CH185763A - Verfahren zum Betriebe einer Elektronenstrahlröhre. - Google Patents

Verfahren zum Betriebe einer Elektronenstrahlröhre.

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CH185763A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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  Verfahren zum Betriebe einer Elektronenstrahlröhre.    Die     Erfindung    betrifft ein Verfahren  zum Betriebe von elektrischen Entladungs  röhren, in denen die aus der Kathode aus  tretenden Elektronen zu einem Bündel ver  einigt werden, das durch ein Gebiet hin  durchgeführt wird, in dem ihm eine seitliche  Ablenkung erteilt wird. Dazu gehören die  sogenannten Braunsehen Röhren, aber auch  Entladungsröhren zur Verstärkung, Erre  gung usw. von elektrischen Schwingungen.  



  Je grösser in Röhren dieser Gattung die  Stärke des Elektronenstromes ist, und je  länger die Elektronen in dem Gebiete, in  welchem sie von den     Ablenkmitteln    beein  flusst werden, verweilen, desto grösser ist die  Ablenkung, desto grösser ist aber auch die  Streuung des Bündels infolge der gegen  seitigen Abstossung der     Elektronen.    Diese       Streuung    kann dadurch vermindert werden,  dass man die Kathodenstrahlen an der Stelle,  an der sie in das Gebiet, in dem die Ab  lenkung     des    Bündels     bewirkt    werden soll  und das im folgenden mit     Ablenkgebiet    be  zeichnet wird, eintreten, konvergieren lässt.

      Der Punkt des Zentralstrahls, auf den die  Strahlen bei ihrem Eintritt     in    das     Ablenk-          gebiet    gerichtet sind,     wird        Richtpunkt    und  sein Abstand von der Vorderseite des Ab  lenkgebietes     Richtpunktabstand    genannt. Je  höher die Stromstärke und je geringer die  Elektronengeschwindigkeit ist, umso mehr  weichen die Kathodenstrahlen von der Gera  den durch den Richtpunkt ab. Der Punkt des  Zentralstrahls, in dem das.

   Kathodenstrahlen  bündel seinen kleinsten Durchmesser hat,       wird    als der Mittelpunkt des Bündels und  sein Abstand von der Vorderseite des Ab  lenkgebietes als     Mittelpunktabstand    be  zeichnet. Bei sehr kleiner Stromstärke  nähert sich der Mittelpunkt des Bündels dem       Richtpunkt.    Die :Stelle, an der das Elek  tronenbündel schliesslich einen Leuchtschirm       bezw.    eine oder mehrere     Auftreffelektroden     trifft, sei mit dem Namen     Auftreffstelle    an  gedeutet.  



  Gemäss der Erfindung wird der Nach  teil der Streuung dadurch auf ein Mindest  mass herabgesetzt, dass die Stromstärke und      die     Elektronengeschwindigkeit    so gewählt  werden, dass bei einem.     Richtpunktabstand     von mindestens einem Viertel der Länge des       Ablenkgebietes    der Mittelpunkt des Bündels  in der     Elektronenstromrichtung    hinter dem  Richtpunkt liegt, und zwar soll er min  destens in der Längsmitte des     Ablenkgebie-          tes    und höchstens in der     Auftreffstelle    des  Bündels liegen.  



  Durch entsprechende Wahl der Strom  stärke und der Elektronengeschwindigkeit  lässt sich das Verhältnis zwischen dem Mit  telpunktsabstand und dem     Richtpunktab-          stand    möglichst gross machen und dadurch  die Verbreiterung des Bündels zufolge der       Streuung    beschränken.  



  Auch ist es vorteilhaft, besonders wenn       Zentrierungsmittel    angewandt werden kön  nen, das Bündel derart zu gestalten, dass es  mindestens ungefähr symmetrisch mit Be  zug auf eine durch .die Mitte des     Ablenk-          gebietes        senkrecht    zum Zentralstrahl ge  dachte     Ebene    ist.  



  Die     Fig.    1 bis 4 der Zeichnung erläutern  schematisch Ausführungsbeispiele des erfin  dungsgemässen Verfahrens.  



  Deutlichkeitshalber ist in sämtlichen  Figuren die Breite des Strahlenbündels über  trieben gross gezeichnet. Es erübrigt sich, in  diesem     Zusammenhang    auf die Mittel zur Er  zeugung,     Bündelung    oder Zentrierung der  Kathodenstrahlen einzugehen, da sich das  Verfahren nach der     Erfindung    mit den bis  her bekannten     Mitteln    ohne weiteres aus  führen     lässt.     



  In     Fig.    1 ist ganz schematisch mit 1 eine  Kathode, zum Beispiel eine Glühkathode,       angegeben,    die Elektronen     emittiert,    welche  durch die     Sammelvorrichtung    2 zu einem  Bündel vereinigt und in dem elektrischen  Felde zwischen der Kathode und der durch  lochten Anode 3 beschleunigt werden.

   Das  Bündel tritt durch die Anode 3 hindurch in  das     zwischen    den     Platten    4 und 5 liegende       Ablenkgebiet    hinein, wo .es einer Beeinflus  sung durch ein zwischen diesen     Platten    in  folge eines Potentialunterschiedes herrschen  des,     elektrisches    Querfeld     unterliegt.    Falls    der Potentialunterschied der     Platten    4 und 5  gleich Null ist, wird das Bündel als Ganzes  nicht abgelenkt, liegt also der Zentralstrahl  in der Röhrenachse 6. Für diesen Fall ist die       Fig.    1 gezeichnet.  



  Bevor die Elektronen in das     Ablenk-          gebiet    hineintreten, werden sie unter dem  Einfluss des elektrischen Richtfeldes zwi  schen: der Anode 3 und dem Rande der Plat  ten 4 und 5 oder einer besonderen Elektrode  zusammengedrängt, und zwar dermassen, dass  sie bei ihrem     Eintritt    in das     Ablenkgebiet     eine     Richtung    durch den Punkt P der     Röh-          renaehse    6 haben, der als der Richtpunkt  bezeichnet wird.

       Sein    Abstand     QP    von der  Vorderseite des     Ablenkgebietes    ist der     Richt-          punktabstand.     



  Der     Raumladungseffekt    (gegenseitige  Abstossung der     Elektronen)    bewirkt, dass die  Strahlen von der Geraden durch den     Richt-          p        un        'kt        P        aba-ebogen        C        werden.        Der        Punkt        B     der Röhrenare, in dem das Kathodenstrah  lenbündel seine grösste     Einschnürung    hat,  wird der     Mittelpunkt    des Bündels genannt.

    Entsprechend der Erfindung hat er einen  grösseren Abstand von dem     Punkt        Q    als der  Richtpunkt P, und zwar liegt er hinter dem       Ablenkgebiet    oder mindestens in der Mitte  desselben.  



  Zweckmässig wird die     Stromstärke    so  gross und die Elektronengeschwindigkeit so  klein gewählt, dass das Verhältnis zwischen  dem     Mittelpunktabstand        QR    und dem     Richt-          punktabstand        QP    möglichst gross ist. Dieser  Vorschrift entspricht die     Fig.    1. Das ge  nannte Verhältnis ist ungefähr gleich 2.

   Die  Elektronen erreichen dabei noch gerade die       Age    6 und weichen danach wieder von die  ser ab.     Bei;    noch grösser werdender Strom  stärke     bezw.    kleiner werdender     Elektronen-          geschwindigkeit    biegen sich die Kathoden  strahlen von dem Zentralstrahl zurück, be  vor sie diesen erreicht haben und wird der       Mittelpunktabstand    wieder kleiner.  



  Der Mittelpunkt R des Bündels liegt in       Fig.    1 in der Mitte des     Ablenkgebietes.    Die  Kurven 7     und    8, welche die äussersten Be-           grenzungslinien    des Kathodenstrahlenbün  dels darstellen, sind     symmetrisch    mit Bezug  auf die durch die Mitte des     Ablenkgebietes     senkrecht zum Zentralstrahl gedachte Ebene  9. Die Bündelbreite ist beim Verlassen des       Ablenkgebietes        _        gerade    so gross,     wie    beim  Eintritt in dasselbe.

   Dass die Figur nicht  genau mit den in der Wirklichkeit auf  tretenden Verhältnissen übereinstimmt, ist  auf nebensächliche Umstände, zum Beispiel  auf das Durchgreifen der elektrischen     Richt-          und    Beschleunigungsfelder in das     Ablenk-          gebiet    zurückzuführen.  



  Durch die Wirkung eines elektrischen  Feldes zwischen der Auffangelektrode 10  und dem Rande der Platten 4 und 5 oder  einer besonderen Elektrode werden die Ka  thodenstrahlen in an sich bekannter Weise  auf die Platte 10 zusammengedrängt. Die  Platten 4 und 5 können der Oberfläche des  Bündels     angeformt    werden, so dass ihr Ab  stand kleiner und dadurch die Stärke des  Querfeldes grösser gemacht werden kann.

   Die  Empfindlichkeit der Röhre wird dadurch  grösser, aber es ist darauf zu achten, dass der  Abstand der     Platten    überall so gross bleiben  muss, dass das Bündel,     wenn    es -durch ein  elektrisches Feld zwischen den     Platten    ab  gelenkt wird, sich frei bewegen kann, ohne  dass die Kathodenstrahlen die     Platten    tref  fen. Die gestrichelten Linien 11 und 12  geben eine Möglichkeit in dieser Richtung  an.  



  In dem in     Fig.    2 dargestellten Beispiel  ist das Bündel wie im Beispiel der     Fig.    1  mit Bezug auf die Mittelebene symmetrisch  gehalten, so dass auch hier die Breite des  Bündels beim Verlassen des     Ablenkgebietes     etwa ebenso gross wie beim Eintritt in das  selbe ist. Die Stromstärke ist aber kleiner       bezw.    die Elektronengeschwindigkeit grösser       und    dementsprechend der     Richtpünktabstand     grösser als im ersten Beispiel, so dass die       Empfindlichkeit    geringer ist.  



       Im    Beispiel nach     Fig.    3 ist zwar bei       gleichem        Richtpunktabstand,    wie in     Fig.    2,  die     Empfindlichkeit    noch geringer, aber es  wird     durch        ein    möglichst grosses     Verhältnis       zwischen     Mittelpunktabstand    und     Richt-          punktabstand    erreicht, dass das Bündel mög  lichst schmal wird.  



       Fig.    4 bezieht sich auf ein Beispiel, bei  dem unter Beibehaltung des möglichst gro  ssen     Verhältnisses    vom     Mittelpunktabstand     zum     Richtpunktabstand    der Mittelpunkt in  die     Auftreffstelle    verlegt     wird,    so dass es  sich erübrigt, die Kathodenstrahlen nach  dem     Verlassen    des     Ablenkgebietes    zu kon  zentrieren. Diesem Vorteil steht aber eine  geringere Empfindlichkeit als in den oben  berück     siehtigten    Fällen gegenüber.  



  Wenn man den Mittelpunkt noch weiter  nach hinten verlegt, wie zum Beispiel in       Fig.    5 dargestellt, so verschlechtern sich die  Eigenschaften der Röhre, weil dann nicht  nur die Empfindlichkeit geringer wird, son  dern ausserdem, trotz der geringeren Streu  ung, die Bündelbreite wieder grösser     wird.     Dieser Fall stellt kein Ausführungsbeispiel  vorliegender Erfindung dar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCH: Verfahren zum Betriebe einer elektri schen Entladungsröhre, bei der ein Elek tronenbündel durch ein Ablenkgebiet hin durchgeführt wird, in dem ihm eine seit liche Ablenkung erteilt wird, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Kathodenstrah len derart in das Ablenkgebiet eintreten lässt,
    dass das Bündel in unabgelenktem Zu stand einen Richtpunktabstand von min destens einem Viertel der Länge des Ablenk- gebietes besitzt und dass die Stromstärke und die Elektronengeschwindigkeit derart gewählt werden, dass der Mittelpunkt des Bündels hinter dem Richtpunkt und miu- destens auf der Längsmitte des Ablenkgebie- t:es, jedoch höchstens in der Auftreffstelle des Bündels liegt.
    UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis zwi schen dem Mittelpunktabstand und dem Richtpunktabstand des Bündels möglichst gross gemacht wird. , 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, daB .der im Ablenkgebiet liegende Teil des Elektronenbündels min destens ungefähr symmetrisch mit Bezug auf eine durch die Mitte des Ablenk- gebietes gehende, senkrecht zum Zentral strahl stehende Ebene gewählt wird.
CH185763D 1935-01-31 1935-12-20 Verfahren zum Betriebe einer Elektronenstrahlröhre. CH185763A (de)

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