CH183048A - Verfahren zum Betrieb einer gittergesteuerten Umrichteranlage, die ein Mehrphasennetz mit einem zeitweise ohne erregenden Taktgeber arbeitenden Einphasennetz kuppelt. - Google Patents
Verfahren zum Betrieb einer gittergesteuerten Umrichteranlage, die ein Mehrphasennetz mit einem zeitweise ohne erregenden Taktgeber arbeitenden Einphasennetz kuppelt.Info
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Description
Verfahren zum Betrieb einer gittergesteuerten Umriehteranlage, die ein Nehrphasen- netz mit einem zeitweise ohne erregenden Taktgeber arbeitenden Einphasennetz kuppelt. In Anlagen zur Kupplung eines Mehr phasennetzes mit einem Einphasennetz mit Hilfe eines gittergesteuerten Umrichters hat man angegeben, die Steuerung so vorzuneh men, dass .die vom Umrichter gelieferte Span nung Rechteckform besitzt.
Um die Dreh stromleistung bei pulsierender Einphasen leistung konstant zu halten, hat man weiter angegeben, Induktivitäten und Kapazitäten auf der Einphasenseite .des Umrichters ein zubauen,
wobei die Induktivitäten die Diffe renz zwischen der Umrichterspannung recht- eckförmiger Kurvenform und der sinus- förmigen Einphasenspannung des Einphasen netzes und die Kapazitäten die Differenz zwischen dem Umrichterstrom rechteckför- miger Kurvenform und dem Netzstrom sinusförmiger Kurvenform aufnehmen.
Eine solche Schaltung ist in Abb. 1 beispielsweise dargestellt, wo in der Kathodenleitung des Umrichters eine Drossel und parallel zum Einphasentransformator ein Kondensator ge- schaltet .ist. Hierbei ist vorausgesetzt, dass die Frequenz der durch den Umrichter ge- kuppelten Netze durch parallel arbeitende Generatoren gehalten wird.
Fällt zeitweise der Generator auf der Einphasenseite aus, das heisst arbeitet die Umrichteranlage ohne erregenden Taktgeber am Einphasennetz, so wird die Einphasenfrequenz irgend einen gegenüber dem Normalwert veränderten Wert - annehmen. Durch den Ausfall des Generators wird im allgemeinen auch die Spannung des Einphasennetzes verändert.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren, welches die Aufrechterhaltung des Betriebes der Umrichteranlage ermög licht, wenn das Einphasennetz zeitweise ohne erregenden Taktgeber (Synchrongenerator) arbeitet.
Nach dem Verfahren gemäss der Er findung sollen die zusammen einen Schwin gungskreis bildenden Elemente, nämlich Kapazität des Umrichters und die durch die Gittersteuerung bestimmte Induktivität des- selben, Induktivität des Einphasentransfor- mators, sowie Induktivität und Kapazität des Einphasennetzes einerseits derart ein gestellt werden, dass die Eigenfrequenz dieses Schwingungskreises gleich der normalen Betriebsfrequenz des Einphasennetzes ist, anderseits aber so eingestellt werden,
.dass die Spannung des Einphasennetzes bei Ausfallen des Generators auf der Einphasenseite an genähert. konstant gehalten wird.
Die Frequenz des Einphasennetzes is l durch die Eigenfrequenz des Schwingungs kreises, dessen Elemente oben aufgezählt sind, gegeben. Fasst man alle Kapazitäten zur resultierenden Kapazität C und alle Induktivitäten zur resultierenden Induk- tivität L zusammen, so gilt die bekannte Resonanzgleichung co' . L . C = 1. Man er kennt aus dieser Gleichung, dass die gleiche Frequenz co für verschiedene Werte von L und C erhalten wird, sofern ihr Produkt obiger Gleichung genügt.
Von diesen vielen Möglichkeiten gibt es aber eine, bei der gleichzeitig die gewünschte Einphasenspan- nung auftrifft. Die resultierende Kapazität und Induktivität werden derart geregelt, dass gerade diese bestimmten Werte von L und C erreicht werden. Es ergibt sich aber daraus, dass es im allgemeinen nicht genügen wird, nur die Kapazität oder nur die Induktivität zu regeln, sondern dass beide geregelt werden müssen, um die voneinander unabhängigen Betriebsgrössen, Frequenz und Spannung, einhalten zu können.
In den Abb. 2 bis 5 bedeutet a das Dreh stromnetz, b das Einphasennetz und e .das Entladungsventil mit Gas- oder Dampf entladungsstrecke und mit Anoden, Kathode und den Anoden vorgelagerten Steuergittern. Das Ventil wird aus dem Drehstromnetz über den Transformator d gespeist. Das Ein phasennetz sei zeitweise durch einen in der Abbildung nicht dargestellten, taktgebenden Generator erregt. Mit f ist der Einphasen transformator bezeichnet.
L ist die zum Beispiel in die Kathodenleitung gelegte Drossel, und C, Ci, C2, C3 sind parallel zu den Wicklungen des Einphasentransforma- tors gelegte Kondensatoren. Die Frequenz und die Spannung des Einphasennetzes sind so lange konstant, als der am Einphasen netz b hängende und als Taktgeber dienende Synchrongenerator in Betrieb ist.
Ändern sich nun infolge Ausfallens des Generators am Einphasennetz die Kapazität und Induk- tivität desselben, so müssen diese Ände rungen am Umrichter kompensiert werden, damit stets die Resonanzbedingung,des oben bezeichneten :Schwingungskreises für .die Be triebsfrequenz des Einphasennetzes erfüllt und dessen Spannung angenähert konstant bleibt.
Die Änderung einer einzelnen Konstan ten des Schwingungskreises kann auf ver schiedene Arten erfolgen. Beispielsweise kann nach Abb. 2 der Wert der Kapazität des Schwingungskreises durch Zu- und Ab schalten einzelner Kondensatorelemente C2, C3 mittels Schalter S2, <B>8,</B> geändert werden.
Die wirksame Kapazität kann nach Abb. 3 auch durch Anzapfungen am Einphasen transformator f geregelt werden. Ähnlich wie Abb. 3 wirkt die Schaltung -der Abb. 4, wo das Übersetzungsverhältnis des Ein phasentransformators f geändert wird. An statt die Kapazität C selbst zu regulieren, kann auch parallel zu derselben eine regu lierbare Drossel g eingeschaltet werden, wie dies in Abb. 5 gezeigt ist. Es kann ebensogut eine zusätzliche Induktivität in Reihe zur Kapazität geschaltet werden.
Zur Änderung der Induktivität kann die Magnetisierungs- charakteristik des Einphasentransformators verändert werden. In Abb. 6 bedeutet a die normale Magnetisierungskurve eines Ein phasentransformators, und der Punkt P ent spricht der Betriebsspannung. Auf der AU,'- Achse kann dann der Magnetisierungsstrom des Transformators direkt abgelesen werden. Soll der Magnetisierungsström grösser wer den, so wäre eine beträchtliche Erhöhung der Betriebsspannung erforderlich.
Um .dies zu verhüten, kann durch Verwendung von spe ziallegierten Blechen die Magnetisierungs- kurve des Einphasentransformators nach Kurve ss eingestellt werden. Steigt die Ein- phasenspannung nur wenig über die Span nung des Betriebspunktes P, so erhöht sich der Magnetisierungsstrom .des Transforma tors ganz beträchtlich.
Auf :diese Weise er folgt eine automatische Kompensation der Induktivität des Schwingungskreises in Ab- liängigkeit der Einphasenspannung. Man kann die Magnetisierungscharakteristik des Einphasentransformators f auch dadurch verändern, dass man eine zusätzliche Gleich strommagnetisierung vorsieht und diese ver änderbar macht. Zur Veränderung :der Ma,g- netisierungscharakteristik des Einphasen transformators kann man auch einen regel baren Luftspalt im Eisen vorsehen.
Bekanntlich wird zur Regelung der an das Einphasennetz abgegebenen Umriehter- leistung und zwecks guter Kommutierung die Kommutation von einem System auf das andere System vollzogen, bevor die Ein phasenspannung :durch Null geht. Dies ist in Fig. 7 dargestellt, wo E die Spannung des Einphasennetzes und J den vom Umrichter abgegebenen Strom darstellt. Die Netzspan nung geht im Punkte B durch Null und der Umriehterstrom im Punkte A.
Die Kommu tation :des Umrichterstromes erfolgt im Punkte A, und es ergibt sich die Phasen verschiebung y. Diese Vorverschiebung y des abgegebenen Stromes gegenüber der Netzspannung entspricht einer induktiven Belastung des Einphasennetzes resp. des Kondensators. Der dieser Voreilung entspre- ehende Blindstrom des Kondensators wird nicht an das Einphasennetz abgegeben und wird somit nicht :
durch die Induktivität des Einphasennetzes kompensiert. Es ist deshalb notwendig, bei Bestimmung,der Netzfrequenz diese zusätzliche induktive Belastung zu be rücksichtigen. Anderseits kann aber gerade durch Regelung dieser Voreilung eine Fein regelung einer der zu regelnden Grössen :des Schwingungskreises erreicht werden. Diese Regelung erfolgt durch Einstellung Teils der Gittersteuerung, der syn chron mit der Einphasennetzfrequenz arbeitet.
Durch Verstellung des Teils der -Steue rung, der synchron mit dem Dreiphasennetz arbeitet, kann .die durch erstere Verstellung veränderte Leistung wieder auf :den Soll wert eingestellt werden.
Zur Ausübung des Verfahrens kann die Umrichteranlage mit selbsttätig wirkenden Mitteln versehen sein, zum Beispiel mit einem Frequenz- und einem Spannungs regler, die die Betriebsfrequenz bezw. die Betriebsspannung durch Beeinflussung der resultierenden Kapazität und Induktivität der Anlage selbsttätig aufrecht erhalten. Diese Regler können entweder getrennt oder gemeinsam auf mindestens zwei der ver änderlichen Grössen des Schwingungskreises wirken.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Betrieb einer gitter gesteuerten Umrichteranlage, die ein Mehrphasennetz mit einem zeitweise ohne erregenden Taktgeber (Synchron generator) arbeitenden Einphasennetz kuppelt und bei der Induktivitäten ver wendet werden, um die Differenz zwi schen der Umrichterspannung recht eckiger Kurvenform und der sinusför- migen Spannung des Einphasennetzes und Kapazitäten,um die Differenz zwi schen dem U mrichterstrom rechteckiger Kurvenform und dem Netzstrom sinus- förmiger Kurvenform aufzunehmen, :da durch gekennzeichnet, dass die zusammen einen Schwingungskreis bildenden Ele mente, nämlich Kapazität des Umrich ters und die durch die Gittersteuerung bestimmte Induktivität desselben, Induk- tivität des Einphasentransformators, so wie Induktivität und Kapazität des Ein phasennetzes einerseits derart eingeste111, werden,dass die Eigenfrequenz dieses Schwingungskreises gleich der normalen Betriebsfrequenz des Einphasennetzes ist, anderseits aber so eingestellt werden, dass die Spannung des Einphasennetzes bei Ausfallen des Generators auf der Ein phasenseite angenähert konstant gehalten wird. II. Umrichteranlage zur Ausübung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie selbsttätig wir kende Mittel aufweist, welche die für die Aufrechterhaltung des Betriebes er forderliche Änderung der elektrischen Grössen der Anlage vornehmen. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Einstel lung einer der . genannten Betriebs grössen in der Anlage angeordnete Kon densatoren verwendet werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Einstel lung einer der genannten Betriebsgrössen .die Übersetzung des Einphasentransfor- mators geändert wird. . Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Einstel lung einer der genannten Betriebsgrössen parallel zu den Kapazitäten zusätzliche Induktivitäten geschaltet werden.4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Einstel lung einer der genannten Betriebsgrössen in Reihe zu den Kapazitäten zusätzliche Induktivitäten geschaltet werden. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Einstel lung einer der genannten Betriebsgrössen die Magnetisierungscharakteristik des Einphasentransformators geändert wird. G.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Einstel lung einer der genannten Betriebsgrössen eine zusätzliche Gleichstromvormagneti- sierung des Kernes des Einphasentrans- mators verändert wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch .gekennzeichnet, dass zur Einstel lung einer der genannten Betriebsgrössen die Magnetisierung des Kernes des Ein phasentransformators durch Veränderung eines Luftspaltes erfolgt. B.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Einstel lung der durch die Gittersteuerung be stimmten Induktivität des Umrichters der von der Sekundärfrequenz abhängige Teil der Gittersteuerung eingestellt wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Einstel lung der Einphasenspannung der von der Primärfrequenz abhängige Teil der Gittersteuerung geregelt wird.
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