Elektrische llochdruckentladungslampe für mindestens angenähert waagerechte Brennlage mit einem als Vorsehaltdrosselspulf, wirkenden Elektromagneten. Elektrische Hochdruekentladungslampen mit Glühelektroden, einem röhrenförmigen (-r'lasgefä.ss und einer Gas-Dampf-Gemisch- füllung werden meist in senkrechter Lage gebrannt, obwohl die waagrechte Lage in optischer Hinsicht in vielen Fällen grosse Vorteile bieten würde. Der Grund hierfür liegt darin,
dass bei waagrechter oder an nähernd waagrechter Brennlage des röhren förmigen Glasgefäss es der eingeschnürte Ent ladungsbogen durch die bei Hochdruckent ladung besonders kräftig auftretenden Kon- vektionsströme nach oben getrieben und un zulässig nahe an die röhrenförmige Gefäss wand gedrückt wird, die der hohen Tempe ratur des Entladungsbogens nicht standzu halten vermag.
iZur Beseitigung dieses Nachteils wird bei der Entladungslampe nach der Erfindung von der bekannten Beeinflussbarkeit des ein geschnürten Entladungsbogens durch eine als Vorschaltdrosselspule wirkenden Elektro magneten Gebrauch gemacht.
Nach der Erfindung wird bei einer elek trischen Hochdruckentladungslampe für min- destens angenähert waagrechte Brennlage des röhrenförmigen Glasgefässes ein Elektro- magnet mit einem parallel zur Achse des röhrenförmigen Glasgefässes der Lampe ver laufenden, über die ganze Länge des Glas gefässes sich erstreckenden gern vorgesehen,
der seiner Länge nach mit Draht umwickelt ist, so dass über die ganze Länge des Glas gefässes hinweg quer zur Achse desselben verlaufende magnetische Kraftlinien ent stehen. Dies hat zur Folge, dass der Ent ladungsbogen nicht etwa nur stellenweise, sondern unterbrechungslos in ganzer Länge der elektromagnetischen Beeinflussung unter liegt und mit grösster Sicherheit in die waag rechte Lage gedrängt wird, und zwar ins besondere deswegen, weil die wirksame magnetische Feldstärke unmittelbar unter halb des Elektromagnetes,
besonders kräftig ist und in Richtung zur Achse des Gefässes stark abfällt.
Eine rasch abnehmende Feldstärke des Elektromagnetes kann insbesondere erzielt werden, wenn der Kern aus einem im Quer schnitt U-förmig gestalteten Blech besteht, dessen abwärts gerichtete Schenkelteile gegeneinander, das heisst aufeinander zu ge bogen sind und die eine Hälfte der Draht wicklung umschliessen. Bei einer solchen Anordnung führt schon eine kleine Ver schiebung des Entladungsbogens nach oben infolge der stark zunehmenden Dichte des Magnetfeldes zu einer beträchtlichen Ver stärkung der nach unten drüekenden mabgne- tischen Gegenkraft.
Anderseits kann aber auch beim Einbrennvorgang der Hochdruck entladungslampe, bei dem die Stromstärke der Entladung und der vorgeschalteten Magnetwicklung sehr gross ist und der Dampfdruck und damit der Konvektions- strom noch sehr klein sind, der Entladungs bogen durch den Elektromagneten nicht an die untere Wand des röhrenförmigen Gefässes gedrückt werden, weil sich die magnetischen Kraftlinien in der nächsten Umgebung der Ränder des Kernbleches zusammendrücken.
Mit wachsender Entfernung von diesen sinkt die Feldstärke ausserordentlich und wird schliesslich unterhalb der Achse des Gefässes der Entladungslampe verschwindend klein.
Zum Schutze der untern Wand des röh renförmigen Gefässes und zur Erzielung eines besonders starken Abfalls der Feldstärke in Richtung zur Achse des Gefässes kann ferner ein zusätzliches, nur im untern Teil der Ent ladungsröhre wirkendes Gegenfeld vorgese hen werden, das eine nach oben gerichtete Kraft auf .den Entladungsbogen ausübt. Ein solches Gegenfeld kann beispielsweise ein fach dadurch herbeigeführt werden, dass die andere Hälfte der Wicklung des Elektro magnetes von einem im Querschnitt U-förmig gestalteten Mantelblech mit etwas einwärts gebogenen Schenkelteilen umschlossen wird.
Es hat sich gezeigt, dass der Hochdruck- entladungsbogen nicht an allen Stellen der Entladungsröhre in gleichem Masse das Be streben zeigt, sich nach oben zu verschieben und dass' er in Nähe der Elektroden besonders stark nach oben drängt. Dieser Unterschied im Auftrieb kann leicht durch eine Schwä chung des Querschnittes des Kernbleches am mittleren Teil herbeigeführt werden, bei spielsweise durch eine Lochung des Kern- bleches, die bewirkt, dass sich dass Magnet feld im mittleren Teil der Entladungslampe weniger stark ausbildet.
Die gleiche Wirkung wird erzielt, wenn ein Mantelblech verwendet wird, das sich nur über den mittleren Teil des langen Elek tromagnetes erstreckt, da. das Gegenfeld des Mantelbleches auch eine Abschwächung des Kernblechfeldes zur Folge hat.
Bei der Ausrüstung einer Hochdruckent- ladungslampe mit einem Elektromagneten besteht ferner die Aufgabe, den erhebliche Abmessungen aufweisenden<B>DA</B> lektromagne- ten so anzuordnen, dass einerseits eine ge nügend starke Kraft auf den Entladungs bogen wirkt, anderseits aber die Lichtaus strahlung der Entladungsröhre möglichst wenig beeinträchtigt wird.
Diese Aufgabe kann dadurch gelöst wer den, dass der Elektromagnet auf der Rück seite eines über dem röhrenförmigen Glas gefäss der Lampe liegenden, zweckmässig einen V-förmigen: Querschnitt aufweisenden Reflektors untergebracht wird, wobei der Reflektor aus nicht magnetisierbarem Stoff besteht, damit eine Abschirmung der Kraft linien des Elektromagnetes nicht auftreten kann.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel einer nach der Erfindung ausgebil deten Hochdruckentladungslampe mit dazu gehörigem Reflektor und Elektromagneten in Fig. 1 in Vorderansicht und in Fig. 2 im Querschnitt dargestellt. In Fig. 3 ist in ver grössertem Massstab der Elektromagnet für sich gezeigt.
Auf der Rückseite des unmittelbar über dem röhrenförmigen Glasgefäss 1 der waag recht angeordneten Hochdruokentladungs- lampe liegenden, im Querschnitt V-förmigen Reflektors 2 ist ein Elektromagnet mit im Querschnitt U-förmig gestaltetem Kernblech 3, der Wicklung 4, 5 und dem ebenfalls so geformten Mantelblech 6 angeordnet. Das Kernblech 3, das Mantelblech 6 und die Wicklung 4, 5 verlaufen längs des Reflek tors 2, also parallel zur Achse des röhren förmigen Glasgefässes 1.
Die abwärts ge richteten Schenkelteile 3' des Kernbleches 3 sind soweit nach abwärts und einwärts ge bogen, dass sich die auf den Reflektor 2 auf liegenden Seitenkanten fast berühren und das Kernblech die untere Wicklungshälfte 5 umschliesst. Das im Querschnitt. ähnlich wie das Kernblech 3 geformte Mantelblech 6 um schliesst die obere Hälfte 4 der Drahtwick lung, und seine beiden Schenkelteile 6' sind so weit nach abwärts und einwärts gebogen, rlass zwischen ihnen und dem Kernblech 3 nur ein geringer Abstand verbleibt.
Zur Abstützung des Mantelbleches 6 vom Reflek tor 2 dienen Bügel 7, die aus nicht magneti- sierbarem Stoff hergestellt sind. Die Linien a- veranschaulichen das von den Rändern des Kernbleches 3 sich ausbildende, beispiels weise von rechts nach links gerichtete Magnetfeld, während die Linien y das von den Rändern des Mantelbleches 6 ausge bende, beispielsweise von links nach rechts gerichtete Cxegenfeld zeigen.
Die Windungs- zahl der Magnetwicklung 4, 5 und die Strom richtung in derselben sind so gewählt, dass ein resultierendes Magnetfeld entsteht, wel ches im obern Teil der Entladungsröhre 1 sehr kräftig ist, in Richtung der Achse des Glasgefässes rasch bis auf einen verschwin denden Wert abnimmt und unterhalb der Röhrenachse sogar entgegengesetzt gerichtet ist. Ein derartiges, aus zwei Feldern zu sammengesetztes Magnetfeld hält sowohl den Entladungsbogen von der untern Gefässwand, 11s auch von der obern Gefässwand ab und zwingt den Entladungsbogen, geradlinig von einer Elektrode der Lampe bis zur andern zu verlaufen.
Wie an sich bekannt, ist die Wicklung 4, 5 rles Elektromagnetes der Entladungs- lampe vorgeschaltet; sie dient daher gleich zeitig als Vorschaltdrosselspule, so dass sich ein besonderer Vorschaltwiderstand gegebe nenfalls erübrigt.
Wie F'ig. 3 zeigt, kann sich das Mantel blech nur über den mittleren Teil des Elek tromagnetes erstrecken, um eine Schwächung des Kernblechfeldes in Nähe der Endteile der Entladungslampe zu vermeiden, da gerade an diesen Endteilen ein kräftiges Kernbleeh- feld erforderlich ist.
Um die Entladungslampe unempfindlich gegenüber Stromschwankungen zu gestalten, ist es in vielen Fällen zweckmässig, das Kern blech und gegebenenfalls auch das Mantel blech so zu bemessen, dass beim Betriebs strom der Lampe in ihnen eine starke magne tische Sättigung vorhanden. ist.