<B>d</B> Kühlvorrichtung zum Aufbewahren und Frischhalten von Waren. Die Erfindung bezieht sich auf eine wei tere Ausbildung der Kühlvorrichtung zum Aufbewahren und Frischhalten von Waren nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes.
Das Hauptpatent betrifft eine Kühlvor richtung zum Aufbewahren und Frischhalten von Waren, die eine .die Kälte abgebende, zum Auflegen der Waren bestimmte, frei im Luftraum angeordnete Fläche aufweist. Diese Kühlvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass auf diese Fläche durch die Kälteleistung der Kühlvorrichtung ein Reifbelag erzeugt und während des Betriebes der Kühlvorrich tung aufrecht erhalten werden kann, und dass die Fläche zwecks Schaffung eines scharf be grenzten Reiffeldes von mit ihr in wärme isolierender-Verbindung stehenden Randteilen umgeben ist.
Bei einer Ausführungsform die ser Kühlvorrichtung nach dem Hauptpatent ist die Fläche, auf welche die zu kühlenden Waren gelegt werden, von einem Rahmen umgeben, welcher die bereifte Fläche be grenzt und von der Fläche so gut isoliert ist, dass er niemals eine so niedrige Temperatur annehmen kann, dass sich Reif auf diesem Rahmen bildet.
In der Praxis hat es sich herausgestellt, dass man dabei sehr wohl den Rahmen so gegen die zum Auflegen der Ware bestimmte Fläche isolieren kann, dass sich der Rahmen bei Benutzung der Vorrichtung niemals selbst mit Reif bedeckt. Infolgedessen ist die be reifte Fläche stets scharf .getrennt von dem nichtbereiften Rahmen, wodurch ein schönes Aussehen der Vorrichtung nach dem Haupt patent erreicht wird.
Man hat jedoch die Erfahrung gemacht, dass bei sehr feuchter Atmosphäre, das heisst bei sehr hohem Wassergehalt der Luft, dieses Wasser sich doch am Rahmen kondensiert. Dies beruht darauf, dass die von der Kühl fläche durch die Isolierung an den Rahmen übertragene Kälte an die umgebende Luft abgegeben wird und der Rahmen dadurch eine Temperatur besitzt, welche etwas unter der Temperatur der umgebenden Luft liegt. Die Temperatur des Rahmens kann jedoch unterhalb des Taupunktes der Luft liegen, wobei sieh Wasser am Rahmen kondensiert.
Dadurch wird das schöne Aussehen der gan zen Vorrichtung beeinträchtigt, da der Rah men, wenn er beispielsweise aus glänzendem Metall, wie etwa Chrom, hergestellt ist, nur in trockenem Zustande sehr schön aussieht.
Die Erfindung bezweckt, diesen Nachteil zu vermeiden, und zeichnet sieh erfindungs gemäss aus durch Mittel zum Heizen der einen Rahmen bildenden Randteile, welche Mittel eine solche Beheizung des Rahmens ermöglichen, dass mindestens auf einem Teil desselben die Niederschlagung von Feuchtig keit aus der Atmosphäre verhindert oder be reits niedergeschlagene Feuchtigkeit durch Verdampfung entfernt wird, ohne da.ss da durch der Reif auf der zum Auflegen der Ware bestimmten Fläche beeinflusst wird.
Durch Erhitzung des Rahmens kann seine Temperatur auf die Temperatur der um gebenden Luft oder darüber hinaus erhöht werden, so dass keine Kondensation von Wasser an einer kälteren Fläche mehr ein treten kann.
Das Erhitzen des Rahmens kann in ver schiedener Weise bewirkt werden. In erster Linie ist es möglich, das Erhitzen auf elek trischem Wege mittels elektrischer Wider stände durchzuführen. Es ist jedoch auch möglich, den Rahmen durch ein komprimier- tes gasförmiges Kältemittel, wie beispiels- weise @SO, zu erhitzen, welches beim Ver lassen eines Kompressors einer Kühlanlage eine die Beheizung des Rahmens ermög lichende Temperatur besitzt.
Auf der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsformen des Gegenstandes der Erfindung beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen: Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Aus führungsform, bei der ein Heizelement in Form eines besonderen elektrischen Kabels vorgesehen ist, Fig. 2 eine zweite Ausführungsform, bei der ein elektrischer Heizdraht vorgesehen ist, und Fig. 3 den gleichen Querschnitt einer dritten Ausführungsform mit einem Rohr zum Hindurchführen des komprimierten, warmen Kältemittels.
Bei allen Ausführungsformen ist eine Platte 9 vorgesehen, die die zum Auflegen der Ware bestimmte Fläche bildet, welche mit Reif bedeckt wird und durch an ihrer Unterseite angelötete Rohrwindungen 22 ge kühlt wird. Die Platte 9 ist von einen Rah men 12 bildenden Randteilen umgeben, die vorzugsweise aus Metall bestehen, zum Bei spiel aus verchromtem Messing.
Die Platte 9 ist an ihrer Oberseite durch einen Gummi streifen 16 abgeschlossen (auch kann bei spielsweise statt dessen ein mit Kork gefüll tes Gummirohr verwendet werden), gegen welchen die Platte 9 mittels der Schrauben 17 angedrückt wird. Unmittelbar an der Unterseite der Platte 9 liegen dünne Kork streifen 18, welche durch kleine Holzstreifen 19 getragen werden; gegen diese werden kleine Platten 20 aus Fiber, Bakelit (Kunst harz) oder dergleichen gepresst.
Die Schrauben 17 sind in Muttern 21 ein geschraubt, welche ebenfalls aus Isolierstoff, wie Fiber oder dergleichen, bestehen. Diese Muttern 21 fassen in eine im Rahmen 12 vorgesehene Nut, in welcher sie sich in Längsrichtung verschieben können. Auf diese Weise kann die Platte 9 genau ausgerichtet werden, wobei sie nach innen gegen Wasser und Luft abdichtet und die Übertragung von Wärme zwischen der Platte 9 und dem Rah men 12 sehr erschwert ist. Die Wärmeüber tragung wird dann. weiter dadurch erschwert, dass die Platte 9 den Gummi 16 und den Kork 18 nur mit einer ganz schmalen Kante berührt. Die Platte 9 steht also mit dem Rahmen 12 in wärmeisolierender Verbindung.
Der Rahmen unterhalb der Platte und folglich um die Rohrschlange 22 ist mit einer Isoliermasse 23, beispielsweise aus Kork, gefüllt, deren Fugen sorgfältig mit feinerem Isoliermaterial, wie etwa Kork pulver, Schlackenwolle oder dergleichen, aus gefüllt sind. Das Ganze ist ferner durch eine Platte 24 so abgeschlossen, dass eine luft- und.
wasserdichte Einheit entsteht. Es ist natür lich wichtig, dass in den Raum zwischen den Platten 9 und 24 keine Luft eindringen kann, denn wenn dort eine Luftzirkulation auf treten würde, so würde sich dort auch Reif bilden, wodurch die Kühlwirkung an der obern Seite erheblich vermindert würde, wäh rend sieh ebenfalls eine Menge Kondens wasser innerhalb der Isoliermasse bilden könnte.
Infolge seiner grossen Oberfläche kann der Rahmen 12 Wärme schnell an die um gebende Luft abgeben. Er bedeckt sich daher nicht mit Reif, obwohl die Rahmentempera tur so niedrig sein kann, dass sich Wasser aus der Atmosphäre am Rahmen kondensiert. wenn die Atmosphäre einen sehr hohen Feuchtigkeitsgehalt hat.
In Fig. 1 ist an der Innenseite des Rah mens, das heisst der Sicht entzogen, ein elek trisches Kabel 25 angeordnet. Dieses Kabel ist ein mit einer Bleiumhüllung versehenes Kabel, welches eine Seele aus Asbest besitzt, auf welche ein Draht schraubenlinienförmig aufgewunden ist, der aus Metall mit hohem Widerstand besteht. Dieses Heizelement ist mit besonders behandeltem Gummi umgeben und dann mit der Bleiumhüllung versehen. Das Kabel könnte natürlich auch aus einem einfachen geraden Draht bestehen, welcher in dem besonders behandelten Gummi ein- #,ebettet und mit Blei umschlossen ist. Das Kabel ist einer Fläche des Rahmens entlang geführt.
Je nach der verwendeten elektrischen Spannung kann die Temperatur des Rahmens geregelt werden. Es können auch elektrische Widerstände, Schalter oder dergleichen zwecks Regelung der Rahmenheizung vor gesehen sein. Es ist ferner nicht notwendig, das Heizkabel 25 entlang der gesamten Rahmenlänge anzuordnen, vielmehr wird es in vielen Fällen ausreichen, nur einen Teil des Rahmens zu erwärmen, von dem man be sonders wünscht, dass er nicht feucht wird.
In Fig. 1 ist ferner dargestellt, wie das Kabel 25 vermittels eines Streifens 26 aus Isolier stoff befestigt wird. Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist ein einfacher elektrischer Heizdraht 30 zwi schen zwei Asbeststreifen 27 und 28 ein geschlossen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist ein Rohr 29 vorgesehen, welches an die Aus lassseite des Kompressors der Kühlanlage, welche das Kühlmittel für diese Vorrichtung liefert, angeschlossen werden kann und an die Innenseite des Rahmens angelötet ist.
Auf alle Fälle ist die bei den dargestell ten Vorrichtungen im Rahmen entwickelte Wärme nicht so gross, dass der Reif auf der obern Fläche der Platte 9 beeinflusst wird.
Ein Vorteil der dargestellten Beispiele besteht in folgendem: Wenn aus irgendeinem Grunde Feuchtig keit in .das durch die Platte gebildete Ganze gelangt ist, so dass beispielsweise die Isolier masse 23 Wasser enthält, so ist es möglich, dieses Wasser durch Verdampfung infolge Heizung des Rahmens und damit der Platte vermittels der beschriebenen Heizeinrich- tungen zu entfernen. Vorzugsweise wird die Kühlung dann unterbrochen, das heisst die Kühlmaschine wird stillgesetzt und die Reif schicht entfernt. Es ist jedoch auch möglich.
in diesem Fall stärker zu heizen, beispiels weise indem die elektrische Spannung der in Fig.1 und 2 dargestellten Vorrichtung er höht wird.
Es könnte der Rahmen statt auf die vor beschriebenen Arten auch durch Lampen ge heizt werden, damit die Schönheit des Gan zen .durch Lichteffekte erhöht würde.
Bei der Ausführungsform .gemäss Fig. 3 wird die Temperatur des Rahmens nicht in allen Teilen desselben die gleiche sein, weil das Kältemittel, wo es in den Rahmen ein tritt, selbstverständlich eine höhere Tempera tur hat als wo es diesen Rahmen verlässt. Dieser Nachteil kann dadurch behoben wer den, da.ss zwei Rohre in dem Rahmen vor gesehen werden, die durch das gasförmige Kältemittel in entgegengesetzten Richtungen durchströmt werden, wobei beide Rohre mit dem Verdichter verbunden sind und also parallel geschaltet sind. Die Temperatur des Rahmens wird dann in allen Punkten prak tisch dieselbe sein.
Die Gasleitung zum Heizendes Rahmens kann dabei im Nebenschluss zu der Druck leitung, welche .den Verdichter verlässt, an geordnet sein, und es kann sodann ein Regel ventil zwischen den Punkten, wo die Neben schlussleitung .die Hauptleitung verlässt und wo sie wieder darin einmündet, vorgesehen werden. In dieser Weise kann die Gasmenge, welche durch den Rahmen umläuft, und damit die Temperatur .des Rahmens in ein facher Weise geregelt werden.
Die Heizung durch das Kältemittel hört bei dieser Ausführungsform selbsttätig auf, wenn der Verdichter anhält.