CH183803A - Einrichtung zur kontinuierlichen Behandlung von Wunden und dergleichen mit ozonhaltigem Sauerstoff. - Google Patents
Einrichtung zur kontinuierlichen Behandlung von Wunden und dergleichen mit ozonhaltigem Sauerstoff.Info
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Description
Einrichtung zur kontinuierlichen Behandlung von Wunden und dergleichen mit ozonhaltigem Sauerstoff. Zur Behandlung von Wunden, Eiterstel len und dergleichen mit ozonhaltigem Sauer stoff hat man sich bisher einer Einrichtung bedient, die aus einem Sauerstoffbehälter, einem Ozonerzeuger, einem Zuführungs schlauch, einer Messvorrichtung, einem Durch flussregler für den eingeführten Sauerstoff, sowie einem Handstück mit aufsetzbarer Kanüle besteht. Die Schwierigkeiten bestan den darin, dass für den beweglichen Ozonzu- führungsschlauch und für die Dichtung Gummi als Werkstoff wegen seiner Angreif- barkeit durch Ozon nicht in Frage kam und man auf die Verwendung von Schläuchen aus unangreifbarem Metall, vor allem aus Aluminium angewiesen war, während die Dichtungen durch Metallschliffe oder durch Zwischenlage von Metallfolien erzielt wur den. Es war aber äusserst schwierig, Schlauch und Dichtungsstellen dicht zu halten. Man hat deshalb bereits vorgeschlagen, den Ozonerzeuger in das Handstück der Ein richtung zu verlegen und dasselbe einerseits mit einem Anschluss für den Sauerstoff, den man durch einen gewöhnlichen, billigen Gummi- schlauch zuleiten kann, anderseits mit Klem men zum Anschluss der Elektroden des ein gebauten Ozonerzeugers an eine Stromquelle zu versehen. Dabei wurde das Ozon in dem Hohlraum gebildet, der zwischen dem zentral gelegenen Ozonerzeuger und der Aussenwand des Handstückes liegt. Selbst wenn diese Wand aus Isolierstoff besteht, bildete die unmittelbare Nachbarschaft des hochgespann ten, hochfrequenten Stromes eine grosse Ge fahrenquelle für den Bedienenden, dessen Hand auch durch kapazitive Wirkung des Ozonerzeugers beeinflusst werden konnte. Nach der Erfindung ist der Ozonerzeu ger von der Aussenwandung des Handstückes durch einen Luftmantel getrennt, der an der Ozonerzeugung nicht beteiligt ist. In der Zeichnung ist zur Erläuterung der Erfindung eine beispielsweise Ausführungs form des Handstückes der Einrichtung gemäss der Erfindung mit eingebautem Ozonerzeu- ger im Längsschnitt dargestellt, und zwar der Deutlichkeit halber in etwas vergrösser tem Massstabe. Das gezeichnete Handstück besitzt einen Anschlussteil a, der zwecks rationeller Do sierung des Ozons eine Einstellschraube aufweist und sich in ein Messinstrument c für die verbrauchte Sauerstoffmenge oder den Druck dieses Gases fortsetzt und dann in das den Ozonerzeuger enthaltende Rohr rl übergeht. Auf dieses Rohr ist das vordere, für den Durchtritt der Düse g durchbohrte Mundstück e aufgeschraubt. Die Teile a-e können aus Metall oder Pressmaterial beste hen. Die durch Auszug des Doppelrohres erhaltene Düse g, auf deren kegelig geschlif fener aus der Mündung des Handstückes her ausragender Ansatz la die Kanülen aufge setzt werden können, besteht aus Glas wie auch das konzentrische Doppelrohr<I>i, k.</I> Des sen Innenrohr i enthält die eine Metallelek trode 7n, dessen Aussenrohr k ist von der an dern Metallelektrode n umgeben, so dass der Zwischenraum zwischen den beiden Rohren metallfrei ist. Diese Elektroden ist von einem Luftmantel umgeben, der durch das den Aussenmantel des Handstückes bildende Rohr d nach aussen abgeschlossen wird. Die ser Luftmantel ist an der Ozonerzeugung nicht beteiligt. Die elektrischen Zuleitungs drähte<I>p, q</I> für den hochfrequenten Strom sind am Fussende des Handstückes mittels Gleitkontakten lösbar mit den Elektroden in und n verbunden; die eine dieser Zuleitun- gen führt durch den Dichtungskegel r des Doppelrohres i, k, dann entweder durch das Messinstrument c ins Freie, oder zum Schutz in das Innere eines nicht dargestellten Gummischlauches. Das Doppelrohr i, k trägt vorne eine Schulter o, gegen die sich die zwischen der Düse g und dem abschraub- baren Mundstück e untergebrachte Schrau benfeder f abstützt; diese dient dazu, das Glasrohr mit seinem die Sauerstoffzufüh- rungsöffnung s enthaltenden Dichtungsan satz r gegen den Hohlkegel des Handstück gehäuses zu pressen. Der Anschlussteil ca kann mit einem verschliessbaren Stutzen zur Hinzufügung von dem Ozonsauerstoff- gemischbeizumengenden gas- oder nebelför- migen Heilstoffen versehen sein. Die äussere Elektrode n wird zweckmässig, um keine Ge fahrenquelle bilden zu können, geerdet. Zum Reinigen und Auskochen des Glas rohres<I>i, k,</I> schraubt man das Mundstück e ab und kann dann den ganzen Ozonerzeuger <I>g,</I> h, <I>i, k,</I> 7)2, n, <I>r,</I> leicht aus dem Handstück rohr d herausnehmen. Um den Weg des der Einwirkung der Elektrizität ausgesetzten Sauerstoffes zu ver längern, können in dem Ozonerzeugungsraum zwischen den Röhren<I>i</I> und<I>k</I> Führungsflä chen angeordnet sein. Da die prozentual er zeugte Ozonmenge von der Temperatur des zugeführtenSauerstoffes abhängt, kann auch eine Vorrichtung zur Beeinflussung dieser Temperatur in das Handstück eingebaut sein. Beispielsweise kann man mit entsprechend temperiertem Gas oder einer solchen Flüssig keit einen Mantel des Handstückes oder ein darin eingebautes Schlangenrohr durchströ men lassen. Auch kann man das Handstück mit einer regelbaren elektrischen Heizvor- richtung versehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur kontinuierlichen Be handlung von Wunden und dergleichen mit ozonhaltigem Sauerstoff, mit einem rück wärtigen Schlauchanschluss und einem mit Durchflussregler für den eingeführten Sauer stoff versehenen Handstück, in welches der Ozonerzeuger eingebaut ist, und auf das vorne eine Kanüle aufgesteckt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Ozonerzeu ger von der Aussenwandung des Handstückes durch einen Luftmantel getrennt ist, der an der Ozonerzeugung nicht beteiligt ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Ozoner zeuger ein mit Innen- und Aussenbelag als Elektroden versehenes konzentrisches Doppelrohr besitzt, dessen metallfreier Zwischenraum vom teilweise in Ozon um- zuwandelnden Sauerstoff durchströmt wird, und dessen äusserer Belag von dem Luftmantel umgeben ist. 2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die durch Auszug des Doppelrohres erhaltene Düse mit kegelig geschliffenem Ansatz aus der Mündung des Handstückes heraus ragt zum Aufsetzen von Kanülen.3. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass das Doppel rohr vorne eine Schulter trägt, gegen die sich die zwischen der Düse und dem ab schraubbaren Mundstück untergebrachte Schraubenfeder abstützt zum Anpressen des Glasrohrdichtungsansatzes gegen den Hohlkegel des Ilandstückgehäuses. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Aussen elektrode geerdet ist. 5. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Stromzu führung zu den Elektroden über lösbare Gleitkontakte erfolgt. 6.Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Stromzu leitungsdrähte am Fussende des Hand stückes mit den Elektroden verbunden sind. 7. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Hand stück. einen Anschlussteil besitzt, der zwecks rationeller Dosierung des Ozons eine Einstellschraube aufweist und sich in ein Messinstrument für die verbrauchte Sauerstoffmenge oder den Druck dieses Gases fortsetzt und dann in das den Ozonerzeuger enthaltende Rohr übergeht.B. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Hand stück mit einem verschliessbaren Stutzen versehen ist, durch den im Bedarfsfalle Hilfsgase oder Nebel dem Sauerstoff zu gesetzt werden können. 9. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass in dem vom Sauerstoff durchströmten Zwischenraum zwischen dem äussern und innern Glas rohr Führungsflächen zur Verlängerung des Gasweges angeordnet sind. 10. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Handstück mit einer Vorrichtung zur Beeinflussung der Temperatur des zugeführten Sauer stoffes versehen ist.11. Einrichtung nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass der Luftman tel des Handstuckes eine Rohrschlange oder dergleichen zum Durchfluss eines Wärmeträgers enthält. 12. Einrichtung nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass im Luftman- telraum eine elektrische Heizvorrichtung angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH183803T | 1934-12-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH183803A true CH183803A (de) | 1936-04-30 |
Family
ID=4432602
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH183803D CH183803A (de) | 1934-12-20 | 1934-12-20 | Einrichtung zur kontinuierlichen Behandlung von Wunden und dergleichen mit ozonhaltigem Sauerstoff. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH183803A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GR880100376A (en) * | 1988-06-13 | 1990-05-11 | Rokizas Leonidas | Ozon (03) production apparatus used for the treatment of wounded surfaces |
-
1934
- 1934-12-20 CH CH183803D patent/CH183803A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GR880100376A (en) * | 1988-06-13 | 1990-05-11 | Rokizas Leonidas | Ozon (03) production apparatus used for the treatment of wounded surfaces |
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