AT142409B - Einrichtung zur Verabreichung von natürlichen oder künstlichen Sonnenbädern. - Google Patents

Einrichtung zur Verabreichung von natürlichen oder künstlichen Sonnenbädern.

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AT142409B
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Lina Hammer
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Lina Hammer
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  Einrichtung zur Verabreichung von natürlichen oder künstlichen Sonnenbädern. 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Einrichtung zur Verabreichung von natürlichen oder künstlichen Sonnenbädern, bei welcher der zu bestrahlende Körper durch Bewegung der Liegestatt oder des Strahlers gleichmässig bestrahlt wird. 



   Die längere Einwirkung der direkten Sonnenstrahlen auf ein und dieselbe Körperstelle wird von den meisten Menschen sehr unangenehm empfunden ; viele Menschen vertragen sie überhaupt nicht oder erleiden schwere Brandwunden oder die Bräunung der Haut wird ungleichmässig. Diesem Übelstande kann dadurch abgeholfen werden, dass der Körper durch eine Vorrichtung selbsttätig in eine wechselnde Lage zur Strahlrichtung gebracht wird. Dadurch wird nicht nur eine zu intensive Wirkung auf ein und dieselbe Körperstelle vermieden, sondern es werden auch nach und nach alle Teile des Körpers der Wirkung der Strahlung ausgesetzt und auf diese Weise eine   gleichmässige.   Bräunung der Haut bewirkt.

   Erfindungsgemäss werden Vorrichtungen angewendet, welche die Heilstrahlen auf alle Stellen des Körpers dadurch gleichmässig zur Wirkung bringen, dass die Lage des Körpers zur Strahlrichtung und somit zum wirksamen Einfallswinkel ständig geändert wird. 



   Als geeignete Vorrichtung für den Zweck erscheinen rotierende Liegestätten in horizontaler oder in zu dieser geneigten Lage, wie aus den Fig. 1 bis 5 ersichtlich ist. 



   Fig. 1 stellt eine der gleichzeitigen Benutzung vieler Personen dienende Plattform 1 von der Form eines flachen Daches vor, die von einem zylindrischen Mantel 2 umgrenzt ist. Der zylindrische Umfassungsmantel hat den Zweck, die Gefahr des Umstossens von Personen durch vorstehende Ecken zu vermeiden, da bei grösseren Ausmassen der Plattform infolge des sehr grossen Übersetzungsverhältnisses vom antreibenden Motor auf die Drehachse, die sieh im Mittelpunkt der Scheibe 3 befindet, sehr grosse Kräfte in Frage kommen. Die ganze   Liegefläche   kann durch dünne Leisten 4 oder demselben Zwecke dienende Farbstreifen in einzelne Liegeplätze abgeteilt sein, um Streitigkeiten zu vermeiden.

   Sie kann aber auch durch hochkantig gestellte Latten in Zellen unterteilt sein, die mit Sand ausgefüllt werden, damit auch die Möglichkeit der bei Sonnenbädern üblichen Lagerung im Sande gegeben ist. 



   Für einzelne Personen können entsprechend kleinere drehbare Plattformen oder nach Fig. 2 besonders konstruierte Liegestühle verwendet werden. Diese bestehen aus einer Liegefläche 5, die um eine horizontale Achse 6 drehbar gelagert und durch eine Einstellvorrichtung in verschiedener Schräglage einstellbar ist. Als Einstellvorrichtung für die   Schräglage   können irgendwelche bekannte Mittel, z. B. ein einfaches oder doppeltes   Scherengestell1,   dienen, das durch Kurbel 8 und gegenläufige Schrauben 9 einstellbar ist. 



   Drehachse 6,   Scherenstütze   7 sind beispielsweise auf einem Drehrost 10 gelagert, der durch eine Kappe 11 auf dem Ständer 12 leicht drehbar gelagert ist. Ständer 12 kann entweder direkt im Erdboden fundiert oder beispielsweise auf einem Holzrost 13 befestigt sein, der einfach in den Sand gelegt wird. 



  Die Kappe 11 trägt etwa ein Gehäuse 14, das den Antriebsmechanismus, z. B. einen Elektromotor oder eine starke Uhrfeder enthält und die Drehung des Liegestuhles bewirkt. 



   Das Tempo der Umdrehung kann entweder unabänderlich oder veränderbar sein. Empfindliche Personen werden, insbesondere bei grosser Hitze, z. B. bei hohem Sonnenstand oder in   südlichen   Gegenden, eine Beschleunigung des Umdrehungstempos wünschen, während weniger Empfindliche eine langsamere Umdrehung bevorzugen, die normalerweise auf fünf bis zehn Minuten pro Umdrehung eingestellt werden wird. Zu diesem Zwecke können entsprechende Vorrichtungen vorgesehen sein, was in Fig. 2 beispiels- 

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 weise durch in ihrer Schräglage mittels Drehknopf 15 und Seile 16 gegen einen Federzug 17 einstellbare Windflügel 18 prinzipiell gekennzeichnet ist. 



   Am Fusse der   Liegefläche   5 kann eine verstellbare Fussleiste 19 angebracht sein, um verschieden grossen Personen das Aufstützen der Füsse zu ermöglichen. Am Kopfende kann durch eine   schräger   gestellte   Kopfauflagefläche   20 für eine bequeme Kopflage vorgesorgt sein. 



   Die   Liegefläche   5 wird nach Fig. 3 zweckmässig aus einem auf einen Rahmen 21 gespanntes Rohr-, Gurten-, Strick-, Draht-oder sonst welchem Material erzeugten Geflecht 22 gebildet, deren weite Maschen der kühlenden und   schweissaufsaugenden   Luft einen besseren Zutritt zum Körper des Aufliegenden gestattet. Aus hygienischen Gründen wird man jedem Badegast noch einen reinen Überwurf aus dem bekannt saugkräftigen Tetraleinen zur   Verfügung   stellen. 



   Auf nach solchen Prinzipien konstruierten Liegestühlen kann der darauf Liegende selbst ohne Zuhilfenahme dritter Personen die   Schräglage   der   Liegefläche   mittels der Kurbel 8 und die Umdrehunggeschwindigkeit mittels des Drehknopfes   15   nach Belieben regeln. 



   Wie Fig. 3 zeigt, kann das Gurtengeflecht einfach, also über die obere Fläche des Rahmens 21 gelegt oder auch über dessen untere Fläche gespannt sein ; die Entfernung beider Geflechte voneinander ist gegeben durch die Dicke des Rahmens 21. Die Doppelbespannung hat den Vorteil, dass die untere Bespannung bei Nachlassen der Spannung des oberen Geflechtes dieses entlastet. 



   Das Prinzip der drehbaren Sonnenbäder kann auch auf schwimmende Formen übertragen werden, die noch den besonderen Vorteil haben, dass, besonders bei Verwendung von   luftdurchlässigen   Geflechten als Liegefläche, von der in geringen Abständen darunterliegenden Wasserfläche sich eine wohltuende,   kühlende Rückstrahlung bemerkbar macht,   und die somit die einer Überhitzung des Körpers vorbeugende Wirkung der Drehung der Liegefläche wirksam unterstützt. 



   Als   Schwimmkörper   können, insbesondere für grosse Plattformen, die nach Fig. 1 eine grössere Anzahl von Personen aufnehmen sollen, genügend tragfähige Holzreste oder Pontons oder für Einzelliegeflächen nach Fig. 4 ein nach dem Prinzip des Fahrrades montierter Gummischlauch 23 dienen, auf der unter Zwischenschaltung eines satt aufliegenden Rahmens 24 die nach Fig. 3 geformte Liegefläche   25   angeordnet ist.

   In der geräumigen Nabe 26 dieser   Radkonstruktion   kann ein kleiner   Elektro-oder Press-   luftmotor oder auch ein kräftiges Uhrwerk untergebracht sein, das einen langsam laufenden Luft-oder Wasserpropeller oder eine kleine Kapselpumpe Åantreibt, dessen Druckwasser durch speichenartig angeordnete und am Ende tangential abgebogene Rohre   ausströmen,   den für die Drehung des Schwimmkörpers nötigen Rückstoss erzeugt. 



   Die Verankerung dieser schwimmenden Vorrichtung kann beispielsweise mittels Halslager 27 und Seil   28,   welche letzteres entweder am Land oder an (strichliert angedeutet) am Grunde des Gewässers liegenden Ankern befestigt sein kann, erfolgen. Gegebenenfalls dienen weitausladende Flügel 29, 
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 Drehung. 



   Eine weitere Anwendungsform zeigt die in Fig. 5 dargestellte, sich langsam um ihren Ständer drehende   Kinderschaukel.   Auf einem an seinem unteren Ende zweckmässig mit einem Sockel 31 aus Korbgeflecht verkleideten Ständer 32 ist eine rohrförmige Kappe 33, die einen beiderseits ausladenden
Querbalken 34 trägt, drehbar befestigt. Eine Antriebsvorrichtung 35 versetzt den Querbalken, der an beiden Armen Schaukeln 36 trägt, in langsam drehende Bewegung, so dass auf diesen Schaukeln vergnügende nackte Kinder in einem Zeitraum von etwa fünf Minuten von allen Seiten bestrahlt werden. 



   Es ist selbstverständlich, dass alle wie immer konstruierten Formen des rotierenden Sonnenbades auch mit Ventilatoren zu   Kühlungszwecken   oder mit Überdachungen ausgestattet sein können, die nur kurzwelliges Licht hindurchlassen, um die schädlichen Wärmestrahlen abzuhalten. An dem Wesen des Prinzips wird dadurch ebensowenig geändert, wie etwa dadurch, dass die drehende Bewegung durch eine wälzende ergänzt oder ersetzt wird oder an Stelle einer gleichmässig kontinuierlichen eine ruckweise kontinuierliche Drehbewegung gesetzt wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   Einrichtung zur Verabreichung von natürhehenoder künstlichen Sonnenbädern, dadurchgekenn-   zeichnet, dass der zu bestrahlende Körper einem   kontinulierlichen   Wechsel der Anstrahlrichtung ausgesetzt wird, indem die Liegestatt in eine gleichmässige oder ruckweise   kontinulierhche   langsame Umdrehung versetzt oder die künstliche Lichtquelle kontinuierlich oder ruckweise in einer den Licht-   anstrahlungswinkel   ändernden Weise bewegt wird.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Liegeflächen in der Form von in ihrer Schräglage und in ihrer Umdrehungsgeschwindigkeit veränderbaren Liegestühlen oder von flachen, mit Sand gefüllten Trögen oder in der Form von an drehbaren Armen befestigten Schaukeln oder in der Form von für viele Personen bestimmten ebenen oder flach dachförmigen Plattformen in langsame Drehbewegung versetzt werden, wobei es gleichgültig ist, ob diese sich drehenden Vorrichtungen an Land oder auf Schwimmkörpern angeordnet sind und auf welche Weise und von welcher Kraftquelle die rotierende Bewegung bewirkt wird. <Desc/Clms Page number 3>
    3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Liegeflächen neben den gebräuchlichen hölzernen oder geschlossenen Segeltuchbelagen zwecks besserer Luftdurchlässigkeit weitmaschige Geflechte irgendwelcher Art verwendet werden. EMI3.1
AT142409D 1934-05-18 1934-05-18 Einrichtung zur Verabreichung von natürlichen oder künstlichen Sonnenbädern. AT142409B (de)

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