CH182519A - Anordnung zur magnetischen Ablenkung des Kathodenstrahles in Braun'schen Röhren, insbesondere für Fernsehzwecke. - Google Patents

Anordnung zur magnetischen Ablenkung des Kathodenstrahles in Braun'schen Röhren, insbesondere für Fernsehzwecke.

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CH182519A
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Aktiengesellschaft C Lorenz
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Lorenz C Ag
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  Anordnung zur magnetischen Ablenkung des Kathodenstrahles in     Braun'schen     Röhren, insbesondere für Fernsehzwecke.    Die Ablenkung des Elektronenstrahls  in     Braun'schen    Röhren erfolgt bekanntlich  elektrostatisch oder magnetisch. Das erste  erfordert geringe Leistungen, hat aber den  Nachteil, dass bei grösseren     Ablenkwinkelri          Fleckverbreiterungen    auftreten, insbesondere  wenn der Durchmesser des abzulenkenden  Elektronenstrahls gross ist, wie es im all  gemeinen bei Vakuumröhren der Fall ist.  Die magnetische Ablenkung hat den Vorteil,  dass eine solche     Fleckverbreiterung    nicht  auftritt, jedoch den Nachteil, dass der Auf  wand an Steuerenergie     grösser    ist.  



  Bei der Verwendung     Braun'scher    Röhren  für Fernsehzwecke     uruss    eine Ablenkung in  zweierlei Richtung erfolgen, und zwar zum  Beispiel von links nach rechts mittels der  sogenannten Zeilenfrequenz und von oben  nach unten mittels der     Bildwechselfrequenz.     Die Zeilenfrequenz hat die höhere Perioden  zahl, und zwar bei einem 180 Zeilen-Bild,  das     255mal    in der Sekunde wiedergegeben      wird, 4500 Hertz,     während    die Bildwechsel  frequenz 25 Hertz beträgt.

   Verwendet man,  wie bekannt, zur magnetischen     Ablenkung          Luftspulen,    so ist das magnetische Feld für  den Elektronenstrahl nur dann an allen  Stellen homogen oder nahezu homogen zu  gestalten, wenn verhältnismässig grosse Spulen  benutzt werden. Spulen dieser Art     erzeugen     ein erhebliches Streufeld, das für die Strahl  ablenkung nicht ausgenutzt wird. Ausserdem  besitzen solche Spulen eine sehr grosse Selbst  induktion.

   Um rasche     Strahlablenkungen    zu  bewirken, wie es zum Beispiel beim Fernsehen  für den     Strahlrücklauf    nach jeder Zeile not  wendigist, müsste man     zurErzielung    genügend  kleiner Zeitkonstanten den Spulen hohe       Ohm'sche    Widerstände vorschalten und zur  Erzeugung der nötigen     Spulenströme    ent  sprechend höhere Spannungen anwenden.  



  Es liegt daher nahe, um das Streufeld  und die     Spulendimension    und damit die den  Spulen zugeführte elektrische Energie mög-           lichst        lrlein    zu halten, Eisenkerne in den  Spulen zu verwenden. Ein solches System  hat jedoch den Nachteil, dass sich kein  homogenes Feld ausbildet, da     Streukraftlinien     von den Polen der     Zeilenablenkspulen    zu  denen der     Ablenkspulen    für den Bildwechsel  übergehen, die mehr oder weniger stark ge  krümmt sind, so dass das Feld keineswegs  mehr homogen ist. Bei grösseren Ablenkungen  aus der Mittellage heraus ergeben sich dann  Bildverzerrungen.

   Dies ist ein Grund dafür,  dass die magnetische Ablenkung trotz mancher  Vorteile noch nicht allgemein angewendet  wird.   Um trotzdem die Vorteile der magnetischen  Ablenkung ausnutzen zu können, wird der  Erfindung gemäss nur die     höher-periodig     beeinflusste Spule mit einem Eisenkern aus  gerüstet, während die Ablenkung in der dazu  senkrechten Richtung mittels Luftspulen er  folgt. Würde nur die     niederperiodig    beeinflusste  Spule mit Eisenkern versehen und die Zeilen  ablenkung mittels Luftspulen erfolgen, so  würde dies nicht die gewünschte Herabsetzung  des Gesamtaufwandes ergeben.  



  Die Erfindung ist im folgenden an einem       Beispielerläutert.        DieAbbildungzeigtschema-          tisch    einen Schnitt durch das     Ablenksystem.     



  Die     Braun'sche    Röhre ist mit B bezeichnet.  Die Ablenkung in der Zeilenrichtung erfolgt  mittels der Spulen Z, in der Richtung des  Bildaufbaus mittels der Spulen W. Die Spulen  Z sind mit lamellierten Blechkernen ausge  rüstet und besitzen im übrigen einen Eisen  schluss     S.    Die Pole sind ungefähr dem Röhren  hals angepasst, um ein möglichst homogenes    Feld zu erzielen. Für die Form der Polschuhe  gelten ungefähr dieselben Überlegungen, wie  sie bei der     Flussgestaltung    elektrischer Ma  schinen üblich sind. Durch die Zeilenspulen Z  können sich nur solche Kraftlinien     ausbilden,     welche die     Braun'sche    Röhre homogen durch  setzen.

   Das Feld wird durch das senkrecht  stehende Feld der Luftspulen W in keiner  Weise beeinflusst. Die Nachteile von     Ablenk-          systemen,    bei denen sämtliche Spulen mit  Eisenkernen ausgerüstet sind, kommen dabei  in Fortfall.  



  Um bei Luftspulen die Zeitkonstante  klein zu halten, ist die     Vorschaltung    von  Widerständen erforderlich. Für die Bild  wechselfrequenz führt dies zu noch durchaus  brauchbaren Abmessungen der Anordnung.  Auch für das mit der höheren Periodenzahl  betriebene System mit den Eisenkernen er  geben sich für die Praxis ebenfalls brauch  bare Induktionswerte und damit auch brauch  bare Zeitkonstanten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Ablenkung des Kathoden strahls in Braun'schen Röhren, insbesondere für Fernsehzwecke, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablenkung in der Richtung, die höher-periodig beeinflusst wird, mittels eisen haltiger Spulen, in der zu ihr senkrechten Richtung dagegen mittels Luftspulen erfolgt. UNTERANSPRUCH: Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Bohrung der Eisenpolschuhe dem Röhrenhals anpasst.
CH182519D 1934-07-30 1935-07-01 Anordnung zur magnetischen Ablenkung des Kathodenstrahles in Braun'schen Röhren, insbesondere für Fernsehzwecke. CH182519A (de)

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