CH183306A - Verfahren zur Herstellung von Elektroden für elektrolytische Kondensatoren. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Elektroden für elektrolytische Kondensatoren.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Elektroden für elektrolytisehe Kondensatoren: Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zur Herstellung von Elektroden für elektrolytische Kondensatoren.
Bekanntlich wächst die Kapazität eines Kondensators proportional mit der Grösse der Elektrodenoberfläche und umgekehrt pro portional mit der Dicke der Dielektrikum- schicht zwischen den Elektroden.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, bei elektrolytischen Kondensatoren eine sehr grosse Elektroden oberfläche zu erhalten, so dass grosse Kapazi täten in einem ganz kleinen Raum unterge bracht werden können.
Zu diesem Zweck ist bereits vorgeschla gen worden, die Elektrodenfläche aufzu- rauhen oder mit Unebenheiten zu versehen. Es hat sich gezeigt, dass durch Profilierung oder mechanisches Aufrauhen der Oberfläche nur eine geringe Vergrösserung erreicht wird.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zu grunde, dass die Oberfläche eine zweckmässige Vergrösserung erlangt, wenn es gelingt, Er hebungen und Vertiefungen auf der Ober fläche anzubringen, die durch die Begren zungen äusserst feiner Teilchen oder Kristalle des Elektrodenmaterials gebildet werden.
Eine n-fache Oberflächenvergrösserung liesse sich zum Beispiel erreichen, falls die ganze Oberfläche mit kleinen spitzen Kegeln. versehen werden könnte, deren Grundflächen durchmesser<I>D</I> und deren Höhe<I>H</I> ist. Aus der Gleichung
EMI0001.0013
ergibt sich
EMI0001.0014
Für eine 10fache Vergrösserung kommt dies auf eine Höhe von ungefähr 5 D hinaus. Es hält schwer, diese spitzen Kegel rein mechanisch, zum Beispiel mittelst Schneide werkzeugen, Bürsten, Sandstrahlen anzubrin gen, sie würden jedenfalls bei solch groben Bearbeitungen eine sehr grosse Materialdicke und folglich einen grossen Materialverbrauch erfordern.
Wenn man von dieser Erkenntnis ausgeht, kann geschlossen werden, dass bei mit der Sandstrahlwirkung vergleichbaren Verfahren, die am meisten vorstehenden Spitzen jeweils wieder weggeschlagen wer den, und infolgedessen keine befriedigenden Ergebnisse erreicht werden können.
Bekanntlich entsteht durch Ätzen oder Beizen reiner Metalle eine Oberfläclienauf- rauhung, da sich die verschiedenen Kristalle des Metalles mit ungleicher Geschwindigkeit im Ätzmittel lösen.
Trotzdem zeigt es sich auch beim norma len Beizen von Aluminium, das als Material für die erwähnten Elektroden zunächst in Betracht kommt, dass die erwartete besondere Vergrösserung der Oberfläche beim fertig gestellten Kondensator nicht auftrifft, was, wenn man von der erwähnten Erkenntnis ausgeht, vermutlich der Tatsache zuzuschrei ben ist, - dass infolge der zu schnellen und wirksamen Beizbearbeitung die der vorge nannten Anforderung entsprechenden Spitzen jeweils wieder weggebeizt werden.
Das Verfahren nach der Erfindung ist nun dadurch gekennzeichnet, dass zur Herbei führung einer weitgehenden Oberflächenver grösserung die Elektrodenoberfläche mit einem schwach wirkenden, Salpetersäure ent haltenden Bad geätzt wird, worauf die Ober fläche mit einer Oxydhaut versehen wird.
Gerade mit schwachen Ätzmitteln erhält man die beabsichtigten mikroskopisch kleinen Spitzen mit kleiner Grundfläche im Verhält nis zur Höhe. Es kann dabei die schwache Ätzwirkung sowohl durch die Beschaffen heit des Ätzmittels (verhältnismässig geringe Konzentration), als auch durch die niedrige Temperatur des Bades erhalten werden. Die schwache Ätzwirkung wird immer in der längeren Dauer des Ätzens, zum Beispiel während einiger Stunden, zum Ausdruck kommen.
In der Praxis zeigt es sich denn auch, dass bei Verwendung geeigneter Bäder nach ver hältnismässig längerer Zeit, zum Beispiel nach einigen Stunden, die grösstmögliche Oberflächenvergrösserung erreicht ist. Wenn die Ätzung fortgesetzt wird, nimmt dann so gar die Vergrösserung wieder ab, was nach der vorerwähnten Erkenntnis der Abbröcke- lung der Spitzen zuzuschreiben wäre, wenn die Grundfläche im Verhältnis zur Mantel fläche noch weiter verkleinert wird.
Zweckmässig wird das Verfahren so lange fortgesetzt, bis die Oberfläche eine regel mässige, wenigstens fünffache Vergrösserung aufweist.
Als Ätzmittel empfiehlt es sich eine Lö sung von 3 bis 4 cm' Salpetersäure spez. Gewicht 1,4 in<B>100</B> cm3 Isoamylalkohol zu verwenden.
Beim vorliegenden Verfahren wird der Vorzug erhalten, dass die gewöhnlichen, ganz dünnen Elektrodenplatten verwendet werden können, so dass der Materialverbrauch gering bleibt, der Kondensator leicht ist und die Elektroden aufgerollt werden können. Die Platten haben zum Beispiel eine Dicke von weniger als 1 mm.
Ferner kann es vorteilhaft sein, die Ober fläche vor oder nach der Bearbeitung oder sowohl vor, als auch nach der Bearbeitung zu reinigen, zum Beispiel durch Beizen in einer stark verdünnten Laugenlösung.
Weiter können die an sich ungenügenden, bekannten Verfahren mit dem nach der Er findung kombiniert werden, wobei zum Bei spiel die ursprüngliche Elektrodenoberfläche vorerst auf mechanischem Wege, zum Bei spiel durch Bürsten mit feinen Metallbürsten oder durch Pressen zwischen Walzen mit ge rippter Oberfläche, ganz fein profiliert wird.
Die auf erfindungsgemässe Weise aufge- rauhte Oberfläche wird darauf auf irgend eine bekannte Weise mit einer als Dielektri- kum dienenden Oxydhaut überzogen.
Als Elektrolyt, in dem die Elektroden nach der Erfindung schliesslich angeordnet werden, kann man die bekannten in Glyzerin gelösten ionisiereüden Stoffe, zum Beispiel Natriumbikarbonat oder dergleichen, verwen den.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Elektro den für elektrolytische Kondensatoren, da durch gekennzeichnet, dass zur Herbeifüh- rung einer weitgehenden Oberflächenvergrö sserung die Elektrodenoberfläche mit einem schwach wirkenden, Salpetersäure enthalten den Bade geätzt wird, worauf die Oberfläche mit einer Ogydhaut versehen wird. UNTERANSPRüCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass während einiger Stun- den geätzt wird, bis die Oberfläche eine regelmässige, wenigstens fünffache Ver grösserung aufweist. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrodenöber- fläche mit einer Lösung von 4 cm' Sal petersäure, spez. Gewicht 1,4 in 100 cm@ Isoamylalkohol geätzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE183306X | 1933-11-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH183306A true CH183306A (de) | 1936-03-31 |
Family
ID=3864352
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH183306D CH183306A (de) | 1933-11-16 | 1934-11-15 | Verfahren zur Herstellung von Elektroden für elektrolytische Kondensatoren. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH183306A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1113754B (de) * | 1953-12-18 | 1961-09-14 | Maria Steiner Geb Fuessel | Verfahren zur Herstellung duenner leitender Schichten, die voneinander durch duenne, elektrolytfreie dielektrische Schichten getrennt sind, in elektrischen Kondensatoren oder kondensatoraehnlichen Gebilden |
| DE1122177B (de) * | 1954-07-09 | 1962-01-18 | Siemens Ag | Verfahren zur Herstellung aufgerauhter Elektroden, insbesondere Aluminiumelektroden fuer Elektrolytkondensatoren |
-
1934
- 1934-11-15 CH CH183306D patent/CH183306A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1113754B (de) * | 1953-12-18 | 1961-09-14 | Maria Steiner Geb Fuessel | Verfahren zur Herstellung duenner leitender Schichten, die voneinander durch duenne, elektrolytfreie dielektrische Schichten getrennt sind, in elektrischen Kondensatoren oder kondensatoraehnlichen Gebilden |
| DE1122177B (de) * | 1954-07-09 | 1962-01-18 | Siemens Ag | Verfahren zur Herstellung aufgerauhter Elektroden, insbesondere Aluminiumelektroden fuer Elektrolytkondensatoren |
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