CH185429A - Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung glänzender Zinn-Niederschläge. - Google Patents

Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung glänzender Zinn-Niederschläge.

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CH185429A
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  Verfahren zur elektrolytischen     Abscheidung    glänzender Zinn-Niederschläge.    Gemäss der vorliegenden Erfindung kön  nen durch elektrolytische     Abscheidung    aus  sauren,     kolloidhaltigen    Zinnsalzlösungen  glänzende     Zinn-Niederschläge    dadurch ge  wonnen werden, dass ein Elektrolyt verwen  det wird, der mindestens zwei verschiedene       organische    Kolloide enthält, wovon das eine  in dem genannten Elektrolyten     lyophilen,     das andere     lyophoben    Charakter zeigt.  



  Als Kolloide der     lyophilen    Gruppe kom  men in dem Elektrolyten insbesondere Leim,  Gelatine,     Agar-Agar,    als Kolloide der     lyo-          phoben    Gruppe insbesondere     sulfurierte    Öle,  wie     Türkisehrotöl,    Harze, Bitumen, Holz  teer,     Holzteerextrakte,        Zellulosederivate    in  Betracht. Als besonders vorteilhaft haben  sich die Kombinationen mit     Phenolharzen     erwiesen.

   Als Beispiele von     Kombinationen          lyophiler    und     lyophober    Kolloide seien ge  nannt  Leim und     Türkischrotöl,    Leim und     Bu-          chenholzteer,    Gelatine und Bitumen.    Von den in den vorstehenden Beispielen  genannten Kolloiden gehören die jeweils an  erster Stelle genannten der     lyophilen    Gruppe  an, während die hiermit kombinierten Kollo  ide     lyophoben    Charakter besitzen.

   Es hat  sich gezeigt, dass durch den Zusatz solcher       Kolloidkombinationen    die     Überspannung    an  der Kathode wesentlich stärker erhöht     wird,     als dies durch Zusatz grösserer Mengen ein  und desselben Kolloids oder auch mehrerer  verschiedener, ein und derselben Stoffgruppe  angehörender Kolloide möglich ist. Offenbar  findet bei der gemeinsamen Anwendung ver  schiedenartiger Kolloide eine     bestimmte          gegenseitige    Beeinflussung der Wanderungs  verhältnisse im Bade statt, die für die Vor  gänge an der Kathode und die Bildung glän  zender     Zinn-Niederschläge    von     Bedeutung     ist.

   Als     Ausführungsbeispiele    für die Zu  sammensetzung von Bädern für die elektro  lytische     Absöheidung    glänzender     Zinn-Nie-          derschläge    seien folgende angegeben:      <I>Beispiel</I>     j:     25 g Zinn als     iStannosalz,    75 g     Schwefel-          kn    66       B6,    1 g Leim, 1,5 g Phenolharz,  0,5 g     ,a-Naphtol,    1000g Wasser.

    <I>Beispiel 2:</I>  30 g Zinn als     benzoldisulfosaures    Zinn,  90 g     Benzoldisulfosäure,    0,8 g Gelatine,  20 cm'     Buchenholzteer,    1000g Wasser.  



  <I>Beispiel 3:</I>  25 g Zinn als     Stannosalz,    115 g     Naph-          thalindisulfosäure,    1 g Leim, 0,8 g     Benzoe-          harz,    3     eins    Alkohol, 1000 g Wasser.  



  Die aus einem solchen Elektrolyten bei  einer     kathodischen    Stromdichte von etwa  3     bis    6     Amp/dm@    gewonnenen     Zinn-Nieder-          schläge    fallen schön glänzend aus, so dass  jegliche Nachbehandlung der Oberfläche  überflüssig ist. Allenfalls können die glän  zend verzinnten Gegenstände nach dem Wa  schen und Trocknen noch mit einem Tuch  oder     Seidenschwabbel,    gegebenenfalls mit  etwas Wiener Kalk     abgerieben    werden.  



  Bekanntlich haben auch gewisse künst  liche organische     Verbindungen,    zum Beispiel  gewisse Farbstoffe wie Kongorot,     Benzopur-          purin    infolge ihrer chemischen Konstitution  ein so grosses     Holekulargewieht,    dass schon  das Einzelmolekül kolloiden Dimensionen  entspricht. Auch solche Stoffe gewährleisten  in     Kombination    mit     lyophilen    Kolloiden die  gemäss der Erfindung zu erzielenden Wir  kungen.  



  Durch einen an sich bekannten Zusatz  von     kapillaraktiven    Stoffen, das heisst die  Oberflächenspannung     erniedrigenden    Sub  stanzen, wie     Laurinsäure,    gewisse Amine oder       Phenole    (vergleiche     a-Naphtol    im Beispiel 1)  zum Elektrolyten kann die     Glanzwirkung     noch erhöht werden.

      Die sauren Zinnsalzlösungen, welche       Kolloidkombinationen    gemäss der Erfindung  enthalten, können weiter dadurch     verbessert     werden, dass man den Lösungen wasserlös  liche Stoffe zusetzt, welche die Verteilung  der Kolloide, insbesondere der Harze günstig  beeinflussen, zum Beispiel Alkohole oder       Dioxan.    Meist wirken diese Stoffe auch  gleichzeitig so, dass sie die     Quellung    von  kolloiden     iSubstanzen    begünstigen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur elektrolytischen Abschei- dung von glänzenden Zinn-Niederschlägen aus sauren, kolloidhaltigen Zinnsalzlösun gen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Elek trolyt verwendet wird, der mindestens zwei verschiedene organische Kolloide enthält, wovon das eine in dem genannten Elektro lyten lyophilen, das andere lyophoben Cha rakter zeigt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt als lyophobes Kolloid Phenolharz enthält, 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt als lyophobes Kolloid einen organischen Farbstoff mit grossem Molekulargewicht enthält. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt auch noch kapillaraktive Substanzen enthält. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt was serlösliche Stoffe enthält, welche die Ver teilung von kolloidalen Substanzen be- günstigen.
CH185429D 1934-06-05 1935-05-31 Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung glänzender Zinn-Niederschläge. CH185429A (de)

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