CH184460A - Schleuder- und Gleitschutzeinrichtung an gummibereiften Kraftfahrzeugen. - Google Patents

Schleuder- und Gleitschutzeinrichtung an gummibereiften Kraftfahrzeugen.

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CH184460A
CH184460A CH184460DA CH184460A CH 184460 A CH184460 A CH 184460A CH 184460D A CH184460D A CH 184460DA CH 184460 A CH184460 A CH 184460A
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Schleudernie G M B H
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Schleudernie G M B H
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  Schleuder- und     Gleitschutzeinrichtung    an gummibereiften Kraftfahrzeugen.    Es ist bereits bekannt, die Gummireifen  von Kraftfahrzeugen an der Lauffläche mit  einer Profilierung nach Art der Pfeilverzah  nung, das heisst mit winkelförmigen Rillen  zu versehen, um die Griffigkeit der Reifen  auf dem Boden zu erhöhen und ein Schleudern  des Fahrzeuges möglichst zu vermeiden. Es  hat sich jedoch gezeigt, dass mit einer winkel  förmigen     Rillung    an der Lauffläche von Gummi  reifen eine das Schleudern des Fahrzeuges  verhindernde Kräftewirkung nicht zu erreichen  ist.

   Dies liegt daran, dass die bei einer solchen  Profilierung durch die beim Schleudern wirken  den     Achsialschubkräfte    auftretenden Gegen  kräfte sich an jedem Rad mit der Teilschub  kraft das Gleichgewicht halten, so dass keine       Kräftepaare    entstehen,. welche einen wirk  "en Schleuderschutz bieten können.  



  Die     Erfindung    betrifft eine     Schleuder-          üird        Gleitschutzeinrichtung    an gummibereiften  Kraftfahrzeugen und besteht darin, dass die  auf     gleicher    Achse sich gegenüberliegenden    Gummireifen an der Lauffläche mit entgegen  gesetzt schräg verlaufenden Rillen versehen  sind, die schmäler als die dazwischen ge  bildeten Gummistege und in einem solchen  Abstand voneinander angeordnet sind, dass  immer eine grössere Anzahl Stege mit der  Fahrbahn in Berührung ist.

   Dadurch rufen  die     beim    Befahren von Kurven und Uneben  heiten der Strasse oder beim Betätigen ein  seitig eingestellter Bremsen auftretenden seit  lichen Schubkräfte     Gegenkräftepaare    hervor,  die dem Schleudern entgegenwirken, und zwar       umsomehr,    je stärker die seitlich auftreten  den Kräfte sind, durch die die jeweils mit  der Fahrbahn in Berührung befindlichen Stege  mehr oder weniger und je nach der Richtung  der seitlichen Kräfte in der einen oder andern  Randzone des Reifens     auseinandergespreizt     werden.

   Die Folge davon ist ein erhöhter       Gleitwiderstand,    so dass das Fahrzeug selbst  bei glatter Fahrbahn und bei Einwirkung  starker seitlicher Kräfte unbedingt Spur hält,      das heisst nicht schleudert. Dabei bleiben die  Stege an der     Lauffläche    stets scharfkantig,  da sie der schmalen dazwischen befindlichen  Rillen wegen bei der Berührung mit der Fahr  bahn nicht umkippen können, so dass auch  noch bei nahezu abgefahrenen Stegen der  Gleit- und Schleuderschutz voll wirksam ist.  Praktische Versuche haben ergeben, dass eine  besonders günstige Wirkung bei einem Nei  gungswinkel der Schrägrillen zur Radachse  von 45-60   erreicht wird, und dass dabei  der Verschleiss an der Lauffläche nicht grösser  ist als bei einem normalen Reifen.  



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel des Erfindungsgegenstandes veran  schaulicht, und zwar zeigt:       Fig.    1 die Einrichtung am Fahrgestell  eines Kraftfahrzeuges in Aufsicht und       Fig.    2 einen Ausschnitt aus einem mit  Schrägrillen versehenen Luftreifen.     o          a    ist das Fahrgestell eines     Kraftfahrzeuges,     auf dessen Vorderachse d und Hinterachse e  in bekannter Weise gummibereifte Räder an  geordnet sind. Die Gummireifen b und     bi     weisen an ihrer Lauffläche eine grosse An  zahl durchlaufender Schrägrillen c auf, die  entweder von vornherein mit eingeformt oder  aber nachträglich, z.

   B. bei abgefahrenem  Profil, maschinell oder von Hand eingeschnitten,  eingefräst oder     sonstwie    angebracht sind.  Die Reifen sind dabei so mit Rillen c ver  sehen und auf den Achsen angeordnet, dass  jeweils die Rillen c beziehungsweise die da  durch gebildeten Gummistege     ci    der sich  gegenüberliegenden Reifen b und     bi    entgegen  gesetzt schräg, also im Winkel zueinander  verlaufen. Die Rillen c sind immer um ein  Mehrfaches schmäler als die dazwischen  liegenden Gummistege<B>ei</B> und in solchem       Abstande    voneinander angeordnet, dass immer  eine grössere Anzahl Stege mit der Fahrbahn  in Berührung ist.

   Durch diese Ausbildung der  Reifen wird erreicht, dass beim Schleudern  des Wagens beziehungsweise beim Befahren  von Kurven die seitlich wirkenden Schub  kräfte     Gegenkräftepaare    hervorrufen, welche  dem Schleudern entgegenwirken.    In     Fig.    1 ist das an der Hinterachse beim  Schleudern des Wagens nach rechts auf  tretende Kräftespiel schematisch veranschau  licht. Die in Richtung der Achse von links  wirkende Schubkraft     9.    und die Gegenkraft B  der Fahrspur x auf dem Reifen ergeben eine  resultierende Kraft B     bezw.        Bi,    die an dem  einen Rad in der Fahrtrichtung f, an dem  gegenüberliegenden Rad dagegen entgegen der  Fahrtrichtung wirkt.

   Dadurch wird ein dem  Schleudern des Wagens entgegenwirkendes  Kräftepaar B,     Bi    erzeugt, das die Radachse  immer genau senkrecht zur ursprünglichen  Fahrspur x hält. Denn die Radachse stellt  in diesem Falle theoretisch einen Hebel mit  dem Mittelpunkt     P    dar, an dessen beiden  Enden die resultierenden Kräfte B .und     Bi     angreifen.  



  Natürlich tritt ein solches     Kräftepaar    auch  an den Vorderrädern auf, wobei die zusammen  wirkenden schrägen Rillen c     bezw.    Stege     ci     eines Reifenpaares bei Verlängerung nach  hinten oder vorn sich schneiden können. Bei  dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    1 sind  vorn und hinten verschiedene Fälle vorge  sehen. Zweckmässig wird man aber die Reifen  so anordnen, dass die     Schrägrillen    c beider  Reifenpaare bei Verlängerung nach vorn, das  heisst in der Fahrtrichtung f des Wagens  sich schneiden.  



  Der Neigungswinkel a der Schrägrillen c  zur Radachse ist beliebig. Er muss an beiden  Rädern gleich und zweckmässig in den Grenzen  von 45-60   gehalten sein; da hierbei er  fahrungsgemäss die     günstigsteWirkungeintritt.     



  Selbstverständlich ist die Erfindung nicht  auf Luftreifen beschränkt, sondern sie kann  auch ebensogut bei Vollgummi- oder. Kissen  bereifung angewendet sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Scbleuder- und Gleitschutzeinrichtung an gummibereiften Kraftfahrzeugen, dadurch ge kennzeichnet, dass die auf gleicher Achse sich gegenüberliegenden Gummireifen (b und bi) an der Lauffläche mit entgegengesetzt schräg verlaufenden Rillen (e) versehen sind, die schmäler als die dazwischen gebildeten Gummi stege (ci) und in einem solchen Abstande voneinander angeordnet sind, dass immer mehrere der Stege in Berührung mit der Fahrbahn sich befinden.
    UNTERANSPRUCH: Schleuder- und Gleitschutzeinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Neigungswinkel (a) der Schrägrillen (c) bezw. der dadurch gebildeten Gummistege (ei) zur Radachse 46-60" beträgt.
CH184460D 1935-03-13 1935-08-26 Schleuder- und Gleitschutzeinrichtung an gummibereiften Kraftfahrzeugen. CH184460A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE898862C (de) * 1951-07-22 1953-12-03 Wilhelm Beermann Gleitschutzeinrichtung an Reifen, insbesondere von Kraftfahrzeugen
DE1237442B (de) * 1963-08-12 1967-03-23 Goodyear Tire & Rubber Luftreifen fuer Flugzeuge

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE898862C (de) * 1951-07-22 1953-12-03 Wilhelm Beermann Gleitschutzeinrichtung an Reifen, insbesondere von Kraftfahrzeugen
DE1237442B (de) * 1963-08-12 1967-03-23 Goodyear Tire & Rubber Luftreifen fuer Flugzeuge

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