CH183796A - Sonnenbadeinrichtung. - Google Patents

Sonnenbadeinrichtung.

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CH183796A
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Hammer Ludwig
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Hammer Ludwig
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      Sonnenbadeinriehtung.       Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist eine     Sonnenbadeinrichtung,    die die     Ein-          wirkung    der Sonnenstrahlen auf den Körper  durch Bewegung des Ruheplatzes verteilt  und dadurch mildert, so dass Schädigungen  der bestrahlten Personen auch bei übermässig  langem Gebrauch des Sonnenbades weniger  leicht eintreten können.  



  Die längere Einwirkung der direkten  Sonnenstrahlen auf eine und dieselbe Kör  perstelle wird von den meisten Menschen  sehr unangenehm empfunden. Viele Men  schen vertragen sie überhaupt nicht oder er  leiden Verbrennungen oder die Bräunung der  Haut wird ungleichmässig. Es wurde er  kannt, dass diesem Übelstande abgeholfen  werden kann, indem der Körper selbsttätig  in eine ständig wechselnde Lage zur     Strah-          lenrichtung    gebracht wird.  



  Zu diesem Zweck wird gemäss der Erfin  dung der Ruheplatz mit einem Bewegungs  mechanismus verbunden, der ersteren derart  bewegt, dass ein auf dem Ruheplatz befind-         licher    Körper von den Sonnenstrahlen unab  hängig von der Sonnenbewegung nachein  ander an verschiedenen     Stellen    getroffen       wird.    Dadurch wird nicht nur eine zu inten  sive Wirkung der Strahlen auf eine und die  selbe Körperstelle vermieden, sondern es wer  den auch nach und nach verschiedene Teile  des Körpers der Wirkung der Strahlen aus  gesetzt und auf diese Weise eine gleich  mässigere Bestrahlung der Haut bewirkt.  



  In den     Fig.    1 bis 5 der Zeichnung sind  Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen  standes wiedergegeben.  



       Fig.    1 stellt beispielsweise eine der  <B>01</B>     eichzeitigen    Benützung     vieler    Personen  dienende Plattform 1 von der Form eines  flachen Daches vor, die von einem zylindri  schen Mantel 2 umgrenzt ist und um eine  durch den Mittelpunkt 3 geführten Achse  zu drehen bestimmt ist. Der zylindrische       Umfassungsmantel    hat den Zweck, die Ge  fahr des     Umstossens    von Personen durch vor  stehende Ecken oder Ränder der     Plattform         zu vermeiden, da bei grösseren Ausmassen der  Plattform infolge des sehr grossen Über  setzungsverhältnisses vom antreibenden Mo  tor auf die Drehachse sehr grosse Kräfte in  Frage kommen.

   Die ganze Liegefläche     kann     durch dünne Leisten 4 oder -demselben  Zwecke dienende Farbstreifen oder endlich  durch mässig hohe     Trennungswände    in ein  zelne Liegeplätze abgeteilt sein, um Strei  tigkeiten zwischen den Badenden weitgehend  zu vermeiden. Sie kann aber auch durch  hochkantig gestellte Latten in Zellen unter  teilt sein, die mit Sand ausgefüllt sind, da,  mit auch die Möglichkeit der bei Sonnen  bädern üblichen Lagerung im Sande gegeben  ist. Endlich     können    auch Sitzgelegenheiten  angebracht sein, um den Badenden jede ge  wünschte Ruhelage zu bieten.  



  Durch die     motorbewirkte    langsame Dre  hung der Scheibe wird erreicht, dass die dar  auf ruhenden Körper von den Strahlen der  Sonne unabhängig von deren Bewegung  nacheinander an verschiedenen Stellen ge  troffen werden.  



  Für einzelne Personen können beispiels  weise entsprechend kleinere drehbare Platt  formen oder besonders konstruierte Liege  stühle verwendet werden.  



       Fig.    2 zeigt ein Ausführungsbeispiel  eines solchen Stuhls. Der Stuhl. besteht aus  einer Liegefläche 5, die um eine horizontale  Achse 6 schwenkbar gelagert und durch eine  aus einem Scherengestell 7 bestehende Ein  stellvorrichtung mit Einstellkurbel 8 und  Gegengewinde 9 in verschiedene Schräglagen       einstellbar    ist. Als     Einstellvorrichtung    für  die Schräglage     könnten    irgendwelche andere  bekannte Mittel benützt werden.  



  Schwenkachse 6 und Scherengestell 7  sind auf einem Drehrost 10 gelagert, der  durch eine Kappe 11 auf dem Ständer 12  leicht drehbar gelagert ist. Die Lagerung  könnte zum Beispiel auch aus auf einer kreis  förmigen Bahn sich bewegenden Rollen be  stehen.  



  Der Ständer 12 ist auf einem Holzrost 13  befestigt, der     einfach    in den Sand gelegt    wird. Man kann ihn aber auch direkt in den  Erdboden fundieren.  



  Die Kappe 11 trägt ein Gehäuse 14,  das den Antriebsmechanismus, zum Beispiel  einen Elektromotor, eine starke Uhrfeder  oder ein hydraulisches oder sonstiges Ge  triebe enthält und die horizontale Drehung  des den Liegestuhl tragenden Rostes 10 be  wirkt, um zu erreichen, dass der darauf  ruhende Körper von den     Strahlen    der Sonne  unabhängig von deren     Bewegung    an ver  schiedenen Stellen getroffen wird.  



  Das Tempo der Umdrehung kann unab  änderlich sein oder es kann im Gegenteil  seine Veränderbarkeit erwünscht sein. Emp  findliche     Peraoneii        \verden    insbesondere bei  grosser     ?ritze,    zum Beispiel bei hohem Son  nenstand oder in südlichen Gegenden eine  Beschleunigung des Umdrehungstempos wün  schen, während weniger empfindliche eine  langsame Umdrehung bevorzugen, die nor  maler Weise auf fünfzehn Minuten pro Um  drehung eingestellt werden wird. Zu diesem  Zwecke ist in der Ausführungsform gemäss       Fig.    2 eine entsprechende Vorrichtung vor  gesehen und besteht aus in ihrer Schräglage  mittels     Drehknopf    15 und Seil 16 gegen  einen Federzug 17 einstellbaren Wind  flügeln 18.  



  Am Fusse der Liegefläche 5 ist eine ver  stellbare Fussleiste 19 angebracht, um ver  schieden grossen Personen das Aufstützen der  Füsse zu ermöglichen. Am Kopfende ist fer  ner durch eine gegenüber der Liegefläche 5  schräg gestellte     Kopfauflagefläche    20 für  eine bequeme Kopflage vorgesorgt.  



       Fig.    3 zeigt eine bevorzugte Ausführung  der Liegefläche 5. Sie besteht aus     einem    auf  einem Rahmen 21 gespannten Geflecht 22,  das aus Rohr-, Gurten-, Strick-, Draht- oder  sonst welchem Material gebildet     sein    mag,       dessen.weite    Maschen der kühlenden Luft  einen Zutritt zum Körper des Aufliegenden  gestatten. Das Geflecht kann einfach, also  nur über die obere Fläche des Rahmens 21  gelegt oder auch doppelt, das heisst auch über  dessen untere Fläche gespannt sein.     In    die  sem Fall ist die Entfernung beider Geflecht-      lagen voneinander durch die Dicke des Rah  mens 21 gegeben.

   Die Doppelbespannung hat  den Vorteil, dass die untere     Bespannung    bei  Nachlassen der Spannung des obern Geflech  tes dieses entlastet.  



  Der auf dem Liegestuhl Liegende kann  selbst, ohne Zuhilfenahme dritter     Personen,     die Schräglage der Liegefläche mittels der  Kurbel 8 und die Umdrehungsgeschwindig  keit mittels des Drehknopfes 15 nach Be  lieben regeln.  



  Drehbare     Sonnenbadruheplätze    kann man  auch als schwimmende Körper ausbilden, die  noch den besonderen Vorteil haben, dass, be  sonders bei Verwendung von luftdurch  lässigen Geflechten als Liegefläche, von der  in geringem Abstand darunter befindlichen  Wasserfläche aus sich eine wohltuende Küh  lung bemerkbar macht, so dass die einer Über  hitzung des Körpers an einer Stelle vorbeu  gende Wirkung der Drehung der Liegefläche  wirksam unterstützt ist.  



  Als Schwimmkörper kann insbesondere  für grosse Plattformen, die nach dem Beispiel  der     Fig.    1 eine grössere Anzahl von Personen  aufnehmen sollen, ein genügend tragfähiger  Holzrost oder etwa kreisringförmiger Ponton  benützt werden. Für     Einzelliegeflächen    kann  nach dem Ausführungsbeispiel gemäss     Fig.    4  ein nach dem Prinzip des Fahrrades kreis  rund aufgezogener Gummischlauch 23 die  nen, auf dem unter Zwischenschaltung eines  satt aufliegenden Rahmens 24 eine nach       Fig.    3 geformte Liegefläche 25 angeordnet  wird. In der geräumigen Nabe 26 dieser Rad  konstruktion ist ein Motor untergebracht, der  sich über die Drehachse 30 auf den Auflage  flächen des Propellers 29 stützend, die Liege  fläche in langsames Drehen versetzt.

   Hier  durch wird erreicht, dass die auf dem  Schwimmkörper liegenden Körper von den  Strahlen der Sonne unabhängig von deren Be  wegung an verschiedenen Stellen getroffen  werden. An Stelle des Propellers könnte eine  kleine Kapselpumpe vorgesehen sein, dessen  Druckwasser durch speichenartig angeord  nete und am Ende     tangential    abgebogene  Rohre ausströmend den für die Drehung des         Schwimmkörpers        nötigen    Rückstoss erzeugen  würde. Grosse Plattformen können aber auch  durch ein oder mehrere Walzenpaare ihre  Bewegung erhalten, die an der Peripherie  eines um die Plattform angeordneten Lauf  kranzes angreifen würden.  



  Die beschriebene     schwimmende    Vorrich  tung ist mittels Halslager 27 und einem Seil  28 am Land verankert. Das Seil kann durch  ein Gestänge ersetzt werden, auch kann es,  wie     strichliert    angedeutet, an am Grunde des  Gewässers liegenden Ankern befestigt sein.  



  Ein letztes Ausführungsbeispiel zeigt die  in     Fig.    5 in Gestalt von sich langsam um  ihren Ständer drehenden Kinderschaukeln.  Auf einem an seinem untern Ende mit einem  Sockel 31 aus Korbgeflecht verkleideten  Ständer 32 ist eine     rohrförmige    Kappe 33,  die einen Querbalken 34 trägt, drehbar be  festigt. Eine Antriebsvorrichtung 35 versetzt  den Querbalken, der an beiden Armen die als  Ruheplätze dienenden Schaukeln 36 trägt,  in langsam drehende Bewegung, so dass auf  diesen Schaukeln sich vergnügende nackte  Kinder in einem Zeitraum von etwa fünf  Minuten von allen Seiten von den Strahlen  der Sonne bestrahlt werden, dies unabhängig  von der Sonnenbewegung.  



  Zum Antrieb für die Drehung des Quer  balkens 34 um den Ständer 32 könnte auch  die Pendelbewegung der Schaukeln selbst  verwendet werden, indem sie zum Beispiel  durch ein Klinkenwerk in eine stets gleich  gerichtete Bewegung umgeformt und auf den       drehbaren    Teil übertragen würde.  



  Es ist selbstverständlich, dass die erfin  dungsgemässe Vorrichtung     in    jeder Ausfüh  rung auch mit Ventilatoren zu Kühlungs  zwecken oder mit solchen Überdachungen  ausgestattet sein kann, die nur kurzwelliges  Licht     hindurchlassen,    um die schädlichen  Wärmestrahlen abzuhalten. An dem Wesen  der Erfindung wird dadurch     ebensowenig     geändert,     wie    etwa dadurch, dass die Bewe  gung des Ruheplatzes eine andere als     eine     reine Drehbewegung wäre, oder an Stelle  einer gleichmässig kontinuierlichen eine ruck-      weise fortschreitende Bewegung     gesetzt     würde.  



  Es wird auch die gleiche Wirkung er  zielt, wenn die Liegestatt an Stelle der  dauernd in gleicher Richtung     rotierenden     eine um einen genügend grossen Winkel in  horizontaler Richtung hin- und herpendelnde  Bewegung ausführt oder wenn ihr eine zeit  weise aussetzende Bewegung erteilt wird.  



  Zwecks besserer Auswertungsmöglichkeit  der vorhandenen Antriebsvorrichtung kann  der Bewegungsmechanismus der Liegeflächen  zum Beispiel auch zur Betätigung von  irgendwelchen mechanischen, akustischen  oder Lichtreklamen verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Sonnenbadeinrichtung, gekennzeichnet durch einen Ruheplatz und einen damit ver bundenen Mechanismus, durch den ersterer so bewegt werden kann, dass ein auf dem Ruheplatz befindlicher Körper von den Sonnenstrahlen unabhängig von der Sonnen bewegung nacheinander an verschiedenen Stellen getroffen wird. UNTTERANSPRüCHE 1. Sonnenbadeinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Mechanismus dem Ruheplatz eine lang same Drehbewegung erteilt. 2. Sonnenbadeinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Mechanismus dem Ruheplatz eine zeit weise aussetzende Bewegung erteilt.
    d. Sonnenbadeinrichtung nach Patentaa . Spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Mechanismus den Ruheplatz ruckweise bewegt. 4. Sonnenbadeinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Mechanismus dem Ruheplatz eine zeit weise in der einen Richtung, zeitweise in umgekehrter Richtung drehende Be wegung erteilt. 5. Sonnenbadeinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Ruheplatz mindestens eine Schaukel vor handen ist, deren Pendelenergie durch den Mechanismus in eine Drehbewegung ihres um eine aufrechte Achse drehbaren Aufhängebalkens umgewandelt wird.
    6. Sonnenbadeinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ruheplatz auf einem Schwimmkörper an geordnet ist und schwimmend die den Anstrahlungswinkel der Sonnenstrahlen ändernde Bewegung ausführt.
CH183796D 1934-05-18 1935-04-26 Sonnenbadeinrichtung. CH183796A (de)

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