CH185708A - Anordnung zur Feststellung des Vorzeichens oder der Richtung des Einsatzes einer Schwingung oder eines aperiodischen Vorganges mit Hilfe einer gegebenen Bezugsgrösse. - Google Patents

Anordnung zur Feststellung des Vorzeichens oder der Richtung des Einsatzes einer Schwingung oder eines aperiodischen Vorganges mit Hilfe einer gegebenen Bezugsgrösse.

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CH185708A
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Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)

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  Anordnung zur Feststellung des Vorzeichens oder der Richtung des Einsatzes einer  Schwingung oder eines aperiodischen Vorganges mit Hilfe einer  gegebenen Bezugsgrösse.    In verschiedenen Relaisschaltungen ist  die Aufgabe gestellt, festzustellen, ob eine  Schwingung mit einer     positiven    oder mit  einer negativen Halbwelle beginnt, wobei  eine konstante oder auch eine periodische  Grösse die Bezugsgrösse sein     kann.    Halb  wellen der     Schwingung    oberhalb einer     Null-          linie    seien beispielsweise die positiven Halb  wellen genannt, die unterhalb der Nullinie  liegenden Halbwellen sind dann die nega  tiven Halbwellen.

   Die     Schwingung    selber  kann einen gedämpften oder auch einen     un-          gedämpften    Verlauf     haben.    Sie kann sogar  so stark gedämpft sein, dass sie einen     aperio-          dischen    Verlauf nimmt. Auch dann kann  man unterscheiden, zwischen solchen Fällen,  bei denen das graphische Bild dieses     aperio-          dischen    Vorganges oberhalb der Nullinie ver  läuft und solchen, bei denen es unterhalb der  Nullinie liegt.    Als ein Beispiel für das Zustandekommen  solcher Schwingungen sei der einphasige       Erdschluss    genannt.

   Der     Erdschluss    beginnt  mit einem Überschlag oder Durchschlag eines       Isoliexmittels.    Er entsteht also regelmässig  in der Nähe des     Spannungsmaximums    des  betreffenden     Anlageteils    gegen Erde. Bei  einer Drehstromleitung wird also beispiels  weise die Phase V im Augenblick ihrer gröss  ten Spannung gegen Erde     Erdschluss    bekom  men, das heisst in einem     Zeitpunkt,    in wel  chem der Leiter nahezu     seine    grösste     kapa-          zi.tive    Ladung gegen Erde besitzt.

   Der     Erd-          schluss    bewirkt     dann    eine     Entladung    dieser  aufgespeicherten Elektrizitätsmenge, und es  hat die Untersuchung solcher Erdschlüsse  namentlich auch in     Kabelnetzen    ergeben, dass  dabei     hochfrequente        Schwingungen    des     Erd-          schlussstromes    entstehen.

   Der     Entladestrom     fliesst zur     Erdschlussstelle.    Die erste Halb-      welle ist in dem Leitungsabschnitt auf der  einen Seite der Fehlerstelle positiv, während  sie in dem Leitungsabschnitt     auf    der andern  Seite der Fehlerstelle entgegengesetzte Rich  tung hat, also negativ ist, bezogen auf die  selbe Bezugsgrösse, beispielsweise die zuge  hörige     Spannung.    Es ist zur richtigen     Erd-          schlusserfassung    oder     Erdschlussanzeige    fest  zulegen, welches Vorzeichen die Schwingung  des Ladestromes im Augenblick ihrer Ent  stehung besitzt.  



  Auch auf einem gänzlich andern Gebiet,  nämlich dem der Fernmeldetechnik gibt es  Anwendungsfälle, bei welchen es ebenfalls  wesentlich darauf ankommt, festzustellen,  welches Vorzeichen die erste Halbwelle eines  Wellenzuges besitzt. In der Signaltechnik  wird beispielsweise unter Anwendung von  Übertragern ein Gleichstromimpuls von ei  nem Sendeort über Hilfsleitungen zu einem  Empfangsort gesandt. Obwohl am Sendeort  ein Gleichstromimpuls gegeben wird, erhält  der Empfangsort infolge der dazwischen  liegenden Übertrager einen Wechselstrom  impuls. Je nachdem aber, welche Richtung  der Gleichstromimpuls am Sendeort hat, be  sitzt die erste Halbwelle des von diesem Im  puls abgeleiteten     Wechselstromimpulses    ein  positives oder negatives Vorzeichen.

   Da die  Erfindung ein Mittel bietet, die Richtung  der ersten Halbwelle des empfangenen       Wechselstromimpulses    festzulegen, hat man  also durch die Erfindung die Möglichkeit,  am Sendeort durch ihre Richtung unter  scheidbare Zeichen zu geben, die auch am  Empfangsort trotz der Zwischenschaltung  der Übertrager zu verschiedenen Wirkungen  ausgenutzt werden können.  



  In der     Zeichnung    sind verschiedene Aus  führungsbeispiele der Erfindung dargestellt.  In     Fig.    1 besteht die Anordnung aus  zwei. Entladungsgefässen 1 und 2 mit je       einer    Anode 3 und 4, je einer Kathode 5 und  6 und je einem Steuergitter 7 und B. Als       Anodenspannung    ist eine Gleichstromquelle  vorgesehen. Die Röhren sind gleichsinnig  parallel geschaltet, und ihre Kathoden wer  den von     einem    gemeinsamen Heiztransforma-         tor    10 geheizt. Die Steuergitter 7 und 8 sind  über die Wicklung eines     Wandlers    11 mit  einander verbunden.

   Die     Wandlermitte    ist  angezapft und mit einem Punkt eines Wider  standes 12 verbunden, wodurch die Gitter  eine negative     Vorspannung    gegenüber der  Kathode erhalten.  



  Die benutzten Röhren sind Röhren mit  selbständiger Entladung, das heisst Röhren  mit Gas- oder Dampffüllung mit kalter oder  geheizter Kathode. Für die Gasfüllung kom  men ausser Luft von atmosphärischer Zu  sammensetzung vor allem Edelgas, wie  Helium und Neon oder Mischungen beider  sowie Wasserstoff oder Stickstoff bei ge  eignet gewähltem Druck in Betracht. Mit  Vorteil können auch     Quecksilberdampfröh-          ren    mit innenliegender oder aussenliegender       (kapazitiver)    Zündelektrode verwendet wer  den. Man wählt zweckmässig solche     Elek-          trodenformen,    welche der auftretenden Strom  stärke und Dauer angepasst sind.

   Bei Röhren  mit kalter Kathode wird durch Wahl geeig  neter     Elektrodenformen    der Zündverzug  praktisch gänzlich vermieden. Röhrenschal  tungen ohne Zündung sind bis zu den höch  sten Frequenzen, welche hierfür Bedeutung  haben, brauchbar; sie können fast im ganzen  Bereich der Tonfrequenzen angewendet wer  den. Wenn eine ausreichend hohe Steuer  spannung zur Verfügung steht, was zum  Beispiel beim Anschluss der Schaltung an  Stromwandler wohl stets der Fall sein  dürfte, kann man Anodenspannung und  Steuerspannung oder     Zündspannung    gegen  einander vertauschen.

   Die     Wandlersekundär-          spannung    wird dann zur Anodenspannung  und die Steuerelektroden erhalten eine posi  tive     Vorspannung.    Im Augenblick der Zün  dung der     einen    Röhre wird ein Gitterkonden  sator, zum Beispiel durch den Spannungsab  fall des Anodenstromes des zuerst gezünde  ten Rohres stark negativ geladen. Über einen  hohen Widerstand geht diese negative Ruf  ladung nur langsam verloren. In der Zwi  schenzeit     kann    die erste Röhre ein Relais  mit Fallkontakt oder     Selbsthaltekontakt    er  regt haben, welches beide Röhren kurz-      schliesst oder abtrennt.

   Rasch aufeinander  folgende Zündungen des ersten Rohres sind  dabei durchaus möglich, wenn die Zeitkon  stante des     Kondensatorkreises    der andern  Röhre gross genug ist.  



  Sobald auf die Primärwicklung des  Wandlers 11 ein Impuls trifft, wird je nach  dem, welches Vorzeichen die erste Halb  welle der durch den Impuls hervorgerufenen  Sekundärspannung dieses Wandlers hat, das  Gitter 7 oder das Gitter 8     gegenüber    der zu  gehörigen Kathode positiv. Dabei ist ange  nommen, dass die Sekundärspannung aus  reicht, die negative     Vorspannung    des Gitters  7     bezw.    8     aufzuheben.    Je nachdem also, in  welcher Richtung der erste Stromstoss über  die Primärwicklung des     Wandlers    11 ver  läuft, wird die Röhre 1 oder die Röhre 2  gezündet. Aus der     Anodenspannungsquelle     wird der Stromdurchgang durch das Rohr,  welches gezündet hat, aufrechterhalten.

   Die  Spannung zwischen Anode und Kathode  sinkt auf den Betrag     (Brennspannung),    der  für die Aufrechterhaltung des Stromdurch  ganges notwendig ist. Da die beiden Röhren  1 und 2 parallel liegen, liegt an beiden die  selbe Spannung, so dass also auch die Ano  denspannung der nicht gezündeten Röhre auf  den Betrag der Brennspannung sinkt. Diese  Spannung liegt unter der für die Zündung  notwendigen Spannung, so dass das zweite  Rohr auch dann nicht zum Ansprechen  kommt, wenn nachträglich, das heisst also bei  der zweiten Halbwelle der Sekundärspan  mung des Wandlers 11 sein Gitter ein gegen  über der Kathode positives Potential erhält.  Es wird also in Abhängigkeit von dem Vor  zeichen der ersten Halbwelle der Sekundär  spannung des Wandlers 11 nur die eine oder  nur die andere der beiden Entladungsröhren  gezündet.  



  Infolge des erhöhten Stromdurchganges  durch den Widerstand 12 wird ferner auch  die negative     Vorspannung    der Steuerelektro  den oder Zündelektroden 7 und 8 gegenüber  der entsprechenden Kathode vergrössert. Die  negative     Spannungsvergrösserung    entspricht    dem Spannungsabfall, den der Strom durch  die eine der beiden Entladungsröhren einer  seits in dem Teil des Widerstandes 12, der  zwischen den beiden     Anzapfstellen    liegt,  und anderseits in einem zusätzlichen Strom  begrenzungswiderstand 13 hervorruft.

   Es  wird also das Zünden der zweiten Röhre  gleichzeitig durch zwei Massnahmen unter  drückt, nämlich einmal dadurch, dass die       Anodenspannung    nahezu auf die Brennspan  nung der andern Röhre sinkt und ferner da  durch, dass die negative     Gittervorspannung     vergrössert wird.  



  In     Fig.    2 ist eine Anwendung der in       Fig.    1 angegebenen     Anordnung    mit zwei  Entladungsröhren bei Wechselstromnetzen  dargestellt. Die zwei Entladungsgefässe 1 und  2 liegen wiederum parallel an einer gemein  samen     Gleichspanuungsquelle,    die Steuerelek  troden 7 und 8 sind wieder über die Sekun  därwicklung eines Zwischentransformators  11     miteinander    verbunden und mit     Hilfe     eines     Strombegrenzungswiderstandes    12, so  wie eines zusätzlichen einstellbaren Wider  standes 14 wird normalerweise eine negative       Vorspannung    der Steuerelektroden aufrecht  erhalten.

   Im Anodenkreis liegen aber nicht  zwei getrennte Relais, sondern ein Relais mit  einer Doppelwicklung, die entgegengesetzte  Felder     hervorrufen,    wenn sie vom Strom  durchflossen sind. Mit diesen beiden Spulen  1.5     und    16 wirkt ein Richtfeld zusammen,  das von einer Spule 17 hervorgerufen ist,  welches von einer periodischen Spannung,  nämlich der Sekundärspannung eines     Span-          nungswandlers    oder Transformators 18 er  regt ist. Der Transformator 11 wird von  einem     Stomwandler    19 mit einem Neben  schluss 20 gespeist.

   Besonders vorteilhaft  kann hier die Anwendung eines     Zwischen-          wandlers    sein, der schon bei     kleiner    Erre  gung gesättigt ist und eine konstante Span  nung liefert. Man kann die Sekundärspan  nung des Wandlers 11 auch durch     bekannte     Mittel, z. B. Glimmlampen auf der Primär  seite oder     Sekundärseite    begrenzen.

   Die Wir  kungsweise dieser Anordnung ist bezüglich  der beiden     Gasentladungsröhreni    1     und    2 die      gleiche wie bei der Anordnung in     Fig.    1; so  bald die     Sekundärspannung    des Wandlers  11 dazu ausreicht, wird die negative Vor  spannung der Zündelektrode der Röhre 1  oder der Röhre 2     überwunden,    so dass eine  dieser beiden Röhren zum Ansprechen       kommt.    Infolgedessen wird     dann    entweder  die Spule 16 oder die Spule 15 von einem  Gleichstrom durchflossen und je nachdem,  ob in diesem Augenblick die     Netzspannung,     die am Transformator 18 abgenommen wird,

    sich im     positiven    oder negativen Halbwellen  bereich befindet, ergibt das Instrument 15,  16, 17, welches ein Wattmeter darstellt,  einen ersten Ausschlag nach links oder nach  rechts. Dadurch     wird    entweder über die Kon  takte 21 ein Relais 22 oder über die Kon  takte 23 ein Relais 24 angeworfen. Jedes  Relais steuert ein     darunter    als halbschraf  fiertes Viereck angedeutetes Signalgerät.  Ausserdem besitzt jedes Relais zwei Kon  takte, von denen einer einen     Selbsthaltekreis     für das     betreffende    Relais bedeutet, wäh  rend der andere im Erregerkreis des zweiten  Relais liegt und eine nachträgliche Erregung  dieses zweiten Relais verhindert.

   Wenn die  Relais eine Fallklappe auslösen, kann der       Selbsthaltekontakt    entbehrt werden. Die       gegenseitige    Verriegelung ist vorgesehen,  weil die     Wattmeterkontakte    21 und 23 im  Rhythmus der Frequenz der vom Transfor  mator 18 entnommenen Spannung abwech  selnd geschlossen werden. Wenn beispiels  weise die Stromrichtung im Augenblick der  Entstehung des Fehlers derartig ist, dass zu  nächst der Kontakt 21 geschlossen wird, so  öffnet das Relais 22 zunächst einen Kontakt  25 im Stromkreis des Relais 24. Umgekehrt  wird, wenn zuerst der Kontakt 23 geschlos  sen wird, die Magnetspule 24 eingeschaltet,  die mittels eines Kontaktes 27 das Relais 22  abschaltet.

   Es wird bei dieser Anordnung  also, je nachdem, ob der erste Einsatz des  periodischen oder aperiodischen     Fehlerstro-          des    das Entladungsrohr 1 oder das- Ent  ladungsrohr 2 zündet, das Relais 22 oder nur  das Relais 24 angeworfen, und es kommt       darin    zum     A,usdruok,    ob der Stromstoss mit    Bezug auf die Phasenlage der Netzspan  nung positive oder     negative    Richtung hatte.  



  In     Fig.    3 ist die Anwendung der Erfin  dung für eine     Erdschlussschutzeinrichtung     dargestellt. Bei dieser Anordnung sind zwei  Paare von Entladungsröhren angewendet,  von denen das eine Paar durch den Summen  strom und das andere Paar durch die Null  punktsverlagerungsspannung gesteuert wird.  Nach den Beschreibungen der     andern    Figu  ren versteht sich die Wirkungsweise auch  ohne allzu eingehende Darstellung. Je nach  der Richtung des Einsatzes des Summen  stromes wird ein Entladungsgefäss 31 oder  ein Entladungsgefäss 32 gezündet. Der Zünd  transformator 11 ist dabei an die bekannte       Summenschaltung    dreier Stromwandler 33  angeschlossen.

   Die     Nullpunktsverlagerungs-          spannung    steuert die Entladungsgefässe 34  und 35 mittels eines Zündtransformators 111.  In Abhängigkeit von der Polarität des Ein  satzes der     Nullpunktsverlagerungsspannung     kommt nur die Röhre 34 oder nur die Röhre  35 in Betrieb.  



  Es wirken nun die Röhren 31 und 34  einerseits und die Röhren 32 und 35 ander  seits zusammen derart, dass ein Signal oder  eine Schaltwirkung nur dann zustande  kommt, wenn entweder das     Röhrenpar    31, 34  oder das Röhrenpaar 32, 35 gezündet hat.  



  Beim Ansprechen der Röhre 31 wird ein  Relais 40 erregt, welches seinen Kontakt 41  schliesst. In entsprechender Weise bewirkt  das Zünden des Entladungsgefässes 34 die  Erregung eines Relais 42 und auf diese  Weise die Schliessung eines Kontaktes 43.  Wenn die Kontakte 41 und 43 geschlossen  sind, kommt eine Signal- oder Schaltvorrich  tung 44 zum Ansprechen.  



  Die von den Röhren 32 und 35 gesteuerte  Signalvorrichtung oder Schaltvorrichtung be  steht beispielsweise aus einem Relais 45 mit  zwei Wicklungen, die zusammen ein watt  metrisches Drehmoment nur dann ergeben,  wenn sie gleichzeitig erregt sind.  



  Die in     Fig.    3 dargestellte Anordnung hat  die Wirkung eines     unverzögerten    Erdschluss-           richtungsrelais,    welches nur dann anspricht,  wenn die Fehlerstelle von     Relaisort    aus auf  einer bestimmten Seite liegt. Wie für den       Erdschluss    lässt sich .die Anordnung bei ent  sprechender Erregung der     Steuertransforma-          toren    11 und 111 auch als Richtungsrelais  für den     Kurzschlussschutz    verwenden.  



  Man kann auch erreichen, dass je nach  dem, ob die Fehlerstelle links oder rechts  vom     Relaisort    liegt, ein erstes oder ein zwei  tes Signal- oder Schaltgerät in Tätigkeit  tritt.  



  Zu diesem Zweck wird das Vorzeichen  der Schwingungen des Summenstromes mit  Bezug auf das Vorzeichen des Momentan  wertes der Spannung festgestellt.     Hierzu     kann man beispielsweise die vom Leitungs  strom oder Fehlerstrom gesteuerte Anord  nung 31, 32 und 11 in Verbindung mit den  von der Spannung gesteuerten Röhren 34 bis  35 benutzen. Durch den Anodenstrom der  Röhren 31 und 32 wird beispielsweise je ein  Kontakt geschlossen, während durch den  Anodenstrom der Röhre 34 und 35 je zwei  Kontakte geschlossen werden.  



  Ein Schema einer derartigen Schaltung  zeigt     Fig.    4. Mit     J+.,        J-,    E_     bezw.        E+        sind     die Kontakte bezeichnet, die beispielsweise  unter Zuhilfenahme von Relais in den Ano  denkreisen der einzelnen Röhren bei positi  vem oder negativem Vorzeichen des Einsatzes  von Strom     bezw.        Spannung    geschlossen wer  den. Bei dieser Anordnung steuert, wie man  sieht, jedes vom Strom gesteuerte Entla  dungsgefäss einen Kontakt, jedes von der  Spannung gesteuerte Entladungsgefäss da  gegen zwei Kontakte.

   Man kann selbstver  ständlich die Anordnung auch umgekehrt  treffen, so dass also in den Anodenkreisen der  vom Strom gesteuerten Entladungsgefässe  zwei Kontakte liegen, während die von der  Spannung gesteuerten Röhren nur je einen  Kontakt steuern.  



  In     Fig.    5 ist eine     Anordnung    gezeichnet,  die dasselbe Ergebnis     liefert    wie die Anord  nung in     Fig.    4, die aber im Gegensatz zu  dieser gar keine Kontakte in den Anoden-    kreisen benötigt. Die Anodenkreise der vom  Strom J erregten Röhren sind über zwei       Wattmeterspulen    geführt, derart, dass bei  spielsweise die     eine    Entladungsröhre 60 zwei  Stromspulen 81 und 62 speist, während das  andere Entladungsgefäss 61 zwei Strom  spulen 63 und 64 mit Strom versorgt. Der  Strom in den Spulen 81 und 62 erzeugt ein  Feld der einen Richtung, der Strom in den  Spulen 63 und 64 erzeugt in jedem Watt  meter ein Feld der andern Richtung.

   Jedes       Wattmeter    besitzt dann noch eine Span  nungsspule 65 und 66, die aus den beiden  Entladungsgefässen 67 und 68, die von der       Spannung,    gesteuert werden, den Strom er  halten. Wenn das Entladungsgefäss 61 vom  Strom gezündet wird, entsteht ein     watt-          metrisches    Drehmoment nur in demjenigen  Wattmeter, dessen Spannungsspule gleich  zeitig erregt wird.

   Das ist aber je nach der  Phasenlage zwischen Strom und     Spannung          entweder    nur die Spannungsspule 65 oder  nur die Spannungsspule 66.     Infolgedessen     wird entweder nur der     Wattmeterkontakt    69  oder nur der     Wattmeterkontakt    70 einge  stellt. Jedes Wattmeter     kann    nach zwei Sei  ten ausschlagen.

   Die     Gegenkontakte    kann  man daher paarweise     zusammenschalten,     wenn man lediglich die Fehlerrichtung er  fassen     will.    Daran, ob der Kontakt 69 oder  der Kontakt 70 geschlossen wurde, erkennt  man auch, ob der Fehler mit     positivem    oder  negativem Stromstoss     einsetzte    und ob er bei  positiver oder negativer Spannung entstan  den ist.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    5  sind die     wattmetrischen    Relais mit zwei  Stromspulen und nur je einer Spannungs  spule ausgestaltet. Die Anordnung arbeitet  ebenfalls richtig, wenn die in der Figur vom  Strom     gesteuerten    Entladungsgefässe statt  dessen von der Spannung gesteuert werden  und die Röhren 67 und 68     statt    von der       Spannung    vom Strom gesteuert werden.  



  In manchen Anlagen     können    auch solche  Ursachen eine Schwingung auslösen, auf  deren Erfassung es nicht ankommt. Wenn  beispielsweise mittels der Röhrenschaltung      ein     Erdschluss    und vom Relaisort aus die  Richtung, in welcher er liegt, festgestellt  werden soll, dann wird nach     Fig.    3 die Röh  renschaltung von der     Nüllpunktsverlage-          rungsspannung    und dem Summenstrom der  Leitung gesteuert. Ein Ansprechen der Röh  renschaltungen soll aber beispielsweise nicht  durch einen Schaltvorgang entstehen, etwa  dadurch, dass die drei Schalter einer Dreh  stromleitung nicht mathematisch genau  gleichzeitig geschlossen werden.

   Es wird  regelmässig auf der einen oder andern Phase  die Stromverbindung etwas früher herge  stellt werden als auf der oder den andern. In  diesem kurzen Zeitunterschied tritt im Se  kundärkreis der     Summenstromwandler    eine       Spannung    auf, wodurch je nach dem Vor  zeichen dieser Spannung eine Röhre gezün  det wird. Gleichzeitig tritt aber auch vor  übergehend eine Verlagerungsspannung auf,  so dass auch eins von den beiden Entla  dungsgefässen, die von der Verlagerungsspan  nung gesteuert werden, gezündet wird.

   Die       Anordnung    verhält sich also bei diesen Ein  schaltvorgang nicht anders wie bei einem       Erdschluss.    Trotzdem hat man oftmals keine  Verwendung dafür, dass die Relaiseinrich  tung bei jeder Wanderwelle, die über eine  einzelne Leitung fliesst und eine kurzzeitige  Verlagerung des Nullpunktes des     Systemes     gegen Erde hervorruft, ein Signal gibt. Da  her soll in diesem Fall das     Zustandekommen     eines Signals oder einer sonstigen     SchaltÄrir-          kung,    z. B. Schalterauslösung davon abhängig  gemacht, dass ausserdem auch noch ein wei  teres Relais anspricht.

   Beispielsweise kann  man die     Erdschlussanzeige    davon abhängig  machen, dass auch ein normales Spannungs  relais, welches von der Nullspannung erregt       wird,    anspricht. Dieses Relais ist so träge,  dass es durch -     eine    ganz kurzzeitig auftre  tende     Verlagerungsspannung,    wie sie etwa  beim Einschalten oder Abschalten einer Lei  tungsstrecke dadurch entsteht, dass die Schal  terkontakte nicht ganz genau gleichzeitig ge  schlossen werden oder dass bei einem Teil  der Schalterkontakte durch Funkenüber  schlag oder durch Lichtbogen die Einschal-         tung    oder     Unterbrechung    früher als in an  dern Phasenleitern erfolgt, nicht in Tätig  keit gesetzt wird.

   Man kann statt der mecha  nischen Trägheit oder mit ihr zusammen  auch' eine elektrische Trägheit, zum Beispiel  einen sich langsam aufschaukelnden Reso  nanzkreis verwenden. Bei     einem-\andern    An  wendungsfall, bei welchem eine Schaltung  mit Entladungsröhren angewendet wird, um  Signalzeichen zu empfangen, wobei das Zei  chen in Form eines Gleichstromimpulses ge  geben und unter Zwischenschaltung eines  Übertragers weitergeleitet wird, kann man  zugleich mit dem Empfang des Zeichens am  Empfangsort ein Zeitrelais anlaufen lassen,  welches einen durch das Zünden eines Ent  ladungsrohres vorbereiteten Steuerstromkreis  nur dann vollendet, wenn ein zweiter Impuls  in einem ganz bestimmten Zeitabstand folgt.

    Man kann die     Erdschlussanzeige    im Falle  eines     Doppelerdschlusses    beispielsweise durch  ein     Überstromrelais    unwirksam machen, wel  ches die gezündeten Röhren wieder ab  schaltet, indem es den Anodenstromkreis  unterbricht oder die Röhren vorübergehend  kurzschliesst. Durch ein Zeitrelais kann man  gleichzeitig dafür Sorge tragen, dass nach  dem Zünden der Röhre zunächst eine gewisse  Zeit vergeht, bevor eine     Anzeigevorrichtung     oder eine Schaltvorrichtung ausgelöst wird.

    Wenn dann in der Zwischenzeit das Über  stromrelais anspricht, weil nicht ein ein  facher, sondern ein     Doppelerdschluss    vorliegt,  so wird vor der Beeinflussung des Schaltge  rätes oder Signalgerätes die ganze Einrich  tung wieder zur Ruhe zurückgeführt.  



  In der     Fig.    6 sind drei Röhrenpaare ge  zeichnet. In dem Teil     t1    des Schaltbildes be  findet sich das von der     Nullpunktsverlage-          rungsspannung    gesteuerte Röhrenpaar.

   In  einem     Abschnitt    B und einem     Abschnitt    C  ist je ein Röhrenpaar dargestellt, welches  von einem Summenstrom erregt     wird.    Es ist  dabei angenommen, dass von einem Verzwei  gungspunkte zwei Leitungen abgehen und  der Summenstrom     Jlo    und     JZO    ist der Sum  menstrom der einen     bezw.    der zweiten Lei  tung, und     E"    ist die gemeinsame Nullpunkts-           verlagerungsspannung.    Von den Röhrenpaa  ren würde beispielsweise jeweils das linke  Rohr durch die positive Halbwelle und je  weils das rechte Rohr durch die negative  Halbwelle der betreffenden Steuergrösse ge  zündet, werden.

   Es bedeutet dann, wenn zu  gleich mit dem linken Rohr des Feldes A das  linke Rohr des Feldes B oder das linke Rohr  des Feldes C gezündet wird, dass die Energie  eine bestimmte Richtung besitzt.     aber    auch  wenn zugleich mit dem rechten Rohr des  Feldes<I>A</I> das rechte Rohr des Feldes<I>B</I> oder  des Feldes C gezündet wird, bedeutet dies  die gleiche Energierichtung. Wenn aber mit  dem linken Rohr des Feldes A ein rechtes  Rohr der Felder B und C mit dem rechten  Rohr des Feldes A ein linkes Rohr der Fel  der B und C zugleich gezündet wird, hat die  Energierichtung das andere Vorzeichen. Die  Fehlerstelle ist dann nach der entgegenge  setzten Richtung zu suchen.  



  In den Anodenkreisen der Röhre liegen  Relais, die je durch einen Kondensator über  brückt sind, um das Zünden des Rohres im  ersten Augenblick der geeigneten Gitterspan  nung sicher zu stellen. Der Kondensator be  deutet für diesen ersten Augenblick ein  Kurzschluss der induktiven Relaiswicklung.  Nachdem die Zündung des Rohres zustande  gekommen ist, wobei der erste Stromstoss im  Anodenkreis über den Kondensator verlau  fen ist, wird die Entladung durch den nach  folgenden über die Relaiswicklung verlaufen  den Strom aufrechterhalten. Jedes Relais be  sitzt drei Kontakte. Die Kontakte im Feld A  sind mit la, 2a, 3a     bezw.    4a, 5a, 6a bezeich  net. In den Feldern B, C sind die Kontakte  entsprechend bezeichnet mit     1b,    2b, 3b usw.

         bezw.        1e,    2e, 3e usw. Von der Röhrenschal  tung werden zwei Anzeigevorrichtungen F,  und     F..    gesteuert, die beispielsweise zwei       Signalfallklappen    sein können.     F1    ist so ge  schaltet, dass es nur bei der einen Energie  richtung anspricht.     FZ    dagegen spricht bei  der andern Energierichtung an. In Reihe mit  den Wicklungen der     Anzeigevorrichtung        F1     und     F2    liegt ein Kontakt G, welcher von  einem Relais<I>11</I>     .gesteuert    wird.

   Relais<I>H</I> ist         ein    normales     Spannungsrelais;    es wird     vön     der     Nullpunktsverlagerungsspannung        E"    er  regt. Nur wenn im Anschluss an einen Vor  gang, der den Stromkreis für die Anzeigevor  richtung F, oder     F.,    insoweit vorbereitet, als  durch ihn zwei Entladungsgefässe gezündet  werden, eine     Nullpunktsverlagerung    wäh  rend einer ausreichend langen Zeit besteht,  wird der     Kontakt    G geschlossen und das An  sprechen der zwei Entladungsgefässe führt  zur Betätigung einer Anzeigevorrichtung.

    Der Stromkreis für das Relais F, wird bei  spielsweise geschlossen, wenn das linke Ent  ladungsgefäss des Feldes A und das linke  Entladungsgefäss des Feldes B oder des Fel  des C gezündet wurde, sowie auch dann,  wenn zugleich mit, dem rechten Entladungs  gefäss des Feldes A das rechte Entladungs  gefäss des Feldes B oder des Feldes C ange  sprochen hat. Der Stromkreis für das Relais  F. ist     dann    geschlossen, wenn zugleich mit  dem linken oder rechten Entladungsgefäss in  einem der parallelgeschalteten Felder B und  C das rechte     bezw.    linke Entladungsgefäss  der Felder A gezündet wird.  



  Bei jedem Entladungsgefäss ist parallel  zum zugehörigen Relais im Anodenkreis ein  Kontakt (3a, 4a,     3b,    4b, 3e, 4e) vorgesehen,  welcher das     Entladungsgefäss    kurzschliesst  und gleichzeitig     einen    Haltestromkreis für  das zugehörige Relais herstellt. Bei dem lin  ken     Entladungsgefäss    des Feldes A liegt der  Kontakt 3a an der Anode des Entladungsge  fässes und schliesst diese Anode und zugleich  das untere Ende der Wicklung des zugehö  rigen Relais an die     negativen    Sammelschie  nen an.

   Da das obere Ende der Relaiswick  lung     dieses    Relais mit der positiven Sammel  schiene verbunden ist, ist über den Kontakt  3a ein     Selbsthaltekreis    für das Relais im  Anodenkreis des Entladungsgefässes herge  stellt. Die Schaltung der     Relais    der übrigen  Rohre ist entsprechend.  



  In der gemeinsamen negativen Sammel  schiene liegt ein Zeitrelais Z. Dieses Zeit  relais besitzt einen Ruhekontakt, über wel  chen die     Verbindung    mit dem negativen Pol      der     Ortsstromquelle    geschlossen ist, wenn das  Zeitrelais erregungslos ist. Sobald eine der  Entladungsröhren gezündet hat, fliesst über  das Zeitrelais Z ein Strom. Dieser bewirkt,  dass nach Ablauf einer zweckmässig gewähl  ten Verzögerungszeit das Zeitrelais seinen  Kontakt öffnet, wodurch einerseits der Ano  denstromkreis unterbrochen und gleichzeitig  aber auch der     Selbsthaltekreis    für die Relais  im Anodenkreis der Entladungsgefässe geöff  net wird.

   Da das Zeitrelais Z auch seine  eigene Erregung abschaltet, kehrt dann die  gesamte Einrichtung in die Ruhelage zurück,  bis ein neuer Impuls eine von der Null  punktsspannung und eine der vom Summen  strom gesteuerten Röhren zündet. Nach dem  Ansprechen der Zeitrelais Z wird     somit    die  ganze Einrichtung selbsttätig wieder arbeits  bereit.  



  Es ist nicht erforderlich, dass mit der  Röhrenschaltung in Reihe der Kontakt eines  Relais liegt, welches von einer gleichen     Mess-          grösse    beeinflusst wird, wie auch die Röhren  schaltung. Es     kann    statt dessen auch ein Re  lais durch eine andere     Messgrösse    beeinflusst  werden, wobei zweckmässig eine     Messgrösse     ausgewählt wird, die erst in dem Falle ent  steht, in dem eine Steuerwirkung erzielt wer  den soll, wie beispielsweise der Differenz  strom einer     Differentialschutzeinrichtung,     eine inverse Stromkomponente, Spannungs  komponente oder Leistung, welche erst im  Augenblick der Entstehung eines Fehlers im  geschützten Abschnitt entsteht.

   Bei einem  von der inversen Leistung beeinflussten Rich  tungsrelais H kann die Schliessung des Kon  taktes G zugleich auch von der Richtung des  Relaisausschlages abhängig sein. Wenn bei  spielsweise das im Ausführungsbeispiel im  Feld A liegende Röhrenpaar von der     Un-          symmetriekomponente    der Spannung und das  im Feld B liegende Röhrenpaar von der     Un-          symmetriekomponente    des Stromes einer       Drehstromanlage    gesteuert wird, kann man  eine von der Richtung der inversen Leistung  abhängige Relaiswirkung erzielen.

   Bekannt  lich ist die inverse Leistung von der Fehler  stelle     fortgerichtet    wie umgekehrt die Ge-         samtleistung    und die symmetrische Leistung  zur Fehlerstelle hin gerichtet sind.  



  Abweichend von der Darstellung der       Fig.    6 kann der Haltekreis der Anodenkreis  relais, der beispielsweise durch die Kontakte       3a        bezw.    4a für die beiden Entladungsgefässe  im Feld A geschlossen wird,     statt    von der  Anode der Entladungsgefässe zur     negativen     Sammelschiene auch zur Kathode der Röhre  hergestellt werden. Es wird dann durch den  Haltekreis ebenfalls eine Kurzschliessung  und Erlöschen der Entladungsgefässe er  reicht. Gleichzeitig bewirkt aber der Span  nungsabfall in dem Widerstand zwischen  Kathode und negativer Sammelschiene, dass  eine hohe negative     Vorspannung    der Steuer  gitter oder Zündelektroden erhalten bleibt.  



  Durch das Zeitrelais Z wird in dem Aus  führungsbeispiel der Stromkreis für die Ent  ladungsgefässe     bezw.    für den     Selbsthaltekreis     der     Anodenkreisrelais    für die Zeit aufrecht  erhalten, auf welche das Relais Z eingestellt  ist. Es ist, solange nun der Haltekreis für  ein Relais noch geschlossen ist, die gesamte  Einrichtung nicht arbeitsfähig. Aus diesem  Grunde ist es vorteilhaft, den Haltekreis der       Anodenkreisrelais    nicht länger aufrecht zu  erhalten als notwendig ist.

   Aus diesem  Grunde kann man die Anordnung auch so  treffen, dass das Relais Z die gesamte Anord  nung in die Ruhelage     zurückbringt,    wenn  keine     Meldeeinriehtung    oder kein Steuerkreis  in Tätigkeit gesetzt worden ist, weil der  Kontakt G nicht geschlossen wurde.

   Wenn  aber infolge Schliessung des Kontaktes G das  Zünden der Entladungsgefässe eine     -Wirkeng     ausgeübt hat, beispielsweise eine Meldeein  richtung oder eine Steuereinrichtung oder  eine     Registriereinrichtung    in Wirkung ge  setzt hat, dann besteht keine     Notwendigkeit,     die Selbsthaltung der     Anodenkreisrelais    noch  länger aufrecht zu erhalten, so dass gleich  zeitig mit dem Ansprechen eines derartigen  Relais auch der gemeinsame Anodenkreis der  Entladungsröhren und der gemeinsame  Haltekreis aller     Anodenkreisrelais        geöffnet     werden kann.

   Zu diesem Zweck wird bei-           spielsweise    in Reihe mit dem Kontakt G ein       unverzögert    arbeitendes Relais mit Ruhe  kontakt gelegt, welches die negative oder die  positive Sammelschiene von der Stromquelle  abtrennt, sobald es erregt wird. Zur Unter  drückung des dabei entstehenden Funkens  am Öffnungskontakt des Relais kann man  diesen in an sich bekannter Weise einem  Kondensator oder auch einem Widerstand  parallel schalten. hie Grösse des Widerstan  des ist dann so zu bemessen, dass nach seiner  Einschaltung in keinem Entladungsgefäss  der Anodenstrom aufrechterhalten bleibt und  ferner auch in keinem     Selbsthaltestromkreis     ein genügender Strom für die Selbsthaltung  eines     Anodenkreisrelais    fliesst.  



  Unabhängig von der Schliessung des Kon  taktes G, der, wie im Ausführungsbeispiel  von der     Nullpunktsverlagerungsspannung     oder wie beschrieben, auch von einer andern  Grösse erregt sein kann, ist es unter Umstän  den vorteilhaft, jedes Zünden eines oder  zweier Entladungsgefässe zu registrieren.  Man kann also mit dem     Anodenhaltekreis-          relais    noch weitere Kontakte verbinden und  erhält dann eine Registrierung jedes     Zündens     zweier in Reihe liegender Entladungsgefässe  unabhängig davon, ob durch das Zünden der  Gefässe noch ein weiterer Vorgang ausgelöst  wird.

   Diese     Registriereinstellung    würde dann  also beispielsweise jede Wanderwelle und  ihre Richtung registrieren und ausserdem  auch jeden     Erdschlussvorgang,    der vom Lö  scher beseitigt     wurde.     



  Indem man die für die beiden bezüglich  ihrer Phasenlage zu vergleichenden     Mess-          grössen    vorhandenen Röhrenschaltungen so  schaltet, dass jeweils ein Anodenstromkreis  über zwei in Reihe liegende, von je einer der  beiden     Messgrössen    gesteuerte Entladungsröh  ren geschlossen wird, erzielt man weitere  Vorteile.

   Es kann dann weder die eine     Mess-          grösse    für sich allein noch etwa zeitlich frü  her als die andere eine Röhre zur Zündung  bringen, und man kann durch ein einziges  polarisiertes oder ein mit einer Hilfserregung  versehenes Relais, welches auch durch eine  Röhrenanordnung mit Gegentaktschaltung    ersetzt werden kann, nicht nur das Vor  zeichen der relativen Phasenlage der beiden       Messgrössen    feststellen, sondern zugleich auch  erkennen, welche von den     Messgrössen    die       Schwingung    mit einer positiven und welche  mit     einer        negativen    Halbwelle begonnen hat.  



  In     Fig.    7 sind schematisch vier Ent  ladungsgefässe 1, 2, 3 und 4 durch ihre Ano  den, ihre Steuergitter und ihre Kathoden an  gedeutet. Das Röhrenpaar 1, 2 wird beispiels  weise vom Strom einer     Energieverteilungs-          leitung    erregt. Der Strom kann auch der     Erd-          schlussstrom    der Leitung oder einer sonstigen  Anlage, zum Beispiel eines Generators sein.  Das zweite Röhrenpaar 3 und 4 wird über  einen     Zwischenwandler    von einer Spannung  beeinflusst.

   Zur     Steuerung    der Röhrenpaare  1, 2     und    3, 4 können im übrigen irgendwelche  Ströme oder Spannungen dienen, deren rela  tive Phasenlage in einem     bestimmten    Augen  blick von Wichtigkeit sein     kann,    zum Bei  spiel:

       Erdschlussstrom    und     Erdschlussspan-          nung,    Differenzstrom und Belastungsstrom  beim Differentialschutz von Apparaten, Ma  schinen,     Einfachleitungen    und Parallellei  tungen, Überstrom oder Fehlerstrom, zum  Beispiel     Erdschlussstrom    an zwei verschie  denen     Messstellen.    Die Röhren 1 und 2 sowie  die Röhren 3 und 4 sind unter sich parallel,  die Röhrenpaare aber     hintereinandergeschal-          tet.    Bei     einer    bestimmten     Stromrichtung    wird  das Entladungsgefäss 1 gezündet, bei der ent  gegengesetzten Stromphase das Entladungs  gefäss 2.

   Die Anoden der Entladungsgefässe  1 und 2 liegen über die Wicklung eines Re  lais 7, welches zweckmässig durch einen Kon  densator 8 überbrückt ist an dem Pluspol  einer Stromquelle. Die Kathoden dieser Röh  ren liegen über einen grossen     ohmschen    Vor  widerstand 9 am Minuspol derselben Gleich  stromquelle. Bei positiver Steuerspannung  des Gitters der Röhre 1 wird diese Röhre       stromdurchlässig,    aber ein Anodenstrom ent  steht nur, wenn gleichzeitig auch eine der  Röhren 3 und 4 stromdurchlässig wird; denn  der Widerstand 9 hat einen so hohen Wider  standswert, dass er den Strom     in    den Röhren  1 und 2     unter    der     Ansprechgrenze    des oder      der Relais im Anodenkreis dieser Röhren  hält.

   Solange der Widerstand 9 stromlos ist.,  befindet er sich in seiner ganzen Ausdeh  nung auf dem Potential des negativen Pols  der Gleichstromquelle. Von einem Punkt 10  des Widerstandes 9 zweigt eine Verbindung  zum Mittelpunkt der     Sekundärwicklung    des       Zwischenwandlers    5 ab. Die Steuergitter der  Röhren 1 und 2 befinden sich normalerweise  ebenfalls auf     negativem    Potential. Im  Augenblick des Stromdurchganges durch das  Entladungsgefäss 1     wird    das obere Ende des  Widerstandes 9 positiv gegenüber der An  schlussstelle 10 für den Steuerkreis der Röh  ren 1 und 2. Gleichzeitig erhalten die Ano  den der Röhren 3 und 4 positives Potential,  so dass nunmehr auch diese Röhren zün  dungsfähig sind.

   Entsprechend der Richtung  der     Spannung    in dem Augenblick des     An-          sprechens        einer    der Röhren 1 und 2 spricht  dann sofort auch eine der Röhren 3 und 4 an.  Auf diese Weise ist die grösste Sicherheit  für die richtige Feststellung der relativen  Phasenlage     zwischen    Strom und Spannung  erzielt, weil die Feststellung der momentanen  Richtung von Strom und Spannung mit gröss  ter Genauigkeit gleichzeitig erfolgt.  



  Genau wie die vom Strom gesteuerten  Röhren besitzen auch die für die Spannung  gesteuerten Röhren 3 und 4 einen Gitterkreis,  der     eine        negative        Vorspannung    besitzt. Der  Minuspol der     Ortsbatterie    ist über einen  Widerstand 11 mit den Kathoden des Röh  renpaares 3, 4 verbunden, und von einer Ab  zweigung 12 dieses     Widerstandes    aus er  halten die Steuergitter der Röhren 3 und 4  eine     negative        Vorspannung.    Im Augenblick  des Stromdurchganges wird das Potential der  Gitter beider Röhren gegenüber der Kathode  noch stärker negativ, was die Sicherheit gibt,  dass die zweite Röhre nicht nachträglich,

    etwa bei der nächsten Halbwelle der Span  nung, ebenfalls gezündet werden kann.  



  In einem weiteren Ausführungsbeispiel;  das in     Fig.    8 dargestellt ist, ist in die Ver  bindungsleitung, welche die Anoden der Röh  ren 3 und 4     verbindet,    eine in der     Mitte    an  gezapfte Wicklung 20 eines Relais 21 mit         einem    polarisierten Relaisanker 22 einge  schaltet. Die Mitte der Wicklung 20 ist über  einen dem Widerstand 9 in     Fig.    7 entspre  chenden Widerstand 23 mit dem Minuspol  der Gleichstromquelle verbunden. Von dem  Widerstand 23 zweigt eine Leitung 24 ab,  welche der Mitte der Sekundärwicklung des       Zwischenwandlers    5 eine negative     Vorspan-          nung    gibt.

   Auch die     Mitte    der Sekundär  wicklung des Zwischenwandlers 6 ist negativ  vorgespannt. Wenn eine der Röhren 1, 2  stromdurchlässig ist und gleichzeitig eine der  Röhren 3 und 4, entsteht ein Anodenstrom  über die     Wicklung    7 des zu steuernden Re  lais und einen     ohmschen        Widerstand    25. Die  dann am     ohmschen    Widerstand 25 entste  hende Spannung erregt die     Magnetisierungs-          wicklung    des Ankers 22. Über die     Magneti-          sierungswicklung    fliesst also nur nach dem  Ansprechen der Röhrenschaltung     Strom.     



  Es sei angenommen, dass die Entladungs  röhre 1 nur bei der positiven Halbwelle des  Stromes, die Entladungsröhre 2 also nur bei  der negativen Halbwelle des Stromes strom  durchlässig wird. Entsprechend sei die Röhre  3 für die positive und die Röhre 4 für die  negative Halbwelle der     Spannung.    Wenn die  Röhren 1 und 3 oder die Röhren 2     und    4  zünden, bedeutet dies stets das gleiche Vor  zeichen der relativen Phasenlage des Schwin  gungseinsatzes, beispielsweise das positive.

    Wenn dagegen die Röhren 1 und 4 oder die  Röhren 2 und 3 zünden, so bedeutet das an  dere Vorzeichen der relativen Phasenlage des       Schwingungseinsatzes,    die andere - Energie  richtung oder, wenn die Anordnung für die       Erdschlusserfassung    benutzt wird, die Lage  der     Erdschlussstelle    auf der andern Seite vom  Relaisort aus. Der Anker 22 des Relais 21  wird in allen Fällen mit gleicher Polarität  polarisiert. Bei der einen Energierichtung,  der positiven, ist die Wicklung 20 des Re  lais 21 stromlos, so dass das Relais nicht an  spricht.

   Bei der negativen Energierichtung,  wenn also die Röhren über Kreuz anspre  chen, das heisst die Röhren 1, 4 oder 2, 3  fliesst in der     Erregerwicklung    20     ein    Strom  der     einen    Ader der     andern.        Richtung.    Die      Tatsache des     Ansprechens    des Relais 22 be  deutet also für sich allein die negative Ener  gierichtung, das heisst, dass die beiden  Schwingungen mit entgegengesetztem Vor  zeichen begonnen     haben.    Dadurch nun, dass  der Relaisanker 22 nach links oder nach  rechts ausschlägt,     wird    gleichzeitig auch  festgehalten,

   welche der beiden     Messgrössen     die Schwingung mit einer negativen oder  einer positiven Halbwelle begonnen hat.  Durch das Relais 21 kann man also das  gleiche erkennen, was beispielsweise auch  durch Anordnung von vier Stromrelais, näm  lich je eines im Anodenkreis jeder Röhre, er  kannt werden kann. Je nachdem, wie es der  Verwendungszweck verlangt, kann nun in  dem Anodenkreis der Röhren 1 und 2 je ein  besonderes Relais 26     bezw.    27 vorgesehen  sein, deren Kontakte mit den     Kontakten    wei  terer Relais in geeigneter Weise zusammen  geschaltet sind.

   Wenn das Relais 7 im ge  meinsamen Anodenkreis aller Röhren nur bei  der positiven Energierichtung in Tätigkeit  treten soll, ist, wenn auch das Relais 21 an  gesprochen hat, der vom Relais 7 gesteuerte  Stromkreis unwirksam zu machen. Zu dem  Zweck kann Relais 22 ein weiteres Relais  einschalten, das den vom Relais 7 geschlos  senen Stromkreis unterbricht. Wenn dagegen  nur die negative Energierichtung erfasst wer  den soll, kann man den Kontakt des Relais  7 in seiner Wirksamkeit davon abhängig  machen, dass auch das Relais 21 erregt ist.  Die     Ausschlagsrichtung    des Ankers 22 kann  man ausserdem auch besonders anzeigen oder  registrieren und kann ferner auch mit den .

    Kontakten der Relais 26 und 27 eine Zähl  einrichtung oder     Registriereinrichtung    ver  binden, so dass jede Zündung der Röhrenan  ordnung auch gezählt und registriert und in  folgedessen nachträglich noch festgestellt  werden kann.  



  In den     Fig.    7 und 8 sind keine Vorrich  tungen dargestellt, die einmal     gezündeten     Röhren wieder zum Erlöschen zu     bringen.     Dazu kann man von den Relais 26 und 27  oder vom Relais 7 gesteuerte Kontakte be  nutzen, die beispielsweise einen vom Strom    in der Röhrenanordnung unabhängigen Er  regerkreis oder     Selbsthaltekreis    für das Re  lais 7 steuern und     zweckmässigerweise    selbst  tätig die Röhren durch Unterbrechung des       Anodenstromkreises    oder durch Kurzschlie  ssung der Anodenspannung zum Erlöschen  bringen.

   Die Aufrechterhaltung des Erreger  kreises für Relais 7 kann dann von einem  Zeitrelais mit unabhängiger Zeiteinstellung  oder auch von der Betätigung irgendwelcher  Vorrichtung     abhängen,    zu deren Steuerung  das Relais 7 angeordnet ist. Schliesslich kann  auch durch eine von einer     Messgrösse    der       Energieerzeugungs-    oder Verteilungsanlage  abhängige Relaiseinrichtung der Erreger  stromkreis für Relais 7 unterbrochen werden,  woraufhin die Einrichtung in     ihren    normalen  Zustand zurückkehrt.  



  Die Reihenschaltung der Paare von Ent  ladungsgefässen kann mit Vorteil auch dann  ausgenutzt werden, wenn eine     bestimmte          Messgrösse    je nach der Art des Vorganges, der       überwacht    werden soll, in ihrer relativen  Phasenlage gegenüber     einer    ersten oder einer  zweiten oder gleichzeitig     gegenüber    mehreren       Messgrössen    überwacht werden soll. Ein Bei  spiel hierfür stellt die Anwendung der An  ordnung nach der Erfindung für die     Erd-          schlussüberwachung    einer Doppelleitung dar.  Bei einem     Erdschluss    entsteht eine Null  punktsverlagerungsspannung.

   Diese Null  punktsverlagerungsspannung und der da  durch hervorgerufene erste Stoss des     Erd-          schlussstromes    sollen hinsichtlich ihrer rela  tiven Phasenlage festgestellt werden. Dazu  kann man den     Erdschlussstrom    in jeder der  parallelen     Leitungen    heranziehen und zweck  mässig     wird    man sogar den Strom in beiden  parallelen     Leitungszweigen        überwachen.    Ein  anderes Anwendungsbeispiel, bei dem eine       Messgrösse        die    gemeinsame Vergleichsgrösse  für mehrere andere     Messgrössen    ist, hat man  in dem Fall,

   dass die     Nullpunktsverlagerungs-          spannung    in bezug gesetzt wird zu den ein  zelnen Phasenströmen eines mehrphasigen  Netzes oder wenn der Differenzstrom einer       Sammelschienenanlage    in bezug gesetzt     wird     zu den Strömen der einzelnen     Speiseleitungen         und Verbraucherleitungen, die von der Sam  melschiene ausgehen oder in ihr enden. Wie  in     einem    der     erwähnten    Fälle oder im son  stigen Falle die Anordnung nach der Erfin  dung gestaltet werden kann, ist in dem in       Fig.    9 wiedergegebenen Ausführungsbeispiel  schematisch angedeutet.  



  Diese Anordnung besitzt drei Röhren  paare 51 und 52, 53 und 54, 55 und 56. Die  gemeinsame Grösse beeinflusst die Röhren 51  und 52. In dem in der Zeichnung angenom  menen Fall, in welchem zwei Vergleichs  grössen mit der gemeinsamen Grösse hinsicht  lich der     gegenseitigen    Phasenlage festgehal  ten werden sollen, werden die Röhrenpaare  53, 54     und    55, 56 von je einer der Vergleichs  grössen gesteuert. Die Wirkungsweise der  Anordnung     stimmt        mit    der der Ausfüh  rungsbeispiele der Erfindung nach den Fi  guren 7 und 8 vollkommen überein.

   In dem  Augenblick, in dem     entweder    die Röhre 51  oder die Röhre 52 eine positive Spannung  ausreichender Höhe erhält, so dass diese  Röhre stromdurchlässig     wird,    erhalten zu  gleich die Anoden der zwei übrigen Röhren  paare positives Potential und es zünden nun       diejenigen    von diesen Röhren, welche eben  falls ein positives Potential genügender Höhe  im Gitterkreis oder Steuerkreis besitzen. Es  ergeben sich dann acht mögliche Stromwege,  nämlich über die Röhre 51 und eine der Röh  ren 53, 54, 55 und 56 oder über die Röhre  52 und wiederum über eine der Röhren 53  bis 56.

   In dem Anodenkreis jeder Röhre  kann,     wie    in der     Zeichnung    angedeutet, eine       Relaiswicklung    60 bis 65 liegen. Je nachdem,  um welche     Messgrössen    es sich handelt, wird  man die Kontakte dieser Relais in bestimm  ter Weise     kombinieren.    Im gemeinsamen  Anodenstromkreis liegt, wie in den     Fig.    7  und 8, ein Relais 7, welches seinen Kontakt  erst schliesst,     wenn    zwei in Reihe liegende  Röhren gezündet haben. Das Gitter oder die  Steuerelektrode der beiden Röhren 51 und  52 befindet sich auf demselben Gleichstrom  potential wie die Gitter der Röhren 53 bis  56.

   Solange über einen Widerstand 66 kein  Strom fliesst, ist das     Potential    der Gitter    oder Steuerelektroden oder Zündelektroden  der Röhren 51 und 52 auf gleicher Höhe mit  dem Potential der Kathoden. Man kann in  den Gitterkreis etwa an der Stelle 67 noch  eine zusätzliche Batterie einschalten, wo  durch die negative     Vorspannungdieser    Gitter  erhöht wird. Sobald eine der Röhren 51 oder  52 stromdurchlässig wird, steigt das Poten  tial der Kathoden dieser Röhren gegenüber  dem     Potential    des Zündkreises, gleichzeitig  erhalten die Anoden der Röhren 53 bis 56  ein     positives    Potential gegenüber den Ka  thoden dieser Röhren.

   Die negative Gitter  vorspannung der Röhren 55 und 56 bleibt  bestehen, solange nicht eine dieser Röhren  stromdurchlässig geworden ist. Nach dem  Zünden dieser Röhren allerdings fliesst durch  einen Widerstand 68, der zur Begrenzung  des Stromes dient, ein Strom, wodurch das  Potential des Steuerkreises dieser Röhren  negativ wird gegenüber den Kathoden dieser  Röhren. In gleicher Weise bewirkt ein  Widerstand 69, dass das Potential des Steuer  kreises der Röhren 53 und 54 unter das Po  tential der Kathoden dieser Röhren sinkt,  sobald nach der Zündung einer der Röhren  53 und 54 ein Strom durch den     Strombegren-          zungswiderstand    59 fliesst. Die Widerstände  69 und 68 können kleiner sein als der Wider  stand 66.

   Wenn aber von den Röhren 53 bis  56 eine oder zwei gezündet haben, dann wird  der Widerstand 66 dadurch überbrückt, so  dass im gemeinsamen Anodenkreis der in  Reihe geschalteten Röhren ein zur Aufrecht  erhaltung des Stromes ausreichender Strom  fliesst. Die einzelnen Relais in den Anoden  kreisen der Röhren sind durch Kondensa  toren überbrückt, um einen     urverzögerten     Einsatz des Anodenstromes sicherzustellen.  



  Es ist am zweckmässigsten, wenn die ge  meinsame     Messgrösse    eine     Messgrösse    ist, die  erst bei dem Vorgang entsteht, der die  Schwingung oder den aperiodischen Verlauf  der     Messgrössen    anstösst.

   Die mit dieser ersten  zu vergleichende Grösse kann dann eine  dauernd vorhandene     Messgrösse        sein.    Die ge  meinsame Grösse ist dann,     wenn    die Anord-           nung    zur Fehlerabschaltung oder Fehleran  zeige in     Energieerzeugungs-    und Verteilungs  anlagen verwendet wird, gleichzeitig die An  regegrösse und die Röhren 51,

   52 übernehmen  die Aufgabe-des     Anregerelais    der bekannten       Selektivschutzschaltung.    Bei dem vorhin  schon erwähnten verschiedenen Anwendungs  fällen würde man zweckmässig für die Steue  rung der Röhren 51 und 52 die Nullpunkts=       spannung    oder bei einem Differentialschutz  den Differenzstrom     verwenden.    Die Zahl der  mit dem Röhrenpaar 51, 52 in Reihe geschal  teten Röhrenpaare ist in     Fig.    9 lediglich als  Beispiel angegeben. Es können auch weitere  Röhrenpaare zusätzlich angeordnet werden.

    Beispielsweise wird man drei Röhrenpaare  verwenden, wenn man in     einer        Erdschlussan-          zeige-    oder Schutzvorrichtung die Nullpunkt  spannung mit den drei Phasenströmen oder  mit den drei Phasenspannungen in Phasen  beziehung setzen will. Man kann auch mehr  als zwei Röhrenanordnungen in Reihe schal  ten. Beispielsweise kann eine     Anregeröhre     im Anodenkreis der Reihenschaltung zweier  Röhrenanordnungen liegen, die etwa von  ständig vorhandenen     Messgrössen    gesteuert  werden. Eine Feststellung über die relative  Phasenlage wird dann im Augenblick der  Zündung einer der     Anregeröhren        getroffen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Feststellung des Vor zeichens oder der Richtung des Einsatzes einer Schwingung oder eines aperiodischen Vorganges mit Hilfe einer gegebenen Be zugsgrösse, dadurch gekennzeichnet, da ss von zwei Entladungsgefässen mit selbständiger Entladung beim Einsatz der Schwingung oder des aperiodischen Vorganges, wodurch eine von diesem Vorgang in der Phase ab hängige Zünd- oder Steuerspannung den bei den Entladungsgefässen mit entgegengesetz ter Polarität zugeleitet wird, je nach dem Vorzeichen oder der Richtung dieses Ein satzes nur das eine oder nur das andere Ent ladungsgefäss stromdurchlässig wird,
    und dass vom Augenblick des Entstehens des Stromes in dem einen Entladungsgefäss ein Ansprechen des zweiten Entladungsgefässes unterdrückt oder unwirksam gemacht ist. UNTERANSPRüCHE 1. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Anoden spannung des einen Entladungsgefässes gegen dessen Kathode infolge der Zün dung des andern Entladungsgefässes her abgesetzt wird. 2. Anordnung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Entladungsröhren im Anodenkreis paral lel und in Reihenschaltung mit einem ge meinsamen Vorwiderstand an derselben Gleichspannungsquelle liegen. 3.
    Anordnung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die negative Vorspannung des Zündkreises oder Steuerkreises vom Augenblick des Stromdurchganges durch eine von den beiden Entladungsgefässen an vergrössert wird. 4.
    Anordnung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass der gemein same Widerstand mit dem einen Ende an den Kathoden liegt, dass die Steuer- oder Zündelektrode dagegen unter Zwischen schaltung einer einstellbaren Hilfsspan- nungsquelle zur Erzeugung einer nega tiven Vorspannung an das andere Ende dieses Widerstandes angeschlossen ist.- 5. Anordnung nach Unteranspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der gemein same Vorwiderstand zwischen Kathode und magnetischem Pol der Anodenspan nungsquelle liegt und ständig von einem Strom durchflossen ist,
    und dass der Spannungsabfall in diesem Widerstand für den Zünd- oder Steuerkreis eine negative Vorspannung ergibt. 6. Anordnung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass in dem Ano denkreis jedes Entladungsgefässes die Spule eines Relais liegt, welches eine Signal- oder Schaltvorrichtung auslöst und das Relais im Anodenkreis des an dern Entladungsgefässes verriegelt. 7. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Anoden kreis der beiden Entladungsgefässe je eine Wicklung eines Zweiwicklungs- relais enthält. B.
    Anordnung nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass die in den Anodenkreisen liegenden Wicklungen eines Doppelwicklungsrelais Felder ent gegengesetzter Richtung erzeugen und mit einem für beide Wicklungen gemein samen Hilfsfeld konstanter oder perio disch wechselnder Richtung ein Dreh moment erzeugen. 9.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Zünd- oder Steuerspannung der Entladungsge fässe in eindeutiger Phasenbeziehung zum Strom einer Energieverteilungslei- tung steht, und dass das Vorzeichen des ersten Einsatzes eines durch eine Lei tungsstörung verursachten Schwingungs vorganges oder eines aperiodischen Vor ganges mit Bezug auf eine für die Fest stellung der Richtung, in welcher die Störungsstelle liegt, geeignete Netzspan nung festgestellt wird.
    10. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass, um in Ener- gieverteilungsleitungen die Richtung, in - welcher ein entstandener Fehler mit Be zug auf den Relaisort liegt, festzustellen, das Vorzeichen des ersten Einsatzes eines von dem Fehler ausgelösten Schwin gungsvorganges oder aperiodischen Vor ganges mit Bezug auf die Betriebsspan nung des Netzes unter Anwendung von Entladungsgefässen festgestellt wird. 11.
    Anordnung nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass zur Feststel lung der bei Entstehung einer Störung sich ergebenden Richtung bezw. des sich ergebenden Vorzeichens der Phasenbe ziehung zwischen dem Schwingungsein- satz des Stromes und der Spannung einer Wechselstromanlage je ein besonderes Paar von Entladungsröhren durch den Strom bezw. durch die Spannung ge steuert wird. 12. Anordnung nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet,
    dass Anzeige oder Schaltrelais von dem Ansprechen je eines vom Strom und eines von der Spannung gesteuerten Entladungsgefässes abhängig sind. 13. Anordnung nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass im Stromkreis des Signal- oder Schaltrelais zwei Kon takte in Reihe liegen, die nur bei An sprechen zweier bestimmter Entladungs gefässe geschlossen werden. 14. Anordnung nach Unteranspruch 13, da durch gekennzeichnet, dass jedes Ent ladungsgefäss bei seiner Zündung eine Kontaktschliessung bewirkt, und dass solche Kontakte, deren gleichzeitige Schliessung bedeutet, dass die Fehlerstelle auf derselben Seite des Relaisortes liegt, zur Betätigung desselben Anzeige- oder Schaltrelais zusammengeschaltet sind. 15.
    Anordnung nach Unteranspruch 13, da durch gekennzeichnet, dass die vom Strom einer zu schützenden Anlage ge steuerten Entladungsgefässe Relais mit je zwei Kontakten, die von der Span nung gesteuerten Entladungsgefässe Re lais mit je einem Kontakt beeinflussen, und dass in zwei von den vier möglichen Kombinationen, in weichem je ein vom Strom und je ein von der Spannung ge steuertes Entladungsgefäss ansprechen kann, die eine oder die andere von zwei Anzeigen oder die Erregung des einen oder des andern von zwei Signalen oder Schaltrelais erfolgt. 16.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass durch den Anodenstrom eines einzelnen oder meh rerer Entladungsgefässe nur dann eine weitere Vorrichtung ausgelöst wird, wenn auch ein weiteres vom Anoden strom der Röhrenschaltung unabhängiges Relais mit mechanischer Kontaktgabe angesprochen hat. 17. Anordnung nach Unteranspruch 16, da durch gekennzeichnet, dass die Entla dungsgefässe Relais mit Selbsthaltekon- takten steuern, welche einen Stromkreis für die zu steuernden Vorrichtungen vor bereiten. 18.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die im Ano denkreis liegenden Relais bei ihrem An sprechen den Strom durch das Entla dungsgefäss löschen. . 19. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im gemein samen Anodenstromkreis der Röhren der Röhrenschaltung ein Zeitrelais liegt, welches nach Ablauf der eingestellten Laufzeit seit dem Ansprechen des zuerst gezündeten Rohres den gemeinsamen Anodenkreis und den Selbsthaltekreis der Anodenkreisrelais der einzelnen Ent ladungsrohre unterbricht. 20.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Kontakt eines Anodenkreisrelais eines vom Sum menstrom gesteuerten Entladungsrohres und ein Kontakt eines Anodenkreisrelais eines von der Nullpunktsverlagerungs- spannung gesteuerten Entladungsgefässes in Reihe mit einer Erdschlussanzeigevor- richtung und dem Kontakt eines von der Nullpunktsverlagerungsspannung oder dem Summenstrom oder der Nullpunkts leistung erregten Relais liegen. 21.
    Anordnung nach Patentanspruch für die Steuerung eines Empfangsgerätes durch Impulse, welche mit wählbarer Polarität einsetzen, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Polarität des Einsatzes des empfangenden Zeichens ein bestimmtes Entladungsrohr aus einer parallelen Schaltung zweier Entladungsrohre ge zündet und in Abhängigkeit von der Dauer oder dem Zeitabstand bis zum nächsten Impuls ein weiteres Relais be tätigt wird, so dass daraufhin ein be stimmter Steuerkreis vollendet wird. 22.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Zünden eines oder mehrerer Entladungsrohre erst nach dem Ansprechen eines Relais, welches von einer andersartigen Mess- grösse als die Röhrenschaltung beeinflusst wird, eine Steuerwirkung auslöst. 23. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass dem im Ano denkreis eines Entladungsrohres liegen den Relais ein Kondensator parallel ge schaltet ist. 24. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ent ladungsgefässe durch die erst bei einem Fehler entstehende Unsymmetriekompo- nente des Stromes oder der Spannung gesteuert werden.
    25. Anordnung nach Unteranspruch 24, da durch gekennzeichnet, dass zwei Paar Entladungsgefässe zusammenwirken, von denen das eine von der Unsymmetrie- komponente der Spannungen und das an dere von der Unsymmetriekomponente des Stromes gesteuert wird. 26. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die zwecks Feststellung der relativen Phasenlage des Einsatzes zweier Schwingungen je von einer der schwingenden Messgrössen gesteuerten Vorrichtungen mit Entla dungsgefässen miteinander in Reihe ge schaltet sind. 27.
    Anordnung nach Unteranspruch 26, da durch gekennzeichnet, dass je eine aus zwei parallelgeschalteten Entladungsge fässen bestehende Vorrichtung vom Strom bezw. von der Spannung eines Leitungs abschnittes eines Energieverteilungs- netzes gesteuert wird. 28. Anordnung nach Unteranspruch 26, da durch gekennzeichnet, dass die eine An ordnung von Entladungsgefässen durch einen Widerstand überbrückt ist, über welchen der Strom der andern Röhrenan ordnung nach deren Zündung fliesst. 29.
    Anordnung nach Unteranspruch 26, ge kennzeichnet durch ein Relais, welches von dem Strom der einen und der an dern Röhrenvorrichtung derart erregt wird, dass es einen Kontakt nur bei einer bestimmten relativen Phasenlage zwi schen beiden Schwingungsgrössen schliesst. 30. Anordnung nach Unteranspruch 29, ge kennzeichnet durch ein Relais mit pola risierten Anker oder mit einer Hilfs- erregung, welches einen ersten oder einen zweiten Kontakt schliesst, je nachdem, ob die Schwingung der einen Grösse mit positiven oder negativen Vorzeichen ein gesetzt hat.
    <B>31.</B> Anordnung nach Patentanspruch, da durch .gekennzeichnet, dass eine im Ano denkreis irgendeiner der Röhren vorge sehene Induktivität durch einen Konden sator überbrückt ist. 32. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mit einer von einer gemeinsamen Messgrösse gesteuer ten Vorrichtung aus Entladungsgefässen mehrere untereinander parallel geschal tete entsprechende Vorrichtungen mit Entladungsgefässen, die von andern Mess- grössen gesteuert werden, in Reihe liegen. 33.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mehr als zwei Röhrenschaltungen in Reihe liegen.
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