CH186487A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Dehnungsfugen in Bauwerken aus erhärtenden Massen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Dehnungsfugen in Bauwerken aus erhärtenden Massen.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Dehnungsfugen in Bauwerken aus erhärtenden Massen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Dehnungsfugen bei Bauwerken aus erhär tenden Massen, wie zum Beispiel Kittmassen, hydraulisch abbindende und erhärtende Mas sen, wie zum Beispiel Gips, Zement, ent sprechende Mörtel- oder Betonmassen. Ins besondere dient :die Erfindung zur Herstel lung von Dehnungsfugen bei Betonstrassen decken.
Gemäss der Erfindung werden bei der Herstellung der Bauwerke aus erhärtenden Massen für die Bildung des Fugenraumes Einsatzkörper aus wärmeleitenden .Stoffen in die Bauwerkmasse eingebettet und nach be gonnener Erhärtung der Massen, vorüber gehend erhitzt und dann herausgezogen.
Die Entfernung der Einsatzkörper er folgt also stets erst dann, wenn die Massen eine Festigkeit aufweisen, die keine innere Gefügeänderung mehr zulässt. Der Zeit= Punkt des Entfernens kann dann beliebig ge- wählt werden. Zweckmässig werden aber die Einsatzkörper entfernt, wenn die Massen in ihren Festigkeiten noch stark zunehmen.
Die Einsatzkörper dehnen sich durch das Erhitzen allseitig aus. Demzufolge liegen sie bei der Wiederabkühlung lose in den Massen und können leicht und bequem her ausgenommen werden. Die schon harten Mas sen erfahren dabei keine innere Gefügeände rung, sondern nur aussen eine leichte, nicht schädliche und auf grosse Fläche gleich mässig verteilte Verdichtung.
Nach dem Erhitzen können, die Einlagen stark gekühlt und dann aus den schon har ten Massekörpern herausgezogen werden.
. Es empfiehlt sich, die Einsatzkörper vor dem Einbringen mit einer schmelzbaren Masse zu umhüllen, die beidem Erhitzen der Einsatzkörper weich oder flüssig wird. Diese Arbeitsweise gestattet es, unmittelbar nach dem Erwärmen des Einsatzkörpers diesen im noch heissen Zustande herauszuziehen. Die erweichenden bezw. flüssig gewordenen Tim- hüllungen ermöglichen einerseits die not wendige Lockerung des eingebetteten Ein satzkörpers, anderseits dienen sie ausserdem noch als Schmiermittel.
Als schmelzbare Massen für die Umhül lung sind beispielsweise Bitumen, Wachs, Paraffin usw. geeignet.
Vorteilhaft benutzt man hohle Einsatz körper, durch die zum Erwärmen ein heisses strömendes Medium, zum Beispiel Dampf oder heisse Luft, geleitet wird.
Der Einsatzkörper kann bei der form gebenden. Verarbeitung des Betons in gerin ger Höhe überschichtet werden. Die Deck schicht springt später beim Erhitzen des Ein satzkörpers vordessen Entfernen infolge der Ausdehnung des Einsatzkörpers selbsttätig ab.
Zweckmässig benutzt man für die Aus übung des Verfahrens als Einsatzkörper zur Bildung des Fugenraumes eine geschlossene Hohlleiste aus Metall mit einer Eimass- und Auslassöffnung für ein heisses strömendes Medium.
Im folgenden ist als Beispiel des erfin dungsgemässen Verfahrens die Anwendung einer Vorrichtung bei der Herstellung von Betonstrassendecken anhand der beiliegenden Zeichnung beschrieben.
Nach den Fig. 1 und 2 ist im Unterbeton 6 die Dehnungsfuge mit der Holzplatte oder Holzfaserplatte 7 ausgefüllt. Diese trägt den Blechreiter oder sonstigen Halter 4 zum Hal ten der hohlen Fugenleiste 1.
Die Fugenleisten bestehen zweckmässig aus Eisen, Leichtmetall, zum. Beispiel Alu minium oder anderem Metall oder Metall legierungen. Vorteilhaft benutzt man Ein satzkörper aus Metall mit hohem Ausdeh nungskoeffizienten, damit sie sich beim Er wärmen stark ausdehnen und beim Abküh len stark schrumpfen. Ausserdem sind beim Einsatzkörper glatte oder glättbare Aussen flächen zweckmässig.
Durch Wahl entspre chenden Materials für die Einsatzkörper oder Anwendung entsprechender Deckplatten oder Deckschichten kann man die Einsatzkörper gegenüber den erhärtenden Massen chemisch indifferent machen und so ein "Anfressen" und dadurch bedingtes Festsetzen der erhär tenden Massen an den Einsatzkörpern unter drücken.
Die Fugenleisten haben vorteilhaft tra- pezförmigen Querschnitt. Sie haben bei spielsweise eine Gesamtbreite von 15 mm und einen innern Hohlraum 3 in einer maximalen Breite von 5 mm. Die Einlass- und Auslass- öffnung für Dampf oder Heissluft können die offenen Enden des Hohlraumspaltes sein.. - Die Fugenleiste kann aus zwei Blechen zusammengeschweisst sein, wie auch in Fig.1 ersichtlich ist, in der 18 Schweissnähte be zeichnet.
Vor dem Einbringen wird die Fugenleiste 1 aussenseits mit einem Bitumenfilm 2, zum Beispiel aus Asphaltbitumen Nr. V, ver sehen. und in die Halter 4 eingesetzt. Dann wird die Betonschicht 5 im Wege des Stamp fens oder Walzens gebildet. Die Fugenleiste 1 bleibt so lange eingebettet liegen, bis der Beton abgebunden hat und hart geworden ist. Nach Entfernung der Betonschalung wird durch den Hohlraumspalt der Fugenleiste 1 Dampf oder heisse Luft geleitet.
Beim Er wärmen der Fugenleiste platzt die dünne Deckschicht über der Fugenleiste ab, wenn sie nicht vorher mit Hilfe einer entsprechen den Mauerkelle entfernt worden ist. Bei etwa 55 C ist die Bitumenschicht 2 verflüssigt. Dann kann unmittelbar mühelos die Fugen leiste herausgehoben werden. Das Bitumen wird dabei ,gleichzeitig von der Betonwan dung aufgenommen. Dadurch wird das An streichen der Betonwand erspart, so dass so fort die übliche Füllung der Fuge mit Bitu- menmasse folgen kann.
Die Benutzung von Einsatzkörpern mit zwei Hohlräumen gemäss Fig. 2 ermöglicht die Anordnung von Einlass, und Ausla3 für Dampf oder Heissluft an ein und derselben Seite.
Die Einsatzkörper können auch in die Betonmasse bei -deren Formgebung eingetrie ben werden. Wesentlich ist nur, däss das Abbinden möglichst störungslos erfolgt und die Einsatzkörper erst entfernt werden, wenn die Massen hart geworden sind.
Die Fugenleiste kann jede beliebige Grundrissform haben, zum Beispiel Zickzack-, Bogen-, Wellen- oder S-Form. Bei derarti gen Fugenleisten haben. zweckmässigerweise die Biegungen. oder dergleichen einen Winkel von<B>90'</B> oder mehr aufzuweisen. Dadurch können einfach und billig Dehnungsfugen gebildet werden, über die die Räder eines Fuhrwerkes stets nacheinander hinwegrollen.
Ferner können die Fugen in jeder ge wünschten Tiefe hergestellt werden.
Bei Benutzung von massiven Einsatzkör pern kann beispielsweise die Erhitzung auf elektrischem Wege erfolgen.
Die Erfindung ermöglicht bei der Her stellung von Dehnungsfugen in Bauwerken wesentliche Arbeitsersparnis, eine Unabhän gigkeit der einzelnen Arbeitshandlungen von einander, sowie eine Qualitätsverbesserung der Bauwerke.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur Herstellung von Deh nungsfugen in Bauwerken aus erhärten den Massen, dadurch gekennzeichnet, dass Einsatzkörper aus wärmeleitendem Stoff beider Verarbeitung der Bauwerkmassen in diese zur Bildung .des Fugenraumes eingebettet und nach begonnener ErhIr- tung der Masse vorübergehend erhitzt und dann herausgezogen werden. Il.Vorrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der den Fugenraum bildende Körper ein geschlossener Hohl körper aus Metall mit einer Einlass- und Auslassöffnung für ein heisses strömen des Medium ist. UNTERANSPRÜUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Einsatz körper nach dem Erhitzen stark gekühlt und dann herausgezogen werden. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet,.dass die Einsatz körper zu einer Zeit entfernt werden, in der die schon harten Massen noch stark an Festigkeit zunehmen. B. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Einsatz körper vor dem Einbetten mit einem schmelzbaren Stoff umhüllt werden und ihre Entfernung aus dem Bauwerk er folgt, sobald durch Erwärmen der Ein satzkörper der Umhüllungsstoff wenig stens weich geworden ist. 4.Verfahren nach Patentanspruch I -und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass- die Entfernung der Einsatzkör per aus dem Bauwerk erfolgt, nachdem dieses von der Schalung befreit ist. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass hohle Einsatz körper benutzt werden und deren Erwär mung durch Durchleiten von Dampf er folgt. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass hohle Ein satzkörper benutzt werden und deren Er wärmen durch Durchleiten von Heissluft erfolgt. 7.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass( die Einsatz- körper bei der formgebenden Verarbei tung von Beton in geringer Höhe über schichtet werden und die Deckschicht durch das Erhitzen der Einsatzkörper abgesprengt wird. B. Verfahren nach Patentanspruch I zur Herstellung von Dehnungsfugen in Be tonstrassendecken. 9. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus Eisen besteht. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus Leichtmetall besteht. 11.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus Metall mit hohem Ausdehnungskoeffi zienten besteht. 12. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 11, dadurch gekennzeich net, dass sie glatte Oberflächen besitzt und aus solchem Metall besteht, das gegenüber den erhärtenden Massen chemisch indifferent ist. 13-. Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch eine Umhüllung aus Bitumen. 14.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein aus Metallblechen zusammengeschweisster Hohlkörper ist. 15. Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch bogenförmige Grundrissf orm. 16. Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch winklige Grund- riZf orm. 17.Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 16, dadurch gekennzeich- net, dass die winklig zueinanderliegenden Teile einen Winkel von wenigstens <B>90'</B> bilden.
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