Wählereinrichtung mit einem Vielfachbürstenwähler mit mechanischer Einstellung der Bfirstensätze in ihre wirksame Lage. Die Erfindung betrifft eine Wählerein richtung mit einem Vielfachbürstenwähler mit mechanischer Einstellung der Bürsten sätze in ihre wirksame Lage, bei welchem jeder Bürstensatz mehreren Leitungsgruppen zugeordnet ist.
Gemäss der Erfindung sind die einzelnen Leitungsgruppen und die Bürstensätze der art angeordnet, dass der Bürstenträger zur Einstellung auf die zweite und jede folgende Leitungsgruppe bei jedem Wahlstromstoss um mehrere Schaltschritte fortgeschaltet werden muss, um denjenigen Bürstensatz, wel cher der durch die Zahl der Wahlstromstösse bestimmten Leitungsgruppe zugeordnet ist, in die Stellung zu überführen, in welcher er r_nechanisch derart beeinflusst werden kann,
das\ -er bei der weiteren Fortschaltung des Bürstenträgers in Kontaktberührung mit den Kontakten der Leitungsgruppe tritt.
Gegenüber bekannten Wählereinrichtun gen mit Vielfaebbürstenwählern mit mecha- nischer Einstellung der Bürstensätze in ihre wirksame Lage, bei denen jeder Bürstensatz mehreren Leitungsgruppen zugeordnet ist, hat die Erfindung den Vorteil, dass ein Wäh ler so ausgebildet werden kann, dass eine besondere zusätzliche Fortschaltung des Biirstenträgers nach Auswahl des Bürsten satzes um eine grössere Anzahl von Schalt schritten nicht erforderlich ist.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele des Erfindungsgegenstandes veran schaulicht.
Fig. 1 veranschaulicht schematisch das Kontaktfeld und den Bürstenträger eines 100teiligen Wählers mit 10-dekadischen Leitungsgruppen; Fig. 2 veranschaulicht schematisch das Kontaktfeld und den Bürstenträger eines 200teiligen Wählers mit 20-dekadischen Lei tungsgruppen.
Konstruktive Einzelheiten der Wähler sind in der Zeichnung nicht dargestellt, weil diese für das Verständnis des Erfindungs gedankens nicht erforderlich sind. Es ist lediglich angenommen, dass der Bürstenträ ger zur Einstellung eines Bürstensatzes in die Lage, in welcher der Bürstensatz (Kon taktsatz) mechanisch derart beeinflusst wer den kann, dass er bei der weiteren Fortschal- tung des Bürstenträgers in Kontaktberüh rung mit den Kontakten der Leitungsgruppe tritt, unter der Einwirkung der Schwerkraft gesenkt wird,
und dass sodann der Bürsten träger zur Einstellung des mechanisch be einflussten Kontaktsatzes auf den Kontakt der gewünschten Leitung ebenfalls unter dem Einfluss der Schwerkraft gesenkt wird. Diese schrittweise Fallbewegung des Bür stenträgers wird durch einen nicht dargestell ten Sperrmagneten beherrscht, welcher stoss weise unter dem Einfluss der empfangenen Nummernstromstösse erregt werden kann und hierbei jeweils den Bürstenträger für eine begrenzte Fallbewegung von der Länge, bei spielsweise eines Schaltschrittes, freigibt.
Bei Auslösung des Wählers wird der Bür stenträger zu einer weiteren Fallbewegung freigegeben, durch die er in seine tiefste Stellung bewegt wird, aus der er sodann durch einen beliebigen Antrieb wieder in die höchste Stellung gehoben wird.
Die mechanische Beeinflussung eines Bürstensatzes zu seiner Umschaltung, so dass er bei der weiteren Fortschaltung in Kon- taktberühung mit den Kontakten der Lei tungsgruppe tritt, kann mittels eines beson deren Stossgliedes erfolgen, welches bei einer vorübergehenden Betätigung ein Umschalt glied des betreffenden Bürstensatzes derart betätigt, dass die Kontaktfedern des Bürsten satzes dem Kontaktfeld genähert werden.
In der Regel ist hierfür eine drehbare Stange vorgesehen, die parallel zu dem Bür stenträger verläuft und in den verschiedenen Höhenlagen, in denen die einzelnen Bürsten träger beeinflusst werden können, Stossfinger besitzt. Bei einer Drehung dieser Stossstange trifft ein Stossfinger nur dann auf das Um schaltglied des ihm zugeordneten Bürsten satzes, wenn der Bürstenträger soweit ge- senkt wurde, dass- sieh dieser ihm zugeordnete Bürstensatz gerade in der Umschaltestellung befindet.
Ein derartiger Wähler ist beispielsweise in dem Patent Nr. 160906 beschrieben.
In Fig. 1 der Zeichnung ist mit g das Kontaktfeld bezeichnet, welches die einzel nen dekadischen Leitungsgruppen LI-L10 trägt. Je zwei dieser dekadischen Leitungs gruppen sind zu einem Kontaktfeldstreifen vereinigt, beispielsweise die Leitungsgruppen L1 und L6 zu dem Kontaktfeldstreifen KI, die Leitungsgruppen<I>L2</I> und<I>L7 zu</I> dem Kontaktfeldstreifen K2, usf. Mit BT ist der Bürstenträger bezeichnet,
welcher 5 Bürsten sätze A-E trägt, die jeweils als schwarzes Dreieck angedeutet sind. Der Bürstenträger A dient zur Herstellung von Verbindungen zu den Leitungen der Leitungsgruppen L1 und L6 des Kontaktfeldstreifens K1. Ent sprechend dient der Bürstensatz B zur Her stellung von Verbindungen zu den Leitungen der Leitungsgruppen <I>L2</I> und<I>L7</I> des Kon- taktfeldstreifens K2 usw.
Die Linien a1 und a2 bezeichnen die Stellungen, in welche der Bürstensatz A durch die Betätigung des nicht dargestellten Stossgliedes mechanisch beeinflusst werden kann. Ebenso bezeichnen die Linien b1 und<I>b2</I> die entsprechenden Stellungen für den Bürstensatz B usw.
In der Zeichnung sind die Entfernungen eingetragen, in denen sich in der Ruhelage des Bürstenträgers BT die einzelnen. Bürsten sätze A=E von den ihnen zugeordneten Stellungen a1, a2-el, e2, in denen sie mecha nisch beeinflusst werden können, befinden.
Diese Stellungen a1, a2-el, e2 befindensich jeweils in der Entfernung eines Schaltschrit tes von dem ersten Kontakt der zugeordneten Leitungsgruppe LI, L6-L5, <I>L10,</I> so dass jeder Bürstensatz nach seiner Beeinflussung bereits durch den nächsten Schaltschritt des Bürstenträgers auf den ersten Kontakt der ihm zugeordneten Leitungsgruppe zu stehen kommt.
r bezeichnet den Abstand, den der Bür stensatz A in der Ruhelage des Bürsten- trägers BT von der Stellung a1 hat. x be- zeichnet die Grösse eines Schaltschrittes und damit zugleich auch den Abstand der ein zelnen Kontakte einer Leitungsgruppe von einander. Der Abstand r kann gleich der Grösse x eines Sehaltschrittes sein, er kann auch eine andere Grösse besitzen. In der schematischen Darstellung der Fig. 1 ist an genommen, dass der Abstand r die Grösse eines Schaltschrittes x besitzt.
Durch den ersten Nummernstromstoss einer Stromstossreihe, welcher zur Auswahl einer der dekadischen Leitungsgruppen aus gesandt wird, wird der Bürstenträger BT um den Abstand r gesenkt. Enthält diese Stromstossreihe nur diesen einzigen Strom stoss, dann befindet sich am Ende dieser Stromstossreihe der Bürstensatz A in der Stellung ctl, während kein einziger der an dern Bürstensätze B-E sich in einer der Stellungen b-e befindet, in der er mecha nisch beeinflusst werden kann.
Wird hier auf das nicht dargestellte Stossglied vorüber gehend betätigt, dann wird nur der der Stellung a1 zugeordnete Stossfinger gerade auf das Umschalteglied des Bürstenträgers A treffen, so dass dieser Bürstensatz mecha nisch beeinflusst wird. Durch die Strom stösse der zweiten Stromstossreihe, welche zur Einstellung des beeinflussten, das heisst um geschalteten Bürstensatzes A auf einen der Kontakte der Leitungsgruppe L1 dient, wird der Bürstenträger jeweils um einen Schalt- schritt x gesenkt.
Soll eine Verbindung mit der Leitungs gruppe L4 hergestellt werden, dann enthält die erste Stromstossreihe, die auf den Bür stenträger des Wählers wirksam wird, vier Stromstösse. Durch den ersten Stromstoss wird der Bürstenträger wieder um den Ab stand r gesenkt.
Durch den zweiten und jeden folgenden Stromstoss dieser Stromstoss reihe wird der Bürstenträger nunmehr nicht um den Abstand x eines Schaltschrittes, son- dern um die Strecke 2x zweier Schalt schritte gesenkt werden. -Am Ende des vier ten Stromstosses ist somit der Bürstenträger RT um die Strecke<I>6x</I> -I- <I>r</I> gesenkt worden, das heisst der Bürstensatz D befindet sich in der Stellung dl, in. der er mechanisch beeinflusst werden kann.
Soll eine Verbindung mit einer Leitung der Leitungsgruppe L6 hergestellt werden, dann enthält die erste Stromstossreihe 6 Stromstösse. Da der zweite und jeder fol gende Stromstoss dieser Stromstossreihe eine Fortschaltung des Bürstenträgers jeweils. um zwei Schaltschritte 2x bewirkt, ist der Bürstenträger am Ende des 6. Stromstosses um die Wegstrecke r -i-- 10x aus der Ruhe lage verschoben.
Hierbei befindet sich der Bürstensatz<I>A</I> in der Stellung<I>a2,</I> in der er ebenso wie in der Stellung a1 durch mecha nische Beeinflussung umgeschaltet werden kann. In dieser Stellung ist der Bürstensatz A einen Schaltschritt von dem ersten Kon takt der Leitungsgruppe L6 entfernt, so dass durch die Stromstösse der zweiten Strom stossreihe, durch welche der Bürstenträger BT jeweils nur um einen .Schaltschritt x gesenkt wird, der Bürstensatz A auf jeden Kontakt der Leitungsgruppe L6 eingestellt werden kann.
In der gleichen Weise wird bei Aussen dung von 10 Stromstössen in der ersten Stromstossreihe der Bürstenträger um die Wegstrecke 18x -I- r fortbewegt, so dass der Bürstensatz E sich in der Stellung e2 befin det, in der er mechanisch beeinflusst werden kann.
Durch die Fortschaltung des Bürstenträ gers DT jeweils um zwei Schaltschritte <I>2x</I> bei den Stromstössen der ersten Stromstoss- reihe, welche zur Auswahl des Bürstensatzes und der Leitungsgruppe dient, wird somit erreicht, dass die einzelnen Bürstensätze A, <I>B, C, D,</I> E unmittelbar sowohl in die Stel lungen fortgeschaltet werden, in denen sie derart beeinflusst werden können,
dass sie bei der weiteren Fortschaltung in Kontaktbe rührung mit den Kontakten. der ersten Zei tungsgruppe L1, <I>L2, L3, L4, L5</I> des ihnen zugeordneten Kontaktstreifens K1, K2, K3, K4, K5 treten, als auch in die Stellungen, in denen sie derart beeinflusst werden kön nen, dass sie bei der weiteren Fortschaltung in Kontaktberührung mit .den Kontakten der zweiten Leitungsgruppe L6,<I>L7, L8, L9,
L10</I> des ihnen zugeordneten Kontaktstreifens tre ten. Es bedarf somit keiner selbsttätigen zu sätzlichen Fortschaltung des Bürstenträgers BT zwischen dem Einwirken der Stromstoss reihe für die Bürstenwahl und der Strom stossreihe für die Leitungswahl, wie dies bei den bekannten Wählern der Fall ist.
Die Fortschaltung des Bürstenträgers jeweils um zwei Schaltschritte 2x beim Ein langen eines Stromstosses kann in einfacher Weise dadurch erreicht werden, dass mit dem Bürstenträger eine Kontaktsteuereinrichtung verbunden ist, welche in der 2., 4., 6., 8., 10., 12., 14., 16., 18.
Stellung des Bürsten trägers, das heisst in Stellungen, in denen der Bürstenträger um den Abstand 2x, <I>4x,</I> <I>6x, 8x,</I> 10x, 12x, 14x, 16x, 18x von der Ruhelage entfernt ist, ein Stromkreis für den Entsperrmagneten geschlossen wird, durch den dieser erregt wird und den Bür stenträger für die Bewegung eines Schalt schrittes x freigibt.
Nimmt hierbei beispiels weise der Bürstenträger nach der Einwir- kung von zwei Stromstössen in der ersten Stromstossreihe die Stellung ein, in der er um 2x Schaltschritte von der Ruhelage ent fernt ist, dann wird durch die zusätzliche Erregung des Entsperrmagnetes der Bürsten träger selbsttätig um einen Schaltschritt x fortgeschaltet, so dass er sich niznmphr in dem Abstand 3x von der Ruhelage befindet, der dem in der Zeichnung veranschaulichten Abstand<I>2x</I> + <I>r</I> entspricht.
Dieser über die Kontaktvorrichtungen des Bürstenträgers ge schlossene Stromkreis muss: naturgemäss nach dem Einwirken der Stromstösse der ersten Stromstossreihe aufgehoben werden, da durch die Stromstösse der zweiten Stromstossreihe der Bürstenträger jeweils um einen einzigen Schaltschritt fortgeschaltet werden soll.
Die Fortschaltung des Bürstenträgers um jeweils zwei Schaltschritte 2x bei den ein zelnen Stromstössen der ersten Stromstossreihe kann auch durch an sich bekannte impuls verdoppelnde Schaltmittel bewirkt werden, beispielsweise indem der Entsperrmagnet des Bürstenträgers so angeordnet ist, dass er sowohl in den Lade- als auch in den Ent ladestromkreis eines Kondensators gelegt werden kann.
Die Umschaltung dieser Strom kreise wird von den Impulsübertragungs- relais gesteuert, so dass der Entsperrmagnet beispielsweise zu Beginn eines Stromstosses im Ladestromkreis des Kondensators kurz zeitig erregt wird und den Bürstenträger für die Bewegung um einen Schaltschritt x frei gibt und am Ende des Stromstosses im Eut- ladestromkreis des Kondensators kurzzeitig erregt wird und den Bürstenträger erneut um die Bewegung eines Schaltschrittes x freigibt.
Auch diese impulsverdoppelnden Schaltmittel müssen nach dem Einwirkender Stromstösse der ersten Stromstossreihe uu- wirksam gemacht werden, um die Fortschal- tung des Bürstenträgers durch die Strom stösse der zweiten Stromstossreihe um jeweils einen einzigen Schaltschritt zu ermöglichen.
In Fig. 2 sind schematisch die Verhält nisse eines Wählers mit 10 Bürstensätzen A-M und 20 dekadische Leitungsgruppen Ll-L20 dargestellt.
In dem Kontaktfeld K sind 10 Kontaktfeldstreifen K1-g10 vorgesehen, von denen jeder die Kontakte zweier dekadischer Leitungsgruppen ent hält. In den Kontaktfeldstreifen g1, g3, K5, g7 und K9 sind .die 1,0 dekadischen Leitungsgruppen Ll-L10 einer 100-Gruppe von Leitungen in der gleichen Weise ange ordnet, wie dies beim Wähler nach der Fig. 1 der Fall gewesen ist.
Die Kontakt gruppen dieser Leitungsgruppen Ll-L10 bilden eine Grossgruppe. Dieser Grossgruppe und den zugehörigen Kontaktfeldstreifen K1, K3, K5, g7, K9 sind auf dem Bürstenträger die Bürstensätze<I>A, B, C, D,</I> E zugeordnet.
Die Abstände dieser Bürstensätze <I>A, B, C,</I> <I>D,</I> E von den Stellungen cl, b1, <I>cl, dl,</I> e1, in denen sie mechanisch derart beeinflusst werden, dass sie bei Weiterschaltung in Kon taktberührung mit den Kontakten der Lei tungsgruppen L1, <I>L2,</I> L3 L4, L5 treten und die Abstände der Bürstensätze A-E von den Stellungen a2-e2, in denen:
sie mecha nisch derart beeinflusst werden, dass sie bei Weiterschaltung in Kontaktberührung mit den Kontakten der Leitungsgruppen L6 -L10 treten, sind die gleichen wie beim Wähler nach der Fig. 1.
Die zusätzlichen Bürstensätze F,<I>G, H,</I> J, M, welche für die Leitungsgruppen Lll-L20 einer zweiten Grossgruppe von 100 Leitungen vorgesehen sind, sind zwi schen den Bürstensätzen<I>A, B, C,</I> D, E des Bürstenträgers angeordnet, so .dass auf dem Bürstenträger die Bürstensätze für die erste und die zweite 100er Gruppe von Leitungen abwechseln.
Ebenso wechseln in dem Kon taktfeld K die Kontaktfeldstreifen <I>KI,</I> K3, K5, K7, K9 für die erste 100er Gruppe von Leitungen mit den Kontaktfeldstreifen K2, <I>K4, K6,</I> K8, K10 für die zweite Grossgruppe von 100 Leitungen ab.
Die Abstände der Bür stensätze F,<I>G, H, J,</I> M von den ihnen zu geordneten Stellungen<I>f l ,</I> f2-ml, <I>m2,</I> in denen sie mechanisch derart beeinflusst wer den können, dass sie bei der weiteren Fort schaltung in Kontaktberührung mit den Kontakten der ihnen zugeordneten Leitungs gruppen L11, L16-L15, L20 wirksam sind, sind jeweils um einen Schaltschritt x grösser als die entsprechenden Abstände der Bür stensätze<I>A, B, C, D,</I> E von den ihnen zu geordneten Stellungen<I>a1,</I> a2-el,
e2. Der Bürstenträger BT wird somit zur Auswahl einer der Bürstensätze A-E in genau der gleichen Weise fortgeschaltet, wie dies an lässlich der Anordnung der Fig. 1 beschrie ben ist, während er zur Auswahl einer der Bürstensätze F-M lediglich zusätzlich noch um einen einzigen Schaltschritt fortbewegt werden muss.
Dieser zusätzliche Schaltschritt gibt somit die Unterscheidung, ob eine Verbin dung zu der ersten oder zu der zweiten 100er Gruppe von Leitungen hergestellt werden soll. Dieser zusätzliche Schaltschritt kann bei Belegung des Wählers also vor Einwir- ktng der Stromstösse der ersten Stromstoss- reihe, ausgeübt werden.
Er kann auch nach Einwirken der Stromstösse der ersten Strom- stossTeihe, jedoch vor der Betätigung des Stossgliedes; welches die Bürstensätze mecha- nisch beeinflusst, ausgeführt werden. Der für den zusätzlichen Schaltschritt erforder liche zusätzliche Stromstoss kann vor oder unmittelbar nach der ersten Stromstossreihe gegeben werden.
Es sei angenommen, dass der zur Unter scheidung der 100er Gruppe von Leitungen erforderliche zusätzliche Stromstoss bereits bei Belegung des Wählers abgegeben wird. Wird der Wähler belegt und unterbleibt der Stromstoss, dann bedeutet dies, dass durch die erste Stromstossreihe einer der Bürstensätze A-E in die Stellungen a1, a2 bezw. e1, e2 zwecks Herstellung einer Verbindung mit einer der Leitungsgruppen;
Ll-L10 der ersten 100er Gruppe in der gleichen Weise gebracht wird wie dies anlässlich in Verbin dung mit dem Wähler nach der Fig. 1 be schrieben worden ist. Wird hingegen bei Belegung ein beson derer Stromstoss gesandt, dann wird der Bürstenträger BT um den Schaltschritt lx gesenkt, so dass nunmehr der Bürstensatz F in der Entfernung r von der Stellung f1 steht.
Die Abstände der Bürstensätze F, G, <I>H, J, M</I> von den ihnen zugeordneten Stel lungen<B><I>f l,</I></B><I> f</I> 2--inl, <I>m2</I> sind jetzt die glei chen wie die Abstände, die die Bürstensätze A-E in der Ruhelage des Bürstenträgers BT von den ihnen zugeordneten Stellungen a1, a2-el, e2 einnehmen. Durch die Strom stösse der jetzt einwirkenden ersten Strom stossreihe wird daher einer der Bürstensätze F-M in genau der gleichen Weise ausge wählt,
wie dies für die Bürstensätze A-E beim Wählen durch den Wähler nach der Fig. 1 beschrieben worden ist.
Auch bei der Verwendung von 10 Bür stensätzen und einem Kontaktfeld, welches zwei 100er Gruppen von Leitungen aufzu nehmen vermag, kann somit erreicht wer den, dass unmittelbar durch die einlangenden Stromstösse jeder Bürstensatz in die Stel lung überführt wird, in der er mechanisch derart beeinflusst werden kann, dass er bei der weiteren Fortschaltung in Kontaktbe rührung mit den Kontakten der gewünschten Leitungsgruppen tritt, ohne dass eine selbst tätige Weiterschaltung des Bürstenträgers um eine bestimmte Wegstrecke erforderlich ist.
Für die Auswahl der beiden 100er Gruppen von Leitungen bezw. der beiden Gruppen von je 5 Bürstensätzen des Bür stenträgers ist zum Beispel, wie in Verbin dung mit :dem Wähler nach Fig. 2 dargelegt, lediglich ein zusätzlicher Stromstoss erforder lich, der die Verstellung des Bürstenträgers um einen Schaltschritt bewirkt und der vor oder unmittelbar anschliessend an die Strom stösse der ersten @Stromstossreihe gegeben wer den kann.
Es lassen sich auch Wähleranordnungen angeben, in denen mehr als zwei Grossgrup pen von je 100. Leitungen angeschlossen wer den können. Bei Wählern für<B>300</B> An schlüsse können zum Beispiel sinngemäss zur Ausführung der Wähler nach den Fig. 1 und 2 dreimal fünf Bürstensätze vorgesehen wer den, nur muss die Fortschaltung des Bürsten trägers bei den Wahlstromstössen zur Aus wahl der Leitungsgruppe jetzt um jeweils mehr als zwei Schaltschritte erfolgen, um Vieldeutigkeiten zu vermeiden.
Das gleiche gilt für Wähler mit 400 oder 500 Anschlüs sen. Ebenso kann auch jeder Bürstensatz für mehr als zwei Leitungsgruppen, beispiels weise für drei oder vier Leitungsgruppen vorgesehen sein. Ein derart gebauter Wäh ler für 400 Anschlüsse könnte mit 10 Bür stensätzen ausgerüstet werden, wobei die Fortschaltung jeweils um 4 Schaltschritte erfolgt und die Auswahl der Grossgruppe durch die Fortschaltung um eine entspre chende Anzahl Schaltschritte bewirkt wird.