CH183295A - Einrichtung zum Regeln von Einspritzbrennkraftmaschinen. - Google Patents
Einrichtung zum Regeln von Einspritzbrennkraftmaschinen.Info
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Description
Einrichtung zum Regeln von Einspritzbrennkraftmaschinen. Die Erfindung bezieht sich auf eine Ein richtung zum Regeln :der Brennstoffzufuhr bei Einspritzbrennkraftmaschinen mit varia bler Drehzahl, insbesondere bei Fahrzeug dieselmotoren, mittels eines willkürlich be- tätigbaren Regulierorganes.
Die Einrich tung besitzt einen mit dem F'ördermengen- verstellglied der Einspritzpumpe gekuppel- ten Servomotor, dessen Verstellorgan von einem von der Stellung des Regulierorganes abhängigen, sich gleichsinnig mit der Ma- schienendrehzahl ändernden, pulsierenden, vorzugsweise pneumatischen Druck, der zum Beispiel durch eine stossweise arbeitende Pumpe oder durch .den Motor selbst erzeugt wird, entgegen einer von der Stellung des Verstellorganes abhängigen Rückführkraft bewegt wird.
Bei bekannten Regel.einriehtungen dieser Art, bei welchen der Unterdruck in der Saug leitung des Motors hinter einer Drosselklappe auf den Servomotor einwirkt, schwingt das Verstellorgan des Servomotors insbesondere im Leerlauf und bei kleiner Belastung stark hin und her und nimmt dabei auch das mit ihm gekuppelte Fördermengenverstellglied und die damit verbundenen Organe der Ein spritzpumpe mit. Das Schwingen .dieser Or gane verursacht unerwünschte Abnützungen und beeinflusst mitunter auch den Regelvor gang ungünstig.
Bei mittlerer und hoher Belastung, wo die Drehzahl meistens höher ist, sind diese Schwingungen kaum mehr be merkbar, obwohl hier auch insbesondere bei hoher Drehzahl .die Druckschwankungen vor handen sind. Diese Schwankungen folgen aber hier einander viel rascher als im Leer- lauf, wo die Drehzahl meistens nieder ist. Deshalb dürfte bei hohen Drehzahlen die Zeit zum Anpassen des Regeldruckes im Servo motor an jeden Stoss zu kurz sein, um das Veristellorgan des Servomotors in Schwin gung zu versetzen.
Auch die Trägheit des Verstellorganes des Servomotors und der damit gekuppelten Glieder der Einspritz pumpe dämpft das Ein- und Herschwingen dieser Glieder bis auf ein annehmbares Mass.
Um nun auch im untern Drehzahlbereich ein Hin- und Herschwingen des Förder- mengenverstellgliedes der Einspritzanlage zu vermeiden, ist gemäss der Erfindung die Kupplung zwischen dem Verstellorgan des Servomotors und dem Fördermengenverstell- glied der Einspritzpumpe derart ausgebildet, dass sie mindestens im Leerlauf das Verstell organ des Servomotors den pulsierenden Druckschwankungen folgen lässt, ohne das Fördermengenverstellglied mitzunehmen.
Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungs beispiele des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 1 stellt eine Seitenansicht eines vier zylindrigen Kraftwagendieselmotors mit dem Luftansaugmotor dar; Fig. 2 zeigt in grösserem Massstab einen Schnitt nach der Linie A-B in Fig. 1 durch .die Einspritzpumpenanlage und den Servomotor;
Fig. .3 stellt die Einspritzpumpe mit an gebautem :Servomotor, teilweise im Längs schnitt nach .der Linie C -D in Fig. 2 dar; Fig. 4 betrifft das zweite Ausführungs beispiel und zeigt die Kupplung zwischen dem Verstellorgan des -Servomotors und dem Fördermengenverstellglied der Brennstoff pumpe.
In Fig. 1 ist a ein vierzylindriger Diesel motor, b dessen Luftansaugrohr und c die vom Motor angetriebene vierzylindrige Ein spritzpumpe, :die den Brennstoff über Druck- leitungen d, Düsenhalter e und,die daran be festigten, nicht dargestellten Düsen in die Motorzylinder einspritzt. Der Brennstoff wird durch eine an das Pumpengehäuse an geschlossene Leitung f aus einem nicht dar gestellten Behälter zugeführt.
Am Einlass des allen Motorzylindern ge meinsamen Ansaugrohres b ist ein Stutzen g angeflanscht, der eins in der Leerlaufstel- lung dargestellte Drosselklappe h und da hinter einen Venturirohreinsatz i enthält.
Der Fahrer kann die Drosselklappe mittels eines Fusshebels k beliebig einstellen und dadurch den Unterdruck im Ansaugrohr beeinflussen. Von der engsten .Stelle des Venturirohrein- satzes <I>i</I> zweigt eine Leitung<I>m</I> ab, .die zu einem an das Einspritzpumpengehäuse ange bauten Servomotor n führt.
Die Kolben o der Pumpenzylinder wer den durch Nocken p auf der mit dem Motor gekuppelten Welle q mittels Stösseln r an gehoben und durch Federn s zurückgeführt. Gegen Ende ihrer Saughubes steuern .sie Ka näle t in der Zylinderbüchse auf, durch die Brennstoff aus dem gemeinsamen an die Zu führungsleitung f angeschlossenen Saugraum u in die Zylinderräume eintritt. Beim Druck hub fördert jeder der Kolben o nach Über deckung der Kanäle t Brennstoff über ein Druckventil in eine Druckleitung d, bis seine Steuerfläche <I>v</I> einen der Kanäle<I>t</I> aufdeckt.
Der im weiteren Verlauf des Druckhubes vom Kolben verdrängte Brennstoff kann dann über eine Nut<I>w</I> in der Steuerfläche<I>v</I> durch den aufgedeckten Kanal in den Saugraum u zurückströmen. Zum Verändern der in die Druckleitung d geförderten Brennstoffmenge kann der Kolben verdreht werden, so dass die schräg abgeschnittene Steuerfläche v den Rücklaufkanal t während eines kleineren oder grösseren Teils des Druckhubes über deckt.
Das Verdrehen aller Kolben der Einzelspritzpumpe erfolgt gleichzeitig und gleichmässig durch Verschieben eines als Zahnstange x ausgebildeten Fördermengen verstellgliedes. Die Zahnstange x ist im Pumpengehäuse geführt und kämmt mit Ritzeln J. Für jeden der vier Pumpenzylin der ist ein solches Ritzel vorgesehen, das auf einer über die Zylinderbüchse geschobenen Hülse z befestigt ist. Die Hülse ragt unten über die Zylinderbüchse hinaus und ist ge schlitzt. In die Schlitze greift ein Querstift 10 des Pumpenkolbens.
tPie Zahnstange x ragt rechts in eine Kammer des am Pumpengehäuse befestigten Servomotors hinein und trägt einen Querstift 11. Dieser ragt in einen Schlitz 12 eines Bolzens 1.3 hinein, der in .der Mitte einer in .der Mitte durch Teller versteiften Mem bran 14 befestigt ist. Der Rand der Mein- brav ist im. Gehäuse des Servomotors ein gespannt. In der Kammer 15 rechts von der Membran ist eine Schraubenfeder 16 unter gebracht, die sich auf den Boden der Kam mer<B>15</B> stützt, und auf einen Teller der Mem bran drückt.
Die Feder 16 .drückt die Mem bran nach links und :damit die Zahnstange x gegen -diejenige Endstellung, in der sie die ",rösste Einspritzmenge einstellt. Die von der Venturiverengung abzweigende Leitung rn ist mit der Kammer 15 verbunden. In der gezeichneten Lage, wo der Quer stift .die Stellung I (Fig. 2) einnimmt, ist die zum Halten des Leerlaufes nötige Ein- spritzmenge eingestellt.
Wenn der Stift in die durch Linie II angedeutete Stellung ver schoben wird, so fördert die Pumpe die Voll- lastmenge.
Das linke Ende der Zahnstange stösst, so bald es sich um einen Weg III aus der Leer laufstellung nach links bewegt hat, gegen einen Stift 17, der in einer am Pumpen gehäuse befestigten Hülse 1,8 geführt ist. Eine Schraubenfeder 19 mit verstellbarer Vorspannung :drückt den Stift 17 gegen seine gezeichnete rechte Endlage. Die Rückführ- feder 16 des .Servomotors kann aber den Stift entgegen der Feder 19 beim Verschieben der Regelstange nach links :drücken.
Das Spiel des Querstiftes 11 in ..dem Schlitz 12 ist etwa so gross wie die Strecke, um welche :die in Fig. 2 in ihrer Leerlauf- mittelstellung dargestellte Membran infolge der sich bis in die Regelkammer 15 hinein fortpflanzenden Saugstösse der Motorzylin der hin- und herschwingt. Die Zahnstange wird somit die mit I bezeichnete Stellung im Leerlauf beibehalten, also die Schwingungen der Membran nicht mitmachen.
.Sobald aber die Zahnstange um mehr als den Weg III, der als unterer Regelbereich bezeichnet sei, nach links verschoben wird, wird sie im obern Regelbereich durch die Kraft der Feder 19 kraftschlüssig ohne Spiel mit der Membran gekuppelt. Im obern Regelbereich kann :das Spiel in der Verbindung zwischen Zahn stange und Membran ausgeschaltet sein, weil dort die durch die saugenden Motorkolben in der Motorsaugleitung hervorgerufenen Unterdruckschwankungen die Membran nicht mehr hin- und herbewegen.
Beim zweiten Ausführungsbeispiel nach Ti-. 4 fällt die beim ersten Beispiel vorge sehene Puffereinrichtung 17-21 weg. Der Bolzen 13 enthält in einer Längsbohrung 22 zwei Schraubenfedern 23, 24, die .den an der Zahnstange x befestigten Querstift 11 von beiden Seiten gegen die Mitte des Schlitzes 12 .drücken. Das Spiel des Stiftes 11 im Schlitz 12 entspricht wiederum dem durch die .,Saugstösse des Motors im Leerlauf her vorgerufenen Gesamtausschlag der Membran. Die Spannung der Federn 23 und 24 ist so schwach, dass sie das Schwingen der Mem bran im Leerlauf kaum merklich auf die Regelstange übertragen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Regeln der Brennstoff zufuhr bei Einspritz-Brennkraftmaschinen mit variabler Drehzahl, insbesondere bei Fahrzeugdieselmotoren, mittels eines will- kürlich betätigbaren Regulierorganes, mit einem mit dem Fördermengenverstellglied der Einspritzpumpe gekuppelten ,Servomotor, dessen Verstellorgan von einem von der Stel lung des Regulierorganes abhängigen,sich gleichsinnig mit der Maschinendrehzahl ändernden pulsierenden Druck .entgegen einer von der Stellung des Servomotorverstell- organes abhängigen Rückführkraft bewegt wird, gekennzeichnet durch eine Kupplung des Servomotorverstellorganes mit .dem För- dermengenverstellglied der Einspritzpumpe, welche mindestens im Leerlauf das Verstell organ des Servomotors den Druckschwankun gen folgen lässt, ohne das Fördermengen verstellglied mitzunehmen. UNTERANSPRÜCHE: 1.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in der Verbin dung zwischen dem Fördermengenregel- glied und dem Verstellorgan :des Servo motors ein Spiel vorgesehen ist, das .den grössten von den Druckschwankungen her vorgerufenen Schwingungen des Verstell- organes des Servomotors entspricht.2. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch L, dadurch gekennzeichnet, dass beim Einstellen von grösseren Ein- spritzbrennstoffmengen das Spiel durch Pufferwirkung verkleinert wird. 3.Einrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch einen auf das Fördermengenregel- glied einwirkenden Puffer, der beim Ein stellen grösserer Einspritzbrennstoffmen- gen das Spiel in der Verbindung zwischen idem Fördermengenregelglied und dem Verstellorgan des :Servomotors ausschaltet, und das Fördermengenregelglied kraft schlüssig mit dem Verstellorgan des Servo motors kuppelt. 4. Regeleinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1 bis 3, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Puffer nur bei grösserer Brennstoffzufuhr das Förder- mengenregelglied berührt und der Rück führkraft des Servomotors entgegenwirkt. 5.Regeleinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, ,dadurch ge kennzeichnet, dass die Kupplung zwischen dem Fördermengenregelglied und dem Verstellorgan des Servomotors durch einen Stift bewirkt wird, der in einen ,Schlitz von dem erforderlichen Spiel entsprechen der Länge eingreift und dass beim Ein stellen grösserer Einspriizbrennstoffmen- gen eine Pufferfeder zur Einwirkung- am Fördermengenregelglied kommt.
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| CH183295D CH183295A (de) | 1934-05-25 | 1935-04-29 | Einrichtung zum Regeln von Einspritzbrennkraftmaschinen. |
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