CH186135A - Selbsttätige Kupplung, insbesondere Mittelpufferkupplung an Eisenbahnfahrzeugen. - Google Patents

Selbsttätige Kupplung, insbesondere Mittelpufferkupplung an Eisenbahnfahrzeugen.

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CH186135A
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Aktiengesellschaft Fried Krupp
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Krupp Ag
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  Selbsttätige Kupplung, insbesondere     Mittelput%rkupplung    an Eisenbahnfahrzeugen.    Die Erfindung bezieht sich auf     eine     selbsttätige Kupplung, insbesondere     Mittel-          pufferkupplung    an Eisenbahnfahrzeugen, .die  in jedem     Kuppelkopf    ein bewegliches Sperr  glied und eine mit diesem verbundene Löse  vorrichtung besitzt, welche beide unter der  Wirkung einer Feder stehen und in drei  Stellungen, der     Kupplungsstellung,    der     kup-          pelbereiten        Lösestellung    und der Pufferstel  lung, einstellbar sind.  



  Die Erfindung bezweckt, Sperrglied und       Lösevorrichtung    in eine solche gegenseitige       Beziehung    zueinander zu bringen, dass die  Feder das Sperrglied nach dem     Auseinander-          gleiten    der     Kuppelköpfe    aus der     kuppel-          bereiten    Lösestellung mit Sicherheit     in    die  Kupplungsstellung bringt und bei Stössen in  der Pufferstellung mit Sicherheit verhindert,  dass das Sperrglied in die Kupplungsstellung  gelangt.  



  Die Erfindung löst     diese    Aufgabe da  durch, dass die Feder die     Lösevorrichtung    bei  der     kuppelbereiten        Lösestellung    in einem    solchen Sinn     beeinflusst,    dass das Sperrglied  nach dem     Auseinandergleiten    der Kuppel  köpfe selbsttätig in     die    Kupplungsstellung  gebracht wird,     dass    hingegen die Feder bei  der Pufferstellung im entgegengesetzten  Sinne auf die     Lösevorrichtung    einwirkt, zum  Zwecke, das Sperrglied     in    der Pufferstellung  sicher festzuhalten.  



  Die Zeichnung     zeigt    ein     Au.sfüUrungs-          beispiel    des     Gegenstandes    der     Erfindung    im  Schnitt in der waagrechten     Mittelebene    in  drei verschiedenen Stellungen.

   Von den bei  den gleichen, die Kupplung     bildenden    Köp  fen ist auf der     Zeichnung        nur    einer dar  gestellt.     Fig.    1     zeigt    den     Kuppelkopf    in der       Kuppelstellung,        Fig.    _ 2.

   in     kuppelbereiter     Lösestellung (aus der die     Kupplungsteile    in  die     kuppelbereite    Stellung zurückspringen,  sobald die Köpfe     auseinan#    er .gezogen sind),  und     Fig.    3 in der Puffers' - Jung (bei der ein  Kuppeln verhindert     ist).     



  Die Kupplung weist eine     feste    Klaue 1       und        hinter    der Klane 1 eine     Aussparung    2      für den Eingriff der Klaue des nicht dar  gestellten Gegenkopfes auf.     In    der Klaue 1  ist eine Sperrklinke 3 drehbar gelagert, die  sich durch eine Aussparung 4 des Gegen  kopfes gegen einen Anschlag 5 dieses     Kopfes     zu legen vermag und mit ,der eine Feder  führung 6 gelenkig verbunden ist.

   Auf der  Federführung 6 ist eine Druckfeder 7 ge  lagert, welche sich mit ihrem hintern Ende  gegen die Wandung des     Kuppelkopfes    und  mit ihrem vordern Ende gegen einen mit der  Federführung 6     gelenkig        verbundenen    Hebel  8 stützt. Das freie Ende dieses Hebels 8 ver  mag unter dem Druck der Feder 7 an einem  fest mit dem Lösehebel 9 verbundenen     Nok-          lcen    10 anzuliegen     (Fig.    2 und .3), während  ein Teil des Federdruckes durch das Gelenk  11. des Hebels 8 auf die Federführung 6 über  tragen wird.

   Mit dem Lösehebel 9, der dreh  bar im     Kuppelkopf    gelagert ist, ist ferner  ein Daumen 12 fest verbunden, der bei einer  Drehung des Hebels 9 mit einem Ansatz 13  der Sperrklinke 3 in Eingriff zu kommen  und so die Sperrklinke 3 zu drehen     vermag.     Der Ansatz 13 ist mit einer     Rast    14 und  einer Anschlagfläche 15 versehen.  



       Beim    Kuppeln von zwei derartigen Köp  fen greifen die Klauen 1 hintereinander, wo  bei die Sperrklinken 3 zunächst gegen den  Druck der Federn 7 in den eigenen Kopf  hineingedrückt werden. Sobald die Klauen 1  vollständig     ineinander    geglitten sind, sprin  gen die Sperrklinken 3 unter .dem Druck der  Federn 7 in die     Aussparung    4 .des Gegen  kopfes hinein und legen sich hier gegen den  Anschlag 5,     wodurch    sie das Auseinander  gleiten der Köpfe verhindern;     Kupplungs-          stellung,        Fig.    1.  



  Zum Lösen der Köpfe wird der Hebel  9 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht. Dabei  drückt der     Daumen    12 den Ansatz 13 der  Sperrklinke 3 in den     Kuppelkopf    hinein     und     zieht diese somit aus der     Ausnehmung    4 des  Gegenkopfes heraus     (Fig.    2).     Sobald    diese  Stellung erreicht ist, kommt der Daumen 12  mit der Rast 14 des Ansatzes 13 der Sperr  klinke 3 in Eingriff. Lässt man nun den       Hebel    9 los, so bleiben     Sperrklinke    3, Dau-         men    12 und Lösehebel 9 in' dieser Lage  stehen.

   Der Nocken 10 des Lösehebels 9 ist  inzwischen mit dem freien Ende des Hebels  8 in Eingriff gekommen, der infolge des  Druckes der Feder 7 den Lösehebel 9 im  Uhrzeigersinn zu drehen     .sucht.    Solange je  doch der     Daumen    12 in der Rast 14 liegt und  die Sperrklinke 3 ihre Lage beibehält,     wird     der Lösehebel 9 an einer solchen Drehung  gehindert. Nun ragt aber die Sperrklinke 3  in dieser Stellung     (Fig.    2) mit     ihrem    vordern  Teile noch in die Aussparung 4 des Gegen  kopfes hinein.

   Beim     Auseinandergleiten    der  Köpfe, das durch dieses vordere Teil der  Sperrklinke nicht gehindert wird, wird diese  infolgedessen etwas in den     eigenen'    Kopf  hineingedrückt. Dadurch     wird    der Daumen  12 von der Rast 14 frei, so dass jetzt der  Lösehebel 9 durch den     Druck    des freien  Endes des Hebels 8 im Uhrzeigersinn ge  dreht werden kann. Der Daumen 12 verlässt  also die Rast 14, so     .dass    die Sperrteile 3, 6,  7, 8 nach dem     Auseinandergleiten    der Köpfe  wieder in die     Kuppelstellung        nach        Fig.    1 zu  rückkehren.  



  Dreht man den Lösehebel 9     bis        in    die       Pufferstellung,        Fig.    3, so ist die     Sperrklinke     3     ,sofort    ,ganz aus dem Gegenkopf heraus  gezogen. Der Daumen 12 legt sich nunmehr  gegen die Anschlagfläche     15,des    Ansatzes 13  der Sperrklinke 3 und hält diese so - in       sicherer    Weise fest.

   Dabei ist der Nocken  10 soweit gedreht worden,     dass    das freie  Ende des Hebels 8 mit der andern Flanke  des Nockens 10 in     Eingriff    kommt, so dass  es nunmehr den Lösehebel 9 entgegen dem  Uhrzeigersinn zu     drehen,    den Hebel 9 also in  der Pufferstellung,     Fig.    3, festzuhalten  sucht.     Hierdurch    wird erreicht, dass der Hebel  9 auch bei starken     Erschütterungen    der  Kupplung die Pufferstellung beibehält. Es  ist demnach gelungen, mit Hilfe der Feder 7  nicht nur die Sperrklinke 3, sondern auch die  erforderlichen Bewegungen des am Kuppel  kopf drehbar gelagerten Lösehebels 9 zu  steuern.  



  Mit der Sperrklinke 3 ist ein     doppelhebel-          artiges    Glied 16 fest     verbunden,    welches mit      einem diesem gleichen, an der Sperrklinke des  Gegenkopfes in gleicher Weise befestigten  Glied zusammenarbeitet. Diese Glieder be  wirken infolge ihrer Formgebung, dass die  Sperrklinke 3 des einen Kopfes in bezug auf  diesen die gleiche Stellung einnimmt wie die  Sperrklinke des Gegenkopfes in bezug auf  den Gegenkopf.  



  Die erläuterte Anordnung ist gleich gut  anwendbar für Kupplungen, die sich von der  dargestellten und beschriebenen Kupplung  nur dadurch unterscheiden, dass die Klaue an  dem     Küppelkopf    schwenkbar     befestigt    ist  und dass das Sperrglied in der Kupplungs  stellung hinter die schwenkbare Klaue des  Gegenkopfes greift.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Selbsttätige Kupplung, insbesondere Mit telpufferkupplung an Eisenbahnfahrzeugen, die in jedem Kuppelkopf ein bewegliches Sperrglied und eine mit diesem verbundene Lösevorrichtung besitzt, welche beide unter Federwirkung stehen und in drei Stellungen, der Kupplungsstellung, der kuppelbereiten Lösestellung und der Pufferstellung, einstell bar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (7) die Lösevorrichtung (9, 10, 12) bei der kuppelbereiten Lösestellung (Fig. 2) in einem solchen Sinne beeinflusst,
    dass das Sperrglied (3) nach dem Auseinander,-leiten der Kuppelköpfe selbsttätig in die Kupp lungsstellung (Fig. 1) gebracht wird, .dass hingegen die Feder (7) bei der Pufferstellung (Fig. 3) im entgegengesetzten Sinne auf die Lösevorrichtung einwirkt, zum Zwecke, das Sperrglied in der Pufferstellung sicher fest zuhalten.
    LTN TERAN SPRüCHE 1- Kupplung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das als drehbare Sperrklinke (3) ausgebildete Sperrglied mit einer Federführung (6) versehen ist, auf der ein bewegliches, unter der Wir kung der Feder (7) stehendes Zwischen glied (8) gelagert ist, dessen eines Ende sich gegen die Federführung (6) und des- sen anderes Ende sich gegen die drehbar im Kuppelkopf gelagerte Lösevorrichtung stützt.
    \?. Kupplung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Lösehebel (9) der Lösevor richtung ein Nocken (10) fest verbunden ist, der bei Bewegungen des Lösehebels (9) aus der Kupplungsstellung (Fig. 1) gegen das freie Ende des an der Feder führung (6) sitzenden Zwischenhebels<B>(8)</B> treffen kann.
    a. Kupplung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass der Nocken (10) zwei Flan ken hat, die bestimmt sind, mit dem Zwi schenhebel (8) zusammenzuarbeiten, und zwar so, dass ein Druck dieses Zwischen hebels auf die eine der beiden Flanken eine Drehung des Lösehebels (9) im Uhr zeigersinne, auf die andere dagegen im entgegengesetzten Sinne hervorzubringen sucht. 4.
    Kupplung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch .gekenn zeichnet, dass bei einer Drehung des Löse hebels (9) aus der Kupplungsstellung (Fig. 1) diejenige Flanke des Nockens (10) mit dem Zwischenhebel (8) in Ein griff kommt, bei welcher sich der Löse hebel (9) unter einem Druck auf diese Flanke im Uhrzeigersinne, also entgegen seiner Schwenkung, in die Ausgangslage (Fig. 1) zu drehen sucht. 5.
    Kupplung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass bei voll ausgeschwenktem Lösehebel (9) (Pufferstellung, Fig. 3), der Zwischenhebel (8) auf diejenige Flanke des Nockens (10) einwirkt, bei welcher sich der Lösehebel (9) unter einem Drucke auf diese Flanke entgegen dem Uhrzeiger sinne. also im Sinne des Ausschwenkens, weiter zu drehen sucht. 6.
    Kupplung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass mit dem Lösehebel (9) ein Daumen (12) fest verbunden ist, der heim Schwenken des Lösehebels (9) aus der Kupplungsstellung (Fig. 1) die Sperr klinke (3) aus ihrer Sperrstellung dreht. 7. Kupplung naclx Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, dass die Sperrklinke (3) mit einem Ansatz (13) versehen ist, der eine Rast (14) und eine Anschlagfläche (15) für den am Lösehebel (9) sitzenden Dau men (12) aufweist.
CH186135D 1934-10-26 1935-10-14 Selbsttätige Kupplung, insbesondere Mittelpufferkupplung an Eisenbahnfahrzeugen. CH186135A (de)

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