CH183961A - Holzmöbeltragteil, insbesondere Stuhl- oder Tischbein. - Google Patents
Holzmöbeltragteil, insbesondere Stuhl- oder Tischbein.Info
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Description
Holzmöbeltragteil, insbesondere Stuhl- oder Tischbein. Die Erfindung bezieht sieh auf einen Holzmöbeltragteil, insbesondere auf ein Stuhl- oder Tischbein, zum Beispiel mit ver hältnismässig scharfen Abbiegungen. Es ist bereits bekannt, bei Holzträgern zur Vermin derung der Beanspruchung an den Biege stellendes im übrigen massiven Teils längs laufende Einschnitte anzubringen oder der- ige Holzstücke insgesamt aus mehreren # itrti Lagen aufzubauen.
Es wurde auch schon, vor geschlagen, bei gewölbten dünnen Verklei- dungsbrettern zwecks Erleichterung des Bie- gens einen Längsschlitz vor der einen Stirn- seite aus anzubringen und diesen mit einer Einlage zu versehen.
Die bekannten Ausfüh rungen eignen sich indessen nicht für Holz möbeltragteile von verhältnismässig starkem Querschnitt, insbesondere für die modernen Möbelformen mit teilweise sehr scharfen, unter Belastung stehenden Abbiegungen ein und derselben Strebe, .da ein lagenweiser Aufbau die Herstellung verteuert und ander seits Einschnitte und Einlagen an der Biege- stelle eines sonst massiven Teils nur von einem freien Ende aus angebracht werden können, so dass für die Fortsetzung der Strebe eine besondere Verbindung notwendig ist.
Durch die Erfindung ist es möglich, .der artige Holzteile für die genannten Baufarmen in einfachster Weise mit fugenloser Verbin dung herzustellen, und erfindungsgemäss be sitzen die aneinander stossenden Enden zweier oder mehrerer Stäbe von verhältnismässig starkem Querschnitt an der Biegestelle paral lele, längslaufende Schlitze, die entsprechend der Krümmung der Biegestelle 'abgebogen und mit Holz ausgefüllt sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der Erfindung in drei Figuren, in verschiedenen Herstellungsstadien desselben, dargestellt, und zwar zeigt die Zeichnung zum Beispiel den obern Teil eines abge bogenen Tischbeines.
Das Tischbein setzt sich aus zwei stirn- seitig aneinanderstossenden Holzstücken 2, '2' von verhältnismässig starkem, rechteckigem Querschnitt zusammen. An der Stoss- und Stirnseite eines jeden Holzstückes 2 und 2' sind parallele Längsschlitze, in der Fazerrich- tung laufend angebracht (Fig. 1), durch wel che an den dazwischenliegenden Teilen Zun gen 4 gebildet werden.
Die Schlitze bezw. die zwischen den Schlitzen gebildeten Zungen sind umso länger, je weiter die Entfernung von dem Krümmungsmittelpunkt ist. In die Schlitze 1 der Teile 2, 2' sind bei diesem beispielsweisen Herstellungsverfahren ebene Holzplatten 3 eingeschoben und mit den Zun gen 4 verleimt.
Nun wenden die Stabenden so zusammengestossen, d ass die Platten .3 auch in die Schlitze des Stabes 2' eintreten, wo sie auch mit den Zungen 4 verleimt werden. Fig. 2 deutet diese Vorform des Tischbeines an. Die verbundenen 8tabenden werden dann an der Stossstelle abgebogen, und das abge bogene Holzstück wird so lange in einer Form unter Druck gehalten, bis der Leim trocken ist (Fig. 3).
Das Holzstück wird alsdann in bekannter Weise fertig gearbeitet.
Die Ausbildung der Verbindung könnte auch derart ,sein, @dass die Schlitze derart in den beiden Teilen angeordnet sind, dass die zwischen den Schlitzen gebildeten Zungen .des einen Teils in die Schlitze des andern Teils einstossen.
Die Fasern .der Holzstäbe werden, selbst wenn der Krümmungsradius verhältnismässig sehr klein ist, nur wenig beansprucht. Es können aber .auch verhältnismässig dicke Holzstäbe 2 und 2' gebogen werden, ohne dass die Randfasern reissen. Da die Zungen 1 beider Stäbe gleichmässig abgebogen werden, und der Krilmmung entsprechend einzeln sich abbiegen, nach dem jeweiligen Abstand von dem Krümmungsbogen-Mittelpunkt, so wird die Festigkeit des Holzstabes an der Biege stelle nicht vermindert und die letztere be hält eine gewisse Federung bei.
Diese Verbindung bringt insbesondere für solche Möbel Vorteile, bei denen die abge bogenen Teile bei der Benutzung .der Möbel einer Biegebeanspruchung unterworfen sind. Die Beanspruchung der einzelnen Holzlagen und der Fasern derselben bleibt verhältnis mässig sehr klein.
Es wird jede einzelne Holzlage nur entsprechend ihrer Stärke be ansprucht. Tritt eine Beanspruchung auf, welche den Krümmungsraadius vergrössern will, so wird in erster Linie die Leimschicht beansprucht, tritt umgekehrt eine Verkleine rung des Krümmungsradius ein, so werden die Zungen gegeneinandergepresst; ein gegen seitiges Verschieben der Zungen in bezug auf einander wird durch ,den Leimt aufgenommen und verhindert.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Holzmöbeltragteil mit Abbiegung, insbe sondere Stuhl- oder Tischbein, dadurch ge kennzeichnet, dass die an der Biegestelle an einander stossenden Enden zweier Stäbe von verhältnismässig starkem Querschnitt paral lele Schlitze besitzen, die mit Holz ausge füllt sind und die entsprechend der Krüm mung der Biegestelle abgebogen sind. UNTERANSPRüCHE 1. Holzmöbeltragteil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze mit Holzplatten ausgefüllt sind.2. Holzmöbeltragtesl nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze derart in den beiden Teilen angeordnet .sind, dass die zwischen den Schlitzen ge bildeten Zungen des einen Teils in die Einschnitte des andern Teils einstossen. 3. Holzmöbeltragteil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze ,in der Faserrichtung verlaufen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB183961X | 1933-11-08 | ||
| GB271034X | 1934-10-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH183961A true CH183961A (de) | 1936-05-15 |
Family
ID=26253359
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH183961D CH183961A (de) | 1933-11-08 | 1934-11-06 | Holzmöbeltragteil, insbesondere Stuhl- oder Tischbein. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH183961A (de) |
-
1934
- 1934-11-06 CH CH183961D patent/CH183961A/de unknown
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