DE3149610C2 - Verfahren zum Herstellen einer Platte aus Beton - Google Patents
Verfahren zum Herstellen einer Platte aus BetonInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B28—WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
- B28B—SHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
- B28B7/00—Moulds; Cores; Mandrels
- B28B7/0064—Moulds characterised by special surfaces for producing a desired surface of a moulded article, e.g. profiled or polished moulding surfaces
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen einer Platte aus einem Material, welches wenigstens Zement und feste Zuschlagstoffe enthält, bei dem (Verfahren) zur Erzielung einer gewaschenen Oberfläche das Abbinden des Zementes an wenigstens einer Oberflächenseite eines mit einer Form hergestellten Plattenrohlings durch Aufbringen eines Verzögerers verzögert und die Oberflächenseite gewaschen wird. Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß zur Erzeugung einer Struktur aus mehreren gewaschenen Oberflächenbereichen und dazwischenliegenden Vertiefungen aus Sichtbeton ein Plattenrohling hergestellt wird, der an der Oberflächenseite erhabene Bereiche und Vertiefungen aufweist, und daß der Plattenrohling zum Aufbringen des Verzögerers mit dieser Oberflächenseite auf eine Fläche aufgelegt wird, auf die zuvor der Verzögerer aufgebracht wurde.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen einer Platte aus Beton mit einer Sichtflache,
die eine Oberflächenstruktur aus mehreren erhabenen, gewaschenen Oberfliichenbercichen und dazwischenliegenden
Vertiefungen aus Sichtbeton aufweist, bei dem die erhabenen Oberflächenbereiche des in einer Form
hergestellten Plattenrohlings mit einem Abbindeverzögerer in Berührung gebracht werden, der das Abbinden
des Zements verzögert, und die Sichtfläche nach ausreichendem Abbinden des Zements in den Vertiefungen
gewaschen wird.
Ein Verfahren dieser Art ist bekannt (DE-GM 19 80 253). Bei dem bekannten Verfahren wird so vorgegangen,
daß die /.um Herstellen des Plattenrohlings verwendete
Form eine Formfläche aufweist, die mehrere Vertiefungen (Sichtfugen) im Platlenrohling bildende
erhabene Fugenstreifen aufweist, wobei der Abbindeverzögerer vor dem Einbringen des Betons in die Form
nur auf die zwischen den Fugenstreifen liegenden Bereiche der Formfläche aufgebracht wird, oder aber — im
Falle von aus der Form herausnehmbaren Fugenstreifen — die gesamte Formfläche mit dem Abbindeverzögerer
benetzt und anschließend (vor dem Einbringen des Betons in die Form) die Fugenstreifen in die Form
eingesetzt werden. Beide Ausführungen des bekannten Verfahrens bedingen eine recht umständliche Handhabung
und sind für eine rationelle Serienfertigung nicht geeignet. Bei der ersten Ausführung des bekannten Verfahrens
ist es äußerst schwierig, beim Aufbringen des Abbindeverzögerers sicherzustellen, daß dieser tatsächlich
nur auf die /wischen den Fugcnstrcilen liegenden Bereiche der Formfläche gelangt. Die /weite Ausführung
des bekannten Verfahrens macht es notwendig, daß jeweils nach dem Entfernen eines Plattenrohlings
und vor dem Aufbringen des Abbindeverzögerer* sämtliche
Fugensireifen ims der form entnommen und dann
nach dem Aufbringen des Abbindeverzögerer* wieder
in die Form eingesetzt werden. Auch dies ist sehr umständlich und entspricht nicht den Erfordernissen einer
rationellen Fertigung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs geschilderten Art aufzuzeigen, welches
für eine rationelle Serien- bzw. Massenfertigung geeignet ist und bei dem das Aufbringen des Abbindeverzögerers
auf die erhabenen Oberflächenbereiche des Plattenrohlings wesentlich vereinfacht wird,
κι Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Verfahren der eingangs geschilderten Art so ausgebildet, daß der die erhabenen Obcrflächenbcreiche und Vertiefungen aufweisende Plaitenrohling zunächst in einer Form ohne Verwendung eines Abbindeverzögerers hergestellt wird und anschließend vor dem Abbinden des Zements aus der Form entnommen und mit der die erhabenen Oberflächenbereich« und Vertiefungen aufweisenden Sichtflächc auf eine außerhalb der Form befindliche und mit dem Abbindeverzögerer versehene Fläche aufgelegt wird.
κι Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Verfahren der eingangs geschilderten Art so ausgebildet, daß der die erhabenen Obcrflächenbcreiche und Vertiefungen aufweisende Plaitenrohling zunächst in einer Form ohne Verwendung eines Abbindeverzögerers hergestellt wird und anschließend vor dem Abbinden des Zements aus der Form entnommen und mit der die erhabenen Oberflächenbereich« und Vertiefungen aufweisenden Sichtflächc auf eine außerhalb der Form befindliche und mit dem Abbindeverzögerer versehene Fläche aufgelegt wird.
Hierdurch werden stempelartig nur die erhabenen Oberflächcnbcreiche mit dem Abbindeverzögerer benetzt,
während die Vertiefungen nicht mit dem Abbindeverzögerer in Berührung kommen, so daß nach dem
Waschen zumindest der Sichtfläche in der gewünschten Weise Vertiefungen aus Sichtbeton und erhabene, gewaschene
Oberflächenbereiche verbleißcn.
Duah die Aufbringung des Verzögerers auf eine Fläche
außerhalb der Form treten bei dem erfindungsge- «i mäßen Verfahren auch nicht die Probleme auf, die bei
dem bekannten Verfahren der Verwendung bei einer rationellen Fertigung entgegenstehen.
Besonders zweckmäßig ist es bei dem erfindungsgemäßen Verfahren, wenn als Träger, auf den der Abbinjr>
deverzögcrer aufgebracht und auf den dann der Platlenrohling
aufgelegt wird, eine nachgiebige Fläche verwen-. dct wird, die /.. B. von einer Schicht aus nachgiebigem
Kunststoff bzw. Schaumstoff gebildet ist, so daß beim Auflegen des Plaltenrohlings auf diese Fläche bzw.
Schicht mit Sicherheit die erhabenen Oberflächenbereiche jeweils vollständig mit dem Abbindeverzögerer benetzt
werden.
Für die nachgiebige Fläche wird vorzugsweise ein geschlosscnporigcr Schaumstoff verwendet oder aber
r> ein Schaumstoff-Material, welches zumindest an einer
Obcrfläehcnseiic eine vollkommen glatte und geschlossene
Struktur aufweist.
Die Verwendung einer nachgiebigen Fläche, auf die der Plaitenrohling zum Aufbringen des Abbindeverzögercrs
mit seinen erhabenen Oberflächenbereichen aufgelegt wird, gestaltet es auch, die erhabenen Oberflächenbereiche
des Plattenrohlings bezüglich des jeweiligen Niveaus bzw. des jeweiligen Verlaufs der von diesen
erhabenen Bereichen gebildeten Sichtfläche unterschiedlich zu formen und dabei die Sichtfläche jedes
erhabenen Oberflächcnbcrciches oder aber einzelner erhabener Bereiche gewölbt oder mit kleinen Vorsprüngen
und Vertiefungen auszubilden, um so beispielsweise (bei Verwendung entsprechender Zuschlagstoffe bei
Mi der I lerstcllung ties Betons) das optische Erscheinungsbild
eines Granii-Slraßenpflastcrstcins möglichst naturgelreu
nachzubilden.
Als Abbindeverzögerer eignen sich bei dem erfin-
dungsgemiiUen Verfahren grundsätzlich die auf dein
h'i Markt angebotenen Mitlei.die heule üblicherweise /um
Herstellen gewaschener Platten aus Beton verwendet werden.
Es hat sich gezeigt, daß der Abbindeverzögerer bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren auf die Fläche, auf die der Plattenrohling später aufgelegt wird, besonders
gleichmäßig und schnell dann aufgebracht werden kann, wenn dieses Aufbringen mit Hilfe bzv nach Art eines
Druckverfahrens, bevorzugt nach Art eines Siebdruck- ri
Verfahrens erfolgt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zei.'hnung
an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Ks zeigt
F i g. 1 in perspektivischer Teildarstellung eine nach ;;;
dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Platte;
Fig.2 in schematicher Darstellung die einzelnen
Schritte bei dem tirfindMingsgemäßen Verfahren.
Eine nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte
Platte 1 weist af1 einer Oberflächenseite, nämlich r>
an der Sichtseite, Qine Struktur aus mehreren gewaschenen quadratischen Obe'flächenbereichcn 2 und aus dazwischenliegende'i
Ve'üefungen 3 aus Sichtbelon auf. Die Vertiefungen 3 sii"-l als im Querschnitt etwa V-förmige,
geradlinige Nut^H ausgebildet, die parallel zu den 2«
Seiten der Platte 1 verlaufen und die sich an der Sichtseite der Platte 1 (bei d£r für die Fig. 1 gewählten Darstellung
an der Oberseite der Platte 1) mehrfach kreuzen. Die Platte 1 besteht insgesamt aus Beton, d. h. aus
einer Mischung, die wenigstens Zement und feste Zuschlagstoffe 4, z. B. in Form von gebrochenem Granitstein,
enthält. An den Oberflächenbereichen 2 liegen die Zuschlagstoffe 4 teilweise frei, während diese Zuschlagstoffe
im Bereich der Vertiefungen 3 vollständig od?r nahezu vollständig im Zement eingebettet sind. jo
Zur Herstellung des Platlenrohlings Γ wird beispielsweise eine Form verwendet, die aus einem Rahmen 5
besteht, welcher an seiner Unterseite durch eine Matrize 6. die den Boden der Form bildet, verschlossen ist.
Die Matrize 6 und damit die gesamte Form liegen auf y, einer geeigneten Trägerfläche 7 auf, welche bei einer
maschinellen Herstellung der Platte 1 beispielsweise von einem Tisch, z. B. Drehtisch einer Feriigungsmaschine,
gebildet ist.
Die Matrize 6 hat an ihrer dem Inneren der Form <«>
bzw. des Rahmens 5 zugewendeten Fläche mehrere leistenförmige
und bei der dargestellten Ausführungsform
im Querschnitt V-förmige, sich kreuzende Stege bzw. Vorsprünge 8, die in den Plaitcnrohling 1 den Vertiefungen
3 entsprechende Vertiefungen cinformcn. γ.
In die von dem Rahmen 5 und der Matrize 6 gebildete Form wird von oben her der Beton eingefüllt. Anschließend
wird der Beton durch einen Druckstempel 9 zusammengedrückt. Sobald der Zement soweit abgebunden
hat, daß der Plaltenrohling Γ transportiert werden w
kann, wird der Plattcnrohling Γ ζ. B. mit Hilfe eines Vakuumgerätes auf die Fläche 10 umgeselzt, die zuvor
an ihrer Oberseite mit dem Abbindeverzögerer versehen wurde. Der Plattenrohling Γ liegt dann mit den die
späteren erhabenen Oberflächenbereiche 2 bildenden r> erhabenen Bereichen 2' auf der Fläche 10 und wird dort
mit dem Abbindeverzögerer benetzt. Im Anschluß daran wird der Plattenrohling Γ von der Fläche 10 abgenommen
und kann dann an der mit den erhabenen Bereichen 2' versehenen Sichtflächc gewaschen werden, «i
nachdem der Beton b;'w. Zement in den nicht mit dem Abbindeverzögerer in Berührung gekommenen Bereichen
genügend abgebi'hden hat.
Hierzu I Blatt Zeichnungen e>'>
Claims (2)
1. Verfahren zum Herstellen einer Platte aus Beton mit einer Sichtfläche, die eine Obcrflachcnf^ruktur
aus mehreren erhabenen, gewaschenen Oberflächenbereichen und dazwischenliegenden Vertiefungen
aus Sichtbeton aufweist, bei dem die erhabenen Oberflächenbereiche des in einer Form hergestellten
Platlenrohlings mit einem Abbindeverzögerer in Berührung gebracht werden, der das Abbinden des
Zements verzögert, und die Sichtfläche nach ausreichendem Abbinden des Zements in den Vertiefungen
gewaschen wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der die erhabenen Oberflächenbercichc und Vertiefungen aufweisende Plattenrohling zunächst
in einer Form ohne Verwendung eines Abbindeverzögerer
hergestellt wird und anschließend vor dem Abbinden des Zements aus der Form entnommen
und mit der die erhabenen Oberflächcnbereiche und die Vertiefungen aufweisenden Sichtfläche
auf eine außerhalb der Form befindliche und mit dem Abbinde-Verzögerer versehene Fläche aufgelegtwird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Träger für den Abbindeverzögerer
eine nachgiebige Fläche verwendet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813149610 DE3149610C2 (de) | 1981-12-15 | 1981-12-15 | Verfahren zum Herstellen einer Platte aus Beton |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813149610 DE3149610C2 (de) | 1981-12-15 | 1981-12-15 | Verfahren zum Herstellen einer Platte aus Beton |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3149610A1 DE3149610A1 (de) | 1983-06-23 |
| DE3149610C2 true DE3149610C2 (de) | 1984-08-30 |
Family
ID=6148762
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813149610 Expired DE3149610C2 (de) | 1981-12-15 | 1981-12-15 | Verfahren zum Herstellen einer Platte aus Beton |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3149610C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102006050754A1 (de) * | 2006-10-27 | 2008-04-30 | Metten Stein + Design Gmbh & Co. Kg | Verfahren zur Formgestaltung von Betonsteinen und/oder Betonplatten |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1795174U (de) * | 1959-06-08 | 1959-09-03 | Otto Emele | Formplatte, insbesondere fuer die herstellung profilierter formlinge aus kunststein. |
| DE1933061A1 (de) * | 1969-06-30 | 1971-01-14 | Zagelow Dipl Ing Guenther | Verfahren und Vorrichtung zum Beschichten von Koerpern oder Presslingen mit breiten Kanten oder Seitenflaechen,insbesondere aus Spanholz oder aehnlichem Material |
-
1981
- 1981-12-15 DE DE19813149610 patent/DE3149610C2/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102006050754A1 (de) * | 2006-10-27 | 2008-04-30 | Metten Stein + Design Gmbh & Co. Kg | Verfahren zur Formgestaltung von Betonsteinen und/oder Betonplatten |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3149610A1 (de) | 1983-06-23 |
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