Vorrichtung mit einer elektrischen Entladungsröhre für sehr hohe Frequenzen. Die Erfindung bezieht sich auf eine Vor richtung mit einer elektrischen Entladungs röhre für sehr hohe Frequenzen, zum Beispiel 50 000 kHz und höher.
Es war bisher üblich, solche Röhren für sehr hohe Frequenzen in den normalen Lam penfassungen zu befestigen. Bei Verwen dung dieser Fassungen müssen die verschie denen Teile der Kreise, z. B. Entkopplungs- kondensatoren, als besondere Teile ausgebil det werden, die dann mittels Montagedrähten mit den Klemmen der Fassung verbunden werden. Infolge dieser Drähte werden in die Kreise ziemlich grosse Kapazitäten, Induk- tivitäten und Widerstand eingeführt.
Beim Arbeiten mit niedrigeren Frequenzen und mit normalen Röhren bringen diese besonderen Kapazitäten, Widerstände und Induktivi- täten wenig Schwierigkeiten mit sich, denn die verschiedenen in der Röhre vorhandenen Kapazitäten und Kopplungen sind viel grö sser als diese besonderen Kapazitäten und Kopplungen. Bei den kleinen, für ganz hohe <B>9</B> Frequenzen gebauten Röhren ist aber die innere Kapazität und Kopplung derart be schränkt, dass eine gegebenenfalls vorhandene besondere Kapazität oder Kopplung der Zu führungsdrähte vielmal grösser als diese in- nern Kapazitäten oder Kopplungen sein kann.
Es ist klar, dass eine solche Kapazität oder Kopplung nachteilig ist und die rich tige Wirkung der Röhre wesentlich beein trächtigt.
Ein weiterer Nachteil der normalen Lam penfassung ist darin zu erblicken, dass in folge der ziemlich grossen Menge von Isolier stoff beträchtliche dielektrisehe Verluste her beigeführt werden. .
Des weiteren müssen bei Verwendung eines normalen Lampensockels die Kontakt stifte auf einer so kleinen Oberfläche zusam mengedrängt werden, dass bereits hierdurch unerwünschte Kapazitäten und Kopplungen in die Röhre eingeführt werden:, welche die Wirkung derselben beeinträchtigen. Aus diesen verschiedenen Gründen ist es nicht möglich, bei normaler Anordnung der Röhre und mit normalen Röhrenfassungen bei sehr hohen Frequenzen wirklich gute Er gebnisse zu erlangen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich daher auf eine Vorrichtung mit Entladungs röhre für sehr hohe Frequenzen, bei der dielektrische Verluste, nachteilige Kapazi täten und Kopplungen weitgehend vermieden werden.
Gemäss der Erfindung werden in einer mit einer elektrischen Entladungsröhre für sehr hohe Frequenzen versehenen Vorrich tung, mindestens ein Teil der radial vor stehenden Röhrenkontakte mit streifenförmi- gen Kontakten verbunden, die lamellen- artige Fortsetzungen aufweisen, welche derart unter Zwischenfügung von Isolierstoff auf einer metallenen Grundplatte befestigt sind,
dass die lamellenförmigen Fortsetzungen mit dieser Metallplatte Kondensatoren bilden.
Die beiliegende Zeichnung veranschau licht Ausführungsbeispiele des Erfindungs- gegenstandes.
Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbei spiel; in Fig. 2 ist ein Teil der Fig. 1, das heisst ein Schnitt nach einer der Linien 2-2; dargestellt, während in Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel in Draufsicht darge stellt ist; die Fig. 4 und 5 zeigen Teile der Vorrichtung nach Fig. 3.
In der Vorrichtung nach Fig. 1 ist mit 10 eine Röhre der sogenannten "Acorn"-Art bezeichnet. Diese Röhre besitzt radial vor stehende Kontaktstifte 11, 12, 13 und 14, mit denen der Glühdraht, die Kathode, die Anode und das Gitter verbunden sind. Mit der Anode und dem Gitter sind eine Spule 15 und ein Kondensator 16 verbunden, die mit der Röhre 10 einen Schwingungskreis bilden. Eine Gitterableitung 17 ist einerseits mit dem Gitterkontaktstift und anderseits mit tels einer Schraube 18 mit der metallenen Grundplatte 19 verbunden, die auf Null potential gehalten wird.
Die metallene Grundplatte 19 ist mit einer Öffnung 20 versehen, in der die ver schiedenen Teile des Schwingungskreises un tergebracht werden können. Auf dieser me tallenen Grundplatte sind ferner die zweck mässig aus Glimmer bestehenden Isolierstrei fen 21 und 22 angeordnet.
Auf dem Streifen 21 sind die Metallstrei fen 23 und 24 befestigt, die an einem Ende mit Anschlussklemmen 27 und 28 ausgestat tet sind und am andern Ende die U-förmigen Kontaktfedern 25 besitzen, in welche die Kontaktstifte des Glühdrahtes der Röhre 10 passen.
Die Streifen 23 und 24 bilden mit der Grundplatte einen Entkopplungskondensator für die Glühdrahtleitung. Die Bauart der Anschlussklemmen 27 und 28 und die Be festigung an der Grundplatte 19 ist in Fig. 2 veranschaulicht. Die Rückseite dieser Platte 19 ist mit einem zweckmässig aus Glimmer hergestellten Isolierstreifen 29 bedeckt. Die Klemme selbst ist ferner mit dem Drahtende 30 versehen und wird mittels einer Mutter 31 isoliert auf der Grundplatte befestigt.
Auf diese Weise werden die Streifen 23 und 24 fest auf dem Glimmer angeordnet, so dass sie mit der Grundplatte einen Entkopplungs- kondensator bilden und gleichzeitig die Stromzuführung für den Glühdraht der Röhre 10 besorgen.
In gleicher Weise ist die Zuführung für die Anode ausgebildet, nämlich mit dem Glimmerstreifen 22, dem Metallstreifen 37 und der Anschlussklemme 38. Auch in @die- sem Fall bildet der Metallstreifen 37 mit der Grundplatte einen Entkopplungskondensa- tor. Durch Verwendung der Anschlussklem- men zur Befestigung der Metallstreifen kön nen besondere Mittel zur Befestigung dieser Streifen entbehrt werden. Es wird also weni ger Material beansprucht und infolgedessen die Verlustfreiheit und die richtige Wirkung dieser
Anordnung gefördert.
Der Isolierstreifen 21 ist mit einer Öff nung 32 versehen, in der ein Metallstreifen 33 mittels der Schraube 34 mit der Grund platte 19 verbunden ist. Am andern Ende trägt dieser Streifen die U-förmige Kontakt feder 35, in welche der Kontaktstift 12 der Kathode der Röhre 10 eingeführt wird.
Durch die beschriebene Anordnung der Röhre und die Ausbildung der Anschluss klemmen werden also die dielektrischen Ver luste und die Anschlussdrähte samt den damit einhergehenden schädlichen Kapazitäten und Kopplungen vermindert.
In Fig. 3 ist eine andere Anordnungsart der Röhre dargestellt.
Die metallene Grundplatte 40 ist mit einer Öffnung 41 'versehen, durch welche die Röhre 10 hervorragt. Die Grundplatte kann zum Beispiel als Schirm zwischen den ver schiedenen Stufen eines Rundfunkgerätes be nutzt werden. Konzentrisch mit der Öffnung 41 ist ein zweckmässig aus Glimmer bestehen der Isolierring 42 angeordnet. Auf diesem Ring sind die Metallstreifen 43 angebracht, die mit der Grundplatte wieder einen Ent- kopplungskondensator bilden. Diese Streifen sind an ihrem Ende umgebogen, so dass sie einen federnden Kontakt für die Kontakt stifte 11 der Röhre 10 bilden.
Die Befesti gung der Kontaktstreifen auf der Grund platte erfolgt entsprechend Fig. 2 in gleicher Weise wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1. Zur Vermeidung von Ableitungsver lusten können Teile des isolierenden Glim- merringes weggelassen werden, wie bei 45 angegeben ist. Konzentrisch mit dem Ring 42 ist der zweckmässig aus Isolierstoff be stehende, vorstehende Teil 46 angeordnet. Dieser Teil besitzt an der Unterseite einen Flansch 47, mittelst welchem er auf der Grundplatte mit Hilfe der Nieten 48 be festigt ist. In dem Teil 46 sind Öffnungen 50 zum Durchlassen der Kontaktstifte der Röhre vorgesehen. Die Öffnungen 50 sind an der Unterseite mittels eines aus elastischem Isolierstoff, z. B.
Glimmer, bestehenden Rin ges abgeschlossen, der mit Nieten 51 am vor stehenden Teil 46 befestigt ist. Beim Einführen der Röhre drücken die Kontaktstifte 11 die Teile des Glimmerringes auf beiden Seiten des Schnittes 53 nach un ten. Sobald die Kontaktstifte hindurchgegan gen sind, schliessen die federnden <U>Glimm</U> platten die Öffnung wieder ab. Die Röhre wird dann um einen kleinen Winkel gedreht, wobei die Kontaktstifte 11 unter die Federn 44 geklemmt werden.