kontakte ri bis r6 um schaltet.
Durch den Kontakt ri wird der Stromkreis für das weisse Blinklicht unter brochen und dafür das rote Blinklicht ein geschaltet von Erde über Kontakt ri in Stel lung II, Kontakt sa, Blinker Br, rote War nungslampe Lr, Batterie nach Erde. Paral lel 'zur Warnungslampe Lr liegt der den Blinker Br betätigende Magnet hlr. Über den Kontakt r2 in Stellung II wird das Ver zögerungsrelais Q eingeschaltet von Erde.
Kontakt r2 in Stellung II, Kontakt s4, Kon takt ha, Relais Q, Batterie, Erde. Das Re lais Q, das vorzugsweise als Quecksilberver- zögerungsrelais ausgebildet ist, öffnet seinen Kontakt ql. Wenn der Schienenkontakt Ki wieder geschlossen ist, kann das Relais R nicht mehr ansprechen, da der Stromkreis über den Kontakt r2 unterbrochen ist.
Hat der Zug den Wegübergang U erreicht, so wird durch die erste Achse der Schienen kontakt K2 geschlossen und hierdurch das Halterelais H von. Erde, Kontakt K2, Kon takt ki in Stellung I. Relais H, Batterie nach Erde zum Ansprechen gebracht.
Das .Relais H schliesst für sich einen Haltestrom- kreis von Erde über Kontakt si in Stellung I und Kontakt h2. Das Sperrelais S, das über die Kontakte IM und r3 an Erde liegt, kann nicht ansprechen, da es durch den Kontakt vi kurzgeschlossen ist. Über den ungeschal- teten Kontakt lti in Stellung II ist das Ver zögerungsrelais.
Q an den Schienenkontakt K2 angeschlossen worden, während gleich zeitig der bisherige Stromkreis für dieses Relais durch Kontakt h3 unterbrochen ist. Fährt der Zug über den Schienenkontakt K@z, so wird dieser Kontakt im Rhythmus. der über ihn hinweglaufenden Achsen geschlos sen und geöffnet. Das Relais Q ist mit einer solchen Verzögerung ausgerüstet, dass sein Anker erst 5 bis 7 Sek. nach dem Ausschal ten des Stromes abfällt. Dieses Relais bleibt deshalb während des Überfahrens des Zuges über den Schienenkontakt K2 angezogen.
Ist die letzte Achse über den Schienenkontakt hinweggelaufen, so fällt nach 5 bis 7 Sek. der Anker des Relais Q ab und schliesst den Kontakt ql. Das Relais B kann wieder an sprechen von Erde über Batterie, Kontakt r6, Widerstand Bi, Relais R, Schienenkon takt Ki, Schienenkontakt K3, Kontakt he, Kontakt qi nach Erde. Durch den Kontakt r6 war der Widerstand R2 kurzgeschlossen worden, so dass ein stärkerer Strom durch das Relais R fliesst und dieses schnell zum Ansprechen bringt.
Sobald jedoch das Re lais R angesprochen hat, wird durch Öffnen des Kontaktes r6 der Widerstand R2 in den Stromkreis des Relais B eingeschaltet und dieser verringert den durch dieses Relais flie ssenden Strom, der jedoch noch so gross bleibt, dass das Relais seinen einmal angezogenen Anker festhält. Über den in Stellung I zu rückgelegten Kontakt ri wird. wieder das weisse Blinklicht Lw eingeschaltet.
Der Kon takt r2 in Stellung I schliesst einen Strom kreiszweig parallel zu den Kontakten ha und qi. Parallel zu dem Relais R wird über die Schienenkontakte K3, Ki und die Relaiskon takte h5, r4 in Stellung das Quecksilber verzögerungsrelais K eingeschaltet, welches den durch den Kontakt vi gebildeten Kurz schluss für das Sperrelais S aufhebt, welches jedoch nicht ansprechen kann, da sein Strom kreis durch Kontakt 2-s unterbrochen ist.
Läuft die erste Achse des Zuges über den Schienenkontakt K3, so wird der Ruhestrom kreis für das Relais R wieder unterbrochen, so dass dessen Anker abfällt. Dadurch kann das Relais S über den nunmehr geschlossenen Kontakt r3 zum Ansprechen kommen. Durch den Kontakt s3 wird die Einschaltung des roten Blinklichtes unterbunden und gleich zeitig durch den Kontakt s2 der durch Kon takt ri unterbrochene Strom für das weisse Blinklicht weiter aufrecht erhalten.
Das Halterelais H wird durch Umlegen des Kon taktes si aberregt. Der Kontakt si schliesst dabei einen Haltestromkreis für das Relais ,<B>9</B>. das auch nach Öffnen des Kontaktes h4 erregt bleibt. Das Verzögerungsrelais Y er hält nunmehr Strom über die Kontakte s5 und r4, in Stellung 11. Der Stromkreis für das Verzögerungsrelais Q wird durch Öffnen des Kontaktes 84 unterbrochen.
Nach jeder über den Kontakt K3 fahrenden Achse wird der Stromkreis für das Relais R, der über den Kontakt so nach Erde verläuft, kurzzei tig geschlossen. Der Kontakt r4 öffnet dabei jedesmal den Stromkreis für das Relais Y, das aber während dieser kurzen Stromunter brechungen erregt bleibt.
Hat die letzte Achse des Zuges den Schienenkontakt Iss überfahren, so bleibt der Stromkreis für das Relais B geschlossen. Dadurch wird über den Kontakt r4 der Stromkreis für das Quecksilberverzögerungs- relais Y unterbrochen, und dieses schliesst nach etwa 5 bis 10 Sek. durch den Kontakt vi das Sperrelais S kurz. Dieses wird ab erregt, schaltet also seine Kontakte si bis 8s in die Ruhestellung um. Hiermit ist die An lage wieder in ihren Ruhezustand oder ihre Grundstellung gelangt.
Da die Kontakte Ri und K3 in Reihe ge schaltet sind, ist es gleichgültig, ob *der Zug zuerst den Kontakt Ki oder den Kontakt K3 überfährt, das heisst die Anlage arbeitet in genau gleicher Weise, wenn der Zug von rechts her in den die Signaleinrichtung steuernden Streckenabschnitt einfährt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrische Sicherungsanlage für Eisen bahnübergänge, vorzugsweise solche an ein gleisigen Strecken mit Verkehr in beiden Richtungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Ein- und Abschaltung der Warnsignale über Schaltstellen (Ki, K2, K3) mittels Verzöge rungsrelais (Q, Y) erfolgt,welch letztere in Abhängigkeit von der letzten Zugachse das beim Einfahren in den die Signaleinrich tung am Wegübergang steuernden Strecken abschnitt eingeschaltete Warnungssignal erst dann abschalten, wenn die letzte Zugachse die Schaltstelle am Wegübergang, und die Anlage erst dann in die Grundstellung zu rückbringen, wenn die letzte Zugachse die Schaltstelle am Ende des Streckenabschnittes überfahren hat. UNTERANSPRCCHE 1. Anlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die die Einschaltung und Rückschaltung bewirkenden Schalt stellen in einem Ruhestromkreise liegen. 2.Anlage nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigung der Verzögerungsrelais in Abhängigkeit von einem in dem über die Schaltstellen verlaufenden Ruhestrom kreise liegenden Relais (R) erfolgt. 3. Anlage nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeich net, dass beim Überfahren der ersten Schaltstelle ein Verzögerungsrelais (Q) anspricht, das während der durch die über die Wegübergangsschaltstelle (K2) lau fenden Achsen hervorgerufenen periodi schen Stromunterbrechungen infolge der Verzögerungswirkung seinen Kontakt nicht umschaltet, diesen Kontakt aber nach Ablauf der letzten Achse um schaltet. 4.Anlage nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch ein Verzögerungsrelais (Y), welches die Grundstellung der Sicherungsanlage her beiführt, wenn die letzte Achse die am Ausgang des Streckenabschnittes liegende Schaltstelle überfahren hat. 5. Anlage nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeich net, dass die die Umschaltung bewirken den Verzögerungsrelais (Q, V) als Queck- silberverzögerungsrelais ausgebildet sind. ö.Anlage nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch ein Sperrelais (S), das die Wiederein schaltung des roten Warnungslichtes beim Ausfahren des Zuges aus dem die Signal einrichtung am Wegübergang steuernden Streckenabschnitt verhindert.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE181948X | 1934-06-02 | ||
| CH181948T | 1935-05-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH181948A true CH181948A (de) | 1936-01-15 |
Family
ID=25720624
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH181948D CH181948A (de) | 1934-06-02 | 1935-05-18 | Elektrische Sicherungsanlage für Eisenbahnübergänge. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH181948A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767196C (de) * | 1936-11-21 | 1952-02-14 | Julius Pintsch K G | Einrichtung zur Sicherung von UEberwegen |
-
1935
- 1935-05-18 CH CH181948D patent/CH181948A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767196C (de) * | 1936-11-21 | 1952-02-14 | Julius Pintsch K G | Einrichtung zur Sicherung von UEberwegen |
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