CH183126A - Schädlingsbekämpfungsmittel. - Google Patents

Schädlingsbekämpfungsmittel.

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CH183126A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Schädlingsbekämpfungsmittel.    Bekanntlich ist das gegen tierische und  pflanzliche Schädlinge wirksame Prinzip  aus     Derris,        Timbo    und ähnlich wirkenden  Drogen, .das aus     Rotenon,    gegebenenfalls in  Mischung     mit    andern als     Schädlingsbekämp-          fungsmittel    wirkenden Stoffen besteht,     in     Wasser nicht oder sehr schwer löslich.

   Man  verwendet daher     Anschlämmungen    der pul  verisierten Droge in Wasser     bezw.    Seifen  lösungen, oder     Lösungen    der wirksamen  Extrakte     bezw.    Suspensionen der Drogen in  organischen     Lösungsmitteln    wie Alkohol,  Benzol,     Tetrachlorkohlenstoff,    Ölen, Petro  leum und andere, mit welchen die von den  Parasiten befallenen Stellen unmittelbar be  handelt werden.

   Diese Verfahren     haben    sich  wegen ihrer     Unzweckmässigkeit    nicht ein  gebürgert, zumal die Wirkstoffe der Drogen  bei der Bekämpfung der Parasiten nur sehr  unvollständig ausgenutzt werden.     Man    hat  daher vorgeschlagen, Lösungen der Wirk  stoffe in organischen Lösungsmitteln wie    Alkohol, Benzol,     Tetrachlorkohlenstoff    und  andere     unmittelbar    vor der Verwendung in  wässerige Seifenlösungen, Eiweisslösungen  und andere kolloidale     Lösungen    einzutragen,  um so eine feine Verteilung der wirksamen       Bestandteile    zu erzielen.

   Aber auch diese  Verfahren sind mit     manchen    Nachteilen be  haftet, die in der     Natur    der erwähnten     Lö-          sungsmittel    und des verwendeten     Dispergier-          mittels    begründet sind.

   So löst beispiels  weise Alkohol die Wirkstoffe in unzureichen  dem Masse, während     gohlenwasserstoffe    wie       Benzol,        Tetrachlorkohlenstoff    und andere die  Wirkstoffe zwar gut lösen, in Wasser aber  völlig unlöslich sind und auch von der als       Emulgator        verwendeten    Seifenlösung nur  sehr schlecht     dispergiert    werden.

   Die Folge  davon ist, dass sich die Emulsionen kurz nach  ihrer Herstellung     entmischen,    wobei sich die  organischen Lösungsmittel entsprechend ihrem  spezifischen Gewicht und damit ein grosser  Teil der Drogenwirkstoffe an der Oberfläche      oder an dem Boden der Emulsionen absetzen,  wodurch natürlich eine zweckentsprechende  Schädlingsbekämpfung ausgeschlossen ist.  Ein weiterer Nachteil dieser Verfahren be  steht in der erforderlichen     Verwendung    einer  Seifenlösung, welche     infolge    ihres Alkali  gehaltes zersetzend auf die Drogenstoffe  wirkt und das Behandlungsverfahren sehr  häufig     verumständlicht.     



  Es wurde nun gefunden, dass     rotenonhal-          tige        ,Stoffe,    zum Beispiel die oben genannten  Drogen oder ihr wirksames Prinzip, mit  Wasser längere Zeit haltbare Emulsionen er  geben, wenn sie mit mindestens einem neu  tralen oder fast neutralen     Emulgator    ge  mischt sind. Es     können        Emulgatoren    der  verschiedensten chemischen Klassen verwen  det werden. Es können sogenannte saure  oder basische     Emulgatoren    sein,     Bedingung     ist lediglich,     dass    sie neutral oder fast neu  tral eingestellt sind, da die Wirkstoffe im  alkalischen oder sauren Bereich stark ge  schädigt werden.

   Man     kann    nach dem Ver  fahren gemäss der     Erfindug    unter Verwen  dung organischer Lösungsmittel Lösungen  herstellen, die mit Wasser gute Emulsionen  ergeben, welche     einen    hohen     parasitiziden     Wert haben     und    die Verwendung von     Seife     überflüssig machen.  



  Als organisches Lösungsmittel für die er  wähnten Drogen kann man besonders vor  teilhaft wasserlösliche Äther und Ester  mehrwertiger Alkohole verwenden. Diese       Lösungsmittel    verbinden den Vorzug der gu  ten Löslichkeit .der erwähnten Kohlenwasser  stoffe wie Benzol,     Tetrachlorkohlenstoff    und  andere für die Drogenbestandteile mit der  die Alkohole     auszeichnenden    Wasserlöslich  keit.

   Für die Herstellung der Lösungen der  Wirkstoffe in den erwähnten Lösungsmit  teln ist es nicht erforderlich, die Wirkstoffe  in     Form    der     bekannten    Drogenextrakte zu  verwenden, vielmehr können die Lösungsmit  tel auch     unmittelbar    zur Extraktion der ge  trockneten oder feuchten Drogen Verwen  dung     finden.    Diese Lösungen scheiden beim  Eingiessen in Wasser     unter    Auflösung des  Lösungsmittels die Wirkstoffe ab, die mit    Hilfe des neutralen     Emulgators    fein verteilt  bleiben.

   Benutzt man die erwähnten organi  schen Lösungsmittel unmittelbar zur Extrak  tion der Droge, so kann es vorteilhaft sein,  den     Emulgator    bereits der extrahierenden  Flüssigkeit zuzusetzen. Den erzielten Lö  sungen der Wirkstoffe     können,    beliebige neu  trale Zusätze gemacht werden, auch kann  das Verfahren gleichzeitig auf verschiedene  Drogen oder Drogenbestandteile angewandt  werden.  



  Die     Gegenwart    eines organischen Lö  sungsmittels in den Präparaten ist nicht un  bedingt erforderlich,     vielmehr    können durch  Behandlung der Wirkstoffe mit den erwähn  ten     Emulgatoren    allein Präparate erhalten  werden, welche nach dem Eingeben in Was  ser eine feine Verteilung der Wirkstoffe ge  währleisten. Man kann die     Schädlingsbe-          kämpfungsmittel    beispielsweise so herstellen,  dass man die betreffenden Drogen oder ihre  Wirkstoffe mit den     Emulgatoren    innig be  handelt. Je nach den Eigenschaften der ver  wendeten     Emulgatoren    können die erhaltenen  Produkte verschiedene Konsistenz aufweisen.

    Kommen zum Beispiel flüssige     Emulgatoren     zur Anwendung, so     können    die Wirkstoffe  in vielen Fällen direkt in den     Emulgatoren     gelöst werden. Bei Verwendung von     Emul-          gatoren    anderer Konsistenz     können    feste oder  salbenartige Präparate erhalten werden. Zur  Erzielung von völlig homogenen Produkten  kann es vorteilhaft sein, aus den mit Hilfe  organischer     Lösungsmittel    hergestellten Mit  teln das Lösungsmittel wieder zu verjagen.  In allen Fällen erhält man Präparate, wel  che beim Eintragen in Wasser     genügend     lange Zeit haltbare Emulsionen geben.

   Die  Schädlingsbekämpfungsmittel können ausser  dem noch beliebige Zusätze enthalten. Auch  können Gemische verschiedener     Drogen    oder  Drogenbestandteile zur Anwendung gelan  gen.  



  Als     Emulgatoren    können beispielsweise  verwandt werden: Verbindungen wie     sil     nach den Angaben in der deutschen Patent  schrift     Nr.582390,    sowie in den französi-      sehen Patentschriften Nr.<B>693620</B> und 705081  erhältlich sind.  



  <I>Beispiele:</I>  1. Gemahlene     Derriswurzel    wird mit     Me-          thylenchlorid    erschöpfend extrahiert. 25 Teile  des nach Abtreiben des Lösungsmittels hin  terbleibenden Rückstandes werden unter Zu  satz von 2 Teilen     Diäthylaminoäthoxystearin-          säureanilidchlorbenzylat    in 100 Teilen     Me-          thylenchlorid    gelöst. Die Lösung gibt beim  Einrühren in Wasser eine Emulsion.  



  2. 2!5 Teile     Derrisextraktrückstand    wer  den unter Zusatz von 3 Teilen     oxäthyliertem     Rizinusöl in 100 Teilen einer Mischung glei  cher Teile     Toluol    und     Dioxan    gelöst. Die  Lösung gibt beim Einrühren sowohl in Was  ser wie in Seifenlösung eine Emulsion.  



  3. 15 Teile     Derrisextraktrückstand    wer  den unter Zusatz von 5 Teilen     oxäthyliertem     Rizinusöl in 100 Teilen     Glykolmonoäthyl-          äther    gelöst. Die Lösung gibt beim Einrüh  ren in Wasser eine Emulsion.  



  4. 10 Teile in     bekannter    Weise aus     Der-          risdroge    isoliertem     Rotenon    werden unter ge  lindem Erwärmen in 100 Teilen     ogyäthylier-          tem    Rizinusöl gelöst. Das erhaltene Produkt  gibt beim Einrühren in Wasser, dem     Na-          triumcarbonat    oder andere     Alkalien    zuge  setzt sein können, eine fast klare Lösung.  



  5. 100 Teile feine gemahlene     Derriswur-          zel    und 50 Teile     oxäthyliertes    Rizinusöl wer  den kurze Zeit mit 500 Teilen Äther erhitzt.  Das nach Abdampfen des Äthers hinterblei  bende Produkt gibt beim Einrühren in Was  ser eine Emulsion, die von dem sich ab-    setzenden     Derrisschrot    abgehoben werden  kann.  



  6. 25 Teile     Derrisextrakt    und 100 Teile  des     Chlorhydrates    eines durch Reduktion der       Amide    der Fettsäuren des     Palmkernöls    er  haltenen Amins werden in 500 Teilen Sprit  gelöst. Das nach Abdampfen .des Sprits hin  terbleibende Produkt gibt beim     Einrühren    in  Wasser     eine    Emulsion.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schädlingsbekämpfungsmittel, gekenn zeichnet durch einen Gehalt an einem rotenon- haltigen .Stoff und an mindestens einem neu tralen oder fast neutralen Emulgator. UNTERANSPRÜCHE: 1. Schädlingsbekämpfungsmittel gemäss Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Lösung eines aus rotenonhaltigen Drogen gewonnenen rotenonhaltigen Stof fes in einem organischen Lösungsmittel und mindestens einen neutralen oder fast neutralen Emulgator enthält.
    ?. Schädlingsbekämpfungsmittel gemäss Un teranspruch @ 1, dadurch gekennzeichnet; dass es als organisches Lösungsmittel min destens einen Äther eines mehrwertigen Alkohols enthält, 3. Schädlingsbekämpfungsmittel gemäss Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als organisches Lösungsmittel min destens einen Ester eines mehrwertigen Alkohols enthält.
CH183126D 1934-03-08 1935-02-26 Schädlingsbekämpfungsmittel. CH183126A (de)

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