Torrichtung zum Bügeln von Krawatten. Vorrichtungen zum Bügeln von 1, rawat- ten sind bekannt. Dieselben besitzen in der Regel der Krawattenform an-epasste Bügel körper, die mit einer elektrischen Heizvor- richtung ausgestattet sind.
Diese bekannten Bügelvorriehtungen sind zum wirklichen Bii- geln ungeeignet, da dieselben keine Bügel bewegung des Bügelkörpers gestatten, viel mehr das Bügeln der Krawatte derart vor nehmen, dass die Krawatte über einen ihr angepassten Bügelkörper mit scharfen Seiten kanten gestrafft und in Ruhelage des Bügel körpers durch die Heizvorrichtung geglättet wird. Praktische Versuche haben gezeigt, dass ein wirklicher Bügelvorgang hierbei nicht stattfindet, und dass die Seide der Kra watten durch die Heiztemperatur des Bügel körpers leicht verbrannt, zumindest aber stark beansprucht wird.
Die Erfindung bezweckt, demgegenüber eine Bügelvorrichtung zu schaffen, durch welche ein vollkommener Bügelvorgang er- möglielrt wird. Zu diesem Zweck ist die Bügelvorrichtung gemäss der Erfindung in der Weise ausgebildet, dass der Bügelkörper runde Seitenflächen aufweist und auf dem Rücken auf der dem breiten Endteil zu gekehrten Hälfte einen Bügelhandgriff trägt. Hierbei kann der Bügelkörper massiv sein und beispielsweise durch Aufsetzen auf eine Herdplatte erwärmt werden. Der Bügelkör per kann auch ein Hohlkörper sein, der zur Aufnahme bezw. zum Einführen eines Heiz- mittels eingerichtet ist.
Das Heizmittel kann beispielsweise eine elektrische Heizvorrich tung, heisses Wasser oder ein erwärmter Bol zen sein, wie dies bei Bügeleisen zum Plät ten von Stoffen bereits vorgeschlagen wurde. Der Handgriff kann gegebenenfalls abnehm bar und umsteckbar sein.
Die Bügelvorrichtung ist auf der Zeich- rtung durch zwei Ausführungsbeispiele ver anschaulicht.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht der ersten Ausführungsform; Fig. 2 ist eine Draufsicht der in die Kra watte eingeführten Vorrichtung; Fig. 3 zeigt einen teilweisen Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. 2; Fig. 4 ist eine Draufsicht der zweiten Ausführungsform.
Bei der in Fig. 1 bis 3 dargestellten Aus führungsform ist der durch einen Hohlkörper a gebildete Bügelkörper zum Einfüllen von heissem Wasser eingerichtet.
Zum Handhaben des etwas schmaler als die zu bügelnde Krawatte ausgeführten Bii- gelkörpers a ist ein zweckmässig abnehmbar und umsteckbar gestalteter Handgriff b vor gesehen, der zum Ausüben eines Bügeldruk- kes auf dem Rücken des Hohlkörpers a an gebracht und an einer vom breiten Endteil zur Spitze hin gelegenen Stelle, und zwar auf der dem breiten Endteil zugekehrten Hälfte angeordnet ist. Durch diese Anord nung des Handgriffes ist es möglich, die Vor richtung wie ein gewöhnliches Bügeleisen zu handhaben.
Zum leichteren Einführen des Bügelkörpers in die Krawatte ist derselbe an der Spitze dünner ausgebildet als an der Stelle<I>d.</I> Der abnehmbare Handgriff<I>b</I> kann durch Umstecken entweder, wie in Fig. 1 in vollen Linien angegeben, nach dem schmalen Ende des Bügelkörpers, oder wie in gestri chelten Linien dargestellt, nach dem breite ren Ende hin gerichtet sein und dadurch der Bügeldruck am Handgriff verschieden abge stimmt werden.
Zur Erleichterung der Bü gelbewegung weist der Hohlkörper a entspre chend seiner Höhe abgerundete Seitenwan dungen c auf, so .dass der etwas schmaler als die Krawatte ausgebildete Körper innerhalb derselben, und zwar in der Längs- und Quer richtung, unter Druck hin- und herbewegt werden kann. Dadurch ist es möglich, die Krawatte ohne Spannung hohl und ohne scharfe Kniffe zu bügeln; ferner wird hier durch das Verbrennen der Krawatte, da die Seide oder dergleichen nicht unter der Ein wirkung des fest eingespannten Heizelemen- tes steht, sondern von dem Eisen bügelnd bestrichen wird, verhindert.
Beim Biigelti in der Querrichtung schiebt sich der Stoff der Krawatte infolge der abgerundeten Seiten wandungen über letztere hinweg, so dass die Krawatte ohne Quer- oder Längskniffe hohl und glättend ausgestrichen werden kann.
Die in Fig. 4 dargestellte Ausführungs form ist für elektrische Heizung eingerichtet. Um den Heizwiderstand in den auch hier durch einen Hohlkörper gebildeten Bügelkör per einschieben zu können, ist der linke Teil der den Rücken bildenden Wand des Hohl körpers mittels Schrauben abnehmbar be festigt. Die" den Rücken bildende Wand könnte auch aus einem Stück bestehen und der Hohlkörper derart ausgebildet sein, dass der Heizwiderstand vom hintern Ende des Hohlkörpers eingeschoben werden kann.
Die Bügelvorrichtung kann zweckmässig mit einem Temperaturregler versehen sein, um eine andauernd gleichmässige Erwärmung des Bügelkörpers zu erzielen und ein Verbrennen des Krawattenstoffes zu verhüten.
Der hohle Bügelkörper kann gegebenen falls so ausgebildet sein, dass er zur' Auf nahme verschiedenartiger Heizmittel geeig net .ist, also zum Beispiel einer elektrischen Heizvorrichtung, oder von heissem Wasser, oder eines erwärmten Bolzens. Hierdurch wird die Bügelvorrichtung ganz besonders zur Mitnahme auf Reisen geeignet.