CH183049A - Verfahren zum Betrieb einer gittergesteuerten Wechselrichteranalge. - Google Patents
Verfahren zum Betrieb einer gittergesteuerten Wechselrichteranalge.Info
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Description
Verfahren zum Betrieb einer gittergesteuerten Wechselrichteranlage. In Wechselstromnetzen mit gittergesteuer ten Dampf- oder Gasentladungsstrecken hat man angegeben, die Steuerung so vorzuneh men, dass die von den Entladungsstrecken aus der Gleichspannung herausgeschnittene Wechselspannung Rechteekform besitzt.
Man hat weiter angegeben, Induktivitäten und Kapazitäten auf der Wechselstromseite des Wechselrichters einzubauen, wobei die Induk- tivitäten die Differenz zwischen der Wechsel spannung rechteckförmiger Kurvenform und der sinusförmigen Wechselspannung und die Kapazitäten die Differenz zwischen dem Wechselstrom rechteckförmiger Kurvenform und dem Netzstrom sinusförmiger Kurven form aufnehmen.
Fällt nun zeitweise der taktgebende Gene rator des Wechselstromnetzes aus, so wird die Frequenz irgend einen gegenüber dem Normalwert veränderten Wert annehmen. Durch den Ausfall des Generators wird aber auch gleichzeitig die Spannung des Netzes und damit die Spannung auf der Wechsel= stromseite des Wechselrichters gegenüber dem Wert bei Normalbetrieb verändert.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zum Betrieb einer .gittergesteuer ten Wechselrichteranlage, die ein Gleich stromnetz mit einem zeitweise ohne erregen den Taktgeber (Synchrongenerator) arbeiten den Ein- oder Mehrphasennetz kuppelt, und bei der Induktivitäten und Kapazitäten ver wendet werden, um sinusförmige Spannungen und Ströme zu erzeugen.
Das Verfahren be steht darin, dass die zusammen einen Schwin- gungskreis bildenden Elemente, nämlich Kapazität der Anlage und die durch .die Gittersteuerung bestimmte Induktivität der selben, sowie Induktivität und Kapazität des Wechselstromnetzes einerseits derart ein gestellt werden, dass die Eigenfrequenz dieses Schwingungskreises gleich der normalen Be triebsfrequenz des Wechselstromnetzes ist, anderseits aber so eingestellt werden,
dass die Spannung des Wechselstromnetzes bei Aus fallen des taktgebenden Generators an genähert konstant gehalten wird.
Die Frequenz des Weehselstromnetzes ist durch die Eigenfrequenz des Schwingungs kreises, dessen Elemente oben aufgezählt sind, gegeben. Fasst man alle Kapazitäten pro Phase zur resultierenden Kapazität C und alle Induktivitäten pro Phase zur resul- tierenden Induktivität L zusammen, so gilt die bekannte Resonanzgleichung co2. L.C <I>=</I> L. Man erkennt aus dieser Gleichung, dass die gleiche Frequenz co für verschiedene Werte von L und C erhalten wird,
sofern ihr Pro dukt obiger Gleichung genügt. Von diesen vielen Möglichkeiten .gibt es aber -eine, bei der gleichzeitig die gewünschte Wechsel spannung auftritt. Erfindungsgemäss werden resultierende Kapazität und Induktivität der art geregelt, dass ,gerade diese bestimmten Werte von L und C gewählt werden. Es ergibt sich aber .daraus, dass es im allgemei nen nicht .genügen wird, nur die Kapazität oder nur die Induktivität zu regeln, sondern dass beide geregelt werden müssen, um die voneinander unabhängigen Betriebsgrössen, Frequenz und Spannung, einhalten zu können.
In der Abb.l ist ein Ausführungsbei spiel einer Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss der Erfindung an einem Einphasen-Wechselrichter schematisch ;dargestellt; Abb. 2 zeigt eine Variante für einen Mehrphasen-Wechselrichter; die Abb. 3 und 4 zeigen Kurvendiagramme.
In der Abb. 1 bedeutet a das Gleich stromnetz, b das Einphasennetz und e das Entladungsgefäss mit zwei Gas- oder Dampf entladungsstrecken mit gemeinsamer Kathode und den Anoden vorgelagerten Steuergittern. Mit f ist der Einphasentransformator be zeichnet. L ist die in den einen Gleichstrom leiter gelegte Drossel, und C, C, sind parallel zu den Wicklungen des Transformators ge legte Kondensatoren.
Ein parallel zu den Kondensatoren C, C, geschalteter Resonanz kreis L2C. unterstützt .die Kondensatoren in der Weise, dass die Hauptkomponente der von den Kondensatoren aufzunehmenden Ober wellen durch diesen Resonanzkreis fliessen kann. Dadurch kann die Kapazität der Kon densatoren C, C, verkleinert werden. Die Art der Gittersteuerung des Ventils e ist als für das Verständnis der Wirkungsweise der Er findung unnötig weder dargestellt; nocb braucht dieselbe, weil bekannt, eingehend er läutert zu werden.
Die Frequenz und .die Spannung des Einphasennetzes sind konstant, solange der an dem Einphasennetz b liegende und als Taktgeber dienende Generator in Be trieb ist. Andern sich nun infolge Ausfallens .des Generators am Einphasennetz die Kapa zität und Induktivität desselben, so müssen diese Änderungen am Wechselrichter kom pensiert werden, damit stets die Resonanz bedingung des oben bezeichneten Schwin gungskreises für die Betriebsfrequenz des Einphasennetzes erfüllt bleibt und < dessen Spannung angenähert konstant ist.
Hierbei ist zu beachten, wie bereits vorher erwähnt, dass zur Regelung von Frequenz und Span nung im allgemeinen zwei unabhängige Grössen des Schwingungskreises zu verändern sind.
Die Änderung der in Betracht fallenden Grössen des Schwingungskreises kann auf verschiedene Arten erfolgen. Beispielsweise kann der Wert der Kapazität des Sehwin- gungskreises durch Zu- und Abschalten ein zelner Kondensatorelemente C, mittels Schal ter S',. geändert werden. Die wirksame Kapa zität kann auch durch Anzapfungen am Ein phasentransformator f eingestellt werden. Ferner kann das Übersetzungsverhältnis des Transformators f geändert werden. Anstatt die Kapazität C selbst zu regeln, kann auch parallel zu derselben eine regelbare Drossel eingeschaltet werden.
Es kann ebensogut eine zusätzliche Induktivität in Reihe zur Kapa zität geschaltet werden. Zur Änderung -der Induktivität kann die Magnetisierungs- charakteristik des Transformators verändert werden. In Abb.3 bedeutet a die normale Magnetisierungskurve eines Transformators, und der Punkt P entspricht der Betriebs spannung (V). Auf der AW-Achse kann dann der Magnetisierungsstrom des Transfor mators direkt abgelesen werden.
Soll der Magnetisierungsstrom grösser werden, so wäre eine beträchtliche Erhöhung der Betriebs spannung erforderlich. Um dies zu verhüten, kann durch Verwendung von speziallegierten Blechen die 3lagnetisierungskurve des Trans formators nach Kurve %S eingestellt werden. Steigt die Spannung nur wenig über die Spannung des Betriebspunktes P, so erhöht sich der Magnetisierungsstrom des Transfor mators ganz beträchtlich.
Auf diese Weise erfolgt eine automatische Kompensation der Induktivität des Schwingungskreises in Ab hängigkeit von der Spannung. Man kann die Magnetisierungscharakteristik des Transfor mators f auch dadurch verändern, .dass man eine zusätzliche Gleichstrommagnetisierung vorsieht und diese veränderbar macht. Zur Veränderung der Magnetisierungscharakte- ristik des Transformators kann man auch einen regelbaren Luftspalt im Eisen vor sehen. Die Wirkung dieser Massnahme ist in Abb. 4 dargestellt.
Durch Vergrössern !des Luftspaltes bewegt sich der Arbeitspunkt P, nach P2 bezw. P5, der Magnetisierungsstrom wird erhöht, und die Induktivität sinkt.
Die durch Zündpunktregelung bedingte Verschiebung zwischen Wechselstrom und Spannung bedeutet eine induktive Belastung des Netzes bezw. .des Kondensators C. Der dieser Zündpunktverschiebung entsprechende Blindstrom des Kondensators C wird nicht an das Netz abgegeben und wird somit nicht durch die Induktivität des Netzes kompen siert.
Es ist deshalb notwendig, bei Bestim mung der Netzfrequenz ,diese zusätzliche induktive Belastung zu berücksichtigen. Anderseits kann aber gerade :durch Regelung dieser Zündpunktverschiebung eine Fein regelung der zu ändernden Grössen erreicht werden. Diese Regelung erfolgt durch Ein stellung der Gittersteuerung.
Zur Ausführung es Verfahrens kann die Weehselrichteranlag e mit selbsttätig wirken den Mitteln versehen sein, zum Beispiel mit einem Frequenz- und einem Spannungsregler, die die Betriebsfrequenz bezw. die Betriebs spannung durch Beeinflussung der resultie renden Kapazität und Induktivität der An lage selbsttätig aufrechterhalten.
Diese Regler können entweder getrennt oder gemeinsam auf mindestens zwei der veränderlichen Grössen ,des Schwingungs kreises wirken.
Will man das Verfahren gemäss der Er findung auf Mehrphasen-Wechselrichter an wenden, so benutzt man beispielsweise eine Schaltung, wie in Abb. 2 dargestellt, in der bleiche Bezeichnungen gleiche Teile wie in Abb. 1 bedeuten. Die Kondensatoren C kön nen zum Beispiel auch auf der Sekundär seite des Transformators f angeschlossen wer den. Dies ist ohne weiteres auch bei der Schaltung nach Abb. 1 möglich.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zum Betrieb einer gitter- gesteuerten Wechselrichteranlage, die ein Gleichstromnetz mit einem zeitweise ohne erregenden Taktgeber (Synchron generator) arbeitenden Ein- oder Mehr phasennetz kuppelt, und bei der Induk- tivitäten und Kapazitäten verwendet werden, um sinusförmige Spannungen und Ströme zu erzeugen, dadurch ge kennzeichnet, dass die zusammen einen Schwingungskreis bildenden Elemente,nämlich Kapazität der Anlage und die durch die Gittersteuerung bestimmte Induktivität derselben, sowie Induk- tivität und Kapazität des Wechselstrom netzes einerseits derart eingestellt wer den, dass die Eigenfrequenz dieses Schwingungskreises gleich der normalen Betriebsfrequenz des Wechselstromnetzes ist, anderseits aber so eingestellt werden, dass die Spannung des Wechselstrom netzes bei Ausfallen des taktgebenden Generators angenähert konstant gehalten wird.II. Wechselrichteranlage zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass sie selbsttätig wirkende Mittel aufweist, welche die für die Aufrechterhaltung des Betriebes er forderliche Änderung der elektrischen Grössen der Anlage vornehmen. UNTERANSPRüCI-IE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Einstel lung einer der genannten Betriebsgrössen in der Anlage angeordnete Konden satoren verwendet werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Einstel lung einer der genannten Betriebsgrössen das übersetzungsverhältnis des Trans formators ,geändert wird.3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Einstel- lung einer der genannten Betriebsgrössen parallel zu den Kapazitäten zusätzliche Induktivitäten geschaltet werden. Verfahren nach Patentanspruch I, da .durch gekennzeichnet, dass zur Einstel lung einer der genannten Betriebsgrössen - in Reihe zu den Kapazitäten zusätzliche Induktivitäten geschaltet werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Einstel lung einer der genannten Betriebsgrössen die Magnetisierungs-Charakteristik des Transformators geändert wird. G.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Einstel lung einer der genannten Betriebsgrössen eine zusätzliche CTleichstrom-Vormagneti- sierung des Kernes des Transformators verändert wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Einstel lung einer der genannten Betriebsgrössen die Magnetisierung des Kernes durch Veränderung eines Luftspaltes erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
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