AT146812B - Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von glänzenden Zinn-Niederschlägen. - Google Patents

Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von glänzenden Zinn-Niederschlägen.

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AT146812B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur elektrolytisehen Abscheidung von glänzenden Zinn-Niederschlägen. 



   Bei der elektrolytischen Erzeugung von Zinn-Niederschlägen ist schon vorgeschlagen worden, alkaliund ammoniumfreie, saure Zinnsalzlösungen zu verwenden, denen kolloidale Substanzen zugesetzt sind, um besonders feste und dichte Zinn-Niederschläge zu erhalten. Die   unmittelbare Erzeugung glänzender Zinn-   Niederschläge durch elektrolytische Abscheidung des Metalles war jedoch bisher nicht möglich. Änderungen in der Menge des Kolloidzusatzes und auch ein Zusatz kapillaraktiver Substanzen üben wohl einen unterschiedlichen Einfluss auf das Kristallwachstum und damit auf die Strukturverfeinerung und Dichte des abgeschiedenen Zinns aus, ohne dass jedoch bisher auf diese Weise ein glänzendes Zinn abgeschieden werden konnte. 



   Gemäss der Erfindung gelingt es, schöne   glänzende Zinn-Niederschläge   unmittelbar durch Elektrolyse aus sauren Zinnsalzlösungen mit Kolloidgehalt abzuscheiden, wenn der Elektrolyt zwei oder mehrere, verschiedenen Stoffgruppen zugehörige organische Kolloide gemeinsam enthält. Während man durch Zusatz von Leim, Agar-Agar usw. an sich auch in wechselnden Mengen keine glänzenden Zinn-Niederschläge erzielen kann, gelingt dies in schöner Weise, wenn man Kolloide, wie Leim, Gelatine oder Agar-Agar, mit einer andern Stoffgruppe zugehörigen Kolloiden, wie Harze, Bitumen, Zellulosederivate, sulfurierte Öle, Holzteer, z. B. Buchenholzteer bzw. Holzteerextrakte usw., kombiniert. Als besonders vorteilhaft haben sich die Kombinationen mit Phenolharzen erwiesen.

   Als Beispiel solcher Kolloid-Kombinationen seien genannt :
Leim und   Türkisch-Rotol,  
Leim und Buchenholzteer,
Gelatine und Bitumen,
Agar-Agar und Zellulosederivate. 



   Von den in den vorstehenden Beispielen genannten Kolloiden gehören die jeweils an erster Stelle genannten der lyophilen Gruppe an, während die hiemit kombinierten Kolloide zumeist sauren Charakter zeigen. Es hat sich gezeigt, dass durch den Zusatz solcher Kolloidkombinationen die Überspannung an der Kathode wesentlich stärker erhöht wird, als dies auch durch Zusatz grösserer Mengen eines Kolloids oder mehrerer der gleichen Stoffgruppe angehörender Kolloide möglich ist. Offenbar findet bei der gemeinsamen Anwendung verschiedenartiger Kolloide, die also auch verschiedene elektrische Ladungen aufweisen, eine bestimmte gegenseitige Beeinflussung der Wanderungsverhältnisse im Bade statt, die für die Vorgänge an der Kathode und die Bildung glänzender Zinn-Niederschläge von Bedeutung ist.

   Als Ausführungsbeispiele für die Zusammensetzung von Bädern für die elektrolytische Abscheidung glänzender Zinn-Niederschläge seien folgende angegeben : 
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 25 <SEP> g <SEP> Zinn <SEP> als <SEP> Stannosalz,
<tb> 75 <SEP> g <SEP> Schwefelsäure <SEP> 660 <SEP> Bé,
<tb> 1 <SEP> g <SEP> Leim,
<tb> 1. <SEP> 5 <SEP> g <SEP> Phenolharz,
<tb> 0-5 <SEP> got-Naphthol,
<tb> 1000 <SEP> g <SEP> Wasser.
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> 2 <SEP> : <SEP> 30 <SEP> g <SEP> Zinn <SEP> als <SEP> benzoldisulfosaures <SEP> Zinn,
<tb> 90 <SEP> g <SEP> Benzoldisulfosäure,
<tb> 0. <SEP> 8 <SEP> g <SEP> Gelatine,
<tb> 20 <SEP> c) <SEP> M <SEP> Bachenholzteer,
<tb> 1000 <SEP> g <SEP> Wasser.
<tb> 



  Beispiel <SEP> 3 <SEP> : <SEP> 25 <SEP> g <SEP> Zinn <SEP> als <SEP> Stannosalz,
<tb> 115 <SEP> g <SEP> Naphthalindisulfosäure,
<tb> 1 <SEP> g <SEP> Leim,
<tb> 0-8 <SEP> 8 <SEP> g <SEP> Benzoeharz,
<tb> 3 <SEP> em3 <SEP> Alkohol.
<tb> 
 



   Die aus einem solchen Elektrolyten bei einer kathodischen Stromdichte von etwa   3-6 Amp/dm ?   gewonnenen Zinn-Niederschläge fallen schön glänzend aus, so dass jegliche Nachbehandlung der Oberfläche überflüssig ist. Allenfalls können die glänzend verzinnten Gegenstände nach dem Waschen und Trocknen noch mit einem Tuch oder Seidenschwabel, gegebenenfalls mit etwas Wiener Kalk abgerieben werden. 



   Bekanntlich haben auch gewisse künstliche organische Verbindungen, z. B. gewisse Farbstoffe, wie Kongorot, Benzopurpurin, infolge ihrer chemischen Konstitution ein so grosses Molekulargewicht, dass schon das Einzelmolekül kolloiden Dimensionen entspricht. Auch solche Stoffe gewährleisten in Kombination mit einer andern Stoffgruppe angehörenden Kolloiden die gemäss der Erfindung zu erzielenden Wirkungen. 



   Durch einen an sich bekannten Zusatz von kapillaraktiven Stoffen, d. h. die   Oberflächenspannung   erniedrigenden Substanzen, wie Laurinsäure, gewisse Amine oder Phenole   (vgl. M-Naphtol   im Beispiel 1) oder sulfurierte Öle zum Elektrolyten kann die Glanzwirkung noch erhöht werden. 



   Die sauren Zinnsalzlösungen, welche Kolloidkombinationen gemäss der Erfindung enthalten, können weiter dadurch verbessert werden, dass man den Lösungen wasserlösliche Stoffe zusetzt, welche die Verteilung der Kolloide, insbesondere der Harze, günstig beeinflussen, z. B. Alkohole oder Dioxan. 



  Meist wirken diese Stoffe auch gleichzeitig so, dass sie die Quellung von kolloiden Substanzen begünstigen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur elektrolytisehen Abscheidung von glänzenden Zinn-Niederschlägen aus sauren, kolloidhaltigen Zinnsalzlösungen, dadurch gekennzeichnet, dass verschiedenen Stoffgruppen angehörende organische Kolloide, wie Leim, Gelatine, Agar-Agar, einerseits und sulfurierte Öle, Harze, Bitumen, Holzteer, Zellulosederivate anderseits zu zweit oder zu mehreren gemeinsam'dem Elektrolyten zugesetzt sind.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Phenolharze gemeinsam mit andern Stoffgruppen angehörenden Kolloiden im Elektrolyten enthalten sind.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass organische Farbstoffe von grossem Molekulargewicht, wie Kongorot, Benzopurpurin, gemeinsam mit andern Stoffgruppen angehörenden Kolloiden im Elektrolyten enthalten sind.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem Elektrolyten wasser- EMI2.2 oder Dioxan.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem Elektrolyten noch in an sich bekannter Weise kapillaraktive Substanzen zugesetzt sind.
AT146812D 1934-06-05 1935-06-03 Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von glänzenden Zinn-Niederschlägen. AT146812B (de)

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