CH185063A - Audionanordnung zur Gleichrichtung bei sehr hohen Modulationsfrequenzen. - Google Patents

Audionanordnung zur Gleichrichtung bei sehr hohen Modulationsfrequenzen.

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CH185063A
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Radioaktiengesellschaft Loewe
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Loewe Opta Gmbh
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Description


      Audionanordnung    zur Gleichrichtung bei sehr hohen     JIodulationsfrequenzen.       Beim Empfang von drahtlosen Fernseh  sendungen besteht bekanntlich die Aufgabe,  eine vom Bildstrom modulierte Träger  schwingung zu     demodulieren    und gleichzei  tig durch die an sich bekannte Wirkung .der       Cregentaktschaltung    im Anodenkreise die  Trägerwelle zu beseitigen.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist  eine Verbesserung der Anordnung gemäss  dem Patentanspruch des     Hauptpatentes,    das       heisst    also, einer     Audionanordnung    zur  Gleichrichtung bei sehr hohen     Modulations-          frequenzen,    die sich dadurch auszeichnet,  dass die Elemente der     Anordnung        derart     dimensioniert sind, dass die     Zeitkonstanten     Für die Auflade- und     Entladezeit    der mit  dem Gitter verbundenen Schaltkreise höch  stens gleich der Schwingungsdauer :der maxi  malen     Modulationsfrequenzsind.     



  Bei Verwendung .dieser Schaltungen zum  Empfang hochwertiger Fernsehsendungen,  zum Beispiel mit einer     Bildzeilenzahl    von  240, das heisst einer höchstens zu übertra-         genden        Bildstromfrequenz    von 106 Hertz,  hat sich gezeigt, dass der scharfe Übergang  eines Kontrastes von schwarz zu weiss bei  geeigneter Dimensionierung der gesamten  Erdkapazität des Gitterkreises 5 und geeig  neter Ergiebigkeit der Kathode 4 genügend  scharf herauskommt, dass jedoch der umge  kehrte Übergang umso mehr     verwischt    er  scheint, je stärker der Kontrast zwischen  schwarz und weiss herausgebracht wurde.  



  In     Fig.    1 ist eine für das Fernsehen  geeignete     Audionschaltung    gezeichnet, worin  1 eine     Gegentaktaudionröhre    bedeutet, deren  Gitter 2 und 3 eine möglichst geringe Be  triebskapazität gegen Erde     bezw.    Kathode  4 haben sollen. Die Röhre wird über     einen     Gegentakttransformator 5 von einer     Ver-          stärkerröhre    6 aus     betrieben.     



  Die     Anmeldprin    hat als Erklärung für  die oben genannte Erscheinung folgendes  festgestellt:  Es sei in     Fig.    2 als Ordinate der absolute  Grauwert des jeweiligen     Bildpunktes    aufge-      tragen. Dieser Wert ist proportional der  negativen Ladung der     Transformatorspule    5,       bezw.    der     Gitter    .der     Audionröhre    1 in     Fig.    1.  Als Abszisse ist die Zeit aufgetragen     bezw.     die     Abwandlung    des Bildpunktes von dem  mit 6 bezeichneten Punkt, in dem die Origi  nalkontur sprungweise von weiss in schwarz  übergehen soll.

   Bei allen     Audionschaltungen.     bei denen die Entladung des Gitterkreises  durch einen     ohmschen    Gitterwiderstand 7  bewirkt wird, müssen offensichtlich die bei  den     Entladezeitkurven    8 und 9, welche von  einem sehr weissen Bildpunkt vom Hellig  keitswert 10 und von einem nur grauen       Ffelligkeitswert    11 ausgehen, gleiche Hellig  keitswerte zu verschiedenen Zeiten erreichen,  das heisst es muss der absolute     Wert    schwarz  von der Kurve 8, also hinter einem nur  grauen Bildpunkt viel schneller erreicht wer  den, als von der Kurve 9, hinter einem sehr  weissen Bildpunkt.

   Diese Erscheinung, die  als "Nachhalleffekt"     bezeichnet    werden  kann, tritt, wie eingehende Versuche der     An-          melderin        ergeben    haben, bei jeder     Audion-          schaItung    bei der     Ladung    oder Entladung  über     amplitudenunabhängige        ohmsche    Wider  stände auf.  



  Die Erfindung liegt nun darin, die Ent  ladung schneller als     Exponential    über eine  Zeitkurve 12 zu leiten. Eine solche Kurve  würde vorliegen, wenn der     Entladewider-          stand    7 die Eigenschaft hätte, umso kleiner  zu werden, je kräftiger die     Aufladuugsspan-          nung    des Gitterkreises 5 gewesen ist. Nach  der Erfindung wird der Widerstand derart  bemessen, dass die     Entladezeit    von einem  Ladezustand, der einem beliebigen     Hellig-          keitswert    entspricht, auf den dem     absoluten     Schwarzwert entsprechenden Zustand der  Entladung annähernd konstant ist.  



       Fig.    3 zeigt ein Ausführungsbeispiel der  Erfindung.  



  Zur Entladung wird beispielsweise eine  besondere Elektronenröhre 13 verwendet,  deren Kathode 14 in der Mitte der     Transfor-          matorspule    liegt, während ihre Anode 15 mit  der Kathode 4 der     Audionröhre    1 und der    Erde zusammengeschaltet ist. Die     Eütlade-          leistung    .dieser Röhre wird so bemessen, dass  die resultierende     Nachhallwirkung    im Bilde  höchstens der Breite eines     Bildpunktes    ent  spricht.

   Da die Entladung unter konstanter  Spannung erfolgt, während die     Aufladung     durch die Röhre 1 bei Unterbrechung seitens  der Trägerwelle erfolgt, so     kann    die Emis  sion von 14 kleiner gehalten werden als die  von 4.  



  An Stelle einer     Hochvakuumröhre    13  kann auch eine Glimmlampe mit oder ohne  Glühkathoden benutzt werden. wobei durch  eine Hilfsspannung 16 ein geeigneter Ar  beitspunkt kurz vor der Zündung eingestellt  werden kann. Die Kathode 14 wird vorteil  haft bei indirekter Heizung so ausgeführt,  dass ihre Kapazität gegen Erde möglichst  klein ist.  



  Bei einer weiteren Ausführungsform der  Erfindung werden die Elektroden 14 und 15  in demselben Vakuumgefäss 1 zusammen mit  dem     Audion    angeordnet und die Heizung  von 14 erfolgt gleichzeitig durch die Hei  zung von 4. Ein Beispiel hierfür ist die  Anordnung von     Fig.    4, bei welcher die  Kathoden 4 und 14 durch einen     gemein-          schaftlichen,    isolierenden Heizkörper 17 mit  einer möglichst     dünndrähtigen        Heizwicklung     18 geheizt werden, und bei der auch zweck  mässig die Kathode 14, ebenso wie die  Steuergitter 2 und 3, aus besonderen Durch  führungen direkt durch den Glaskolben her  ausgeführt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Audionanordnung zur Gleichrichtung bei sehr hohen Modulationsfrequenzen gemäss Patentanspruch des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass zur Entladung der Git- terkathodenkreise ein amplitudenabhängiger Widerstand verwendet wird, zum Zwecke der originalgetreuen Wiedergabe scharfer Kontraste in Fernsehbildern, wobei der Wi derstand derart ausgestaltet und bemessen ist, dass die Entladezeit der Gitterkathoden- kreise von einem Ladezustand, der einem be liebigen Helligkeitswert entspricht,
    auf den dem absoluten Schwarzwert entsprechenden Zustand der Entladung annähernd konstant ist. UNTERANSPRPCHE: 1. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der amplitit- denabhängige Audionwiderstand im Git terkreis eines Gegentaktaudions vorge sehen ist.
    Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass als amplitudenabhängiger Wi derstand eine Elektronenröhre vorgese hen ist, die derart ausgestaltet und be messen ist, dass die Entladeleistung zu sammen mit der Amplitude der Steuer spannung vergrössert wird. 3. Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass als amplitudenabhängiger Wi derstand eine Glimmlampe vorgesehen ist, die derart ausgestaltet und bemessen ist, dass die Entladeleistung zusammen mit der Amplitude der Steuerspannung vergrössert wird. 4.
    Anordnung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1. und 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Glimmlampe mit Glühkathode Verwendung findet. 5. Anordnung nach Patentansprucb und den Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Glimmlampe mit kalter Kathode verwendet wird. 6.
    Anordnung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Glimmlampe mit indirekter Heizung der Glühkathode verwendet wird. 7. Anordnung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 3, 4 und 6, da durch gekennzeichnet, dass die Glimm- lumpe mit indirekter Heizung so aus geführt ist, dass die Kapazität der Kathode ,gegen Erde möglichst klein ist. B.
    Anordnung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine Hilfs spannung ein geeigneter Arbeitspunkt der Glimmlampe kurz vor der Zündung eingestellt werden kann. 9. Anordnung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden des Audions zusammen mit .den Elektroden der im Gitterkreis liegenden Elektronen röhre in ein und demselben Vakuumge fäss angeordnet sind. 10.
    Anordnung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 2 und 9, da durch gekennzeichnet, dass eingemein samer isolierender Heizkörper für die Kathoden vorgesehen ist. 11. Anordnung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 2, 9 und 10, da durch gekennzeichnet, dass die Kathode der Elektronenröhre, sowie die Steuer gitter des Audions besondere, direkt durch den Glaskolben geführte Durch führungen besitzen.
CH185063D 1933-10-23 1934-10-19 Audionanordnung zur Gleichrichtung bei sehr hohen Modulationsfrequenzen. CH185063A (de)

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