CH182219A - Radioempfangsgerät mit selbsttätiger Selektivitätsregelung. - Google Patents

Radioempfangsgerät mit selbsttätiger Selektivitätsregelung.

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CH182219A
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America Radio Corporation Of
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      Radioempfangsgerät    mit selbsttätiger     Selektivitätsregelung.       Es ist bekannt, ein     Radioempfangsgerät     mit einer Vorrichtung zu versehen, die selbst  tätig die Selektivität in Abhängigkeit von  der Amplitude der empfangenen Schwingun  gen regelt.

   Eine derartige     Selektivitätsrege-          lung    wird zum Beispiel dadurch erhalten, dass  parallel zu einem .oder mehreren abgestimm  ten Kreisen des Hoch- oder Zwischen  frequenzverstärkers eine Entladungsröhre ge  schaltet und der innere Widerstand dieser  Röhre entsprechend der Amplitude der emp  fangenen Schwingungen geregelt wird, zum  Beispiel in der Weise, dass dem Gitter der  Entladungsröhre eine von dieser Amplitude  <B>i</B> abhängige     Gleichspannung    zugeführt wird.

         kD        23     Die Röhre führt in diesem Fall eine von der  Amplitude abhängige Dämpfung des abge  stimmten Kreises herbei, derart, dass bei gro  sser     Signalstärke    die Dämpfung gross und da  her die Selektivität gering ist, während bei  geringer Signalstärke die Dämpfung klein  und die Selektivität gross ist.  



  Den bekannten selbsttätigen Selektivitäts  regelungen haftet jedoch der Nachteil an, dass    bei geringer Signalstärke und damit ein  hergehender grosser     Selektivität    der vom  Empfangsgerät wiedergegebene Schall einen  dumpfen Charakter annimmt infolge des  Umstandes, dass die den hohen Tonfre  quenzen entsprechenden     Seitenbandfrequenzen     im Hoch- oder     Zwischenfrequenzverstärker     unterdrückt sind, so dass bei der Wiedergabe  die niedrigen Tonfrequenzen in bezug auf  die mittleren     Tonfrequenzen    stark hervor  treten.  



  Der Charakter des     wiedergegebenen        Schal-          les    wird nun erfindungsgemäss dadurch ver  bessert, dass die     selbsttätige        Selektivitätsrege-          lung    gleichzeitig den     Niederfrequenzteil    des  Empfangsgerätes derart steuert, dass bei klei  ner Amplitude der     empfangenen    Signale  (grosser Selektivität des     Empfangsgerätes)     die niedrigen Tonfrequenzen in bezug auf  die mittleren     Tonfrequenzen    unterdrückt  werden.  



  In der beiliegenden, ein Ausführungsbei  spiel der Erfindung darstellenden Zeichnung  ist nur derjenige Teil der     Schaltung    eines           Radioempfangsgerätes    dargestellt, in dein  die     Erfindung    angewendet ist. Hoch- oder       Zwisehenfrequenzschwingungen    werden der  Primärwicklung 1 eines     Transformtors    2 zu  geführt. Die mittels eines Kondenstors 4 ab  gestimmte     Sekundärwicklung    3 dieses Trans  formators ist über einen Kondensator 5 mit  dem Gitter einer     Verstärkerröhre    6 verbun  den.

   Die im Anodenkreis auftretenden ver  stärkten Schwingungen werden mittels eines  Transformators 7, dessen     Sekundärwicklung     8 mittels eines Kondensators 9 abgestimmt  ist, einem     Diodengleichrichter    10 einer Duo  diode-Triode 11 zugeführt: Nach Gleichrich  tung tritt über einen Widerstand 12 eine von  der Amplitude der Hoch- oder Zwischen  frequenzschwingungen abhängige Gleichspan  nung,     sowie    eine von der Modulation der  Hoch- oder     Zvischenfrequenzschwingungen     abhängige     Niederfrequenzwechselspannung     auf. Beide     Spannungen    steuern das Gitter des       Verstärkersystemes    der     Duodiode-Triode    11.

    Die in dem Anodenkreis des     Verstärker-          systemes    auftretenden     Niederfrequenzschwin-          gungen    werden über eine     Drosselspulen-Kon-          densatorkupplung,    die aus den Drosselspulen  13 und 14 und dem Kondensator 15 besteht,  der Primärwicklung eines     Niederfrequenz-          transformators    16 zugeführt. Die Sekundär  wicklung dieses Transformators ist, gegebe  nenfalls unter Zwischenschaltung eines Nie  derfrequenzverstärkers, mit dem Lautsprecher  des Empfangsgerätes verbunden.  



  Die Anodenspannungen für die     Ver-          stärkerröhren    werden einer gemeinsamen  Spannungsquelle entnommen, die an die  Klemmen 17     und    18 eines aus Widerständen  19, 20 und 21 zusammengesetzten     Span-          nungteiler    angeschlossen ist.  



  Der Anodenstrom des     Verstärkersyste-          mes    der     Duodiode-Triode    11 fliesst von  der Kathode 22 über einen Widerstand 23.  Dieser Strom und daher auch der Span  nungsabfall am Widerstand 23 ist also  von der Amplitude der über die Sekundär  wicklung 8 des Transformators 7 auftreten  den Hoch- oder     Zwischenfrequenzschwingun-          gen    abhängig. Der Widerstand 23 liegt in    Reibe mit dein Widerstand 21, dem Wider  stand 25 und einem Teil eines Spannungs  teilers 26 in dem mit der Diode 27 der Duo  diode-Triode verbundenen Kreis.

   Der die  Diode 2:7 durchfliessende Strom ist in diesem  Fall von dem     Gleichspannungsverlust,.    der  durch den Anodenstrom des     Verstärker-          systemes    über den     -Widerstand    23 herbeige  führt wird, abhängig und, wie ohne weiteres  klar ist, der Spannungsverlust über den  Widerstand 25 und den Spannungsteiler 26  ist also gleichfalls von der Amplitude der  Hoch- oder     Zwischenfrequenzschwingungen     abhängig.

   Dieser Spannungsverlust regelt die       Gittervorspannung    der     Verstärkerröhre    6,  wodurch auf bekannte Weise eine selbsttätige       Lautstärkeregelung    erhalten     wird.     



  Zur Erreichung einer selbsttätigen Rege  lung der Selektivität ist parallel zu der ab  gestimmten Sekundärwicklung 3 des Trans  formators 2 der Widerstand zwischen Anode  und Kathode einer Röhre 28 geschaltet. Die  ser Widerstand wird durch den Spannungs  verlust über einen Widerstand 29 zwischen  Gitter und Kathode gesteuert, der gleich  zeitig in dem Anodenkreis einer Röhre 30  liegt. Die Gitterspannung der Röhre 30 wird  durch den Spannungsverlust über den Wider  stand 25 und einen Teil des Spannungsteilers  26 bestimmt.  



  Die     sow=eit        beschriebene    Schaltung arbei  tet nun wie folgt:  Bei zunehmender     Amplitude    der     Hoch-          oder        Zwischenfrequenzschwingungen    wird  das Gitter der     Duodiode-Triode    11 mehr  negativ, was eine Abnahme des den Wider  stand 23 durchfliessenden Anodenstromes des       Verstärkersystemes    zur Folge hat. Die Anode  der Diode 27 erhält in diesem Fall in     bezug     auf die Kathode 2 2 eine höhere positive  Spannung, so dass der den Widerstand 25  und den Spannungsteiler 26 durchfliessende  Strom zunimmt.

   Das Gitter der Verstärker  röhre 6 wird infolgedessen mehr negativ und  die     selbsttätige        Lautstärkeregelung    tritt in  Tätigkeit. Gleichzeitig wird auch das Gitter  der Röhre 30 mehr negativ, so dass der durch  den Widerstand 29 fliessende Anodenstrom,      sowie die negative Spannung an dem Gitter  der Röhre 28 abnimmt. Der Widerstand zwi  schen Kathode und Anode der Röhre 28  nimmt infolgedessen ab,     -,vas    eine Zunahme  der Dämpfung der abgestimmten Sekundär  wicklung 3 zur Folge hat: die Selektivität  nimmt also ab.  



  Bei abnehmender Amplitude der     Hoch-          oder        Zwischenfrequenzschwingungen    nimmt  der Widerstand zwischen Kathode und  Anode der Röhre 28 und daher die Selektivi  tät der abgestimmten Sekundärwicklung 3  u.     Vie    in der Einleitung bereits bemerkt  z<B>N</B>  wurde, geht dies mit einem Abschneiden der  höheren     Seitenbandfrequenzen    der Hoch- oder       Zwischenfrequenzschwingungen    einher, wo  durch bei der Wiedergabe die niedrigen Ton  frequenzen zu stark hervortreten. Dieser  Wirkung wird nun auf die folgende Weise  entgegengewirkt. In Reihe mit der Drossel  spule 14 liegt der Widerstand zwischen  Anode und Kathode einer Röhre 31.

   Dieser  Widerstand ist von der Gitterspannung ab  hängig, die durch den Spannungsverlust über  den     -\Viderstand    25 und einen Teil des     Span-          nungsteilers    26     bestimmt    wird. Bei grosser  Amplitude der Hoch- oder     Zwischenfrequenz-          scliwingungen    (geringer Selektivität) ist der  Widerstand zwischen Anode und Kathode  der Röhre 31 gross, bei kleiner Amplitude  (grosser Selektivität) jedoch klein.

   Im erste  ren Fall ist die     Gesamt-Impedanz    der parallel  zu der Primärwicklung des Transformators  16 liegenden Reihenschaltung der Drossel  spule 14 und der Röhre 31 sehr gross, so dass  diese Reihenschaltung auf den Verlauf der       Frequenzcharakteristik    des Niederfrequenz  teils des Empfangsgerätes keinen nennens  werten Einfluss ausübt. Im letzteren Fall,       ,also    bei grosser     Selektivität"    ist der Wider  stand der Röhre 31 gering, so     da.ss    die Impe  danz der Reihenschaltung nahezu allein  durch die Impedanz der Drosselspule 14 be  stimmt wird.

   Für niedrige Tonfrequenzen ist       iii    diesem Fall die Impedanz der Reihen  sehaltung parallel     zii    der     Primärwicl,:lung       des Transformators 16 gering., für höhere  Tonfrequenzen nimmt diese Impedanz zu. Es  wird auf diese Weise also erreicht, dass bei  geringer Stärke der empfangenen Signale und  bei grosser     Selektivität    des Empfangsgerätes  die niedrigen Tonfrequenzen in bezug auf die  mittleren Tonfrequenzen unterdrückt werden,  was subjektiv eine erhebliche Verbesserung  der Wiedergabe zur Folge hat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Radioempfangsgerät mit einer selbst- tätigen Selektivitätsregelung, welche die Breite des von dem Hoch- oder Zwischen- frequenzverstä.rker des Gerätes durchgelasse nen Frequenzbandes in Abhängigkeit von der Amplitude der empfangenen Signale be einflusst, dadurch gekennzeichnet, dass die selbsttätige Selektivitätsregelung gleichzeitig den Niederfrequenzteil des Empfangsgerätes derart steuert,
    dass bei kleiner Amplitude der empfangenen Signale und damit einhergehen der grosser Selektivität des Empfangsgerätes die niedrigen Tonfrequenzen in bezug auf die höheren Tonfrequenzen unterdrückt wer den. UNTERANSPRUCH: Radioempfangsgerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im Nieder frequenzteil des Empfangsgerätes eine Rei henschaltung einer frequenzabhängigen Impe danz und eines veränderlichen, frequenzunab- hängigen Widerstandes angebracht ist, wel cher frequenzabhängige Widerstand von der selbsttätigen Selektivitätsregelung derart ge steuert wird,
    dass bei kleiner Amplitude der empfangenen Signale und grosser Selektivi tät des Gerätes der veränderliche, frequenz- unabhä ngige Widerstand klein ist und die frequenzabhängige Impedanz die niedrigen Tonfrequenzen in bezug auf die höheren Ton frequenzen unterdrückt.
CH182219D 1934-05-31 1935-05-27 Radioempfangsgerät mit selbsttätiger Selektivitätsregelung. CH182219A (de)

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