CH185211A - Verfahren zur Herstellung elektrisch isolierender Pressstücke und nach demselben hergestelltes Pressstück. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung elektrisch isolierender Pressstücke und nach demselben hergestelltes Pressstück.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung elektrisch isolierender Pressstncke und nach demselben hergestelltes Pressstnck. Es ist bekannt, Pressstücke in der Weise herzustellen, dass eine mit einem härtbaren Harz imprägnierte Faserschicht und eine unter dem Einfluss von Hitze und Druck fliessende und härtbare Kunstharzpressmasse zusammengepresst werden.
Die Erfindung betrifft die Herstellung elektrisch isolierender Pressstüeke mit einem oder mehreren vorstehenden Teilen.
Nach der Erfindung werden zu diesem Zweck eine mit härtbarem Harz imprägnierte Faserschicht und eine unter dem Einfluss von Hitze und Druck fliessende und härtbare Kunstharzpressmasse, aus welcher der vor stehende Teil gebildet wird, unter Verwen- duno- einer Matrize zusammengepresst, wobei diese Matrize mit einer Aussparung für die Faserschicht und einem Füllraum für die Kunstharzpressmasse versehen ist,
welche bei den Räume durch einen Kanal miteinander verbunden sind und wobei .die Pressmasse durch .den Kanal zu der Faserschicht ge spritzt wird.
Die Erfindung ist besonders geeignet für die Herstellung elektrisch gut isolierender Gegenstände, die mit geringer Wanddicke ausgebildet werden müssen. Wenn man ein solches Pressstück ganz aus einer in der Ma trize fliessenden härtbaren Kunstharzpress- masse herstellt, so erweist es sich, dass die mechanische Festigkeit des Pressstückes bei der erwähnten dünnen Wanddicke gering ist.
Bekanntlich können Gegenstände mit viel grösserer mechanischer Festigkeit aus einer mit einem härtbaren Kunstharz imprägnier ten Faserschicht hergestellt werden. Man könnte also die vorerwähnten Gegenstände aus solchen dünnen Schichten herstellen, wenn dem nicht entgegenstehen würde,
-dass bekanntlich imprägnierte Faserschichten nicht das Fliessvermögen der besagten härt- baren Kunstharzpressmassen besitzen, infolge dessen es nicht möglich ist, aus solchen Faserschichten Gegenstände mit bestimmten vorstehenden Teilen zu pressen.
Besonders geeignet ist die Erfindung für Spulen mit einem offenen oder geschlossenen gern, zum Beispiel Pupinspulen.
Die Erfindung wird anhand der Zeich nung beispielsweise näher erläutert.
In der einen Querschnitt durch die Press- vorrichtung darstellenden Fig. 1 ist der mit einer Matrize 2 mit einer Aussparung zur Bildung eines Ringes 3 mit aufstehenden Wänden 4 zusammenarbeitende Stempel mit 1 bezeichnet. Dieser Ring wird aus Lein wand gepresst, die mit einer Lösung eines härtbaren Kunstharzes, zum Beispiel eines Phenolformaldehyd -Kondensationsproduktes, vorher imprägniert worden ist.
Die Druck oberfläche der Kunstharzpressma.sse .5 ist so gross gewählt, @dass während des Pressvorgan- ges ein grösserer Druck zum Spritzen der Kunstharzpressmasse als zur gewünschten Formgebung durch Pressen der imprägnier ten Leinwand erforderlich ist, so dass aus ihr bereits der Ring 3 gepresst worden ist,
bevor die Kunstharzpressmasse 5 mittels eines Stem pels 6 unter hohem Druck und Erhitzung zum Fliessen gebracht und durch die Boh rung 7 und die Aussparungen 8 der Matrize 2 in die Vertiefungen 9 eingespritzt wird, wo die vorstehenden Teile des Pressstückes gebildet werden und sich mit dem gepressten Ring 3 vereinigen. Fig. 3 zeigt die Lage, nachdem die Bohrung 7, .die Aussparungen 8 und die Vertiefungen 9 mit der Pressmasse 5 ganz ausgefüllt worden sind.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, die eine Draufsicht auf die Mitte der Matrize 2 darstellt, sind die Aussparungen 8 sehr schmal ausgebildet, so dass der in der Bohrung 7 und den Ausspa rungen 8 gebildete Pressmasseteil mechanisch leicht von den in :den Vertiefungen 9 .gebil deten vorstehenden Teilen 10 entfernt werden kann.
In Fig. 4 ist d as fertiggestellte Press- stück @da,rgestellt, das aus :dem Ring 3 mit den aufstehenden Wänden 4 und vorstehen den Teilen 10 besteht, die mit dem Ring 3 ein festes Ganzes bilden und, wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, dicker als .der Ring 3 ;ausgebildet sind.
Ein .solches Press- stück äst sehr .geeignet für die Herstellung von Pupinspulen, von denen in Fig. 5 ein Beispiel abgebildet ist. Durch die Ringe 3 mit den aufstehenden Wänden 4 wird ein auf gerolltes Nickeleisenband 12 festgehalten und das Ganze wird mit einer Wicklung 11 versehen, die aus emailliertem Kupferdraht bestehen kann. Durch .die vorstehenden Teile 10 ist die Wicklung 11 von der andern Hälfte des Zylinders getrennt, auf dem gleichfalls eine nicht dargestellte Wicklung angebracht wird.
Da bei der Massenfabri kation des erwähnten, zu einem Ring auf gerollten Nickeleisenbandes der Durchmesser dieses Ringes nicht immer genau gleich ist, ist es wichtig, dass die Isolierringe 3 mit den aufstehenden Wänden 4 ,einigermassen nach geben können. Dies kann dadurch erreicht werden, dass der Ring 3 aus einer verhält nismässig dünnen Faserschicht, zum Beispiel Leinwand, wie beschrieben, hergestellt wird. Demzufolge sind leichte Durchmesserände rungen des aufgerollten ringförmigen Me tallbandes bei der Massenfabrikation unbe denklich.
Bekanntlich wird eine grosse An zahl von Pupinspulen an einer Stelle zusam mengebracht, so dass es zur Erzielung von Raumersparnis sehr vorteilhaft ist, dieselben möglichst klein zu bemessen. Die Erfindung ermöglicht diesen Vorteil, da der Ring 3 dünnwandig ausgebildet werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung elektrisch iso lierender Pressstücke mit mindestens einem vorstehenden Teil durch Zusammenpressen einer mit härtbarem Harz imprägnierten Faserschicht und einer unter dem Einfluss von Hitze und Druck fliessenden und härt- baren Kunstharzpressmasse, aus welcher der vorstehende Teil gebildet wird, unter Ver- wendung einer Matrize,wobei diese mit einer Aussparung für die Faserschicht und einem Füllraum für die Kunstharzpressmasse ver sehen ist, welche beiden Räume durch einen Kanal miteinander verbunden sind und wo bei .die Pressmasse durch den Kanal zu der Faserschicht gespritzt wird. UNTERANSPRüCHE l . Verfahren nach Patentanspruch I, bei dem die Druckoberfläche des Kunstharzpress- massefüllraumes so gross ist, dass während des Pressvorganges ein grösserer Druck zum ,Spritzen der Kunstharzpressmasse als zur erwünschten Formgebung durch Pressen der Faserschicht erforderlich ist.?. Verfahren nach Patentanspruch I, bei dem der Kanal derart ausgebildet ist, da.ss über- schüssige Kunstharzpressmasseteile leicht mechanisch von dem fertiggestellten Press- stück entfernt werden können. d. Verfahren nach Patentanspruch I, bei dem die Faserschicht ringförmig ist. PATENTANSPRUCH II: Pressstück, hergestellt nach dem Verfah ren gemäss Patentanspruch I.
Applications Claiming Priority (1)
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Also Published As
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