CH186294A - Verfahren zur Herstellung einer lichtempfindlichen Schicht. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer lichtempfindlichen Schicht.

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CH186294A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)
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Description


  Verfahren zur     Herstellnng    einer     lichtempfindlichen    Schicht.    Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Herstellung einer licht  empfindlichen Schicht. Dasselbe ist dadurch  gekennzeichnet, dass ein Träger mit einer       Diazoniumverbindung    und einem     Mercuro-          salz    versehen     wird.     



  Es hat sich gezeigt, dass die Verwendung  eines     Mercurosalzes    statt     eines    Silbersalzes,  zusammen mit einer     Diazoniumverbindung,     zu viel besseren Kontrasten führt.  



  Wahrscheinlich beruht die Bildformung  auf einer Reduktion des     Mercurosalzes    durch  das     Lichtzersetzungsprodukt    der     Diazonium-          verbindung    unter Bildung von metallischem  Quecksilber. Es sei aber bemerkt, dass die       Anmelderin    sich in dieser Beziehung nicht  an eine bestimmte wissenschaftliche Erklä  rung der Erfindung binden möchte.  



  Die Bildfixierung kann     einfach    durch  Auswaschen mit Wasser erfolgen. Im Ge  gensatz zu andern bekannten Verfahren, bei  denen Silbernitrat Anwendung findet, kann  bei Verwendung einer mit einer Diazonium-         verbindung    und einem     Mercurosalz        versehe-          nen    Schicht     unmittelbar    nach der Belichtung  in Wasser gespült werden, wobei     keine    für  die Bildformung -erforderlichen Bestandteile  weggespült werden und also     keine    ver  ringerte Bildformung eintritt.  



  Zur Erreichung scharfer und kontrast  voller Bilder ist es vorteilhaft, die letzt  genannte Schicht nach der Belichtung in  eine vom Licht abgeschlossene Umgebung  mit hohem Wasserdampfgehalt zu bringen  und dann erst nach einiger Zeit auszu  waschen.  



  Je mehr Feuchtigkeit diese Schicht be  reits     während    der Belichtung enthält, desto  besser ist das Bild gleich nach der Belich  tung sichtbar. Wird eine solche sehr     wenig     Feuchtigkeit enthaltende Schicht nach der       Belichtung        in    einer sehr     trockenen,    vom  Licht     abgeschlossenen        Umgebung    aufbe  wahrt, so tritt praktisch keine Bildformung  ein.' Wenn diese lichtempfindliche Schicht  den Feuchtigkeitsgehalt besitzt, den man im      allgemeinen durch     Trocknen    an der Luft  erhält,

   so ist häufig     unmittelbar    nach der       Belichtung    einige     Bildformung    sichtbar. Die       Geschwindigkeit    der Bildformung nach der  Belichtung     kann    sowohl durch     Anwendung          eines    hohen Feuchtigkeitsgehaltes, als auch  durch Heizung erheblich     gesteigert    werden.  Dies kann durch Baden in warmem Wasser  oder durch Behandlung mit warmem Wasser  dampf oder Dampf erfolgen.  



  Im allgemeinen ist die Bildfarbe von der       Belichtungszeit    und auch von der Menge       Mercurosalz        abhängig.     



       Gegenüber    den     nützlichen    Eigenschaften  des vorgenannten lichtempfindlichen Mate  rials steht der Nachteil, dass bei manchen  Trägerstoffen, z. B. Papier und     Leinwand,     das erzeugte Bild auf die Dauer     wieder    ver  schwindet.

   Wahrscheinlich ist dies auf     Oxy-          dation    zu     Mercuro-    und schliesslich zu     Mer-          curiverbindimgen        zurückzuführen.    Dieser       Nachteil    kann aber auf einfache Weise     durch     Verwendung eines Salzes eines in der Span  nungsreihe über Quecksilber -stehenden     Me-          talles,    z. B. Silber, Gold oder Platin; in Kom  bination mit dem     Mercurosalz        beseitigt    wer  den.  



  Es ist sehr     bemerkenswert,    dass das durch  Verwendung     eines    Silbersalzes     zusammen     mit einem     Mercurosalz    und einer     Diazonium-          verbindung    erzeugte Bild viel schärfer und  kontrastreicher als das Silberbild ist, das mit  einer     Diazoniumverbindung,    aber     ohne        Mer-          curosalz,    erhalten wird.  



  Deshalb wird der bereits früher erwähnte  Vorteil     einer    viel besseren     Kontrastbildung     durch Verwendung von     Mercurosalz    statt  Silbersalz zusammen     mit        einer        Diazonium-          verbindung,    gleichfalls bei     Anwendung    der       Kombination:

          Diazoniumverbindung,        Mer-          curösalz    und     Silbersalz    erhalten, wobei ausser  dem der Nachteil des     Verschwindens    des Bil  des beseitigt     wird.    Ferner ist die schwarz  braune Farbe der     mit        Diazoniumverbindung,          Mercurosalz    und     Silbersalzen    erhaltenen Bil  der schöner als der     gelbbraune    Farbton der  mit -einer     Diazoniumverbindung    und Silber  salz allein     erhaltenen    Bilder.

      Als Beispiel eines     andern    Salzes eines       Metalles,    das höher als     Quecksilber    in der       Spannungsreihe    steht, sei Geld     erwähnt.     



  Ferner hat es sich erwiesen, dass die     Ge-          sclhwindigkeit    der Bildformung bei     mit    einer       Diazoniumverbindung    und     einem        Mercuro-          salz    versehenen Schichten     viel    grösser ist als  bei     mit    einer     Diazoniümverbindung    und       einem    Silbersalz ohne     Mercurosalz        versehe-          nen    Schichten.

      Gemäss einer besonderen Ausführungs  form des Verfahrens kann dies durch An  wendung einer     Diazoniumverbindung,    eines       Mercurosalzes    und eines Silbersalzes zur Her  stellung der lichtempfindlichen Schicht- aus  genützt werden.  



  Mit einer derart     zusammengesetzten    licht  empfindlichen Schicht erhält man ein schönes  und sehr stabiles Bild. Ausserdem zeigte es  sich, dass die Haltbarkeit dieser lichtempfind  lichen Schicht beim Aufbewahren vor der  Verwendung gleichzeitig erheblich zugenom  men hat.  



  Sehr stabile Bilder können auch ohne  Verwendung von Silbernitrat erhalten wer  den,     wenn    man die     Diazoniumverbindung     und das     Mercurosalz    in regenerierte Zellu  lose     einführt.    Vorzügliche Ergebnisse kön  nen mit oberflächlich verseifter     Acetylzellu-          lose    als Träger erreicht werden.

   Das mit       Hilfe        einer    auf diese Weise     lichtempfindlich     gemachten oberflächlich verseiften     Acetr1-          zellulose    erhaltene Bild eignet sich vorzüg  lich als Kopiervorlage zur Herstellung von  Abdrücken auf     sogenanntem    Lichtpauspapier.       Man    hat festgestellt, dass auf diesem Wege       positive    Bilder mit     photographischen    Halb  tönen vorzüglich auf dem     genannten    Licht  pauspapier     wiedergegeben    werden können.  



  Wenn man das lichtempfindliche .System  auf     einen        durchsichtigen    Träger, z. B. regene  rierte Zellulose, wie die     vorgenannte    ober  flächlich verseifte     Acetylzellulose,    aufbringt,  so erweist sich dasselbe sehr geeignet zur An  wendung bei der     sogenannten    Reflexphoto  graphie.

   Es können nämlich mit dem derart  erhaltenen durchsichtigen     lichtempfindlichen         Material auf diese Weise besonders schöne  und scharfe Bilder erhalten werden,     wobei     man das lichtempfindliche Material mit der  lichtempfindlichen Seite auf dem zu reprodu  zierenden Original anordnet und durch das       durchsichtige    lichtempfindliche Material hin  durch belichtet, so dass das durch das Ori  ginal reflektierte Licht die Bildformung her  beiführt.  



  Das     Verfahren    nach der Erfindung zur  Herstellung einer lichtempfindlichen Schicht  wird anhand einiger Beispiele näher erläutert.    <I>Beispiel 1:</I>    Papier wird mit einer     zweiprozentigen     Lösung von     Mercuronitrat    in Wasser ge  tränkt, und dann an der Luft getrocknet.  Darauf wird es mit einer einprozentigen Lö  sung von     Benzoldiazoniumborfluorid    in Al  kohol getränkt und dann wird das. derart er  haltene Material wieder an der Luft getrock  net.

   Die Verwendung dieses     Papieres        kann     derart erfolgen, dass man während 5 Minuten  hinter einer Kopiervorlage in einer Entfer  nung von<B>25</B> cm von einer     5,        kW-Glühlampe     belichtet. Das belichtete Papier, auf     dein     kein Bild sichtbar ist, wird während einer  Stunde in Wasser gespült. Das Resultat ist  ein graufarbiges Negativbild.  



  Auch     können        Diazoniumverbindungen,    in  denen ein     Substituent    vorhanden ist, z. B.       1-Diazoniumbenzol-4-sulfosäure,        Anwendung     finden.  



  Vorzüglich geeignet sind     Diazoniumver-          bindungen,    in denen als     Substituent    eine       Hydroxylgruppe,    z. B. in     Parastellung,    vor  handen ist, von denen als Beispiele erwähnt  seien:

         1-Hydroxybenzol    -4-     diazoniumborfluorid,     1 -     Hydroxybenzol    - 4 -     diazoniumfluorsul-          fonat,          1-Hydroxybenzol    - 4 -     diazonium-2-sulfo-          säure,          1-Hydroxybenzol-4-        diazonium-2-carbon-          säure,          1-Hydroxy-        2-nitrobenzol-4-diazonium-6-          sulfosäure.       <I>Beispiel 2:

  </I>  Papier wird mit einer     1/2prozentigen    Lö  sung von     1-Hydroxybenzol-4-kaliumdiazo-          niumsulfonat    und     Mercuronitrat    in einem  Verhältnis von 1     Mol.        Kaliumdiazosulfonat     zu 2     Mol.        Mercuronitrat    getränkt und an der  Luft getrocknet. Das derart: erhaltene licht  empfindliche Material kann derart verwendet  werden, dass man es während 1     Minute    hinter  einer Kopiervorlage dem Sonnenlicht aus  setzt.

   Nach der Belichtung ist ein negatives  braunes Bild     entstanden,    das nach     20stündi-          gem        Spülen    in Wasser grauschwarz gefärbt  wird. Es weist einen scharfen Kontrast auf.  



  Auch können     Benzoldiazoniumverbindun-          gen    Anwendung     finden,    bei denen der aus  der     Hydrogylgruppe    bestehende     Substituent     in     Metastellung        vorhanden    ist, und von denen  als Beispiel     erwähnt    seien:

         1-Hydroxybenzol    - 3 -     kaliumdiazosulf        onat,          1-Hydroxybenzol-    5     -diazonium.-2-carbon-          säure,          1-Hydroxybenzol    - 5 -     diazonium-4'-sulfo-          säure-6-carbonsäure.     



  Noch bessere Resultate werden erhalten,  wenn die     Hydroxylgruppe    in     Orthostellung     in bezug auf die     Diazoniumgruppe    vorhan  den ist, wie zum Beispiel       1-Hydroxybenzol-    2     -kaliumdiazosulfonat,     1-     Hydröxybenzol    - 2 -     diazoniumfluorsul-          fonat.     



  <I>Beispiel<B>3:</B></I>  Einer Lösung von     Mercuronitrat    in Was  ser wird     eine        Sodalösung    zugesetzt, so dass       Mercurokarbonat    niedergeschlagen wird, und  dann wird     abfiltriert    und     ausgewaschen.    Das       derart        gewonnene        @Mercurokarbonat        wird    in  einer     borfluorwasserstoffsauren    Lösung ge  löst und zu einer     zweiprozentigen    Lösung       verdünnt,

      in der     1-Hydroxy-2-diazoniumben-          zol-4-sulfosäure    zu einer einprozentigen Kon  zentration gelöst wird. Mit dieser Lösung  wird Papier lichtempfindlich gemacht und  dann in der Luft getrocknet. Wenn man  dieses lichtempfindliche Material hinter einer  Kopiervorlage in einer Entfernung von 25 cm       von        einer    5  während 2 Minu  ten belichtet, ist ein Bild noch nicht sicht-      bar; erst nachdem     in    Wasser gespült worden  ist, entsteht ein     braungraufarbiges    Negativ  bild.  



  <I>Beispiel</I>     4-:     Mit einer     Gelatineschicht        versehenes    Pa  pier wird     mit    einer einprozentigen Lösung  von     1-Hydroxy-2-diazoniumbenzol-4-sulfo-          säur &     und einer     21/2prozentigen    Lösung von       Mercuronitrat    in Wasser getränkt und an der  Luft getrocknet. Das Material kann derart  verwendet werden, dass man es     während    einer  Minute hinter einem Filmnegativ mit     Son-          nenlicht    belichtet.

   Das teilweise sichtbare  Positivbild wird in     einei        wässerigen,    einpro  zentigen     Silbernitratlösung        entwickelt.    Der       IJberschuss    an     Diazoniumverbindung,        Mer-          curo-    und Silbersalzen     wird    zum Beispiel       durch        einstündiges    Spülen in Wasser ent  fernt.  



  Der erhaltene Abdruck ist braunschwarz  gefärbt und weist gute scharfe     Kontraste     auf.  



  <I>Beispiel</I>     s:     Papier oder Leinwand wird mit einer  wässerigen,     1/2prozentigen    Lösung von     2-Di-          azonium    -l-     hydroxy    - 6 -     methylbenzol-4-sulf    o  säure     +    2,5 ,wo     Mercuronitrat    getränkt und       dann    an der Luft getrocknet.

   Das lichtemp  findliche Material-     kann    derart verwendet  werden, dass man es während 15 Sekunden  in der     Sonne    oder     während    25 Sekunden in  einer     Entfernung    von 25 cm von einer  Kohlenbogenlampe hinter     einem        -photogrä-          phischen    Negativ belichtet. Die Entwicklung  des nicht sichtbaren Bildes erfolgt durch  Spülen     in    Wasser. Nach     24stündigem    Spülen  ist das     Positivbild    braungrau gefärbt.

   Wenn  man     dann.    an der Luft trocknet, so wird die  Farbe des Bildes nach     einigen    Tagen dunkler  und geht in     schwarzbraun    über.  



       Beim    Spülen mit Wasser bei     Zimmertem-          peratlir    entsteht das Bild in ungefähr einer  halben Stunde. Wenn man mit warmem  Wasser, z. B. 50 bis<B>60'</B> C, spült, so     wird     das Bild     in    2 bis 5 Minuten entwickelt. Vor  dem     Fixieren    ist es     erwünscht,    während  längerer Zeit mit Wasser     nachzuspülen.     Durch Behandlung     mit    0,01     n.    Salpetersäure    oder 0,1 n. Essigsäure. kann das     Fixieren        in     ungefähr einer Stunde bewirkt werden.  



  <I>Beispiel 6:</I>  Transparentpapier wird mit einer einpro  zentigen Lösung von 1-     Hydroxy    - 2 -     diazo-          nium-.6-methylbenzol-4-sulfosäure    getränkt,  in der auch     Mercuronitrat.zu    einer     21/2prö-          zentigen    Konzentration gelöst ist, und dann  in einem mit     Phosphorpentoxyd    getrockneten  Raum während einer     Stunde    getrocknet. Das  Papier kann derart verwendet werden, dass  man es während 75 Sekunden     hinter    einer  Kopiervorlage in .einer Entfernung von 40 cm  von einer Quarzlampe belichtet.

   Das schwach  sichtbare Bild wird durch Spülen in Wasser       entwickelt..    Das derart erzeugte Bild wird  dann in einer     einprozentigen        Lösung    von  Silbernitrat     in    ein Silberbild umgewandelt.  



  Das positive Bild, das einen tiefbraunen  Farbton aufweist,     wird    in einer     Sulfitlösung     fixiert und kann     dann    erfolgreich als Dia  positiv für das     Lichtpausverfahren    verwen  det werden. Sollte man das Quecksilberbild  nicht in der     Silbernitratlösung    in     ein    Silber  bild umwandeln, so     tritt    der Nachteil auf;  dass es im Laufe eines Jahres verschwindet.

      <I>Beispiel 7:</I>  Regenerierte Zellulose wird mit einer       50prozentigen    alkoholischen Lösung getränkt,  in der     1-Hydroxy-2-diazonium-6-methylben-          zol    - 4 -     sulfonsäure    zu einer     3/4prozentigen          Konzentration    und     Mercuronitrat    zu einer       1,2prozentigen        Konzentration    gelöst werden  und dann-an der Luft     getrocknet.    Das der  art erhaltene lichtempfindliche Material     kann     derart verwendet werden,

   dass man es wäh  rend 21/2 Minuten     hinter    einem Glasnegativ  in einer Entfernung von 40 cm von einer       Quarzquecksilberlampe    belichtet,     dann    wäh  rend     einer    halben     Stunde        einer        Atmosphäre     mit hohem Wasserdampfgehalt aussetzt und  dann in Wasser spült, wodurch ein positives  Bild entwickelt und sichtbar wird.     Dann     wird das Bild durch Behandlung mit Silber  nitrat und     nachheriges    Ausspülen     mit    Was  ser stabilisiert.

             Peispiet        $:     Die unter dem Warenzeichen     Sidacisol    im  Handel erhältliche     Acetylzellulose        wird    zum  Beispiel in einer Schüttelmaschine wäh  rend. zwei Minuten mit einer     2n.    alkoholi  schen     Kalilaugelösung    behandelt,     #        wodurch     die     Acetylzellulose    oberflächlich verseift  wird.

   Nach gründlichem Spülen mit Wasser  wird     zwischen        Filtrierpapier    getrocknet und  dann mit einer zweiprozentigen     Mercuro-          nitratlösung    getränkt. Mit einem Gummi  wischer wird die Schicht auf einer Glasplatte  glattgestrichen und dann nochmals     zwischen          Filtrierpapier    getrocknet. Das derart erhal  tene Material wird nun mit einer     0,75prozen-          tigen    Lösung von     1-Hydroxy-2-diazonitLm-6-          methylbenzol-4-sulfosäure    getränkt, die 1,2       Mercuronitrat    und 0,75 % Silbernitrat ent  hält.

   Dann wird das lichtempfindliche Ma  terial     während    längerer Zeit, z. B. fünf Tage,  in Luft aufbewahrt, damit das Verfahren in  dem Sinne reproduzierbar ist, dass es stets zu  einem Material von     bestimmten    Eigenschaf  ten führt.  



  Wenn man das auf diese Weise erhal  tene lichtempfindliche Material hinter einem  photographischen Glasnegativ während 2 bis  d. Minuten in     einer        Entfernung    von 25 cm  von     einer    Kohlenbogenlampe belichtet, ent  steht ein einigermassen sichtbares positives  Bild mit braunem Farbton, das in einer ein  prozentigen     Silbernitratlösung    während 10  Minuten bei einer Temperatur von 40 bis  <B>50'</B> C entwickelt wird. Dann wird ungefähr  2 Stunden mit destilliertem Wasser, noch  einige     Stunden    mit Leitungswasser gespült  und dann kurz, z. B. 1 Minute, mit einer ein  prozentigen     Natriumsulfitlösung    behandelt  und nochmals mit Wasser gespült.

   Nach der  Belichtung kann auch mit einer Lösung ent  wickelt werden, die 2 %     Metol    und 4 % Zi  tronensäure enthält, wobei es aber erwünscht  ist, die Belichtungszeit bis auf etwa 1     Minute     zu reduzieren, wonach während einer     Minute     mit dem genannten     Entwickler    und dann  eine halbe Stunde mit destilliertem Wasser  gespült wird. Schliesslich wird noch     einige     Stunden mit Leitungswasser gespült, gege-         benenfalls    nachdem die     erwähnte    Behand  lung mit     Natriumsulfit    erfolgt ist.

   Es ist er  wünscht, schliesslich in einer etwa     20prozen-          tigen    Lösung von     Glyzerin    in Wasser zu be  handeln, damit der Träger eine hinreichende  .Biegsamkeit beibehält.  



  Das mit einem solchen Bild versehene  Material eignet sich besonders als Diapositiv  bei     Lichtpausverfahren,    da dieses Bild     einen     dazu geeigneten     Gammawert    hat, und der  bräunlich gefärbte Stoff, aus dem das Bild  besteht, das Licht der im allgemeinen für       Lichtpausverfahren    verwendeten Kohlen  bogenlampe stark absorbiert.  



  Mit den verschiedenen vorgenannten Trä  germaterialien können auch gute Ergebnisse  bei Verwendung anderer     Diazoniumverbin-          dungen    zur Herstellung der lichtempfind  lichen Schichten erreicht werden, bei denen  sich der aus einer     Hydroxylgruppe    be  stehende     Substituent        in        Orthostellung    in Be  zug auf die     Diazoniumgruppe        befindet,    z.     B.     



       1-Hydroxy    - 2 -     diazoniumbenzol-4-sulfo-          säure-6-carbonsäure,          1-Hydroxy-    2 -     diazoniumbenzol-4        -carbon-          säure,          1-Hydroxy-        2:

  -diazoniumbenzol-    5 -     carbon-          säure,          1-Hydroxy-    2 -     diazoniumbenzol    - 6 -     carbon-          säure,     1-     Hydroxy-2-diazoniumbenzol    - 4 -     chlor-6-          sulfosäure,          1-Hydroxy    - 6 -     acetylamino    - 2 -     diazonium-          benzol-4-sulf        osäure.     



  Auch können     Diazoniumverbindungen          verwendet    werden, bei denen in dem     Benzol-          kern    zwei     Hydroxylgruppen    vorhanden. sind,  z. B.     1-Hydroxy-2-diazonium-6-hydroxyben-          zol-4-sulf        osäure.     



       Statt        Hydroxylgruppen        können    auch in  dem     Benzolkern        Aminogruppen    als     Stubsti-          tuenten    vorhanden sein, bei denen ein oder  die beiden Wasserstoffatome einer solchen       Aminogruppe    ihrerseits     substituiert    sein  können.  



  <I>Beispiel 9:</I>  Papier wird mit einer Lösung von     p-Di-          phenyl-aminodiazoniumborfluorid    und Mer-           euronitrat    getränkt. Die weitere Behandlung  des Materials und die Bilderzeugung kann in  entsprechender Weise erfolgen, z. B. gemäss  Beispiel 3. Es entsteht ein     violettgefärbtes     Negativbild, das nach Spülen     in    Wasser  einen braungrauen Farbton aufweist.  



  Gute Resultate können ferner durch Ver  wendung von       Dimethylaminobenzoldiazoniumborfluorid     und       Diäthylaminobenzoldiazoniumborfluorid     erhalten werden.  



  Statt     Benzoldiazoniumverbindungen    kön  nen auch zu     andern    Ringsystemen gehörige       Diazoniumverbindungen    benutzt werden.    <I>Beispiel</I>     10--          Papier    wird mehrmals; z. B. dreimal, mit  einer     zweiprozentigen    Lösung vom     Mercuro-          nitrat    getränkt     und    dann in einer sechspro  zentigen     Natriumsulfatlösung    - gebadet und  zur     Entfernung    des gebildeten Natrium  nitrats in Wasser     während    einer     Stunde    ge  spült.

   Nachdem das Papier an der Luft ge  trocknet worden ist, wird es mit einer ein  prozentigen Lösung von     1-Diazonium-2-hy-          droxynaphthalin-4-sulfosäure    getränkt und  dann wieder an der Luft getrocknet. Dieses  Material kann auf die im Beispiel 3 beschrie  bene Weise     verwendet    werden. Nach dem  Spülen in Wasser     wird    das Bild, das nach  der Belichtung noch nicht sichtbar war, zu  einer graufarbigen     Negativlichtpause    ent  wickelt.  



  <I>Beispiel 11.</I>  



  Papier     wird        mit        einer    zweiprozentigen  Lösung von     Mercuronitrat    getränkt und dann  an der Luft getrocknet. Darauf wird es mit  einer     80prozentigen        alkoholischen    Lösung  getränkt, die 1%     2-Hydroxy-l-diazonium-          naphtalin-4-sulfosäure    und 1 % Silbernitrat  enthält, und aufs neue an der Luft     getrock-          net.    Das lichtempfindliche     Material    kann  derart     verwendet    werden,

   dass man es wäh  rend 30 Sekunden hinter einem     Filmnegativ     in einer Entfernung von 25 cm von einer  5     kW-@Glühlampe        belichtet    und     das    noch  nicht sichtbare Bild dadurch     entwickelt,    dass    das Material während 24     Stunden    einer  Atmosphäre mit einem hohen Wasserdampf  gehalt ausgesetzt     wird.    Der Ton des Bildes  wird     in    diesem Fall zunächst braun,     später     schwarz. Dann wird zur Fixierung mit Was  ser gespült, wobei die Farbe des Bildes keine  Änderung mehr erfährt.

      <I>Beispiel 12:</I>  Statt Papier     können    die im Beispiel 11  erwähnten Stoffe auch     einem    Träger einver  leibt werden, der aus oberflächlich verseifter       Acetylzellulose    besteht. Zur Herstellung von  lichtempfindlichem Material und zur Erzeu  gung von Bildern darauf kann man entspre  chend Beispiel 8 verfahren.  



  <I>Beispiel 13:</I>  Papier wird nacheinander mit einer zwei  prozentigen Lösung von     Mercuronitrat,        einer     einprozentigen Lösung von     1-Diazonium-2-          hydroxynaphthalin    - 4 -     sulfosäure    und einer       zweiprozentigen    Lösung von     Mercuronitrat     bestrichen. Nach jeder     Bearbeitung    wird die  Schicht an der Luft getrocknet.

   Das Papier  kann derart verwendet     werden,        däss    man es  kurz hinter einer     Zeichnung    (30 Sekunden  in einer Entfernung von 25 cm von einer  5     kW-Glühlampe)    belichtet und während  5     Minuten    - in einer einprozentigen Lösung  von     Aurichlorid    entwickelt. Es entsteht ein  negatives,     violettfarbiges    Bild, das durch  Spülen in Wasser beständig gemacht     wird.     



  Da     Mercuronitrat    mit     Aurichlorid    rea  giert, empfiehlt es sich, nach der     Belichtung     zu entwickeln und sorgfältig mit Wasser  auszuwaschen und erst dann das derart er  haltene Bild mit der     Aurichloridlösung    zu  behandeln.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer licht empfindlichen Schicht, dadurch gekennzeich net, dass ein Träger mit einer Diazoniumver- bindung und einem Mercurosalz versehen wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der lichtempfind- liehen Schicht ausserdem ein Salz eines höher als Quecksilber in der Spannungs- reihe stehenden Metalles einverleibt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Träger regene rierte Zellulose verwendet wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Träger oberfläch- lich, verseifte Acetylzellulose verwendet wird.
CH186294D 1934-02-03 1935-01-29 Verfahren zur Herstellung einer lichtempfindlichen Schicht. CH186294A (de)

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